SWR1: Großes Radio mit Macken


Dasselbe gilt übrigens für einen Namensvetter: Michael Lehmann ist zurück aus Athen und moderiert diese Woche die "Aktuell"-Sendungen auf SWR4-BW.
Auch Rebecca Lüer ist damals vom 1. ins 4. Programm gewechselt, bevor sie Studioleiterin in Friedrichshafen wurde.

Lehmann macht sich gut auf SWR4 und es ist schön, ihn nicht mehr nur als Korrespbondent hören zu können. Dennoch wäre er auch eine interessante Besetzung für "Der Tag" bei SWR1 gewesen.
Lehmann ist ein hervorragender Radiojournalist und vielleicht ist gerade das der Grund, weshalb er jetzt die Aktuell-Sendungen im Vierten moderiert. SWR1 - Der Tag ist kein rein journalistisches Format mehr, in dieser auf vier Stunden aufgeblähten Sendung dominieren Infotainment, Servicethemen und Backselling.
Klassischen Zeitfunk gibts bei SWR1 werktags nur noch zwischen 12 und 13 Uhr.
 
Das Problem mit der ist doch, dass diese immer nur die selbe ist. Rick Astley ist ein Interpret der "keinem weh tut", aber der hat auch andere und vor allem bessere Sachen als "Never gonna give you up" herausgebracht. Ähnlich ist es mit Toto von denen "Stranger in town" allenfalls mal in der
Nacht läuft, aber sonst nur "Africa" und "Hold the line". .
Ja die Aufzählungen könnte man endlos fortführen. Culture Beat hatten unzählige Hits aber man hört nur "Mr. Vain", Bei Snap! sind es nur "The Power" und "Rhythm Is A Dancer" und und. Da gibt es Künstler/innnen und Gruppen, die Hit auf Hit hatten und am Ende läuft dann der eine Song oder vielleicht noch ein zweiter. Ich weiß nicht was das bringen soll sich gerade bei diesem "Besten Mix aus mehreren Jahrzehnten" auf ein paar Songs zu beschränken. Gerade wenn man selber in einer gewissen Zeit aufgewachsen ist kann es doch nicht sein, dass man sich damit zufrieden gibt, dass nur die gleichen Songs aus einer Dekade gespielt werden. Man hat ja nicht im Laufe der Jahre so viele Songs vergesssen, dass nur noch bestimmte Songs hängen bleiben.


. Das ging ja früher auch. Bloß war dann wohl mal irgendjemand der Meinung, dass so etwas die Hörer verschrecken könnte. Aber dann Gemeinschaftsproduktionen von Ed Sheeran und Justin Timberlake spielen. Das ist so grausam, als wenn Freddy Krüger und ES einen Sohn hätten.
Ja es ist schade, dass da die "Berieselungslieder" möglichen "Alternativen" vorgezogen werden. Vorallem werden solche Songs dann auch noch so angekündigt als ob es das tollste und größte überhaupt wäre und dabei sind es 0815-Durchschnittslieder. Ich könnte noch damit leben wenn ein paar dieser Songs gespielt werden aber das ganze Programm ist ja so vereinheitlicht, dass es absolut keinen Spielraum in der Klangfarbe der Sender gibt.
 
Wenn man jetzt auf allen ARD Wellen (dauert nicht mehr lange und dann ist dieser Zustand erreicht) nur noch "eine Mischung aus neueren und älteren Songs, die "jeder" hören kann, die keinem weh tut" spielt , ist es nicht erklärbar wofür wir soviele ARD-Wellen (über 60 derzeit) brauchen und warum die Gebühren so hoch sind.
Ich wiederhole gerne meine Worte, die ich vor ewiegen Zeiten schon einmal hier im Thread schrieb: Es gibt ARD-weit nur noch ein Programm für jede Zielgruppe.

Also

1. Liebhaber- bzw. Mainstreamprogramm (40 - 60 Jahre)
2. Kultur/E-Musik
3. Pop/Rock (20 - 40)
4. Regional
5. Nachrichtenwelle
6. Junge Leute.

