SWR1: Großes Radio mit Macken


Schimpfen und Poltern? Nein, das passt nicht zu Schmidtie. Er würde die Augenbrauen hochziehen, leicht seufzen und einen lakonischen Kommentar machen...und danach leise kopfschüttelnd lachen und sich dabei ein bissl freuen, dass er das nicht mehr mitmachen muss.
Ich bin mittlerweile samstagmorgens zu Werner Reinke abgewandert...
 
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Völlig richtig, Radiocat, ich habe mich durch meine Ablehnung des SWR1-Tagesprogramms zu einer reichlich un-schmidthaften Formulierung verleiten lassen - ein lakonischer Kommentar seinerseits auf der Radio-Wolke trifft es viel eher :confused:. Ich kann mir auch vorstellen, dass er in seinen letzten Schaffensjahren so manches Mal innerlich oder tatsächlich über das von ihm zu präsentierende Musikprogramm geseufzt haben mag ... Er war aber immer loyal gegenüber seinem Arbeitgeber, wenn ich an das Interview denke, dass er Andreas Knedlik vom BR für seine Internetseite gegeben hat: Zwar deutete er Dinge an, aber von einem Lästern über die heutige Radio-Welt war er (natürlich) Meilen weit weg ...
 
Vergangene Nacht hat SWR1 auch mal wieder so ein Ding gebracht, dass ich wie man so schön sagt eine richtige Krawatte bekommen habe.
Ich sitze da also ganz arglos in der Nachtschicht und warte auf die letzte Arbeit während SWR1 läuft. Um 1:54 Uhr fängt "Say it isn't so" von Hall & Oates an, was mich gefreut hat, da dieser Titel erstens mein Favorit dieses Duos ist, und zweitens zumindest in meinen Breitengraden zu den weniger gespielten Titeln von Hall & Oates zählt.
Aufgrund der nur noch wenigen Minuten bis 2 Uhr war mir aber schon klar, dass es mit zwei komplett ausgespielte bis zu den Nachrichten wohl nicht ganz hinhauen würde. Und so kam was kommen musste, und Hall & Oates wurden um 1:57 Uhr abgewürgt.
Als ob das aber nun nicht schon genug wäre durfte man sich über Tina Turner und "The best" "freuen". :wall::wall::wall:
Und es scheint Methode bei SWR1 zu sein weniger gespielte Titel für absolut nervtötende omnipräsente Dudelmusik übelster Sorte abzuwürgen. So war es unter anderem auch mit "Whatever gets you through the night" von John Lennon und Elton John, das für "Sexual healing" von Marvin Gaye abgewürgt wurde. :mad:
 
Eine weitere solche läuft gerade heute Vormittag im SWR3: Talk mit Thees in der Sonntagsshow. Die Zusammenstellung der Gäste ist hier finde ich für eine Vormittagssendung deutlich abwechslungsreicher und interessanter als die gehäufte Ansammlung von Philosophen und Politologen bei SWR1 Leute. In letzterer wird einem doch mehr und mehr schwere Kost für die Gedanken serviert. Insbesondere Sonntags wünscht man sich doch lieber etwas leichte, zeitgemäße Unterhaltung.
 
Habe mal wieder ein paar alte Kassetten von Frank Laufenbergs SWR1-Sendung gehört.

Innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Sendungen gab es damals vier Songs der Rolling Stones: "You Better Move On", "Poison Ivy", "Play with Fire" und "Time Waits for No One".

Irgendwie symptomatisch, dass so etwas heute undenkbar scheint.

