Sunshine Live - wo gehst du hin? Warum sagst du nichts?


Also ich hab ein sehr gutes Gehör und ich hätte nie gedacht das 72kbps so "clean" sein können wenn denn die Voreinstellung stimmt.

Aber braucht es denn unbedingt 2 Limiter? Einer reicht doch völlig aus. Zumal das dann dem AAC-Encoder schadet und hinten nur noch mehr Müll rauskommt.
Ich habe zufällig noch eine kleine Aufnahme vom Sonntag von mir gefunden - so ca. 5 Minuten von SAT. Da ging der Frequenzgang sogar in den Spitzen bis 19khz. Wie gesagt - das mit den 2 Limitern ist nur eine Vermutung. Ich kann mich noch genau erinnern, als man vor fast 1 Jahr am 01.01.2017 mit Müh und Not im Musikpark und dort im neuen Studio sendefähig war, die ganzen Mikrofon-Ansagen teilweise geploppt haben. Einer von den Beiden schrieb mir dann, dass es daran liegt, dass der Limiter erst die Tage installiert wird. Seitdem ist natürlich viel Gras gewachsen und vor allem - viel Regen runtergekommen :( Genaueres werden wir wohl nie erfahren. Aber vielleicht kann man diese Erkenntnis vom Sonntag evtl. nutzen um das schon wirklich recht gute Signal über DAB+ noch weiter zu optimieren.
 
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Vorallem hat ssl ja dieses Jahr mehrfach, minimal hörbar am Soundprocessing gedreht. Manchmal klang es echt super und machmal war ein nerviges Artefakt nach dem anderen zu hören. Aber so wie am Sonntag klang es echt noch nie über 5C. So ein klarer Sound war das.

Axh und nochwas. Diesen von mir als "clean" beschriebenen Klang haben noch ganz wenige andere Sender. Z. B. die Rock antenne in Bayern (80kbps)und BaWü (72kbps) Hört sich besser an als mancher 128k Internetstream. Auf der HiFi Anlage(!!)
Und noch sämtliche Berliner 7B Programme weisen auch ähnliches auf.

Der Klang über DAB+ wird also, wenn auch nur minimal, bei vielen inzwischen besser. Wenn dann irgendwann mal die Datenraten hochgeschraubt werden (wie jetzt schon bei 2 Privaten in Sachsen Anhalt, die in Sachen Sound schon an die DRadios rankomnen.) dann wäre DAB+ absolut zukunftssicher.
 
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Ich habe am Sonntag zu gewohnter Uhrzeit kurz vor 10:00 Uhr SSL eingeschaltet, weil ich Connected wie gewohnt hören wollte. Dass es manchmal Probleme mit der Leitung Mannheim-Berlin und zurück gibt ist ja nix neues. Eric ging dann zum 1. Mal glaube ich so gegen 10:15 Uhr ans Mikro um mitzuteilen, dass es Probleme mit den Servern in Berlin gibt und er nicht viel abspielen kann (Festplatte, Jingles, Werbung) und so war es dann auch. Es gibt wohl einen Puffer, der so einen Notfall kompensieren kann mit Musik von Festplatte aber auch der war dann irgendwann aufgebraucht. Ab da ging es dann mit dem Live-Auflegen los. Wann das jetzt genau war, weiß ich auch nicht mehr. Vermutlich kurz vor 11:00 Uhr.

Bis 18:00 hat Eric dann durchweg live aufgelegt und ab diesem Zeitpunkt kam die Mucke dann vom guten alten VLC-Player via Playlist, die er auch noch zusammengestellt hat, der die Zeit bis Montag, 06:00 Uhr füllen sollte. Ob das alles so funktioniert hat, weiß ich nicht, jedenfalls konnte ich ab Montag 06:00 Uhr wieder SSL aus Berlin hören mit allem drum und dran.

Also nochmal chapeau werter Eric SSL :thumbsup::thumbsup::thumbsup:
 
Das heißt, man fährt aus Mannheim von den Berliner Servern? Womöglich noch mit Fernbedienung des Berliner Mischpultes?
Richtig. Bei Connected und Afternoon Werktags wird ja auch die Studio-Servermusik aus Berlin abgegriffen. Mannheim kann von sich aus die Musik steuern und natürlich selber übernehmen. Also die Playlisten einsehen und abspielen und natürlich die Jingles, Opener und die Commercials.
 
