Sparkurs beim NDR


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Der öffentliche-rechtliche Rundfunk ist auch nicht überlebensnotwendig.
Das ist er sehr wohl.
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Für die Politiker vielleicht. Weil ihnen sonst die Plattform für ihre Durchhalteparolen fehlt. Für die meisten Bürger ist er das aber (leider) schon lange nicht mehr. Da kann man sich jetzt drüber streiten ob "selber schuld".

Was war das für ein Theater als von heute auf morgen sämtliche Fitnesscenter, Frisörlädchen, Nagelstudios, Fußpflege, Kneipen, Straußwirtschaften, Bierschankstuben, Baumärkte usw. als "nicht systemrelevant" eingestuft und zugesperrt wurden. Alles Orte die ich nie besuche. Den öffentlich-rechtlichen Rundfunk hätte da wohl kaum jemand vermisst...
Und das ist eigentlich schade. Aber wenn man das hier so liest wundert es einen auch irgendie nicht mehr.

Für 2 Minuten Nachrichten braucht es doch keine 18 Euro im Monat. Das kann selbst ein Low budget "Programm" wie Absolutemusic bieten. Ist die Hitnacht so teuer?
 
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Ein öffentlich-rechtliche Jugendradio mit flächendeckender UKW-Versorgung in vier (de facto: fünf) Bundesländern und weniger eigenem Programm als jede Provinzklitsche. Ich kotze.
das ist erbärmlich, ich BETE, dass der rbb seinen Verstand behalten wird. Es gibt noch Gründe, dass man den Rundfunkbeitrag rechtfertigen kann, wenn aber fast alles wie privates Radio (und schlechter) beim NDR klingen wird, dann gibt es keine Berechtigung mehr dafür.
 
Es wundert einen dass eine kleine Anstalt wie der RBB, dessen Länder und deren Bewohner permanent klamm sind sich so ein Füllhorn an wirklich großartigen Musiksendungen auf Radio1 + Fritz leisten kann, der große NDR als 4-Länderanstalt aber nicht. Bei Njoy wurden die Abendsendungen zu musikalischen Themenschwerpunkten schon vor längerer Zeit zusammengestrichen und wie lange man sich den Luxus von Nachtclub und Nightlounge für eine Handvoll DAB-Hörer gönnen möchte (und das rechtfertigen kann) ist ja mal fraglich. Wie macht der RBB das? Und warum schafft der NDR das nicht in dem seinen Gebiet ja viel mehr Leute leben die zur Zahlung des Beitrags verpflichtet (nicht befreit) sind?
Fritz hat auch weniger "Junge Nacht" Übernahmeanteil und Radio 1 kommt sogar ganz ohne die Übernahme eines ARD-Nachtprogramms aus.
 
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Ist eigentlich schon was zu Mikado am Sonntag um 8 und 14 Uhr gesagt wurden oder zu "Zwischen Hamburg und Haiti"? Gehen die auch zu NDR Kultur?
 
Es wundert einen dass eine kleine Anstalt wie der RBB, dessen Länder und deren Bewohner permanent klamm sind sich so ein Füllhorn an wirklich großartigen Musiksendungen auf Radio1 + Fritz leisten kann, der große NDR als 4-Länderanstalt aber nicht
Ich glaube da verwechselst du was. Die Größe des Sendegebietes sagt nichts über die Größe der Anstalt aus. Es kann also gut sein, dass der rbb da vielleicht mehr zu bieten hat. Größte Anstalt ist ja nach wie vor der WDR und dessen Gebiet ist um einiges kleiner als der NDR. So pauschal kann man das nicht sagen weil es nichts miteinander zu tun hat.
 
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Gibt es eigentlich eine öffentlich rechtliche Popwelle wie SWR 3 oder NDR 2 die in den Abendstunden oder am Wochenende ein unmoderiertes Programm sendet oder Voicetracking macht?
 
