SWR1: Großes Radio mit Macken


Eine weitere solche läuft gerade heute Vormittag im SWR3: Talk mit Thees in der Sonntagsshow. Die Zusammenstellung der Gäste ist hier finde ich für eine Vormittagssendung deutlich abwechslungsreicher und interessanter als die gehäufte Ansammlung von Philosophen und Politologen bei SWR1 Leute. In letzterer wird einem doch mehr und mehr schwere Kost für die Gedanken serviert. Insbesondere Sonntags wünscht man sich doch lieber etwas leichte, zeitgemäße Unterhaltung.
Darf mich an dieser Stelle passenderweise mal selbst zitieren. SWR3 Die Sonntagsshow ist denke ich genau so eine Sendung wie sie viele hier sich für den Sonntagvormittag in SWR1 wünschen. Weil mich eben jener mit Sonntagmorgen und Leute der Woche in SWR1 nervt bzw. langweilt schalte ich dann lieber um auf das Elchradio.
 
Weil mich eben jener mit Sonntagmorgen und Leute der Woche in SWR1 nervt bzw. langweilt schalte ich dann lieber um auf das Elchradio.
Dann ist doch alles okay? Wieso sollte der SWR auf zwei Wellen mit identischem Sendegebiet* zur gleichen Zeit zweimal dasselbe anbieten? Es gibt ja schon den Rest der Woche kaum unterscheidbare Schwerpunkte in den beiden Programmen.

* bezogen auf Baden-Württemberg latürnich
 
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Ich finde eine solche, dröge, Kirchensendung am Sonntagmorgen nicht mehr zeitgemäß und möchte von soetwas, als nicht gläubiger Gebührenzahler nicht belästigt werden. Die Zusammfassung von Leute der Woche danach ist ja nichts anderes, als das was viele Sender Sonntagsvormittags ausstrahlen.
 
Definiert in euren Postings genau was gemeint ist und es gibt keine Probleme mehr. Das ist viel wichtiger!

Bei NDR, MDR oder ORF klappt das ja auch. Da ist ein Automatismus im Schreibstil, der beim SWR auch nach 22 Jahren noch nicht gelernt ist.

Wenn der Thread "SWR1 BW/RP" heißt und der Kollege schreibt "Gestern hat SWR1 wieder einen Mist zusammengespielt", weiß kein Mensch, was gemeint ist!
 
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SWR1 BW:
So, Zeit sich wieder neuen Themen zu widmen......
Aktuell-Moderator Rainer Hartmann übernimmt heute auch den Nachmittag. Auch für nächste Woche mit Kathrin Kleinbrahm, ist geplant, diese Konstellation fortzusetzen.
Gut so, finde ich, das geht m. E. in die richtige Richtung!
Auch das viel gescholtene Musikprogramm gestaltet sich als sehr abwechslungsreich an diesem Sonntag.
Noch eine abschließende Frage an die Runde:
Ist etwas schon nach außen gesickert, wer Wolfgang Heim(wird wohl demnächst in Ruhestand gehen....) nachfolgen könnte?
 
Bei NDR, MDR oder ORF klappt das ja auch. Da ist ein Automatismus im Schreibstil, der beim SWR
Das liegt vielleicht daran, dass die Landes Programme dieser Anstalten besser als einzelne zu erkennen sind. Bei SWR1 ist das schon schwieriger. Würde man die 1 streichen so wie es beim MDR getan wurde wärs glaube ich etwas einfacher. Aber egal, es tut auf alle Fälle nicht weh, BW bzw RP mit dazuzuschreiben.
 
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SWR1 BW / Kirchenfunk: Ich bin nicht für die Abschaffung dieser Schiene, sondern für die Kürzung auf zwei Stunden, etwa von 7:00 bis 9:00. Viele sozialpolitische Themen sind nicht religionsspezifisch und in anderen Magazinen gut vertreten. Ab 9:00 dann eine etwas leichtere, frühstücksverträglichere Mischung ... Aber vielleicht wird ja das WoEnde neu gestaltet, insbesondere wenn Schmidts Samstag nicht mehr so gesendet wird / werden kann und Wolfgang Heim ausscheidet (wieder ein guter, altgedienter Mann weg ...).

