STAR FM - neue "Guerilla"-Marketing-Kampagne?


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Nicht offen für weitere Antworten.
#1
Vor kurzem wurde hier auf eine "Stellenanzeige" von StarFM Berlin verlinkt, in der zu den gewünschten Eigenschaften eines Moderators das Trinken von Bier erwünscht war. Gestern sah ich beim Radeln durch die Stadt dieses Plakat DSCI3036.JPG
 
#3
Wenn ich bei diesem Sender arbeiten würde, würde ich vor Scham im Boden versinken. Aber nichts ist unterirdisch genug, um einem verzweifelt um Aufmerksamkeit heischenden Medium zu peinlich zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
#4
Na ja, bei dem Programm würd' ich vielleicht auch mal drüber nachdenken, ein bißchen auffallen zu wollen, um mich von anderen abzusetzen.

... und irgendwann hätte ich gern mal wieder was in diesen elenden Fragebögen von diesen obligatorischen Lustich-ausm-Bett-Rausscheuchern gelesen, das nicht den Eindruck erweckt, als ob jemand brachial die Intelligenz der Zuhörer oder die Menschenwürde infrage stellen möchte. Wär' einfach mal wieder an der Zeit.

Gruß
Skywise
 
#5
Man ist doch bei StarFM selber Schuld. Hätte man nicht vor geraumer Zeit angefangen das Programm inhaltlich zu verwässern und wäre beim ursprünglichen Musikkonzept geblieben, hätte man heute seine klare, feste Hörerschaft. Dann, aber auch wirklich nur dann, würde diese rotzfreche und auf den ersten Blick befremdlich wirkende Werbung, auch einen Sinn machen. Da der Sender aber in letzter Zeit immer mehr zum austauschbaren Dudler geworden ist, der mittlerweile sogar immer öfter die üblichen Rockschnulzen mit popigen Einschlägen spielt, wirkt die Werbung dann doch eher peinlich.

Was waren das noch für Zeiten, als auf der 89.0 vom Brocken "Project digital" laut und rotzfrech mit seiner Fuck-you-Hotline prahlte und dieses bewußt überspitzte Konzept auch gnadenlos durchzog. StarFM war damals zumindest musikalisch durchaus das Berliner Duplikat dazu. Heute hat man eher den Eindruck, dass man sich bei StarFM von Beratern iirgendwas hat einreden lassen und langsam aber sicher merkt, dass man unbeschadet aus der Nummer so nicht mehr rauskommt. Zwischen öffentlicher Eigenwerbung und musikalischem Inhalt klafft inzwischen eine Lücke, die nur noch schwer zu überbrücken scheint.
 
#6
Was waren das noch für Zeiten, als auf der 89.0 vom Brocken "Project digital" laut und rotzfrech mit seiner Fuck-you-Hotline prahlte und dieses bewußt überspitzte Konzept auch gnadenlos durchzog.
Au ja, das waren wirklich noch Zeiten. Da hat die Jugend noch alles versucht, die 89,0 auch noch knapp südlich von Hamburg zu empfangen. Erstaunt war ich bei einem Schülerpraktikum in einem Handwerksbetrieb, als auch dort im Auto Project lief, natürlich stark verrauscht, aber scheiß drauf.
Mit welcher Leistung sendeten die damals eigentlich?

Dann eines morgens der traurige Moment, als mein Radiowecker sich mit Standardgedudel, präsentiert von RTL, meldete.
Bin dann zu Delta Radio gewechselt - Amok Alex übrigens auch :)
 
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#8
Mix.jpg
Bestimmt haben sie Wetten darüber abgeschlossen, wie schnell hier irgend jemand einen Thread dazu eröffnet und sich als unbezahlter "Social-Media-Beauftragter" vor den Karren spannen lässt.
Als unbezahlter Social-Media-Media-Beauftragter möchte ich feststellen, das mir am besten an diesem Plakat das Edding-Gekritzel gefallen hat. Aber: lieber so eine Kampagne, als das mich wieder pünktlich zur MA irgendwelche Arnos anglotzen und mir irgendwas bezahlen wollen.
 
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#10
Weiß man's?
Würde zum übrigen Text ja passen, der dem Lachen nur eine Kleinschreibung gönnt, der in den letzten beiden Spiegelstrichen konsequent die immer noch nicht außer Kraft gesetzten Kommaregeln mißachtet und der von der Überschrift zum letzten, fettgedruckten Absatz ungefragt von der dritten Person Plural in die zweite Person Singular wechselt.