Gibt es eigentlich eine öffentlich rechtliche Popwelle wie SWR 3 oder NDR 2 die in den Abendstunden oder am Wochenende ein unmoderiertes Programm sendet oder Voicetracking macht?
Zumindest bei Jump und SR1 gab es das mal. Wenn man "Popwelle" etwas weiter definiert, dürfte man noch einige Jugendradios und Bayern 1 nennen. Und 1Live diggi ist grundsätzlich moderationsfrei.

Ich glaube da verwechselst du was. Die Größe des Sendegebietes sagt nichts über die Größe der Anstalt aus.
Laut Wikipedia, Die Einwohner (Erstwohnsitz, daher im Grundsatz beitragspflichtig) im Gebiet der jew. Anstalten:

WDR: 17,9 Mio.
SWR: 15 Mio.
NDR: 14,2 Mio.
BR: 12,9 Mio.
MDR: 8,5 Mio.
HR: 6,2 Mio.
RBB: 6,0 Mio.
SR: 1,0 Mio.
RB: 700 Tsd.

Laut NDR-Geschäftsbericht hat der NDR im Jahr 2018 1,259 Mrd. Euro ausgegeben, davon 727 Mio. Euro für Sachaufgaben, 427 Mio Euro für Personalaufwendungen und 123 Mio Euro für die Altersversorgung. Laut Bilanzsumme hatte der NDR Ende 2018 einen Wert von 1,970 Mrd. Euro.

Beim RBB sind nur die Zahlen für 2017 verfügbar: Man hat 448 Mio. Euro ausgegeben, leider nicht aufgeschlüsselt, und auch keine Bilanzsumme.

Aber klar ist: Der RBB macht sein Programm mit etwa zwei Fünfteln der Mittel, die der RBB zur Verfügung hat.
 
Dann würde ich lieber die ARD Popnacht um 22 Uhr starten lassen bevor ab 22 Uhr Hits nonstop läuft. Die ARD Hitnacht beginnt ja auch bereits nach den 22 Uhr Nachrichten.

Für ein öffentlich rechtliches Massenprogramm wie NDR 1 und NDR 2 ist ein unmoderiertes Programm oder Voicetracking ein NO GO.
Anders bei Programmen wie NDR Plus oder Blue.
 
Da es offenbar missverstanden wurde: Es ist nur ein "Modell", wie dort steht, eine "Idee", meinetwegen auch eine satirische Überzeichnung - aber in keinem Fall etwas offizielles. Sorry.

P.S.: Kann ich den Ursprungsbeitrag noch entsprechend bearbeiten?
Auf Deutsch: Das "Modell", das du in langen Programmfahnen mit "Unlektorierte Fassung" gepackt hast, ist einfach deine Phantasie? Was soll n des? Ich sehe den Mehrwert nicht - außer, dass du hier die Leute aufgescheucht hast, die auf deine Phantasie wiederum ihre eigene Phantasie packten.
 
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@Bale1972 zum Post #164 :
Gab es mal .... Bayern Mobil vom Bayerischen Rundfunk... wurde in 2008 leider eingestellt zugunsten von Bayern Plus.
Für mich war es das weltbeste ö-r Radioprogramm. Ein riesiger Pool an Titeln, internationaler Pop und Rock, auch mal B-Seiten, LP Titel und Deutsches dabei. Insgesamt eine sehr bunte und abwechslungsreiche Mischung, unterbrochen nur durch die Übernahme von Nachrichten, Wetter und Verkehr. Ansonsten unmoderiert. Und in unregelmässigen Abständen gab es Musikwunschtage, an denen man sich telefonisch oder per e-Mail Titel wünschen konnte, die dann ohne Ansage ins Musikprogramm eingestreut wurden.

Wie hat der NDR das bloß in den 70er und 80er Jahren geschafft, bei deutlich weniger Wellen so ein informatives und abwechslungsreiches Programm hinzubekommen ? Klar, früher wurde auch genörgelt: Zu lahmes Programm, zu viel und zu lange Wortsendungen oder -beiträge. Aber wenn ich heutzutage (nur noch selten) anhöre, was z.B. aus NDR 1 und NDR 2 geworden ist, dann hätte ich doch lieber das Radio von vor 40 Jahren wieder.
 