Ich verstehe nicht, warum. Nur, weil Du ihn über hast? Oder gibt es noch einen sachlichen Grund dafür?
Wenn man nie Radio hört, ist natürlich jeder Song neu und interessant. Wenn man schon länger dabei ist, nutzen sich viele ab. Und irgendwann wird eine richtige Abneigung dagegen draus. Ich finde das Liedchen banal und belanglos. Früher hätte es mich vielleicht nicht so sehr gestört. Aber heute ist es eines dieser Stücke, bei denen ich das starke Gefühl habe, es ist nur da, um Zeit zu verschwenden (so wie grade eben z.B. "All Around the World" von Lisa Stansfield). Selbst wenn mir ein Song gefällt, will ich ihn nicht jeden Tag hören, und schon gleich gar nicht zwei Mal in derselben Stunde - nach dieser Maxime müssten Musikredakteure m.E. viel mehr vorgehen.

Als ob das aber nun nicht schon genug wäre durfte man sich über Tina Turner und "The best" "freuen". :wall::wall::wall:
Furchtbar! Guy Pratt (u.a. Pink Floyd, Icehouse, Toy Matinee u.v.m.), der angeblich auf dem Song Bass gespielt hat, hat es in seinem Buch ganz korrekt als Song beschrieben, der wie eine Pepsi-Werbung klingt. Und der Songtext noch mehr...

"absolut nervtötende omnipräsente Dudelmusik übelster Sorte" ist auch genau die Wortkombination, die ich gesucht habe. Danke!

SWR3 beweist mit Gottschalk und Zöller am Montagnachmittag sowie Gottschalks Playlist jeden 2. Freitag im Vorabend-Programm gerade das Gegenteil. Einschaltradio geht auch tagsüber.
Finde es wohltuend mutig und innovativ von den Machern in Baden-Baden gerade zu diesen vorgenannten Sendezeiten einen Moderator einzusetzen an dem sich trotz seiner inzwischen überkommenen Popularität die Geister scheitern v.a. weil Gottschalk gerne und aus Überzeugung in seinen Sendungen Musik spielt die nicht dem Mainstream entspricht und deshalb meist nicht unbedingt den Geschmack der breiten Masse trifft.
Eigentlich würde man so etwas eher und vor allem von den Radiomachern in Stuttgart erwarten. Aber diese enttäuschen diesbezüglich momentan auf ganzer Linie. Dabei wäre gerade einer wie Gottschalk die perfekte Besetzung für Schmidt's Samstag. Auch wenn man für solch einen prominenten Kultmoderator die Sendung sicherlich umbenennen müsste.
Ich war und bin auch verwundert, dass Gottschalk bei SWR3 gelandet ist, wo er doch irgendwie musikalisch gar nicht hinpasst. Finde das Zusammenspiel zwischen ihm und Zöller sehr unterhaltsam und seine Anekdoten auch sehr interessant. Aber von den SWR3-Titeln tun mir nach einer Weile wirklich die Ohren weh. Und wenn Gottschalk dann meint, er müsse sich dem Sender anpassen bzw. den jüngeren Hörern anbiedern (P!nk, die zumindest dieser Mittzwanziger hier unhörbar findet), wird es nicht besser.

Sorry, es muss natürlich "The Blue"nvon David Gilmour heißen....
Und am Samstagabend kommt dann sicher wieder "Blue" von Eiffel 65 in der Disco. Alleine, dass ein Ausschnitt daraus dauerhaft Teil der Eigenwerbung geworden ist, finde ich schon total daneben. :wall:

...Ja, "The Blue" war eine positive Überraschung. Aber das wiegt nicht die vielen Probleme des Programms auf. Gerade z.B. lief Valerie von Steve Winwood. Ich mag Winwood. Aber der Song kam gerade erst in der Nacht zwischen 0:00 und 1:00. Warum kann man nicht mehr Songs in den Pool aufnehmen und die Zahl der Wiederholungen reduzieren?

Und dann das hier... puh.