Meinetwegen macht man es dann wie früher in der Nachtversorgung. Jeden Tag gestaltet eine andere Ansatalt das Programm. Dann hätte man auch noch das förderale Element.

Dass es anders geht, beweist SWR1 heute morgen: Schmidts Samstag mit guten Beiträgen und sehr abwechslungsreicher Musik.
Leider aber nur noch die Ausnahme und nicht mehr die Regel! :wall::cry:
 
Dass es anders geht, beweist SWR1 heute morgen: Schmidts Samstag mit guten Beiträgen und sehr abwechslungsreicher Musik. Es geht auch ohne Maroon5 und das Gejammere von Lewis Capaldi.
Dafür dann Tired of Waiting von The Flock, ewig nicht mehr gehört, aber aus den Untiefen des Archivs ein Bombenauftritt. So schön kann Radio sein, aber leider nur die paar Stunden am Samstagvormittag.
Ist zwar schon paar Tage her, aber ich fand auch den letzten Schmidts :cry: Samstag sehr gelungen. Steffi Anhalt hat recht gut moderiert, die Beiträge und vor allem die Musik war ok. Jaaaa, und ohne Lewis Capaldi - wie Recht du hast, Makepeace. Wenig aktueller Schlagerpop, dafür viel Überraschendes (Style Council etc.). Musikalisch am Samstag immer noch ein Pflichtprogramm :). Einziger Kritikpunkt, dass St. Anh. sehr wenig zu Style Council sagte und den Namen des "Machers" Paul Weller einfach nicht auf Lager hatte ...
 
Dasselbe gilt übrigens für einen Namensvetter: Michael Lehmann ist zurück aus Athen und moderiert diese Woche die "Aktuell"-Sendungen auf SWR4-BW.
Auch Rebecca Lüer ist damals vom 1. ins 4. Programm gewechselt, bevor sie Studioleiterin in Friedrichshafen wurde.

Lehmann macht sich gut auf SWR4 und es ist schön, ihn nicht mehr nur als Korrespbondent hören zu können. Dennoch wäre er auch eine interessante Besetzung für "Der Tag" bei SWR1 gewesen. Diese Strecke ist derzeit ja nur mit einem 2er-Team besetzt (Stefanie Anhalt und Annett Lorisz), alle anderen Sendungen (den Sonderfall "Leute" ausgeklammert) haben mindestens 3 Moderatoren in der Stammriege.
Eine ebenso interessante Besetzung für "der Tag" wäre Michel Ries. Wäre schön wenn er mal wieder mehr hinterm Mikrofon stehen würde und nicht nur den Hausmeister Heinz zum Besten gäbe.
 
Bin ja erstaunt, dass die letzten beiden großen Fauxpas des Senders noch gar nicht erwähnt wurden. Ich halte mich hier mal zurück. :wall:

Dem kann ich nur voll zustimmen. Welches Stück von "Spock`s "Bird"" wurde denn gespielt?
"All on a Sunday". Weiß ich, weil ich es damals aufgenommen habe!

Danke Perfectionist für Deinen Beitrag. Du hast viel Richtiges angesprochen. Auch ich wechsle ständig den Sender und werde nirgendwo mehr wirklich heimisch. Vielleicht ist die Zeit der Lieblingssender auch einfach vorbei - oder ich zu alt für so was :rolleyes: ...

In den frühen 10er-Jahren waren es die ständigen Wiederholungen der allergrößten Hits aller Zeiten, die mich immer mehr genervt haben (Radio Ga Ga / Walk Of Life / Walking On Sunshine / The Look / etc. pp), aber seit ein paar Jahren sind es die aktuellen Popschlager, die mich vergraulen - bestenfalls mach ich mal leiser, wenn Forster / Giesinger / Santos / Bieber oder Capaldis Gebrüll gespielt werden, meistens aber schalte ich um - oder aus. Schon oft gesagt: Wozu gibt es SWR3 :mad: ???

