SWR1: Großes Radio mit Macken


Ich weiß nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich kein alter Radio-Hase bin, aber für mich ist das Musikprogramm das Herz eines jeden Senders (wenn er denn hauptsächlich Musik spielt). Und wenn das Herz krank ist, kann der Rest noch so gut sein. Teilweise ist das Programm ja wirklich so schlimm geworden, dass es selbst der beste Moderator nicht schönmoderieren kann. Annett Lorisz, Patrick Neelmeier, und natürlich auch bis zu seinem Ableben Thomas Schmidt: Sie alle taten bzw. tun mir Leid, wenn sie in einem so uninspiriert zusammengestellten Mix aus dem Schlechten und Immergleichen versumpfen müssen.

Im Gegenzug würde es mich weniger stören, wenn der/die Moderierende nicht so großartig ist, aber das Programm wirklich gut. Klar, am besten ist beides zusammen, aber auch schon vor der Änderung von zwei Wortbeiträgen zu einem pro 1/2 Stunde lief bei SWR1 mehr Musik als Moderation. Und wenn man sich dann durch diesen Quark quälen muss, versaut es einem echt die Laune (wie übrigens Arnd Zeigler auch gerade korrekt festgestellt hat, in dem Radioszene-Interview, das hier rechts gestern verlinkt war).
 
Am Pfingstsonntag übrigens Pop & Poesie Livestream. Obwohl ich absolut kein Fan der stromlosen Musik bin, muss ich sagen: das war vom Feinsten. Und das Highlight, ich kann eigentlich den Titel gar nicht ab, Jochen Stöckle hat Walk on the wild side performed:). Wenn der mal nicht mehr moderiert, kann der als (Sprech) Sänger ne Karriere starten. Aber auch der Rest war coole Mugge. Wunderschön arrangiert das Ganze. Ich wiederhol mich gerne, das war echt ne feine Sache, Chappeau!
 
aber auch schon vor der Änderung von zwei Wortbeiträgen zu einem pro 1/2 Stunde lief bei SWR1 mehr Musik als Moderation.
So verkommt SWR1 vollends zur reinen Unterhaltungswelle. Selbst bei SWR3 bekommt der werte Hörer mehr Information geboten. Da werden pro Stunde 4 Wortbeiträge gesendet. Und in der aktuellen Mittagssendung werden zwischen den einzelnen Beiträgen max. 1-2 Musikstücke gespielt.
 
Also ich fände es auch besser, wenn sie wenigstens enmal am Tag eine Zeitfunksendung machen würden. Mir geht es auch so, dass alles sehr aufgeweicht ist und dann auch noch öfters wiederholt wird. Und der Hinweis, dass "der Hörer" ja nur eine bestimmte Zeitspanne Radio hören würde lasse ich auch nicht gelten.
 
Vor Kurzem passierte es in der Nacht - zu Beginn der Stunde lief "I Got You Babe" in der Version von UB40 & Chrissie Hynde. Etwa eine halbe Stunde später dann das Original von Sonny & Cher....!

Ohne Worte!

Ist aber leider heute so. Auch wenn das hier immer negiert wird. Tagsüber geht Einschaltradio nicht wirklich. Anders am Abend, weshalb sich die meisten Sender da ja bemühen.
Das Problem bei SWR1 ist für mich, dass man interessante Beiträge ankündigt, und den Hörer dann mit einem oft wirklich abgestandenen Programm aus drei totgedudelten Songs belästigt, bis der Beitrag dann endlich mal kommt...

Auch bei der an sich eigentlich sehr schönen "Pop & Poesie"-Sendung hatte ich das Gefühl, dass man mich mit den dazwischen gespielten Songs zum Abschalten bewegen möchte. Da war wieder sehr viel Übles dabei. :confused:
 
Ich heute so...

SWR1: Hot Chocolate, You Sexy Thing :mad: [krrrk] Rock Antenne: Deep Purple, Speed King (live) & Child in Time (live) :D
SWR1: "You are my fire, the one...":wall: [krrrk] Schwarzwaldradio: Led Zeppelin, Kashmir... :D


Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, was daran schlimm sein soll. Im Gegenteil: Ist doch ein interessanter Vergleich, selbst wenn er nur zufällig zustande kam.
1) Ich hab den Song so über. Der kommt so schon viel zu oft, in beiden Versionen.
2) Auch wenn es zwei unterschiedliche Versionen sind, ein und derselbe Song zwei Mal in derselben Stunde beim selben Sender ist einfach ein No-Go für mich und spricht Bände. So etwas sollte einfach nicht passieren.
 
Tagsüber geht Einschaltradio nicht wirklich.
SWR3 beweist mit Gottschalk und Zöller am Montagnachmittag sowie Gottschalks Playlist jeden 2. Freitag im Vorabend-Programm gerade das Gegenteil. Einschaltradio geht auch tagsüber.
Finde es wohltuend mutig und innovativ von den Machern in Baden-Baden gerade zu diesen vorgenannten Sendezeiten einen Moderator einzusetzen an dem sich trotz seiner inzwischen überkommenen Popularität die Geister scheitern v.a. weil Gottschalk gerne und aus Überzeugung in seinen Sendungen Musik spielt die nicht dem Mainstream entspricht und deshalb meist nicht unbedingt den Geschmack der breiten Masse trifft.
Eigentlich würde man so etwas eher und vor allem von den Radiomachern in Stuttgart erwarten. Aber diese enttäuschen diesbezüglich momentan auf ganzer Linie. Dabei wäre gerade einer wie Gottschalk die perfekte Besetzung für Schmidt's Samstag. Auch wenn man für solch einen prominenten Kultmoderator die Sendung sicherlich umbenennen müsste.
 