Im ZDF lief vor einiger Zeit ein Film (Titel fällt mir nicht mehr ein) über die unorganische Fließbandproduktion, mithilfe derer viele heutige Hits quasi wie im Labor gezüchtet werden, die mit gutem und nachhaltigem Songwriting nur noch wenig zu tun haben. Dabei war auch (neben u.a. Ed Sheerans "Galway Girl" als besonders abstoßendem Beispiel) Max Martin ein großes Thema. Ein Musikexperte wies dabei auf die formelhafte und melodisch/harmonisch absolut belanglose Konstruktion all seiner Songs hin (über die Texte will ich gar nicht erst reden) - dazu den Kommentar, wenn man sich eine halbe Stunde lang Songs von Max Martin anhöre, könne man richtig fühlen, wie man dümmer wird.

Was macht SWR1? Spielt - natürlich! - eine halbe Stunde lang Songs von Max Martin.

Ohne Worte.

Ich sehe es nicht so, dass Stuttgart auf ganzer Linie enttäuscht. Gerade das Abendprogramm mit den neuen Themenabenden finde ich gut. Was oft und meiner Meinung nach zurecht kritisiert wird, ist das Tagesprogramm: sehr uninspirierte Musikauswahl, Textbeiträge werden häufig wiederholt (manchmal morgens im Halbstundenrhythmus), bei den Sendungen, die früher irgendwas mit „aktuell“ hießen, zu wenig Textbeiträge. Die Moderatoren werden bunt durcheinander gewürfelt, was auch nicht für Erkennungsmerkmale sorgt.
Und was bitte soll an Gottschalk als Ersatz für Thomas Schmidt so perfekt sein: Schmidt war als Typ zurückgenommen und liebte das Radio. Gottschalk liebt vor allem sich selber.
Ich bin leider nur von einer Sendung wirklich restlos überzeugt: Das ist der Musikklub Rock - die Zahl der Wünsche und das völlig überraschende, abwechslungsreiche und lehrreiche Programm ist ein Musterbeispiel an gutem Radio, was aber wiederum ein übles Licht auf den Rest wirft. Wenn SWR1 BW dieselbe Kompetenz auch auf das restliche Programm anwenden würde (muss ja auch nicht immer Hardrock sein! Wann lief z.B. das letzte Mal "Love Will Find a Way" von Pablo Cruise, um mal einen Song zu nennen, der mir geradee durchs Hirn geistert?), wäre es sicher der bestmögliche Radiosender für mich. Man kann offenbar - will aber nicht...

Die anderen Themen sind mir persönlich ehrlich gesagt zu fix und auch zu lang. Nach 4 Stunden Country ist meine Laune im Eimer, aber das ist natürlich nur meine Meinung. Mir wären dann 2 * 2 Stunden lieber und die restlichen zwei Stunden könnte man dann mit anderen Musikthemen füllen. Dass z.B. kein Platz für eine abendliche Würdigung von Stevie Wonder war, weil nun mal Mittwoch und damit Country kam, ist schon hart. Überhaupt kommt afroamerikanische Musik (Blues, Soul etc.) in diesem Themenmix viel zu kurz - angesichts der politischen Ansichten so mancher Countrymusiker schon fragwürdig, dass es da nicht mal einen ausgleichenden Faktor gibt. Gerade angesichts der aktuellen politischen Lage wäre es doch wirklich mal Zeit, oder? Rock 'n' Roll ist ja immerhin aus zwei Wurzeln entstanden - Country und Blues...
 
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Viele der Songs, die ich heute nicht mehr hören kann, zumindest nicht in dieser Häufigkeit, gefielen mir früher gut bzw. besitze ich die CD davon (Walk Of Life, Another Brick In The Wall, Breakfast In America etc pp - gerne von SWR1 BW als Opener nach den Nachrichten genommen). Viele Durchschnittshörer beschäftigen sich weniger mit Musik, haben die Songs nicht auf LP/CD/Download etc. und verbinden damit Jugenderinnerungen - ein natürlich erwünschter Effekt. Aber kann es nicht trotzdem sein, dass selbst dem unbedarftesten Hörer der jahrzehntelange Radioeinsatz etwa von Simply The Best (dem banalsten, dem grausigsten Tina-Turner-Stück aller Zeiten :mad:) gewaltig auf die Nerven geht? (@Perfectionist: Guy Pratt spielt seit Jahrzehnten auch für Bryan Ferry + Roxy Music, vorauss. auch 2021)