SWR1 BW / Schmidts Samstag: Ich finde, Ingo Lege gewinnt als Samstagmorgen-Moderator an Statur. Mir gefällt seine Art, seine Stimme und sein (angedeutetes) Musikwissen.

SWR3 Sonntagsshow: Interessanter Hinweis, aber für mich persönlich kaum eine Alternative, da ich dann erst recht die von mir wenig geliebten New Pop Titel hören muss. Und von Sheeran, Bieber, Kennedy und Co. habe ich schon auf SWR1 BW genug ... Hier bleibt nur Schwarzwaldradio, Klassik, CDs, iTunes (oder Ruhe :wow:).
 
Beim "Sonntagmorgen" müssen wir etwas differenzieren, enthält er doch im Grunde dreierlei Arten an Wortbeiträgen:

  1. Religiös und weltanschaulich völlig neutral behandelte Themen zu "Religion, Mikration und Gesellschaft" (so der Titel der zuständigen SWR-Redaktion),
  2. Morgenandachten im klassischen Sinne (06:57 "Anstöße", 07:57 Uhr "3vor8") der Rundfunkpfarrerinnen und -Pfarrer sowie sonstigen Autoren (manche besitzen auch einen wissenschaftlichen Theologie-Abschluss) und
  3. das Zwischending, die "Begegnungen" um ca. 09:15 Uhr, ein von Seiten der Kirchen erstelltes Porträt in der Form zweier gebauter Beiträge.

Der Gesellschaftsbegriff in Punkt 1 wird dabei recht weit gefasst: So ging es vor zwei Wochen mal um den 50. Jahrestag der Volksabstimmung zur Abspaltung Badens von Baden-Württemberg.

Addiert man schließlich alle Rubriken der Sendung, erhält man in den vier Stunden 19 Beitragsplätze. Und dem echten Kirchenfunk gehören davon nur vier Stück.
 
Noch eine abschließende Frage an die Runde:
Ist etwas schon nach außen gesickert, wer Wolfgang Heim(wird wohl demnächst in Ruhestand gehen....) nachfolgen könnte?
Kristian Thees wäre die ideale Besetzung als Nachfolger von Wolfgang Heim. In seinem sonntäglichen Talk mit Thees beweist Thees regelmäßig, dass er mit Leuten talken kann. Vielleicht würde mit ihm die Auswahl der Gäste auch wieder etwas interessanter und abwechslungsreicher. Außerdem gäbe es, wie ich bereits in einem vorherigen Posting geschrieben habe, mit Thees neue Optionen für die Gestaltung des Samstag vormittags. Hoffe sehr, dass SWR1 ihn von Baden-Baden nach Stuttgart holt.
 
Die heutige Ausgabe von Schmidts Samstag war in meinen Augen nur noch eine leere Hülle dessen, was diese Sendung einmal war. Ein paar besondere Musiktitel (etwa von Joe Jackson), viel Durchschnitt und leider auch oft Chartmist (Rita Ora etc.). S. Anhalt moderierte launig wie immer, mit wenigen kurzen Bemerkungen zu den Songs (aber Musikjournalismus ist ja laut Radioszene-Interview mit Ulli Wenger/BR für die meisten Hörer übrig ...).

Reportagen aus dem Ländle, Eigenwerbung mit Bastian Schneeberger, Beethoven 250 (ok) - viel mehr war nicht. Der Humor und die Leichtigkeit der Rubriken unter Schmidt ist mit ihm untergegangen (vom Fahrstuhl des Grauens, dem Disco-Knaller namens Schmidts Katz, dem Archiv-Dino bis zu Hausmeister Heinz: Forever gone.

Ich fand es lange in Ordnung, die Sendung in memoriam Thomas Schmidt so zu belassen und zu benennen, aber nun glaube ich auch, dass es Zeit wird, den Realitäten ins Auge zu blicken die da heissen: Auch am Samstagvormittag ist Durchhör-Musik mit Chart-Erkennungswert und Info-Radio vorgegeben. Was das bei mir selber auslöst ist: Leisedrehen statt zuhören und nach dem soundsovielten Charthit ausschalten. Sorry.
 