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Aber klar ist: Der RBB macht sein Programm mit etwa zwei Fünfteln der Mittel, die der RBB zur Verfügung hat.
Der RBB hat 2019 laut Wirtschaftsplan 542,2 Mio. EUR ausgegeben - bei Einnahmen von 457,6 Mio. EUR. Also:
1. Sollten beim RBB nicht irgendwelche Sondereffekte zuschlagen oder sich eine massive Erhöhung der Beitragseinnahmen ankündigen, wird der Sender auch sparen müssen. Und zwar richtig. Mal so zur Größenordnung: Eine ernsthaft befüllte ÖR-Massenwelle kostet, wenn sie teuer ist, um die 10 Mio. €/Jahr.
2. Was ich schon zigfach hier schrieb: Von einer halben Milliarde Euro pro Jahr kann man alle Eure Lieblingssendungen zehnfach produzieren. "Nicht leisten können" heißt schlicht: man will das Geld für andere Dinge ausgeben. Diese anderen Dinge ignoriert ihr aber fast notorisch, viele scheinen die nicht einmal auf dem Schirm zu haben. Was wollt Ihr mit Euren Vergleichen vor dem Hintergrund erreichen?
 
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Mal so zur Größenordnung: Eine ernsthaft befüllte ÖR-Massenwelle kostet, wenn sie teuer ist, um die 10 Mio. €/Jahr.
Woher kommt diese Zahl? NDR 1 Niedersachsen kostet anscheinend mehr als das Dreifache und ist dabei nur bedingt "ernsthaft befüllt". (Kosten pro Minute mal Anzahl der Minuten, in der Annahme, dass sich zw. 2017 und 2018 nichts wesentlich geändert hat.) Was ich komisch finde: NDR 2 kostet den veröffentlichten Zahlen zufolge mit knapp 12 Mio. € kaum weniger als rbb Radio Eins. NDR Info ist 15 Mio. € teurer als das rbb Inforadio.
 
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KEF

NDR 1 Niedersachsen kostet anscheinend mehr als das Dreifache und ist dabei nur bedingt "ernsthaft befüllt".
In deinem Link fällt auf, dass NDR 1 NDS unter den Landeswellen mit weitem (!) Abstand das teuerste Programm ist - die anderen Landesprogramme kosten laut NDR-Angaben nur etwa die Hälfte.

Erste Vermutung: Der NDR rechnet einen Großteil der Kosten der lokalen Hörfunk-Korrespondenten auf die Landesprogramme. In Niedersachsen leistet der NDR sich nicht weniger als ein Landesfunkhaus, fünf Studios und sechs Korrespondentenbüros. Das kostet was. Und tatsächlich wird NDR 1 NDS sicherlich der Hauptabnehmer der in den Studios und Korrespondentenbüros produzierten Beiträge sein.

N-Joy kommt demgegenüber übrigens laut deiner Quelle auf jährliche Kosten von ganzen 6 Mio. EUR.
 
Wie wird eigentlich der Finanzausgleich an Radio Bremen vom NDR verbucht? Vielleicht läuft der an RB gezahlte Betrag ja buchungstechnisch über das Landesfunkhaus in Niedersachsen, denn RB sendet ja in weite Teile des Bundeslandes hinein, was auch den hohen Kostenanteil des NDR in Niedersachsen erklären könnte.
 
In deinem Link fällt auf, dass NDR 1 NDS unter den Landeswellen mit weitem (!) Abstand das teuerste Programm ist - die anderen Landesprogramme kosten laut NDR-Angaben nur etwa die Hälfte.
Man vergleiche da einmal die Einwohnerzahlen:

Niedersachsen: 7,98 Millionen
Schleswig-Holstein: 2,89 Millionen
Mecklenburg-Vorpommern: 1,64 Millionen
Hamburg: 1,82 Millionen

Wenn man jetzt die Kosten auf die Einwohnerzahl umrechnet, dann ist NDR 1 NDS schon plötzlich garnicht mehr so „teuer“. Und was meine ganz persönliche Meinung ist: Das Landesprogramm aus Hannover war schon immer das mit Abstand anspruchsvollste aller NDR 1 - Programme und das ist es auch heute noch.
 
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