Wird dieser Abnutzungs- bzw. Abneigungs-Effekt von den Beraterfirmen auch einkalkuliert? Oder dass nicht mehr ganz junge Hörer Banalst-Pop der Marken Sheeran, Bieber, Santos + Co. (die sich von den 3er- in die 1er-Programmen verlaufen haben !!) einfach nicht ertragen und daher ab- und umschalten? In einem anderen Thread wurde die Behauptung aufgestellt, dass innerhalb von 20 Minuten nach dem Einschalten mindestens ein aktueller Charttitel laufen müsse, damit der Hörer dranbleibe. Häää? Bei mir ist das der Auschaltimpuls :D. Ich habe im Auto ein paar Mal von SWR1 auf SWR3 umgestellt, aber das ging leider gar nicht ... Dann lieber Bayern Klassik oder Bayern 5 aktuell.

Im ZDF lief vor einiger Zeit ein Film (Titel fällt mir nicht mehr ein) über die unorganische Fließbandproduktion, mithilfe derer viele heutige Hits quasi wie im Labor gezüchtet werden, die mit gutem und nachhaltigem Songwriting nur noch wenig zu tun haben. Dabei war auch (neben u.a. Ed Sheerans "Galway Girl" als besonders abstoßendem Beispiel) Max Martin ein großes Thema. Ein Musikexperte wies dabei auf die formelhafte und melodisch/harmonisch absolut belanglose Konstruktion all seiner Songs hin (über die Texte will ich gar nicht erst reden) - dazu den Kommentar, wenn man sich eine halbe Stunde lang Songs von Max Martin anhöre, könne man richtig fühlen, wie man dümmer wird.
Dem ist kaum was hinzuzufügen - die Strickart der aktuellen Charttitel ähnelt sich dermassen, dass man die Interpreten nicht mehr auseinanderhalten kann. Ich finde es dann witzig, wenn auf SWR1 BW ein neuer Song oder ein neues Album eines entsprechenden Künstlers mit flammenden Worten angekündigt wird ("lange erwartet, endlich da", "eine sensationelle Neuentdeckung" etc pp), das Ganze aber nur alter Universal-/Warner-/Sony-Wein in neuen Moderations-Schläuchen ist :rolleyes:.

Ach ja, Perfectionist, Pablo Cruise und andere Perlen findest Du immer noch am Ehesten auf Schmidts Nachfolge-Samstag. Womit wir beim anderen Dauerbrenner-Thema währen - schönen Tag zusammen!
 
Und jetzt wieder "There Must be an Angel (Playing with my Heart)". Und "I Was Born to Love You". Ich habe schon das Gefühl, dass sowohl SWR1 als auch HR1 eine Tendenz haben, die kitschigsten, schlagerhaftesten Songs hoch und runter zu dudeln (siehe auch "When the Rain Begins to Fall", "I Like Chopin" und so weiter), und das bei Musikchefs, die durchaus um die "Rockaffinität" ihres Publikums wissen...

Immerhin - grade läuft "Mr. Big" von Free aus dem dieswöchigen Meilenstein-Album. Letzter Sonntag mit Peter Gabriels 3. Album war auch sehr gut.

Viele der Songs, die ich heute nicht mehr hören kann, zumindest nicht in dieser Häufigkeit, gefielen mir früher gut bzw. besitze ich die CD davon (Walk Of Life, Another Brick In The Wall, Breakfast In America etc pp - gerne von SWR1 BW als Opener nach den Nachrichten genommen)
Habe ich auch - von allen drei Bands sogar alle (PF, DS) oder fast alle (Supertramp) Alben.
Und auch wenn mir beim x-ten Abspielen dieser Stücke gerne mal ein genervter Seufzer entfährt, haben sie für mich doch irgendwie noch "etwas". (Wobei es alleine hier schon gut wäre, ab und zu mal Liveversionen zu spielen - von "Breakfast in America" lief z.B. die Paris-Version bei SWR1 - macht einen Riesenunterschied; auch "Walk of Life" mag ich live viel mehr). Trotzdem wäre es wirklich gut, von denselben Bands auch mal andere Lieder zu spielen.