Widerspruch, Mr. Pianoman,
man kann durchaus anderer Meinung sein, aber wir als Hörer sollten froh sein, dass es in der heutigen Radiolandschaft diese Sendung überhaupt (noch)gibt.

Thomas Schmidt hat im Sender über Jahrzehnte und insbesondere in den letzten Jahren durch seine wöchentliche Sendung tiefe, fruchtbare Spuren hinterlassen.
Die kann doch keiner stellvertretend ausfüllen, das ist doch klar, muss doch auch nicht sein.

Wichtig ist, dass der Geist und die Idee hinter dem Format erkennbar bleibt, was es m. M. nach, immer noch im Vergleich mit anderen Sendern, wohltuend tut.

Heute gab es durchaus wieder Perlen die für Gänsehaut-Momente gesorgt haben dürften(erwähnt sei hier der live gespielte Titel der Stones„Memory-Motel“, oder der wunderbare Titel von Supertramp“Lord is it mine“
Natürlich sind die Beiträge und (skurrilen) Geschichten( die es leider immer weniger gibt)
verbesserungswürdig, nach neuem „schreien“ist aber immer einfach.
Ich freue mich nach wie vor auf Schmidts Samstag und hoffe, dass das Licht noch lange nicht ausgeblasen wird.
 
Wichtig ist, dass der Geist und die Idee hinter dem Format erkennbar bleibt, was es m. M. nach, immer noch im Vergleich mit anderen Sendern, wohltuend tut.
Hier muss ich widersprechen! Nicht mal ein Hauch des Geistes weht in den aktuellen Ausgaben von "Schmidt´s Samstag". Beispiel: Mittlerweile wird diese Sendung einfach von zu vielen Moderatoren gefahren: Anhalt, Lege, Neelmeier, Orner! Tut mir leid aber so verwässert man ein Konzept vollständig. Besser wäre max. zwei Moderatoren wovon einer die meiste Zeit die Sendung fährt.

Zu den Rubriken: das wäre auch nett wenn man gelegtlich sich an die Ursprünge der Sendung erinnern möge (Aufzug des Grauens). Wenn ich es mal richtig verstanden habe wollte Thomas Schmidt eine modernere Forführung des "Samstags-Magezins" (Südfunk 1) schaffen, was ihm sehr gut gelungen ist.

Falls ich die Sendung mal höre finde ich, dass dieser Geist, wenn überhaupt, in Spurenelementen wieder zu finden ist.

Vielleicht wäre mittel- bzw. langfristig doch besser diese Sendestrecke neu zu gestalten. Manchmal entwickeln sich die Dinge dann doch anders wie sie sich vorstellt.
 
Einverstanden, Lecorbusier. Es gibt nach wie vor Perlen (die genannte Supertramp-Nummer z.B.) und es ist immer noch vergleichsweise ein Genuß, wenn man mal nicht das sonstige SWR1 BW-Musik-Tagesprogramm hört. Aber wie Radiofreak01 auch bemerkt, wird das Gesamtkonzept immer ausgedünnter und das Moderatorenroulette tut der Sache auch nicht gut. Wobei ich mich bei Ingo Lege inzwischen am wohlsten fühle - ohne seinen Kollegen Neelmeier zu vergessen.

Ich vermisse nach wie vor die Leichtigkeit der Beiträge, denn auch darum ging es meines Wissens Thomas Schmidt (Interview mit Wolfgang Heim vor dem Start der Sendung). Dass TS nicht zu ersetzen ist, versteht sich von selbst. Wir werden sehen, was sie aus dem Wochenende machen, wenn dann auch in der Leute-Sendung der Wechsel ansteht. Möglicherweise passiert aber auch - nichts ...
 
Mit seinen Immergutelaunetitelchen sorgt der Sender schon dafür, dass man
die "Bad News" auch gleich wieder vergisst. Ist das nicht toll?
Wenn's nur so wäre. "The Chain" von Fleetwood Mac finde ich z.B. furchtbar deprimierend. Guter Song, keine Frage, aber momentan viel zu häufig eingesetzt. Und da gibt es noch viel mehr Stücke aus der Kategorie.
 