Aber warum denn? Dann würde ja im Fall, falls Berlin sich irgendwann mal von ssl trennen sollte, in Mannheim ja garnix mehr funktionieren. Haben die keine eigenen Server mit den selben Playlisten wie in Berlin?
 
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Dann würde ja im Fall, falls Berlin sich irgendwann mal von ssl trennen sollte, in Mannheim ja garnix mehr funktionieren.
Naja.. wenn dann wird eher Mannheim abgestoßen und SSL ist nur noch in Berlin..

Soweit ich das mal mitbekommen habe ist das Hauptsendesystem (DABIS800), welches Musik, Jingles, Werbung etc beinhaltet komplett auf den Berliner-Servern gehostet und aus Mannheim wird dann darauf zugegriffen und ggf. werden die Audiodateien die gerade so benötigt werden in Mannheim auf dem Sende-PC kurzzeitig gepuffert. Wenn die DABIS-Server dann allerdings abschmieren (wie wahrscheinlich am vergangenen Wochenende) besteht dann natürlich immer noch die Möglichkeit via Fernsteuerung den Mannheimer-Kanal in Berlin hochzuziehen und in Mannheim dann Musik von der DJ-Konsole zu spielen. (Theoretisch kann man natürlich auch im Berliner Studio einen DJ hinstellen aber praktisch steht dort wohl immer noch kein DJ-Equipment im Studio)
 
Studio einen DJ hinstellen aber praktisch steht dort wohl immer noch kein DJ-Equipment im Studio)
Aha

Soviel also zu "electronic music radio" aus Berlin. Deshalb ist das Programm so tief gefallen.

Ich finde ja da muss mal ein Berliner DJ sagen wo's langgeht. In Berlin gibts doch elektronisch so einiges. Da könnte man sich doch daraus bedienen

Die bräuchten tatsächlich mehr Shows wie Clubsound Berlin am So 15 Uhr. Dann würde ssl richtig aufblühen. Vielleicht mal ne Gemeinschaftsproduktion mit pure fm ( ja es nervt euch, aber mir gehts um die Idee). Dann wäre ssl wirklich wieder was überraschend interessantes. Denn den Input gibts ja in Berlin zu genüge.
 
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So, die Zeitmaschine hat gerödelt und dankenswerterweise etwas ausgespuckt. Die Moderationen werde ich dann wohl hier Schritt für Schritt reinstellen.

Problem: der DAB-Mitschnitt hat zahlreiche Sync-Fehler, die sich durch Sprünge und Aussetzer bemerkbar machen. Und er läuft offenbar zu langsam (!), wenn man ihn mit beliebigen Windows-Playern (hier im Angebot: Winamp 5, VLC 2.2.6., mp3DirectCut) abspielt. Die Zeitanzeigen passen auch alle nicht zusammen. Offenbar ist das eine Folge des "960/1024-Problems", das daher kommt, dass bei DAB statt 1024 Samples/Frame nur 960 Samples/Frame verwendet werden und die Player dann irritiert sind und zu langsam abspielen. Offenbar leidet der mir zur Verfügung gestellte Mitschnitt in Kombination mit meiner Software genau darunter, es fällt mir zumindest das erste mal bewusst auf. Ich pitche das jetzt alles und lade es als MP3 hoch, auch wenns dann viel größer wird. So kanns wenigstens gleich ordentlich abgespielt werden.

Hier als Einstieg schonmal der Special-Effekt mit der Cellophantüte. Der ist aber gar nicht nötig, die Mikrofone bei SSL klingen wie gefühlt "schon immer" grottig ploppig-nasal-topfig und das gesamte Audioprocessing ist unglaublich mies. Wenn der Beat einsetzt, drückts etliche Tracks vor Schreck gleich 6 dB runter. Und im Audiospektrum klafft eine fiese Kerbe bei 10,5 kHz am Übergang LC-Codec / SBR-Höhen:

Sunshine Live - DAB-Audiospektrum.png
So derbe habe ich das ewig nicht mehr gesehen.

Aber egal, seit die Mucke vom Berliner Server schwieg und Eric SSL seinen Advents-Mix (war das jetzt eigentlich der 49. oder der 50. Advent?) durchzog, wurde es musikalisch immer besser. Plötzlich ein Programm, das sogar ich mir mit Freude anhören kann. Wenn "Unterhaltungsrundfunk", dann bitte so.
 