Guy Pratt spielt seit Jahrzehnten auch für Bryan Ferry + Roxy Music, vorauss. auch 2021
Ich weiß (hab ja sein Buch), wusste nicht, wen ich alles erwähnen sollte. Er hat auch den Bass auf Michael Jacksons "Earth Song" gespielt. Hier ein schönes Interview mit ihm:

https://www.superdeluxeedition.com/...e-about-his-life-in-music-and-lockdown-licks/

Wird dieser Abnutzungs- bzw. Abneigungs-Effekt von den Beraterfirmen auch einkalkuliert? Oder dass nicht mehr ganz junge Hörer Banalst-Pop der Marken Sheeran, Bieber, Santos + Co. (die sich von den 3er- in die 1er-Programmen verlaufen haben !!) einfach nicht ertragen und daher ab- und umschalten? In einem anderen Thread wurde die Behauptung aufgestellt, dass innerhalb von 20 Minuten nach dem Einschalten mindestens ein aktueller Charttitel laufen müsse, damit der Hörer dranbleibe. Häää? Bei mir ist das der Auschaltimpuls :D. Ich habe im Auto ein paar Mal von SWR1 auf SWR3 umgestellt, aber das ging leider gar nicht ... Dann lieber Bayern Klassik oder Bayern 5 aktuell.
Ja, mich wundert das auch alles sehr... deswegen höre ich jetzt immer öfter Schwarzwaldradio. Ich habe nichts gegen frische Acts, aber eine gewisse handwerkliche Qualität sollte deren Musik schon haben.
Und das bezieht sich auch nicht nur auf das Songwriting: Die Stimmen von Nico Santos, Freya Ridings und Dermot Kennedy sind Gift für meine Ohren. Dann gibt es z.B. einen Tom Gregory, dessen Songs beim ersten Mal hören noch ganz nett sind, aber auch der dauernden Wiederholung überhaupt nicht standhalten - u.a. weil sie schon in sich so viele Wiederholungen haben.

Dem ist kaum was hinzuzufügen - die Strickart der aktuellen Charttitel ähnelt sich dermassen, dass man die Interpreten nicht mehr auseinanderhalten kann. Ich finde es dann witzig, wenn auf SWR1 BW ein neuer Song oder ein neues Album eines entsprechenden Künstlers mit flammenden Worten angekündigt wird ("lange erwartet, endlich da", "eine sensationelle Neuentdeckung" etc pp), das Ganze aber nur alter Universal-/Warner-/Sony-Wein in neuen Moderations-Schläuchen ist :rolleyes:.
Und gleichzeitig arbeiten sich motivierte, talentierte Bands auf kleinen Labels den Hintern ab und spielen (jetzt ja leider nicht) kleine Gigs. Es ist traurig...

Ach ja, Perfectionist, Pablo Cruise und andere Perlen findest Du immer noch am Ehesten auf Schmidts Nachfolge-Samstag. Womit wir beim anderen Dauerbrenner-Thema währen - schönen Tag zusammen!
Ja, die Sendung ist wohl neben dem Freitagabend (letzte Woche war die Playlist nur genial) noch das andere Refugium für Hörer wie mich. Leider kollidiert sie mit Reinke am Samstag bei hr1, sodass ich oft die Hälfte verpasse :(
 
Vor etwa 18 Jahren wurde im Tagesprogramm von SWR1 Baden-Württemberg sogar noch "Lunatic" von Gazebo gespielt. Ich würde jetzt mal einfach ganz frech behaupten, dass der Titel wohl nicht mal mehr im Nachtprogramm zu hören ist.