Vielleicht wäre es hilfreich, eine zeitliche Grenze einzuziehen, wie es sie beim Schwarzwaldradio gibt. SWR1 sollte vielleicht bei Veröffentlichungsterminen nach 2010 Schluß machen, alles andere wird von den Kollegen von SWR3 gespielt.
Nein - zeitliche Grenzen würde ich nicht ziehen. Denn wie du richtig bemerkst, gibt es ja auch alte Nervsongs (Walking on Sunshine, Holding Out for a Hero usw.). Man müsste halt nur versuchen, eine qualitative Grenze zu ziehen. Für mich persönlich würde das bedeuten: Sam Fender, The Night Game, Greta Van Fleet o.ä. rein (Portugal. The Man laufen ja sogar noch ab und an, und Annett Lorisz spielt immer mal wieder schöne Sachen, die ich noch nie gehört habe); Santos, Sheeran, Ridings, Capaldi, Jonas Bros und Konsorten raus. Klar kann man es nie allen recht machen, aber der momentane Overkill muss doch nun wirklich nicht sein.

Da hast du vollkommen Recht, rockon. Mit einer Zeitgrenze meinte ich auch nicht musikalische Acts wie U2, Coldplay etc., die auch nach 2010 gute und passende Musik im Sinne des SWR1-Programms machten und machen. Gemeint sind die unerträglichen jungen (meist männlichen) Herrschaften vom Schlage George Ezra mit ihrem 3-Akkord-Geschrammel und ihrem oft jammernden, oktavierten Auto-Tune-Gesang, sorry. Wer dieses banale Zeug spielt, ist raus bei mir und wenn es SWR1 ist :mad:.
Okay, so würde ich es auch unterschreiben. Wie wenig Substanz da teilweise vorhanden ist, das ist schon erschreckend. Dann wird der Refrain mal eine Oktave tiefer und ein bisschen leiser wiederholt, dann knallt er noch mal rein... da wird mittlerweile sehr viel nach exakt demselben Strickmuster produziert.

Immerhin war die Liveaufnahme von George Ezras "Hold My Girl" nicht ganz so furchterregend wie die Studioversion (besserer und v.a. natürlicherer Gesang!). Viel Inhalt hat der Song trotzdem nicht, die Melodie beschränkt sich ja auf sehr wenige Noten...

Dass es anders geht, beweist SWR1 heute morgen: Schmidts Samstag mit guten Beiträgen und sehr abwechslungsreicher Musik. Es geht auch ohne Maroon5 und das Gejammere von Lewis Capaldi.
Maroon5 sind ja ein ganz trauriger Fall. Hört man die frühen Sachen, dann konnte Adam Levine ja noch richtig singen! Heute leiert er nur noch. Furchtbar! Aber leider ist hr1 in der Hinsicht keinen Deut besser...

Als Quelle für neue und begeisternde Musik hat es schon länger ausgedient.
Das liegt aber in erster Linie an den Radiomachern selbst!

Die Sache mit Spotify wird die Sender früher oder später ins Genick beißen. Denn dort kann jeder sich Playlisten komplett ohne Wiederholungen basteln, alles nach dem eigenen Geschmack... und sich dann zurückziehen und den Pool verkleinern, ist genau die falsche Reaktion. Man müsste über den Tellerrand schauen bzw. den Horizont erweitern. Nur nicht noch mehr in Richtung Fließbandkram...
 
Nein - zeitliche Grenzen würde ich nicht ziehen. Denn wie du richtig bemerkst, gibt es ja auch alte Nervsongs (Walking on Sunshine, Holding Out for a Hero usw.). Man müsste halt nur versuchen, eine qualitative Grenze zu ziehen. Für mich persönlich würde das bedeuten: Sam Fender, The Night Game, Greta Van Fleet o.ä. rein (Portugal. The Man laufen ja sogar noch ab und an, und Annett Lorisz spielt immer mal wieder schöne Sachen, die ich noch nie gehört habe); Santos, Sheeran, Ridings, Capaldi, Jonas Bros und Konsorten raus. Klar kann man es nie allen recht machen, aber der momentane Overkill muss doch nun wirklich nicht sein
Ich wäre ja schon froh, wenn man die Lieder einfach nicht so oft spielt. Wieso kann ein Song nicht auch mal 1 oder 2 mal weniger gespielt werden? Was denken sich die Programmmacher da nur "Oh Song XY lief heute erst 4 Mal - wie wäre es mit einem 5. Mal?" Wie niedrig muss denn da der Anspruch vom Hörer sein, wenn er ein Lied ständig so oft hören kann? Irgendwann hängt es einem doch zum Hals raus - auch wenn es für viele nur ein Nebenbeimedium ist.

