SWR1: Großes Radio mit Macken


Der SWR hatte bei der Fusion so viel Potential für gutes Radio, und größtenteils auch noch heute. Aber wenn die Spitze meint, sie wüsste es besser...
Ein Zwischenfazit nach bald acht Jahren Diskussion, Anregungen und guten
Ratschlägen: Geändert hat sich gar nichts bei SWR1!
Den Beitrag von "freiwild" vom 2.2.2008 kann ich Heute genau noch so unterschreiben. Kann man wohl nichts machen, Schicksal eben.
Besonders ärgerlich daran, dass die auch noch Geld wollen für immer
dieselbe Musiksoße!
 
Es ging ja bei der Fusion nicht darum, dass der neue Sender ein vorzügliches Programm macht, sondern, dass der unbequeme und freche Spätzlesfunk aus Stuttgart verstummt und die sich aufbrechende Lücke mit landesweiten Privat-Dudelprogrammen gefüllt wird. Die Junge Union rührte damals bei der ersten Fusionsdebatte unter Späth schon für einen landesweiten Privat-Jugendsender. Eigentlich haben sie das ja geschafft wenn man SWR3 sich so anhört. :-9
Das Rundfunkgesetz des SDR war eines der liberalsten und verständlichsten Mediengesetze der BRD.
Der SWR-Staatsvertrag ist eines in Beton gegossener Grabstein einer lebendigen Rundfunkkultur im Südwesten, das dem Sender selbst sämtliche Gestlatungsfreiheiten nimmt.

@Zwerg#8: Danke schön. :D
 
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Der SWR-Staatsvertrag ist eines in Beton gegossener Grabstein einer lebendigen Rundfunkkultur im Südwesten, das dem Sender selbst sämtliche Gestlatungsfreiheiten nimmt.
Vielleicht mag das darin angelegt sein, aber die Einschränkung der Gestaltungsfreiheiten wird vom SWR selbst seit Jahren mit großem Eifer betrieben und nennt sich jedes Mal "Programmreform".
 
, aber die Einschränkung der Gestaltungsfreiheiten wird vom SWR selbst seit Jahren mit großem Eifer betrieben
Unter den Leitlinien des SWR ist zu lesen:
Der SWR ist an der Qualität seiner Programme zu messen, seiner Kreativität und
Innovationsfähigkeit.....
Der Anspruch ist also da. Und einigen Moderatoren/Moderatorinnen würde ich
durchaus zutrauen, Qualität und Niveau deutlich anzuheben. Aber wo kein Wille
ist auch kein Weg.
Bei den Moderatoren bin ich auf Frank Laufenberg gestoßen. Eigentlich seit zehn
Jahren in Rente, macht er bei POP STOP Musikradio. Nach den Nachrichten auf
SWR1 kann das eine Alternative sein.
 
Außerdem, ihr Leute im Südwesten, ihr habt doch das große Glück zu sehen und zu hören, wohin öffentlich-rechtlicher Hör- und Fernsehrundfunk der Bundesrepublik Deutschland mit aller Gewalt will. - Hier im Nordwesten sind die Entscheider und Macher schon viel weiter in Richtung Bedeutungs- und Lieblosigkeit als bei euch im Südwesten. Nutzt die Zeit zum Lauschen, die euch der SWR noch gibt, bis er zum NDR aufgeschlossen hat.
 
Vielleicht mag das darin angelegt sein, aber die Einschränkung der Gestaltungsfreiheiten wird vom SWR selbst seit Jahren mit großem Eifer betrieben und nennt sich jedes Mal "Programmreform".
Der Witz solcher Programmreformen ist ja, dass der Inhalt weniger wird, aber die langjährigen Mitarbeiter ja trotzdem bleiben und Immer-schon-da-Kosten verursachen. Das Programm wird auf den Wortanteil gerechnet eigentlich teuerer. Azo, das gleibt man ja dadurch aus, dass der Nachwuchs am Gängelband gehalten wird und weder Perspektive noch Entwicklungsmöglichkeiten hat, und wer wirklich weiterkommen will muss sich darauf einstellen zwischen Stuttgart, Baden-Baden und Mainz oder auch den Regionalstudios hin- und herzuziehen.

In Stuttgart gibts einen Mitarbeiter-Überhang. Mit den Leuten, die da sind, könnten locker zwei, wenn nicht drei Vollprogramme gestaltet werden. Aber das war ja politsch nicht gewollt. Stattdessen wurde ein komplettes Landesfunkhaus in Mainz aus dem Boden gestampft, verschlankte Parallelstrukturen zu Stuttgart aufgebaut. Man kaufte viele Freie Mitarbeiter ein, während ja die festen Stellen abgebaut werden mußten. In Baden-Baden - wie in Stuttgart auch - mußte man langjährige Mitarbeiter weiterbeschäftigen, deshalb diese Crux mit dem SWR1 der Abend. Von Anfang an hätte man die dortigen früheren SWF1-Mitarbeiter in eine gut aufgestellte Info-Welle integrieren können. Aber da waren wahrscheinlich wieder ein paar Häuptlinge, die auf entsprechenden Hierarchie-Ebenen weiterbeschäftigt werden mußten. Komischerweise ging es plötzlich, dass das Thema heute von Baden-Baden auf Stuttgart und Mainz verlagert wurde... mit dem bestehenden Personal.

Aber SWR1 BW sollte man trotzdem zu gute halten, dass sie dann doch den Mut hatten und Schmidts Sonntag eingeführt haben... ein klitzekleiner Fortschritt - vielleicht auch ein Testballon für weitere Personality-Sendungen... mhmm, das drehen wir uns wieder im Kreise... wo sind die Charaktäre, die das können...
 
Es ging ja bei der Fusion nicht darum, dass der neue Sender ein vorzügliches Programm macht, sondern, dass der unbequeme und freche Spätzlesfunk aus Stuttgart verstummt und die sich aufbrechende Lücke mit landesweiten Privat-Dudelprogrammen gefüllt wird. Die Junge Union rührte damals bei der ersten Fusionsdebatte unter Späth schon für einen landesweiten Privat-Jugendsender. Eigentlich haben sie das ja geschafft wenn man SWR3 sich so anhört. :-9@Zwerg#8: Danke schön. :D
Was die Anmutung bei SWR3 betrifft, hast Du sicherlich Recht, obwohls mal schlimmer war. Was die Musikauswahl betrifft, muss ich Dir widersprechen: Die ist mit dem Achtziger-Gedudel zwischendrin teilweise dermaßen altbacken, die gehört dringend wenigstens ein bisschen verjüngt....
 
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Hör Dir nur mal zumindest das "Best-of"-Album aus 93 oder 94 an, das ist klasse
Ich habe doch überhaupt nicht bestritten, dass von A-ha reichlich gute Musik gekommen ist. Aber das können Dutzende von Bands und Interpreten von sich auch behaupten. Werden sie ähnlich hofiert wie Morten Harket und seine jährlich wiederkehrenden Comeback-Konzerte? Die SWR1 Damen bekommen hörbar feuchte Höschen, wenn sie über den ach so alterslosen Frontman von A-ha ins Schwärmen geraten, was in schöner Regelmäßigkeit geschieht.
 
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