Ich habe schon das Gefühl, dass sowohl SWR1 als auch HR1 eine Tendenz haben, die kitschigsten, schlagerhaftesten Songs hoch und runter zu dudeln
Das liegt wohl irgendwie an der Zahl. Bei bremen eins ist das nicht anders. Und was "Say it isn't so" betrifft, Fehlanzeige. :confused:
 
ich kritisiere ja gerne mal die Moderatoren, aber ich muss Ingo Lege ein dickes Lob aussprechen. Er verkörpert für mich alles was einen guten Moderator ausmacht. Tolle Stimme - musikalisches Fachwissen - eine spezielle Ausstrahlung wie sie nicht jeder hat.
Ich höre ihn sehr gerne und wünsche mir mehr Sendungen mit ihm. Neben Patrick Neelmeier mein absoluter Favorit beim SWR aktuell.
 
Mit Thomas Schmidt war der Samstagvormittag das Highlight der Woche im Radioeinerlei unserer Zeit auf das man sich immer zum Start ins Wochenende ganz besonders freute. Egal ob das noch Guten Morgen Baden-Württemberg hieß oder später Schmidts Samstag. Stelle fest, dass sich mittlerweile etliche Inhalte bzw. Programmpunkte der Sendung auch in der SWR3 Vormittagsshow am Samstag finden.
Ohne den seinerzeitigen Namensgeber entwickelt sich Schmidts Samstag zu einer 0815 Samstagvormittags-Sendung die sich kaum noch vom Programm anderer Radiostationen abhebt. Es fehlt an einer mehr oder weniger prominenten Radiopersönlichkeit die aus dieser Sendung wieder etwas besonderes macht das man gerne einschaltet.
Gerade so wie ein gewisser Kristian Thees sein Handwerk versteht. Bin davon überzeugt Herr Thees könnte auch Schmidts Samstag oder wie auch immer man eine SWR1- Sendung mit ihm am Samstagvormittag nennen würde. Jedenfalls ist er der Grund, dass ich zur Zeit auch am Samstag lieber SWR3 statt SWR1 einschalte.

ich kritisiere ja gerne mal die Moderatoren, aber ich muss Ingo Lege ein dickes Lob aussprechen. Er verkörpert für mich alles was einen guten Moderator ausmacht. Tolle Stimme - musikalisches Fachwissen - eine spezielle Ausstrahlung wie sie nicht jeder hat.
Ich höre ihn sehr gerne und wünsche mir mehr Sendungen mit ihm. Neben Patrick Neelmeier mein absoluter Favorit beim SWR aktuell.
Kann dem leider nicht zustimmen. Finde nach wie vor, dass Ingo Lege nicht wirklich zu SWR1 passt. Er hätte lieber bei Antenne 1 bleiben sollen. Dort passte er hin. Für mich klingt seine Stimme irgendwie wie ein Fremdkörper an den ich mich nicht so recht gewöhnen will.
Habe ja bereits in meinem vorigen Post zum Ausdruck gebracht welchen SWR-Moderator ich z. Zt. am Samstagvormittag bevorzuge und diesen deshalb wenn möglich auch gerne mal Schmidts Samstag hören würde.
 
Meinungen sind halt verschieden:) - ich finde Ingo Lege passt eben deshalb gut zum SWR, weil der einfach zu dem anderen langweiligen Moderatoren den Unterschied macht. Etwas, das dem SWR gut tut. Finde ihn daher sehr gut und bereichernd für den SWR. Bin froh dass er nimmer bei Antenne 1 ist.
Da würde ich den Thees (zumindest für den Anfang) eher gewöhnungsbedürftig finden, obwohl ich ihn sehr mag. Aber es wäre toll, wenn Moderatoren wie der Kristian Thees kommen würden. Das wäre eine weitere Bereicherung.
 