Maroon5 sind ja ein ganz trauriger Fall. Hört man die frühen Sachen, dann konnte Adam Levine ja noch richtig singen! Heute leiert er nur noch. Furchtbar! Aber leider ist hr1 in der Hinsicht keinen Deut besser...
Das gilt aber z.B. auch für Nickelback oder OneRepublic - das versank im Laufe der Jahre immer mehr in der musikalischen Bedeutungslosigkeit.

Die Sache mit Spotify wird die Sender früher oder später ins Genick beißen. Denn dort kann jeder sich Playlisten komplett ohne Wiederholungen basteln, alles nach dem eigenen Geschmack... und sich dann zurückziehen und den Pool verkleinern, ist genau die falsche Reaktion. Man müsste über den Tellerrand schauen bzw. den Horizont erweitern. Nur nicht noch mehr in Richtung Fließbandkram...
Leider ist da nicht einmal im Ansatz eine Veränderung und ein Umdenken erkennbar. Man ist viel zu bequem und klammert sich an der Idee vom Formatradio fest und macht sich damit immer lächerlicher und austauschbarer. Das sollte den Sendern mal bewusst gemacht werden, dass auf Dauer die Hörer weg sind wenn sich nichts ändert. Bei Spotify, Deezer, Amazon Streaming, Tidal etc. findet man Millionen!! von Songs und kann jeden Tag was neues entdecken und es ist alles schnell verfügbar und das Radio klammert sich an den paar Songs, die sie den ganzen Tag spielen. Der fehlende gute Ausbau von einem flächendeckenden Internet spielt den Sendern momentan noch in die Karten, weil man auf Autobahnen etc. nicht immer Internetempfang hat aber man kann ja Songs auch offline speichern und hören und wenn nach den jungen Leuten noch mehr ältere Menschen Streaming für sich entdecken wird das Radio einfach tot sein.
 
Meinen Vorrednern stimme ich voll und ganz zu, gerade bzgl. der "Hot-Rotation", die es bei SWR1 zweifelsohne auch gibt. Dabei hat SWR1 das doch gar nicht nötig! Ein paar aktuelle Titel im Programm sind ja ok, wenn sie denn passen würden. Man bemüht sich leider viel mehr, bei SWR3 "abzukupfern", was denn noch zu SWR1 passen würde, und übernimmt die "verträglichsten" Songs in die Rotation. Für mich ein großer Fehler, denn SWR3 hat bekanntlich eine andere Zielgruppe, stattdessen sollte man bei SWR1 bei aktuellen Songs eher "album-orientiert" arbeiten und die Songs übernehmen, die ins Programm passen und die eben nicht bei SWR3 laufen (Ausnahmen dürfen natürlich sein, aber es darf nicht zur Regel werden).
 
Wenn ich mir anschaue, was sich seit meinem allerersten Beitrag hier verändert hat, dann komme ich mir vor wie ein Kreisläufer. Die Quadratur des Kreises sozusagen.

Einige Veränderungen begrüße ich, aber es sind die wenigsten. Die im laufenden Programm so bezeichneten "Meilensteine" gehören dazu, die sonntagabendlich in Gänze vorgespielt werden. Teilweise auch mit Mehrwert, da man einige Hintergrundinformationen hierzu erfahren kann. Es führt auch dem eher nicht so bewanderten Radiohörer eindrucksvoll vor, dass eben oft die Albumtracks interessanter sind als eben jene Titel, die ausgekoppelt wurden und sich ohnehin in der Rotation der Welle befinden.

