Steigen einzelne Lokalsender bei Radio NRW aus?


#3
Erstmal abwarten, und Tee trinken. Was hat es nicht schon alles an Projekten gegeben, die groß angekündigt wurden, und von denen man dann nie wieder etwas gehört hat.
Wir werden es sehen, und wenn es passiert, dann passiert es eben. Dann gibts vielleicht mal echten Lokalfunk, aber das Format wird sicherlich das alte bleiben.
 
#7
Was soll denn passieren ? Die suchen sich einen anderen Rahmenprogrammanbieter, der dasselbe dudelt. Oder mehrere packen sich zusammen und gestalten wechselweise das Rahmenprogramm. Oder abends und nachts nur noch Musik von der Festplatte. Oder..... GLASKUGEL.....
 
#12
Was soll denn passieren ? Die suchen sich einen anderen Rahmenprogrammanbieter, der dasselbe dudelt.
Naja, aber man stelle sich vor, es würden zum Beispiel Radio Erft, Radio Köln und Radio Berg jeweils zu unterschiedlichen Rahmenprogrammanbietern wechseln, schon hätte man (zumindest theoretisch) in Köln eine deutlich größere Programmvielfalt als momentan. So ein klein wenig Potenzial steckt da also schon drin.
 
#18
Warum sollen die aussteigen? Mit dem Ausstieg versiegt auch die Geldquelle NR.1 und die Redaktionen müssten endlich mal wirklich was tun... Zudem ist es dann für die eigenen "Klinkenputzer" bestimmt nicht einfach, den durch den Ausstieg wegfallenden Werbe-Defizit selber aufzufüllen. Immer weniger kleinere Betriebe schalten bei den Lokalsendern, weil es ihnen einfach schlicht zu teuer ist und die Streuung oft viel zu groß ist. Zudem werden durch das Aufkommen alternativer Digitalmedien langsam aber sicher immer weniger Menschen mir dem Lokalsender erreicht. Mir funken die Sender auch seit zwei Jahren praktisch "am Hintern" vorbei. Seit ich digital höre, höre ich digital und schalte eben nicht mehr auf die Rauschfunkwelle um. Sollen sie doch da mal mit der Zeit gehen. Die "Goldgräberzeiten" sind bei den Lokalsendern so oder so (ob mit oder ohne DAB) eh längst vorbei!
 
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#19
...und wie lange benötigt der Captain, bis er voll ist?
Ich muss doch sehr bitten!

:cool:

Zur Sache: Trotz allen Wehklagens ist es schwer vorstellbar, dass auch nur eine der Lokalstationen ihren Hintern freiwillig vom Fleischtopf in Oberhausen wegbewegt. Von den bereits dargestellten Problemen, die eine eigenständige Vermarktung derart kleiner Sendegebiete mit sich brächte, mal abgesehen. All das, was Radio NRW derzeit zuliefert (Weltnachrichten, die allseits beliebten (großen) Gewinnspiele, das komplette Musikprogramm) müsste man entweder anderweitig zukaufen oder mit eigenem Personal selbst machen. So oder so, für umme gibt es all das nicht. Die nötige Kohle haben die meisten nicht und die, die sie vielleicht doch haben, werden sie nicht investieren wollen.

Im Großen und Ganzen wird alles bleiben, wie es ist.
 
#20
Ein Glück, die Gebetsmühle funktioniert noch :wall: Theoretisch müssen sich ja nur drei bis fünf Lokalsender zusammenschließen um ein 24/7-Programm anbieten zu können (inklusive eigener oder gekaufter Nachrichten). OWL-Kombi, Westmünsterland-Kombi, Ruhrpott-Kombi und so weiter. Die Idee ist aber so alt wie der Lokalfunk in NRW und wird alle paar Jahre wieder durchgekaut. Also: love it or leave it.
 
#22
Radio NRW kann ja eigentlich nur mit einer Sache punkten: Mit der landesweiten Werbeausschüttung. Wenn sich da andere Kombis finden, sieht Oberhausen bald alt aus. Gut, moderiertes Abend- und Nachtprogramm, aber das scheint vielen heute (leider) gar nicht mehr wichtig zu sein. Jedenfalls belebt Konkurrenz das Geschäft! Und es wäre ja nicht verkehrt, wenn sich z.B. Sender mit überlappendem Verbreitungsgebiet (Köln/Erft/Berg wurde ja schon genannt) mit unterschiedlichen Musikformaten positionieren.
 
#25
Wenn ich die Position des mehr Vielfalt wünschenden Radiohörers verlasse und mich in die Position eines Geschäftsführers eines NRW-Lokalsenders versetze, warum sollte ich dann den Radio-NRW-Mantel verlassen? Mir fallen prinzipiell drei Gründe ein:
  1. Unzufriedenheit mit den Bedingungen, die Radio NRW den Lokalsendern stellt.
  2. Versuch, zusätzliche Hörer im Overspill-Gebiet zu gewinnen.
  3. Flottenstrategie innerhalb eines regionalen Clusters
Das NRW-Modell ist nicht auf Wettbewerb ausgerichtet, und zusätzlich müsste jeder Geschäftsführer einen Formatwechsel erstmal der Veranstaltergemeinschaft beibringen. Die Gesellschafter der Programmgesellschaften, zumeist die regionalen Zeitungsverlage, sind auch nicht gerade von Leidenschaft für mehr Vielfalt im Radio angetrieben. Von daher halte ich Variante 2 und 3 eher für unwahrscheinlich. Bliebe Variante 1: Was sind denn die Bedingungen, die Radio NRW den Sendern stellt? Und der Nutzen, den die Programme erhalten?

Moderation:
Das moderierte Programm in den Randzeiten ist zwar das, was beim Hörer am deutlichsten die Zugehörigkeit bescheinigt, in der Praxis aber wohl längst nicht das wichtigste. Viele Privatsender in anderen Bundesländern, egal ob Stadtsender oder landesweiter, haben zwar 24/7 "eigenes Programm", aber spulen in den Randzeiten Voicetracking ab oder lassen die Moderation gleich ganz weg. Von daher ließe sich hier der Verlust des Radio-NRW-Mantels gut verkraften. Ein alternativer Mantel (etwa im Rahmen eines regionalen Clusters) wäre zwar denkbar, aber längst keine Notwendigkeit.

Werbung:
Wieviel von der NRW-Werbung ist denn in Wirklichkeit bundesweite Werbung? Die könnte man auch direkt von der RMS beziehen. Und zumindest, wenn dort nicht ein einzelner Sender, sondern ein ganzes Cluster auftritt, dürfte man dort auch ganz passable Konditionen erhalten. Alternativ könnte man sich auch von der WDR Mediagroup vermarkten lassen. Auch hier ist Radio NRW kein Muss.

redaktionelle Inhalte und Musikplanung:
Auch wenn das manchen Hörern wahrscheinlich wie Hohn vorkommt. Vermutlich ist das der stärkte Grund, bei Radio NRW zu bleiben. Selbst eine stinknormale AC-Playlist muss erst mal zusammengestellt sein (bzw. eine Software zur Planung dieser vorhanden.), und auch für banale Inhalte braucht man einen bezahlten Redakteur, der sie besorgt und zusammenstellt, wenn man sie nicht mehr zentral bezieht.
 
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