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Ich bin wie SWR1Hörer auch der Meinung, dass Ingo Lege einen guten Job macht. Er klingt flott (und ist musikkompetent), aber nicht zu "privatfunkig" überdreht. Ihm höre ich am Samstagmorgen gerne zu, zumal wenn die Musik stimmt. Beim letzten Mal sagte er, heute spiele er Musik "mit dem Prädikat besonders wertvoll". Leider hat er damit (evtl. ungewollt) das restliche Musikprogramm von SWR1 BW negativ charakterisiert ... Und es kamen dann ja auch Sachen wie z. B. Prefab Sprout, die man sonst mit der Lupe suchen muss.

Wenn ich das mal ganz ketzerisch sagen darf: Auch Schmidts Samstagsmusik war zu seinen Lebzeiten nicht jedes Mal der Superknaller - wenn auch der Moderator immer ein Highlight war. Und die schlechteste Schmidt-Sendung war immer noch um Klassen besser als die beste Sendung von ... ach, lassen wir das Moderatoren/-innen-Bashing ...

Ich habe aber das Gefühl, dass auch die Beiträge am Samstagmorgen immer mehr dem Informationsauftrag des SWR genügen, statt am frühen Samstag spielerisch und witzig das Wochenende anzugehen, wie zu Anfang bei Thomas Schmidt. Damit habe ich das gleiche Problem wie mit der Kirchenfunksendung am Sonntag von 6 - 10 Uhr. Schlechte Nachrichten vom Flüchtlingselend über Kirchenasyl bis zur Coronakrise frei Haus zum Sonntagsfrühstück. Das lässt mich zum Umschaltknopf greifen und das schon seit Jahren ... Nichts gegen Kirchensendungen, aber muss es um diese Zeit sein?
 
Dabei ist der Auftrag der Kirchen die frohe Botschaft! :rolleyes: Sowas gab es noch zu Zeiten eines Jörg Zink. Heute wird in der Sonntagssendung ja keine Verkündigung mehr betrieben, sondern man versucht, globale Probleme zu erläutern aus in irgendeiner Form christlicher Sicht (was nicht immer klar zu erkennen ist).
 
In meiner Erinnerung lief die Sendung früher kürzer (eine Stunde oder vielleicht doch zwei) und war dabei deutlich wortlastiger. Jetzt läuft eben die gleiche Menge an Beiträgen über vier Stunden gestreckt, damit ausreichend größte Hits aller Zeiten zwischendurch gespielt werden können und alles schön fluffig bleibt.
 
Meiner Erinnerung nach war die Sendungsaufteilung am Sonntagmorgen direkt nach der Fusion so:

5 Sonntagfrüh
7 Sonntagmorgen
10 Regional: BW: Buffet, RP: Leute
12 Aktuell
...

Die Kirchenthemen waren meines Wissens 7-10, von 5-7 war eher so Musik pur.

Kirchenthemen hat JEDER Sender am Sonntagmorgen. Die 3er vielleicht nicht, weil es dafür andere Wellen im Haus machen. Im privaten landesweiten oft von 6-9 (FFH, ffn), manchmal auch 10 (RPR), sogar Sender wie Bob machen das von 8-10 Uhr, im BW-Lokalradio der 90er erinnere ich mich an 30minütige sehr wortlastige Blöcke. ffn hat mittwochsabends nochmal eine Stunde von 21-22 Uhr.
 
Angesichts der rasant steigenden Zahl von Atheisten wird sich das in spätestens 10 Jahren erledigt haben. So leer wie die Kirchen inzwischen sind, hört auch kaum noch jemand diesen Kirchenfunk.
 
Wirst nicht ändern. Ich habe mit der Kirche eigentlich nix am Hut, bin auch in keiner drin.

Aber so lange die Kirchen so ein "übertrieben" hohes Mitspracherecht haben, gerade politisch, sehe ich schwarz, dass sich dieser Zustand irgendwann mal ändern wird. Die sollen lieber mal ihren eigenen Saftladen entrümpeln, aber da besteht seitens der Kirchen kein Interesse. Die verlassen sich einfach drauf, dass manche zu faul sind zum Austreten, aber trotzdem gegen das System sind. Dabei ist das eigentlich kein so großer Aufwand.
 
