Stuttgart macht ernst mit den Dieselfahrverboten


#1
Stuttgart macht jetzt also endlich ernst, nachdem der Bund seiner Verantwortung zum Schutz der Bürgern nicht nachkommt und sich mit Händen und Füßen gegen eine blaue Plakette sträubt.. Ab 2018 ist die Innenstadt für Diesel die nicht der Euro 6 Norm ensprechen bei Feinstaubalarm tabu. Ähnliches haben ja bereits Oslo und Paris beschlosssen, aber Stuttgart wäre damit in Deutschland Vorreiter. Ich hoffe, dass möglichst viele Städte dem Beispielel folgen werden. Gerade hier in NRW besteht auch dringender Handlungsbedarf, da auch hier die Feinstaubwerte in vielen Städten regelmässig überschritten werden.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/...ot-fuer-aeltere-diesel-ab-2018-a-1135604.html
 
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#4
Besonderes Problem sind hier die Stockoxide
Auch daran darf man zweifeln...

https://www.ndr.de/nachrichten/nied...d-Die-ueberschaetzte-Gefahr,stickoxid108.html

Zitat von NDR:
Will man den Menschen helfen und etwas gegen den Anstieg der Lungenkrankheiten tun, dann plagen den Professor Tobias Welte erhebliche Zweifel, ob die Politik allgemein auf dem richtigen Weg ist. Für den Mediziner greift die aktuelle Diskussion um Stickoxid zu kurz. "Aus meiner Sicht ist das der vollkommen falsche Parameter. Keine Frage - Stickoxide haben eine negative Wirkung auf das Atemsystem. Aber es ist bei Weitem nicht der Schadstoff mit der größten Wirkung", sagt er. Welte, 30 Jahre Berufserfahrung und 700 Publikationen, leitet die größte Universitäts-Lungenklinik in Deutschland. Und: Seine Meinung widerspricht der gängigen Einschätzung zum Thema Stickoxid.
 
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#5
Schön, dass hier ein Professor das anders sieht als WHO oder Bundesumweltamt. Jeder kann ja seine Meinung haben, aber das alte Diesel richtige Drecksschleudern sind, wird niemand bestreiten wollen. Besonders wenn sie von VW kommen. :D;)
 
#6
Es liegt wohl auch daran, dass Stuttgart durch seine Kessellage mehrmals im Jahr Smog-Probleme hat. Daher dort auch das Gebot, Kaminöfen ggf. nur jeden 2. Tag zu betreiben. Ob das kontrolliert wird, ist ein anderes Thema.

Von Paris kenne ich es so, dass an smogreichen Tagen Fahrzeuge (egal ob Diesel oder Benziner) nur jeden 2. Tag in die Stadt fahren dürfen. Gerade und ungerade Zahlen des Kennzeichens im Wechsel. Das wäre grundsätzlich eine gute Dauerlösung, denn nicht nur Paris ist täglich mit Fahrzeugen aller Art überlastet, das geht vielen Großstädten so. Nicht ohne Grund rattern sehr viele Motorräder und Motorroller durch die Stadt, um sich besser am Verkehr vorbei zu schleusen. Dauerhaft Lösungen würden nicht nur den Luftwerten helfen, auch der Lärm dürfte sich verringern.
 
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#14
Mich stört die Arroganz dieser Umweltmoralapostel. Auf der einen Seite
der schützenswerte Bürger, auf der anderen der böse Autofahrer. Er darf
mit seiner Kiste den (Wirtschafts)Laden am Laufen halten und immer
mehr blechen - ansonsten immer feste druff. Dass die Feinstaubmess-
werte immer stimmen, möchte ich bezweifeln. Trotz eines arschkalten
Ostwindes im Neckartal macht man auf Alarm - wer´s glaubt wird selig.
 
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#16
Es geht ja nicht so sehr um die Autofahrer, sondern um die Autos.
Was viel, viel mehr Autofahrer allerdings machen könnten, ist in den USA schon Alltag:
Fahrgemeinschaften bilden!
 
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#18
Es bringt aber nichts, ständig auf andere zu zeigen und zu fordern, "erstmal da" anzufangen, weil das doch "das wahre Problem" ist.