Das ist zweifellos richtig - SWR1 (BW) ist immer noch ein professionell gemachtes Infoprogramm. Und das auch von mir gerne alternativ gehörte Schwarzwaldradio kocht meistens auch nur mit Wasser. Es gibt dort Musikstrecken mit "Größten Hits aller Zeiten", dort eben "Classic Hits und Super Oldies", die genau so auch auf SWR1 dudeln könnten. Nur die Uwe Carsten Show hebt sich hervor. Aber da sind unsere Stuttgarter Freunde ja auch aufgewacht und präsentieren ab 20:05 Uhr Country, Deutschpop etc. - oder wieder mal ein Hitparädle. Man wird sehen, ob sie begreifen, dass beratergesteuerte Rotation nicht alles ist und Moderatoren wieder Ecken und Kanten zeigen sollten ...
 
Am Montag hat Nicole Köster den Techniker Werner Schmückle (hoffe, der Name stimmt so) verabschiedet, der wohl jahrzehntelang die "Leute"-Sendungen für SWR1 Ba-Wü betreut hat. :thumbsup:
Anschließend wurde für ihn der Song "Who says you can't go home" mit Bon Jovi & Jennifer Nettles gespielt.

Das fand ich eine nette und persönliche Geste, gerne öfter sowas!
 
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Und das auch von mir gerne alternativ gehörte Schwarzwaldradio kocht meistens auch nur mit Wasser. Es gibt dort Musikstrecken mit "Größten Hits aller Zeiten", dort eben "Classic Hits und Super Oldies", die genau so auch auf SWR1 dudeln könnten.
In Sachen Abwechslung kann SWR 1 dem Schwarzwaldradio leider nicht ansatzweise das Wasser reichen. Klar laufen im Schwarzwaldradio auch mal Dudelhits, aber dafür laufen bei SWR 1 im Tagesprogramm so gut keine oder nur sehr selten Überraschungen. Beim Schwarzwaldradio findet man die aber mehrmals in der Stunde. Das ist der große Unterschied.
 
Klar laufen im Schwarzwaldradio auch mal Dudelhits, aber dafür laufen bei SWR 1 im Tagesprogramm so gut keine oder nur sehr selten Überraschungen. Beim Schwarzwaldradio findet man die aber mehrmals in der Stunde. Das ist der große Unterschied.
Das ist allerdings richtig, Tweety. Ich habe heute viel SW-Radio gehört und die Perlen sind wesentlich häufiger als bei SWR1 BW, wo sie inzwischen auf ca. 1 pro Stunde reduziert wurden. Das war aber nicht immer so; ich erinnere mich da an meine SWR1 BW-Anfangszeit Mitte der 00er-Jahre. Der Mut zu seltenen Titeln oder selten gespielten Titeln bekannter Interpreten hat dann kontinuierlich abgenommen :confused:.

Auch damals schon liefen übrigens manche Titel überproportional häufig, ohne hierzulande ein grosser Hit gewesen zu sein. Zum Beispiel: A Horse With No Name/America. Den haben sie jahrelang rauf und runter gespielt, als ob er gerade europaweit in den Charts wäre. Irgendwann dachte ich, dass das wohl der Lieblingssong des Musikchefs sein muss. Da aber nicht nur dieser Titel von America in Schmidts Samstag lief, bin ich mir im Nachhinein nicht mehr so sicher, ob nicht Schmidtie statt Jogi Rathfelder der America-Fan war :cool:.
 
Am Montag hat Nicole Köster den Techniker Werner Schmückle (hoffe, der Name stimmt so) verabschiedet, der wohl jahrzehntelang die "Leute"-Sendungen für SWR1 Ba-Wü betreut hat. :thumbsup:
Anschließend wurde für ihn der Song "Who says you can't go home" mit Bon Jovi & Jennifer Nettles gespielt.
Und anschliessend kam Another night (without you) Aretha Franklin, was das wohl zu bedeuten hat?:p
 
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