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Wenn der Beat einsetzt, drückts etliche Tracks vor Schreck gleich 6 dB runter. Und im Audiospektrum klafft eine fiese Kerbe bei 10,5 kHz am Übergang LC-Codec / SBR-Höhen:
Die Lautstärke-Angleichung bei sunshine live scheint katastrophal zu sein. Gestern fand ich eine SSL-Aufnahme auf meinem Computer vom März 2017, aufgenommen via DVB-S. Ein Trance-Titel aus einem abendlichen Mix. Leider machen die extremen Lautstärkesprünge machen die gesamte Aufnahme kaputt.
 
ssl und Soundprocessing ist eh ne Sache für sich. Könnt ihr euch noch an den "fetten" Bass Klang via SAT und den ex UKW Frequenzen erinnern? Der war ja mal richtig dröhnig und über DAB+ gabs Artefakte nonstop die wie 32kbps HE-AAC v2 waren. Bis Ende 2016.

Ach alte ssl Zeit wie war sie schön. Bis dann der Barry kam und mithalf das Programm dem Untergang zu verurteilen (vielleicht etwas krass ausgedrückt).



Achja: ich wäre mal für DAB+ Radios bei denen sich SBR und PS nach Wunsch abschalten lassen könnten. Denn ganz erlich: 72kbps AAC-LC sind soviel klarer als das Gezirpe im Bundesmux usw. Die Dumpfheit im Klang würde ich sogar begrüssen. Dann wärs angenehmer zum hören. Schliesslich spielen ja die meisten Billig Küchenradios heute eh nur bis höchstens 12 kHz
 
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Meine Erinnerung an den SSL-Sound ist sehr dunkel, da ich das Programm kaum je gehört habe. Zu meinen "Popmusik-Zeiten" war ich normalerweise eher der Indie/Punk-Typ. Aber auf UKW sollen sie doch einst nen steinalten analogen Optimod 8100 verwendet haben, auf Sat aber was anderes. Konnte den UKW-Klang freilich mangels Anwesenheit im Sendegebiet nie hören.

Ok, dann mal zur Zeitmaschine. Wollte ja Stück für Stück die relevanten Sekunden/Minuten hier reinstellen. Muss alles pitchen (Spieldauer auf 960/1024 verkürzen) und dampfe es danach als 192er MP3 ein. ADTS signalisiert halt dem AAC-Player nicht, dass hier die DAB-Extrawurst mit 960er Transformationslänge gebraten wird. Ist also ein bissl aufwendig. Auch fehlen die Slideshow-Daten und Dynamic Label in dem File, das mir zur Verfügung gestellt wurde, geht also beim Umwandlungs-Umweg auch nichts wichtiges verloren. Also: habt Spaß!
 

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Achja: ich wäre mal für DAB+ Radios bei denen sich SBR und PS nach Wunsch abschalten lassen könnten. Denn ganz erlich: 72kbps AAC-LC sind soviel klarer als das Gezirpe im Bundesmux usw. Die Dumpfheit im Klang würde ich sogar begrüssen. Dann wärs angenehmer zum hören. Schliesslich spielen ja die meisten Billig Küchenradios heute eh nur bis höchstens 12 kHz
Wer AAC-LC unter 100 kbit als guten klingend empfindet,der sollte mal seine Ohren prüfen lassen oder sich gleich ein Hörgerät besorgen. LC in dem Bereich klingt einfach nur furchtbar,vor einigen Wochen hatte man im Hause SAW mal wieder was verstellt (passiert mindestens einmal jährlich). Trotz da 88 kbit war das unerträglich,letztes Jahr kurz vor Silvester war 1A deutsche Hits mit 80 kbit und LC unterwegs...Nein,ein guter Klang ist was ganz anderes. In dem Bereich wo der Großteil unserer Programme unterwegs ist,hat man schon die richtige Konfiguration. Was das jeweilige Soundprocessing des Programms dann versaut ist eine andere Geschichte.
 
Trotz da 88 kbit war das unerträglich,letztes Jahr kurz vor Silvester war 1A deutsche Hits mit 80 kbit und LC unterwegs...Nein,ein guter Klang ist was ganz anderes. In dem Bereich wo der Großteil unserer Programme unterwegs ist,hat man schon die richtige Konfiguration. Was das jeweilige Soundprocessing des Programms dann versaut ist eine andere Geschichte.
Ich glaub der sclechte Klang liegt eher am Fehlerschutz EEP-1A. Da sind ja 80kbps eigentlich 56kbps Audio netto und 88 eigentlich 64kbps.. Dass es dann schlecht klingt ist ja klar. Bei EEP 3A sind 72kbps 64kbps Audio und bei 80 kbps sind es 72kbps. Grund ist die datenfressende Slideshow und eben das Fehlerschutzlevel. Radiowaves wird das sicher noch besser erklären können.