Wenn wir immer erstmal woanders anfangen, fangen wir nie an. Man kann auch mehrere Sachen gleichzeitig regulieren.
 
#20
Das Ganze fußt doch auf völlig verkehrten Werten: Die Meßstationen sind verkehrt aufgestellt und entsprechen nicht den Vorschriften der EU. Somit sind die Meßwerte Nonsens. Dann sind die Höchstwerte von 40 mgr schon vor Jahren aufgrund falscher Berechnungen festgelegt worden, Wissenschaftler widersprechen diesen, in jeder Weihnachtsstube gibt es höhere Werte. Bitte mal übertragen auf die Radarblitzer: Wenn diese verkehrt aufgestellt sind und messen gibt es Klagen vor Gerichten. Man kann natürlich sagen: Wenn alle nur noch mit 10 Kmh fahren gibt es weniger Unfälle, aber dies ist genauso unrealistisch wie die obigen Grenzwerte. Insgesamt ist die Luft in den vergangen Jahren sauberer geworden. Das Ganze ist Wasser auf die Mühlen der ideologischen, fanatischen Umweltschützer nach dem Motto "jetzt haben wir was in der Hand um den Reichen in ihren dicken Autos das Leben schwer zu machen". Es trifft aber gerade viele Leute, die einen Diesel als Familienauto gekauft haben und jetzt nicht wissen, wie sie eine neues Auto finanzieren sollen. Auch die Fahrverbote nutzen nichts: Statt 1 Km durch die gesperrte Straße fahren wir halt einen Umweg von 2 Km. Doppelter Verbrauch! Was soll das bringen? In Hamburg fahren dicke Schiffe in den Hafen, aber Straßen werden wg. ein paar Dieselautos gesperrt. Und Herr Resch von der DUH lacht sich ins Fäustchen und mehrt die Millionen auf dem Firmenkonto mit weiteren übertriebenen Klagen. E-Autos sind ein Irrweg, wenn man sich die Herstellung der Batterien ansieht und den daraus entstehenden Umweltschaden. Lithium ist auch nicht unbegrenzt verfügbar. Schon mal eine enge Wohnstraße gesehen? Wo sollen diese Autos alle geladen werden? Alle Bürgersteige zupflastern mit Ladestationen? Und wo kommt der Strom dafür her? Bitte mal ausrechen wieviel Strom benötigt wird, wenn nachts 1 Millionen Autos ans Netz gehängt werden. Und der Strom kommt dann aus Solar und Wind? Es wird Zeit für gelbe Westen....
 
#21
Wenn von 100 Messstellen eine nicht den Richtlinien entspricht, wird dies durch fehlende Messstellen an Verkehrsknotenpunkten sicherlich ausgeglichen!
Zitat von Richtlinie der EU-Kommission:
Die Mitgliedstaaten können aufgrund der geografischen Gegebenheiten oder im Interesse des Schutzes besonders schutzbedürftiger Bereiche vorsehen, dass eine Probenahmestelle in geringerer Entfernung gelegen oder für die Luftqualität in einem kleineren umgebenden Bereich repräsentativ ist.
 
#23
Stehen in Stuttgart 100 Meßstellen? Nein, ganze 8!
Pardon, müssen es denn genau100 sein oder dürfen es weniger sein, gibt es da Vorschriften oder Empfehlungen?
In Gollenshausen gibt es gar keine Meßstation, dafür aber einen Badeplatz mit Schwimmsteg und Segelhafen, ein Restaurant und einen kleinen Lebensmittelmarkt. Quelle. :cool:
Wie wird dort die Feinstaubmenge eruiert? Pi mal Daumen?

2Stain
 
#24
Ich muß mich entschuldigen wg. der Meßstellen in Stuttgart, das stimmt nicht.
Es sind nur 4!! Auf dem obigen Link sind die Meßstellen als Lufbild und Nahaufnahme zu sehen.
Und wo stehen die: Direkt an der Straße, ca. 2 m vom Straßenrand. Das entspricht nicht den Messvorschriften.
Und wenn nur 2 falsch stehen: Dann sind 50% der Messwerte falsch! Bei einem Radarblitzer würden die Bürger und Verkehrsrechtanwälte steil gehen.
 
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