Dabei ist der Auftrag der Kirchen die frohe Botschaft! :rolleyes: Sowas gab es noch zu Zeiten eines Jörg Zink. Heute wird in der Sonntagssendung ja keine Verkündigung mehr betrieben, sondern man versucht, globale Probleme zu erläutern aus in irgendeiner Form christlicher Sicht (was nicht immer klar zu erkennen ist).
Tatsächlich habe ich als Mitglied der ev. Kirche kein Problem mit einer religiös gefärbten Sendung am Sonntagmorgen. Aber sie ist so, wie Radiocat darstellt: Eine Art Betroffenheitsfunk, der einem die Schrecklichkeiten dieser Welt auf den Frühstücksteller legt. Statt dass ein Bericht zu den Auswirkungen des Klimawandels in Bangla Desh läuft, erfahren wir, welche Aktionen die junge Gemeinde der Christuskirche in Neckarsonstwie plant, um die Öffentlichkeit genau darüber zu unterrichten. Informationsgehalt ähnlich, im zweiten Fall religiös verbrämt.

Wie wäre es mit Kirchenfunk von 7 bis 9 und von 9 an eine unterhaltsame Sonntagmorgensendung mit ausgesuchter Musik? Aber das wird wohl kaum stattfinden, da die Kirchen im Rundfunkrat ihre Pfründe (4 Stunden) nicht hergeben, Leute der Woche dem Programmauftrag Information genügt (und wenig kostet, da nur eine Wochenübersicht) und außerdem die allerallergrößten Hits aller Zeiten gesendet werden wollen ...
 
Wenn ich mich hier so durch die verschiedenen SWR1 Themen lese, dann bin ich immer wieder der Meinung, dass man eigentlich fast 3 Threads hätte eröffnen können:
  • SWR1 Gemeinschaftsprogramm BaWü / RLP
  • SWR1 Baden Württemberg (SWR1 BW)
  • SWR1 Rheinland-Pfalz (SWR1 RP)
Denn immer wieder stelle ich fest, dass es überwiegend Themen zum getrennten Tagesprogramm aus den beiden Landesfunkhäusern Stuttgart und Mainz gibt. Oftmals wissen dann die Hörer von Rheinland-Pfalz gar nicht, um welchen Sachverhalt es überhaupt geht, wenn vom Baden-Württemberg-Programm die Rede ist oder eben umgekehrt.
 
Nein, braucht es nicht... Wenn ich mich so durch diesen Faden lese, und der ist immerhin schon 219 Seiten lang, ging und geht es hier meist um SWR1 BW, RP spielt doch wirklich eine untergeordnete Rolle, taucht höchstens mal auf, wenn es um die Hitparade geht.

Man könnte vielleicht den Titel des Fadens um "BW/RP" hinter SWR1 ergänzen, dann weiss jeder, was gemeint ist,....
 
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In meiner Erinnerung lief die Sendung früher kürzer (eine Stunde oder vielleicht doch zwei) und war dabei deutlich wortlastiger. Jetzt läuft eben die gleiche Menge an Beiträgen über vier Stunden gestreckt, damit ausreichend größte Hits aller Zeiten zwischendurch gespielt werden können und alles schön fluffig bleibt.
Es waren zunächst drei Stunden mit hohem Wortanteil. Dann wurde die Kirchensendung auf vier Stunden ausgedehnt, die davor ausgestrahlte Sendung "Sonntag früh" gestrichen und "Die Nacht" bis 6 Uhr verlängert.

Verglichen mit dem Tagesprogramm ist die Schiene am Sonntag von 6-10 Uhr immernoch sehr wortlastig.
Und dies ist einem "Landesinformationsprogramm" auch keineswegs abträglich.
 
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