Allerdings sind solche Inhalte, die meines Erachtens geradezu für die abendlichen Sendestrecken prädestiniert sind, äußerst rar. Spezialsendungen, die sich geradezu an den werktäglichen Abenden anbieten würden, sucht man als Hörer vergebens. Diese können meinetwegen auch unter dem Banner "Der Abend" laufen. Das Personal dazu hat man: Annett Lorisz, Patrick Neelmaier oder Christian Rönspies verfügen durchaus über Expertise. Von den neueren Köpfen traue ich es auch Matthias Sziedat zu, in diese Position zumindest "hineinzuwachsen". Als gelegentlicher Sidekick in "Schmidts Samstag" machte er keine schlechte Figur, als er immer wieder einmal eher unbekannte Platten vorstellte. Auch liegt die "Kopfhörer"-Vergangenheit noch nicht in allzu großer Vergangenheit, als dass man sich nicht daran orientieren könnte; beim Aufbau eben solcher Spezialsendungen. So aufgebaut, dass jedes Genre der Kernzielgruppe werktäglich abends abgebildet wird. Präsentiert von fundierten Moderatoren mit Mehrwert für den Hörer.

Otto Meyer, könnte vielleicht den einen oder anderen interessieren, ist mittlerweile verantwortlich für "Kopfhörer live", eine Veranstaltung des Rantastic in Baden-Baden. Damit führt er diese seinerzeit von ihm für das Mantelprogramm in Baden-Baden entwickelte Reihe fort, eben eher unbekannteren aktuellen Interpreten eine Bühne zu geben. Natürlich nur in etwas kleinerem Maßstab gemessen - eine kleine Lokation wie Rantastic verfügt nicht über die Mittel wie der SWR1. Aber es ist handverlesene ausgesuchte Musik für den Musikliebhaber - etwas, das mir viel zu kurz kommt, insbesondere eben in den abendlichen Sendestrecken.

Über die Rotation mag ich kein Wort mehr verlieren - irgendwie wie bei Sisyphus in der griechischen Mythologie oder wie bei dem "Kampf" von Don Quijote gegen die Windmühlen. Bei einigen wenigen Interpreten klappt es etwas besser, dass man eben nicht nur die üblichen Verdächtigen spielt. Doch bei den meisten Interpreten liegt die Auswahl der unterschiedlichen gespielten Titeln im sehr überschaubaren Rahmen, um es freundlich auszudrücken. Ganz zu schweigen davon, dass man etliche Musikrichtungen der vergangenen Jahrzehnte schlicht unter den Teppich kehrt, als ob es diese Musikentwicklungen nie gegeben hätte. und auf die geliehenen Titel verweise ich ausdrücklich auch auf meinen Vorredner.

Manchmal wirkt es darüber hinaus auch fast schon wie eine Realsatire: Da bewirbt man eine Band wie Wishbone Ash sowohl auf der Homepage als auch in diversen nervigen Werbe-Jingles im laufenden Programm, obgleich diese Band im laufenden Programm so gut wie nicht mehr vorkommt. Oder Heaven 17 und Big Country ähnliche Fälle: Da wird ein grosses Tamtam veranstaltet, aufgrund der von SWR1 präsentierten Konzerte, im selben Zeitraum auch massig Titel der Interpreten gespielt, die man ansonsten vergeblich dort im Programm zu hören bekommt. Aber sobald diese SWR1-Präsentation vorbei ist kehrt man wieder in den 08/15-Trott zurück und nur noch die üblichen Verdächtigen der Interpreten tauchen auf. Ein weiteres Beispiel von Realsatire: In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde "Stargazer" von Rainbow gespielt. Im Vorfeld der allseits bekannte Einspieler (It's a Klassika") vom "Kaiser Franz", der wohl indirekt suggerieren sollte: "Jawohl liebe Hörer, den könnt ihr bei uns schon ab und an im laufenden Programm hören." Was im Grunde ein Witz ist, aufgrund der Tatsache, dass der Titel außerhalb der Jahreshitparade leider keine allzu grosse Bedeutung im Programm einnimmt.

Doch bevor ich mich wieder in allzu "kleinkarierten" Nebenschauplätzen verliere, kehre ich lieber wieder zurück ins Grundsätzliche.