Ich sehe es nicht so, dass Stuttgart auf ganzer Linie enttäuscht. Gerade das Abendprogramm mit den neuen Themenabenden finde ich gut. Was oft und meiner Meinung nach zurecht kritisiert wird, ist das Tagesprogramm: sehr uninspirierte Musikauswahl, Textbeiträge werden häufig wiederholt (manchmal morgens im Halbstundenrhythmus), bei den Sendungen, die früher irgendwas mit „aktuell“ hießen, zu wenig Textbeiträge. Die Moderatoren werden bunt durcheinander gewürfelt, was auch nicht für Erkennungsmerkmale sorgt.
Und was bitte soll an Gottschalk als Ersatz für Thomas Schmidt so perfekt sein: Schmidt war als Typ zurückgenommen und liebte das Radio. Gottschalk liebt vor allem sich selber.
 
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Lasst den Gottschalk bloß bei SWR3. Die Sendung habe ich vielleicht seit Beginn zwei Mal gehört und ich finde sie schrecklich. Gottschalk wirkt selbstverliebt und Zöller als "Gegenpart" eher blass. Zöller ist eigentlich ein Guter, sollte aber besser wieder nur alleine moderieren. Gottschalk ist eine Fehlbesetzung und passt nicht mehr in die heutige Zeit. Aber er kapiert es einfach nicht, dass das so ist....
 
Zum letzten Schmidts Samstag übrigens: Stefan Orner war der Moderator - schon zum 2. Mal in Folge. Er macht das in seiner bodenständigen, ruhigen Art. Feine Ironie und witzige Wortgeplänkel mit Kollegen (H. Mühlbauer, Antje, Jens Wolters etc.) : Fehlanzeige. Nun gut, Schmidtie ist nicht zu ersetzen, von niemand. Schön, dass sie seines 63. Geburtstags gedacht haben und die Songs vor 12 seinem mutmaßlichen Geschmack zugeordnet haben.

Die andere Frage, die gestellt wurde ist: Soll Schmidts Samstag so weiter laufen? Und wenn ja, bis wann? (1. Todestag, Jahresende etc.) Oder soll man jetzt einen Cut machen und eine (oder 2) Persönlichkeit(en) für diese 4 Samstagsstunden benennen, die das REGELMÄSSIG macht? Und eben nicht: Wer am Samstag früh nix vorhat, muß moderieren. Ich fände Ingo Lege gut (Humor, Musikkompetenz), dito gilt das für Patrick Neelmeier. Und: Jens Wolters. Außer er will beim Sport bzw. bei der Politik bleiben. Aber ich merke schon: Aktuell fällt mir keine Frau ein. Aus dem aktuellen SWR1-Pool? Hilfe! Soll ich Nicole Köster vorschlagen? Vielleicht mal bisschen casten und abwerben ...
 
Die andere Frage, die gestellt wurde ist: Soll Schmidts Samstag so weiter laufen? Und wenn ja, bis wann? (1. Todestag, Jahresende etc.) Oder soll man jetzt einen Cut machen und eine (oder 2) Persönlichkeit(en) für diese 4 Samstagsstunden benennen, die das REGELMÄSSIG macht? Und eben nicht: Wer am Samstag früh nix vorhat, muß moderieren. Ich fände Ingo Lege gut (Humor, Musikkompetenz), dito gilt das für Patrick Neelmeier. Und: Jens Wolters. Außer er will beim Sport bzw. bei der Politik bleiben. Aber ich merke schon: Aktuell fällt mir keine Frau ein. Aus dem aktuellen SWR1-Pool? Hilfe! Soll ich Nicole Köster vorschlagen? Vielleicht mal bisschen casten und abwerben ...
Das Beste wäre es für den Samstagvormittag 2 ehemalige "Schwergewichte" des SWR1 zu reaktivieren, also für diese Sendung aus dem Ruhestand zurück zu holen. Denke da an Günther Schneidewind und Matthias Holtmann in Doppelmoderation.
 
@FraFis
So sehr ich mir Matthias Holtmann zurück ans Mikro wünsche, auch ich fürchte, seine Gesundheit gibt es nicht her. Parkinson ist eine Krankheit, die ja nicht nur den Körper betrifft, sondern auch das Sprachzentrum. Leider selbst schon erlebt bei meinem Onkel, den man ab einem bestimmten Zeitpunkt im Verlauf der unheilbaren Krankheit kaum noch verstanden hat :(
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, Matthias Holtmann kann es (leider) nicht mehr machen und Günther Schneidewind würde ich maximal in eine Oldie-Rubrik verpacken (so wie den "Archiv-Dino" bei Thomas Schmidt). Ich bleibe dabei, dass es Neelmeier oder Lege machen sollten. Es wäre schade, wenn der Samstagvormittags-Sendeplatz zu einem normalen Tagesprogramm umgebaut würde und Thomas Schmidt würde zu Recht auf seiner Wolke schimpfen und poltern ... Wer diese 4 Stunden auch immer moderiert - bitte lasst uns anspruchsvollen Hörern das handgemachte Musikprogramm (so klingt es jedenfalls ;)). - Zum aktuellen Beitrag von Lecorbusier: Ein Live-Cut von Gilmour - sie können es natürlich, aber meistens dürfen sie es nicht!
 
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