Oder dein Empfänger ist nicht LC-AAC tauglich. So klingt es dann in der Tat sehr matschig sogar bei 120kbps.

Ich kann dir absolut versichern das AAC-LC auch bei niedrigen Datenraten gut klingen kann. Hab selbst schon Dateien mal aus Spaß so erstellt, weil ichs genau wissen wollte. Das Ergebnis war ein sehr sauberer Klang aus 80kbps Audio netto
 
Ich glaub der sclechte Klang liegt eher am Fehlerschutz EEP-1A. Da sind ja 80kbps eigentlich 56kbps Audio netto und 88 eigentlich 64kbps.
Der zusätzliche Reed-Solomon-Fehlerschutz auf AAC-Datenströmen bläht 110 Bit immer auf 120 Bit auf. Rückrechnung also 11/12. Damit werden (grob!) 96 kbps brutto zu 88 kbps netto, 88 kbps brutto zu 80 kbps netto, 80 kbps brutto zu 73 kbps netto und 72 kbps brutto zu 66 kbps netto. Davon gehen auch noch die FPAD und XPAD-Datenraten ab, also auch die fette Slideshow, wenn sie nicht in separatem Stream übertragen wird. Wie man hier sehen kann http://dabmon.de/data/10bc/monitor_ov_njs.html sind bei SSL etwa 480 Byte/s unterwegs, also wohl vermutlich 4 kBit/s. Die gehen ebenfalls mit ab. Von den angezeigten 72 kbps bleiben also grob 62 kbps für Audio übrig. Und die kann der Codec nicht so flexibel gestalten, wie er das bei filebasiertem AAC ohne DAB-Superframes könnte. Die Qualität liegt also nochmals bissl darunter.

Dass es bei Eric SSL vor einer Woche recht gut klang, schiebe ich vor allem auf die Classics. Offenbar sind deren älteres Baujahr (Depeche Mode beispielsweise) hilfreich, weniger Dreck in den Codec zu schieben als bei heutigen Produktionen mit ihrer spektraler Energieverteilung.

Ich kann dir absolut versichern das AAC-LC auch bei niedrigen Datenraten gut klingen kann. Hab selbst schon Dateien mal aus Spaß so erstellt, weil ichs genau wissen wollte. Das Ergebnis war ein sehr sauberer Klang aus 80kbps Audio netto
Ja, der Fraunhofer-Codec macht beispielsweise bei 96 kbps LC-AAC einen Output, den ich nicht mehr von 192 kbps MP2 aus nem Broadcast-Softcodec auseinanderhalten kann. Doch diese 96 kbps sind halt 96 netto. Pack da mal 8 kbps Slideshow drauf, bist Du bei 104 kbps. Und dann mal 12/11 - sind schon etwas mehr als 112 kbps. Gönne dem ganzen aufgrund der Limitierung der Codierflexibilität mal eine Bitstufe mehr - sind dann schon 128 kbps. Und da zeigt BR Heimat ja auf Geräten ohne LC-Bug, dass es gut klingen kann. Die dortige XPAD-Datenrate schein auch höher als 8 kbps zu sein, ich vermute 10 kbps.
 
Der Reed-Solomon-Schutz ist ein zusätzlicher Schutz für AAC-Datenströme. Etwas vergleichbares hat "altes" DAB mit MP2 nicht. Da bleiben tatsächlich entsprechend der Schutzmechanismen der unterschiedlichen Protection Level (unequal error protection UEP ists in diesem Fall, unterschiedliche Komponenten des Datenstromes werden entsprechend ihrer Wichtigkeit für sauberes Decodieren unterschiedlich stark geschützt) dann z.B. 192 kbps "netto" übrig und können mit Audiodaten und Slideshow etc. gefüllt werden. Bei DAB+ / AAC wird equal error protection EEP eingesetzt, also gleichwertiger Schutz für alle Komponenten des Datenstromes. Nach EEP sind dann meinetwegen 96 kbps übrig, doch das ist hier noch nicht "netto", sondern jetzt greift nochmal ein Reed-Solomon-Schutz im AAC-Datenstrom selbst. Der macht grob 11/12 aus diesen Daten, also im genannten Fall ca. 88 kbps. Das ist dann wirklich "netto" und steht für Audio und eingebettete Dienste zur Verfügung. Man hat also doppelten Schutz.
 
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