Sprechtrainer


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#2
Eindeutig Günther Wirth - hat in Berlin die gesamte NSR trainiert. Matthias Stürmer, jetzt MDR Jump, oder Christoph Lemmer.

Kein Rumdoktern an der Aussprache, sondern Coaching für "authentisches" Sprechen (nicht ablesen), Köpertraining für mehr Resonanz in der Stimme usw.
 
#3
"authentisches Sprechen" heißt bei NSR dann ja wohl so viel wie rumstottern, oder was?

Habe einschlägige Erfahrungen bei Sendern mit NSR-News gemacht - zum Teil unter aller Kanone, die Damen und Herren (z.B. ein Herr Stürmer oder eine Frau Papst oder ein Herr Tawsel oder oder oder...)
 
#4
AC, da teile ich Deinen Eindruck. Wirhatten auch die Ehre mit Störmer als News-Mann - Katastrophe!
Der beste Sprechtrainer ist leider tot - Professor Markert aus Berlin. Beobachtung: In den Sendern wird viel zu wenig für's Sprechen getan, sowohl für's "authentische" als auch einfach für's korrekte. Ich war mal bei 'nem Sender, der hat als Sprechtrainerin ein Erstsemester Logopädie beschäftigt. So klang's dann auch.
 
#6
Klar, wenn du Wert darauf legst tuntig zu klingen...

Mir ist sein Privatleben zwar egal, aber die Aussprache in den Nachrichten ist grauenhaft. Und auch die Regeln, die er seinen Schülern beibringt, kann man nicht als "up to date" bezeichnen.
 
#7
Ich sage nur:

Horst W. Blome!

Genialer Mann, der damals auch fuer Sat1 Sprechtraining machte und an der Uni Erlangen Kurse gab. Mein ewiger Dank schleicht ihm nach.
Und seinen Anti-Fraenkisch-Uebungsspruch werd ich auch nie vergessen: "So ne und solche Songs aus den Secondhand-Laeden des Sowjetsystems."

Der Gute wird aber mittlerweile im Ruhestand sein.
 
#8
ja! ja! ja!
Blome ist der beste. Nächtliche Sitzungen, die einem in allen Bereichen des Radio-Lebens prägen und weiterbringen.

Und hier die gute Nachricht: Er ist nicht im Ruhestand! Er macht private Stunden im (aber nicht nur für) das Funkhaus in Nürnberg und arbeitet -glaube ich- auch noch für Antenne Thüringen ...

Und: Jeder sollte einmal eine Lesung besuchen, wenn Blome sich auf seine schauspielerischen Wurzeln besinnt und Lesungen macht. Gigantisch!

Jeder der bei ihm war weiß wovon ich spreche!
 
#10
Blome ist prima!
Ich hatte nur immer zu wenig ZeiT!
Weil er wirklich viel erzählt....es dauert Stunden aber deshalb ist er sein Geld wert...für alle die neben Geld eben auch Zeit haben....
 
#11
brauche auch einen Sprechtrainer bei dem vielen Müll den ich schreibe und spreche...*gg*
Es muss ja nicht der Beste sein, hauptsache er bringt mir was ins Oberstübchen, was ich auch für später verwenden kann.

Michel
 
#12
michel: du brauchst keinen sprechtrainer (obwohl: kann ich nicht beurteilen, habe dich noch nie sprechen gehört!), sondern zuerst mal einen DEUTSCHLEHRER, der dir grammatik und satzbau beibringt, welche bei dir ehrlich gesagt meistens jenseits von gut und böse liegen (ist jetzt nicht bös´ gemeint!).

korrektes deutsch ist GERADE für die radiobranche SEHR wichtig, weil du hier (anders als z.b. bei der zeitung) nicht zurückspulen kannst, wenn du einen satz nicht ganz mitgekommen hast. aber dazu gibt es eigene literatur, teilweise als teilkapitel in einem riesenwältzer ("radio-journalismus", "radio-management"), teilweise auch als seperates monothematisches buch ("für´s hören schreiben" - wenn ich mich nicht irre heißt das so und ist im uvk-verlag konstanz erschienen).
 
#15
Uwe Hackbarth mag sein wie er will, sein Kollege von [e
e] Eggolf von Lerchenfeld ist wirklich sehr gut. Super ausgearbeitets Konzept, unverkrampftes Training und Inhalte, die wirklich zeitgemäss erscheinen. In München kann ich noch Müller-Trenck empfehlen, eher klassisch fundiert, gut für Basics. In Berlin gibt es noch Frank Hartmann, auch der ist echt fähig.
 
#18
uwe hackbarth? wer bei diesem nervösen hin und hergezapple sich auf die texte konzentrieren kann, der lernt wohl auch was... eventuell.
ich empfehle frau rausch von der uni leipzig, auch privat zu buchen. sehr fundiert und korrekt. sie hat das gewisse "etwas" sämtliche sprachfehler auszubügeln und berät moderatoren von energy (was hart ist) über psr, bis hin zum mdr.
 
#19
noch ein tip:
inge hermann-maugsch - sprechstudio göttingen. die dame hat ganze sender trainert - bis hin zu den prominenten im TV. Leider war sie schwer krank, ist aber wohl wieder da. wie alle top-leute schwer zu bekommen, weil gut ausgebucht. eigentlich sollte längst ein buch von ihr erscheinen, die krankheit hat das projekt wohl zurückgeworfen.
Sehr gut is auch astrid dinda aus berlin (chance). Die Damen haben einen entscheidenden Vorteil: Sie sind Sprechtrainer mit journalistischer Erfahrung - eben nicht nur Theoretiker.
 
#20
@ radiobär: möchte dir unbedingt zustimmen. Kenne Ilka Rausch von der Leipziger Uni seit 1976 als Sprechtrainerin - hab unheimlich viel von ihr gelernt und konnte das an volos und praktis und manchen "gestandenen" Kollegen sogar weitergeben. Sie hat damals mit den Sprechwissenschaftlern an der Uni Halle zusammengearbeitet - da müßten also auch noch fähige Leute sitzen.
@ radiohead: meiner unmaßgeblichen Meinung nach sind die Bücher "Radio-Journalismus" und "Radio-Management" maßlos überschätzt.

Zum Thema Schreibenkönnen im Radio: Stimme absolut zu, daß das enorm wichtig ist. Und schreiben für's hören ist wirklich was total anderes als schreiben für's lesen. (Man kann das sogar hier an einigen postings merken: die strotzen vor Rechtschreibfehlern, kennen keine Interpunktion und manchmal auch keine Grammatik - hören sich aber bestimmt gut an ;) Falle: Wenn man für jemand anderen als sich selbst schreibt (soll ja vorkommen) - da wird aus jedem Tippfehler ein Stolperer on air.
 
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