Die prozentualen Anteile sind nicht so sehr das Thema, eher der Tiefgang der Inhalte. Ähnlich wie die (oberflächlichen) Musikmoderationen sind auch die Nachrichten und angeblichen "Hintergründe" lediglich Flachwasser. Da fehlt es an Substanz und Tiefgang, und das ist nicht zu verwechseln mit "höherer Wortanteil". Sieben Minuten Verkehrsfunk erhöhen auch den Wortanteil um sieben Minuten, sind aber so substanzlos wie das Wetterjingle.
Gebe dir Recht. Der qualitative Anteil der Wortanteile muss eindeutig besser werden. Gerne auch mit vermehrten Elementen des Kommentares - sofern es sich zu gewissen Themen anbietet. Sehr gerne auch aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet - "Pro" und "Contra"-Berichte zu bestimmten Entscheidungen, sofern sie sich anbieten. Gerne auch vermehrt Interviews oder Telefonate mit echten Experten, die etwas grundsätzlich zu einer Thematik zu sagen haben. Ausserdem sollten die journalistischen Beiträge nicht schon im Vorfeld auf ein zeitliches Maximum begrenzt werden. Das sollte flexibler gehandhabt werden. Bestimmte Themen erfordern einfach auch einer tieferen und damit zeitlich aufwendigeren Betrachtung.

Beim Verkehrsfunk liegen wir ohnehin auf einer Linie. Mittlerweile so unnötig wie der vielzitierte Kropf. Ausnahme von der Regel vielleicht wirklich nur die "Eilgefahrenmeldungen" wegen Geisterfahrern, die ich für sinnvoll erachte. Auch die Wetterberichte sind mit Verlaub hanebüchen. Da werden ganze Regionen ausgeblendet, sehr stark verallgemeinert und mit Plattitüden gearbeitet, dass es für mich als Hörer keinen wirklichen Mehrwert bietet.

Wobei ich sowohl Verkehrsfunk als auch Wetterberichte eh nicht zu den qualitativen Wortanteilen hinzu zähle, die ich gerne prozentual gerne erhöht hören würde.

Oder darf man bald mal von SWR3 die ältere Garde (Zeus/Wirbitzky, bittebitte und vielleicht mal Jan Garcia) übernehmen?
Ein indirekter Wunsch meinerseits: Zu SWF3-Zeiten war ich sehr grosser Anhänger von Patrick Lynen. ;)
 
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Ich muss auch mal ein Lob aussprechen. Am Wochenende hörte ich unterwegs eine Sendung moderiert von Ingo Lege und war sehr angetan von seiner Art. Hat mir sehr Spaß gemacht ihm zuzuhören.

Kommt der von Antenne 1? Irgendwie hatte ich den bisher gar nicht auf dem Schirm

Muss mal schauen welche Sendungen er so moderiert und mich mal mehr mit ihm befassen
 
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Habe mal geschaut:

er moderiert den Sonntagnachmittag (13 Uhr bis 17 Uhr) und die Nacht (0:00 Uhr bis 5:00 Uhr)
Wäre schön wenn der Ingo Lege mal den Tag ab 16 Uhr oder den Abend ab 20 Uhr moderieren würde....
 
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Heute in "Der Abend" anlässlich von Bob Marley, der heute 75 Jahre alt geworden wäre, spielt SWR1 vier Stunden lang Reggae sowie daran angrenzende Musikstile wie etwa Ska. Präsentiert wird die vierstündige Sendung von Jochen Stöckle.

Ich hoffe, dass man etwas über den Tellerrand der üblichen Verdächtigen hinaus blickt. Und überdies vielleicht auch den einen oder anderen Dub-Klassiker spielt.
 
Stimmt. Schande über mein Haupt. Ein Blick in die Homepage wäre sinnvoll gewesen.

Dann kann ich den Abend ja andersweitig planen, denn bei Babara Scherrer kann selbst entspannter Reggae meine Nerven strapazieren.
 