Gruß
Skywise
 
#11
[..]Kleinschreibung, [..]Kommaregeln, [..]von der dritten Person Plural in die zweite Person Singular
Die Zielgruppe merkt es nicht und denen mit der voll endgeilen Idee ist es absolut egal. Passt schon. ;)

Und sicher klatschen sie sich gerade irgendwo in einem Berliner Hinterhof ab, weil sie mit dem unausgegorenen Billigplakat jetzt schon "voll Talk of the town" sind. Und sogar ohne Tit**nbilder, nur mit 'nem Duckface drauf.
Kann das großflächige Vorhandensein des Eddings nicht mal jemand aus der Gegend kurz überprüfen? Oder gibt es nur dieses eine Plakat? :D
 
#12
Gehört nicht zum Thema, aber das Umfeld des Plakates, so winzig der abgelichtete Ausschnitt auch ist, zeigt hervorragend das, was ich unter "Berlin, szenig" verstehe. Abgeranzt bis an die Grenze des Möglichen. Ist das irgendwo um das RAW-Gelände oder generell Friedrichshain aufgenommen?
 
#13
Hätte man nicht vor geraumer Zeit angefangen das Programm inhaltlich zu verwässern und wäre beim ursprünglichen Musikkonzept geblieben, hätte man heute seine klare, feste Hörerschaft.
Gott sei Dank wurde o.g. Umstand beim Schwesterprogramm hier in Nürnberg Anfang vergangenen Jahres durch den starken Widerstand der Hörer verhindert.
Wollen wir hoffen, dass es auch so bleibt.

Grüße

Marco
 
#16
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#17
Illegal plakatiert? In Berlin ist das nicht illegal, sondern scheißegal. Wirklich. In Friedrichshain habe ich oft den Eindruck, die Häuser stehen nur noch, weil sie von dicken Schichten aus Papier und Leim zusammengehalten werden.
Und ich Depp hab' mich bei meinem letzten Berlin-Besuch noch über die Plakat-Anpapp-Praxis gewundert ... :confused:

Danke für die Aufklärung, wieder ein großes Rätsel gelöst.

Gruß
Skywise
 
#18
Ah, Marihuanaplatz... ok, auch gut abgeranzte Ecke. :D

@Mannis Fan: Illegal plakatiert? In Berlin ist das nicht illegal, sondern scheißegal. Wirklich. In Friedrichshain habe ich oft den Eindruck, die Häuser stehen nur noch, weil sie von dicken Schichten aus Papier und Leim zusammengehalten werden.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/wildplakatieren-in-berlin-kleben-und-kleben-lassen/7487850.html

Wir sind doch hier nicht im Musterländle. ;)
Friedrichshain ist mittlerweile übersät von frisch sanierten Häusern, neuen Luxuswohnbauten und mehr. Das RAW Gelände muss man nicht mögen, dort passiert aber auch viel, auch im Luxussegment. Ein Teil davon ist eine riesige Außenbar mit Pool. Woher hast du dein angelesenes Wissen über Berlin? Stand da was im Nürtinger Boten oder irgendeinem Kreisblatt in eurer stinkelangweiligen Region? Mein Gott, wie oft ich in Berlin Ex-Südwestler treffe, die über ihre öde und bigotte Ex-Heimat reden.... :D
 
#19
@Mannis Fan: Wo es eh schon wüst ist, machen wüste Plakate auch nix mehr aus.
Dass Radiowaves in Nürtingen wohnt, wäre mir übrigens neu. Das dortige Lokalblatt heißt aber Nürtinger Zeitung. Da kann ich mit Lokalkompetenz aufwarten. Stinklangweilig wäre es aber erst, wenn Du dort wohnen würdest. Also nach Berlin würden mich ja keine 50 Milliarden Pferde ziehen...aber jeder, wie er es verdient, gelle?
 
#20
Friedrichshain ist mittlerweile übersät von frisch sanierten Häusern, neuen Luxuswohnbauten und mehr.
Ich muß zugeben, nicht öfters als notwendig in Friedrichshain herumzuschleichen, was mir als Anwohner der Gegend zwischen Plänterwald und den Kleingärten an der Mauer *hüstel* bislang recht leicht fiel. Es gab Monate, in denen ich nicht innerhalb des S-Bahn-Ringes war, damals, in den Zeiten, als ich in Adlershof arbeitete.

Seit ich nur noch etwa die Hälfte des Jahres in Berlin verbringe (immer noch mit der Wohnung dort, die von mir gemietet ist), hat sichs nicht wirklich intensiviert mit Friedrichshain. Was sollte ich dort? Parties, Kneipen, Clubs, Discos, Alkohol und Drogen gehören nicht zu meinen Interessen. Oberflächliche Bekanntschaften ebensowenig. Ich habe auch keine Freunde in Berlin und ziehe meine Bahn in der Stadt allein, was mir den Luxus gibt, mich nicht für irgendeine schäbige Pseudo-Anerkennung verbiegen zu müssen. Und somit in der Freizeit also meist mein geliebter FKK-Strand südlich des Müggelturmes (im Sommer natürlich) bzw. generell die Wälder in Berlins Südosten mit dem Rad oder mal zu Fuß rings um den Liepnitzsee.

