Small Scale DAB: IRT hat Hardware für Opendigitalradio getestet


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#2
Danke für den Hinweis! Dann ist das "Freak-Zeugs" wohl nun auch in Deutschland in der "offiziellen" Radiowelt angekommen. Gerade diese kleinen Lösungen sollten sich die Landesmedienanstalten und Staatskanzleien anschauen, bevor wieder argumentiert wird, die Zukunft der Offenen Kanäle und NKLs läge ausschließlich im Internet. Nein, sie liegt nach dem Ende von UKW (auch) in einer kleinen Linux-Kiste mit nem Modulator hintendran. Und die Region, in der das stattfindet, hat noch die Chance auf regelmäßige Übertragung der Gemeinderatssitzungen, der Gottesdienste (manche Bettlägerigen wären froh, so noch regional teilnehmen zu können), ... es bedürfte "nur" der juristischen Justierungen für solche Anwendungen.
 
#4
Der Link oben funktioniert zwar nicht mehr, aber unter https://www.irt.de/aktuell/kolloquien/rueckblick/ ist die interessante Präsentation zu finden.

Wenn es/wo es engagierte Interessenten und einen geeigneten erhöhten Senderstandort (Hochhaus oder Berg) gibt, dürfte sich sowas auch in D außerhalb der Ballungsräume realisieren lassen und solange da wenig konkurrierende Interessenten existieren (und nur da macht sowas Sinn) auch ohne juristische Hürden umsetzen lassen: Ein Ensemble mit 100W für Hardwarekosten 10.000,-. Wie hoch sind die vergleichbaren Kosten eines UKW-Senders gleicher Reichweite?
 
#6
Es geht um Standorte, wo es gerade mal einen, bestenfalls zwei potentielle lokale Anbieter gibt, die ein UKW-Programm veranstalten (würden) und wo ein herkömmliches kommenrzielles Ensemble nicht voll zu bekommen wäre. Wenn so ein lokaler Anbieter derart zu DAB in Eigenregie motiviert werden soll, muss der Aufwand IMHO vergleichbar sein mit einem UKW-Sender. Wenn dann die zusätzliche Kapazität anderweitig genutzt oder verkauft/vermietet werden kann, ist das sicher Mehrwert, der das ganze u.U. attraktiver macht, aber damit kannst Du für den Einstieg nicht kalkulieren. Die Menschen haben nur zwei Ohren und werden nicht mehreres gleichzeitig hören. Allerdings durch Spezialisierung auf unterschiedliche Kanäle könnte mancheiner überhaupt erst motiviert sein, wieder zuzuhören...

Wenn sowas jemand z.B. für den Jenaer Talkessel aufziehenn würde, könnte es Interessenten für weitere Kapazitäten geben, weil überregionale Pakete ohne Füllsender nicht gescheit ankommen. Anderswo in der Ebene, die ein Großssender gut versorgt, funktioniert das vermutlich nicht.
 
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#7
So gesehen hast Du natürlich völlig recht. Es muß sich schon mit einem Nutzer rechnen, wenn es ihm und nur ihm den Weg auf DAB ermöglichen soll.

Im Jenaer Talkessel wäre neben Radio OKJ formal kein anderer "zugelassener" (TLM)-Anbieter relevant, es ei denn, man holt sich die Weimarer/Erfurter noch mit rein, was sehr sinnvoll wäre. Dann bitte umgekehrt auch. Oder man könnte Campusradio und OKJ getrennt fahren, was aber Ressourcenprobleme beim Campusradio verursachen dürfte. Die sollen ja studieren und nicht rund um die Uhr Radio machen. ;)

Gäbe es laxere Zulassungsmechanismen für solche Lokalfunzeln, könnte neben den schon von mir herbeifabulierten Stadtratssitzungs- und Gottesdienstkanälen auch z.B. sowas wie ByteFM laufen in einer Universitätsstadt - nur ob die wollten? Es kostet ja Geld, wenn auch eher überschaubar. Hätte man noch einen Nutzen verglichen zu reiner Internetverbreitung? Wäre DAB gegenüber der Anonymität des Internetradios mit seinen Zehntausenden Angeboten etwas "hervorstehendes" oder bei dieser Zielgruppe eher unattraktiv?
 
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#8
Etwas Finazielle Förderung seitens der TLM wäre schon notwendig. Aber wenn Lokalfunk und insbesondere NKL eine Überlebenschance haben sollte, dann so. Von den (medien-)politischen Randbedingungen täte ich am ehesten in den Thüringer Universitätsstädten derartiges für realisierbar halten. Eventuell auch in BaWü, da scheint mir die Skepsis bei den Medienpolitikern und bei den NKLs aber noch größer.
 
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