Da ist sie schon wieder die defensive Haltung mit dem Schutzschild. Was hat denn die völlig neutrale und subjektive Aussage "Dann kann ich den Abend ja andersweitig planen, denn bei Babara Scherrer kann selbst entspannter Reggae meine Nerven strapazieren." mit Gemecker und Arroganz zu tun??:rolleyes:
Er spricht doch ganz klar von SEINEN Nerven, ER mag das nicht hören. Es gibt eben nun mal gewisse Stimmen/Sprecher/Moderatoren die kann jemand einfach (als einzelner) nicht leiden und mag sie sich dann auch keine 4 Stunden am Stück anhören!

Dabei geht es doch nicht um ein Niedermachen der Inhalte (Musik, Anekdoten, Zeitzeiugenberichte, Töne, Wissenswertes). Die mögen ja trotzdem gut sein. Ich schaue mir auch keine Musiksendung im TV mit Barbara Schöneberger an, selbst wenn da Top Bands und Musiker dabei wären. Einfach weil ich ihre Art zu reden, ihre Ansprechhaltung und den Klang ihrer Stimme nicht mag. Ob man diese Meinung dann hier rein schreiben muss ist eine andere Frage, weil es eben eine rein persönliche Ansicht ist und nichts über die Qualität der Sendung aussagt. Aber wenn er diese Frau (aus welchen Gründen auch immer) nicht ertragen kann dann ist das legitim.. Wenn ein Sender polarisierende Leute vors Mikro setzt muss man eben so hinnehmen, dass auch welche abschalten.:thumbsdown:

Wenigstens läuft das nicht im SWR 3 sondern da wo es hingehört. Anders als in Bremen.
 
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Komische Argumentation. Wenn ich mich für eine Musikrichtung interessiere, die sonst wenig im Radio läuft, was ich hier lautstark beklage, dann höre ich mir die Sendung auch an, egal, wer sie moderiert. Mir geht es ja um die Musik und nicht um den, die Moderator(in). Und wenn ich beim Hören der Sendung Dinge entdecke, die mir mißfallen, dann kann ich darüber hier schreiben. Ist doch ganz einfach, oder?
 
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Wenn ich mich für eine Musikrichtung interessiere, ........

dann höre ich mir die Sendung auch an, egal, wer sie moderiert. Mir geht es ja um die Musik und nicht um den, die Moderator(in).
Und was ist das für eine Argumentation?? Du vielleicht. Aber jeder ist anders.
Dann brauche ich ja als Sender auch keinen Moderator ins Studio setzen und kann die Musik auch non stop automatisiert abspielen oder??
Die Musik gibt es doch heute jederzeit und überall, auf Best of Samplern, Webchannels, Youtube Listen usw.. Die Moderation, also wie jemand etwas rüber bringt uind vor allem was er zu sagen hat, also die INHALTE machen doch eine Spezialsendung aus!

Und wenn ich nur die Musik hören will kann ich mir eine entsprechende Playlist selber zusammenstellen beim Anbieter meiner Wahl oder mit einer Festplatte. Das sind dann auch mindestens doppelt soviel als nur 4 Stundem.
Was bringt mir die beste Musiksendung wenn zb Leute da sitzen die völlig falsche Sachen erzählen, Musik in ganz andere Jahrzehnte einordnen als sie tatsächlich erschienen ist, unfähig sind flott zu moderieren / Jingles nicht sauber blenden und dann noch eine unangenehme Stimme haben (kommt abends beim NDR durchaus vor, da wird dann schon mal Zombie von den Cranberries in die "späten 80er" verordnet).

Die beste Musik nützt nichts wenn der Moderator schlecht ist oder eine unangenehme Stimme hat oder gar keine Ahnung hat von dem was er da redet. Man muss sich mal davon verabschieden dass Radio eine "Jukebox" ist zum Musikabspielen. Solange man daran festhält ist das Medium dem Untergang geweiht. Retten kann man das Radio nur über INHALTE.
 
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Wenn sachlich falsch moderiert wird, dann darf man auch Meckern, keine Frage. Aber erst dann und nicht von vornherein. Selbst wenn Frau S schon falsch gelegen haben soll, dann muß das ja nicht automatisch immer so sein, oder? Also wie gesagt, erst hineinhören, dann Meckern. Und was die Stimmlage angeht, da kann ich dran vorbeihören, da nicht alle Menschen eine schöne Stimmlage haben.
 
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