Aber nicht Friedrichshain. Nicht ohne dringenden Anlass - der einzige in den vergangenen Jahren war das Dota-Konzert am 10.2. im Astra. Allein die paar Meter vom S-Bahnhof Warschauer Straße bis dorthin waren für mich wieder eindrucksvoll: viele Menschen, viel herumliegender Unrat, viele beschmierte und beklebte Flächen. Für mich ist das trotz nun mehr als 11 Jahren Berlin nie vertraut oder "Heimat" geworden. Für mich, der ich eher die Ruhe und Weite unberührter Schweizer Berglandschaften schätze, wäre wohl das Verbreitungsgebiet des Nürtinger Boten interessanter. ;)

Also sorry, wenn ich übersehen haben sollte, daß sich Friedrichshain auf den Weg macht, es dem Prenzlauer Berg gleichzutun.

Alles gut jetzt?
 
#21
Nur zum Teil, mein lieber Radiowaves. Wir haben in Nürtingen einen wunderschönen Plattenbaustadtteil am Waldrand, der Dich in seiner Ästhetik sehr an die DDR erinnern wird. Mit einem kunterbunten Bevölkerungsgemisch, wobei Russlanddeutsche dort schon ein nicht unerheblicher Faktor sind und dort in einem Stimmbezirk für einen Stimmanteil der AfD bei 38% gesorgt haben. Nahversorgung dort am Minimum, soziale Treffpunkte ebenfalls. Aber durchaus engagierte Bürger, die zu ihrem "Problembezirk" stehen. Ein paar Kilometer weiter, am Albtrauf, würde es Dir vermutlich mehr gefallen. Durch die jetzt erblühenden Streuobstwiesen zu streifen, Frühlingsblumen suchen, den Vögel beim Nisten zuschauen, auf einem Ausläufer des Albtrauf die Blicke bis zum Schwarzwald schweifen lassen...das beruhigt ungemein und die Seele tankt auf. Gesellschaftliche Studien der Urbevölkerung kannst Du dann anschließend am besten beim Besuch einer der hiesigen "Besenwirtschaften" anstellen, egal, ob sie nun Wein oder Most ausschenken. Eine wird schon aufhaben irgendwo...man muss es allerdings wissen. Lange nicht alle sind im Internet präsent. Es gibt hier tatsächlich auch noch analoges 1PunktNull-Leben. Spricht sich aber rum. Am besten Einheimische fragen, die einigermaßen bodenständig ausschauen, solche mit Karohemd und Halbglatze, die eine Motorsäge im Kofferraum haben. Die Ansprüche an Radio, um mal wieder ontopic zu werden, sind aber auch hier gering. Wenn SWR3 grillt, ist das ein Straßenthema. Oder wenn Antenne1 eine Vereinsaktion macht. Die mit Karohemd und Motorsäge hören kein SWR2 oder Deutschlandradio. Wenn sie über 60 sind, läuft meist SWR4. Und wie finden wir jetzt zu Star FM zurück? Ach, vielleicht so: Gegenüber der "neuen 107.7" kann man Star FM wirklich noch als Rockspartenprogramm betrachten. 107.7 hat auch rockig angefangen vor 13 oder 14 Jahren, mittlerweile sind sie beim Konsensmainmüllstream angelangt, irgendwo zwischen Bon Jovi und James Blunt.
 
#23
Ehrlich? Für mich wäre es das nicht. Ich bin Dorfkind. In jeder Hinsicht. In Großstädten geht mir die Luft aus. Nicht meine Welt...nicht mein Typ Menschen.
 
#24
Reg dich doch nich so auf, @Radiocat
Manche mögen das halt. Stadtleben kann interessant sein. Für mich persönlich ist es das auch, allerdings als Besucher. Ich arbeite selber in der Stadt, aber wohnen möchte ich da nicht. Lieber eine kleine Hütte am Alpenland und eine nette Gemeinde, wie ich es noch kenne, wo alles gemeinschaftlich war.
 
#25
@Radiowaves

So wie du dich äußerst, klischeebeladen und unwissend, musst du nicht nach F'Hain gehen. Aber bevor du dich über Dinge äußerst, solltest du dich einfach informieren. Nicht immer aber immer, wie schreibst du das so schön: öfterS ! LOL P.S. Für mich ist Berlin Heimat, seit Jahrzehnten. Vielleicht, weil ich mit offenen Augen und Lust auf andere Menschen durch die Stadt gehe. Das ergibt oft unglaublich schöne, lustige und oft schräge Situationen...
 
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