Todesfahrt über Berliner Weihnachtsmarkt


#53
Interessant... Amri wird in Sesto San Giovanni (..) erschossen. Cinisello Balsamo liegt nur einen Steinwurf entfernt. ...
Immerhin herrscht in Frankreich noch erhöhter Ausnahmezustand nach deren Attentaten .....
.... und vielleicht gibt es da eine Verbindung.

Attentäter erwartungsgemäß erschossen (von einem "Beamten auf Probe"), nachdem der schnell noch "Allahu Akbar" rufen konnte. Die "Helden von Mailand" werden gefeiert, wichtigster Zeuge tot, Aufklärung fraglich. Und jetzt wird jeden Tag eine neue Sau durch's Dorf getrieben um die Geschichte für die Öffentlichkeit passend zu machen.

Nachdem das Helden-Epos mit Bundesverdienstkreuz für den polnischen LKW-Fahrer so richtig schön angelaufen war meldet nun das "Bundesnachrichtenblatt" BILD: ... und die Lei(d)medien (RBB, Zeit und Co) verbreiten in bester Papageienmanier das neueste Gezwitscher.

Wie ich unter #21 schon gemutmaßt habe hätte man aus einem Kampf im Führerhaus auch einen Kollateralschaden ableiten können. Zur Unterstützung des Ausweis-Fundes (über den sich nicht wenige wunderten) wurde schnell noch ein Fingerabdruck nachgeschoben.

Pardon, aber diese Geschichte wird immer blödsinniger. What is next?
 
#54
@Tonband : Wenn Du die nie bestätigte Meldung über Vermutungen (!) der Ermittler über einen Kampf im Führerhaus nicht von Anfang an für bare Münze genommen hättest, käme Dir die aktuelle Meldung der BILD auch nicht so blödsinnig vor.
 
#55
Und wieder die Frage: Woher bezieht BILD eigentlich immer diese exklusiven Vorabinformationen ? (wie z.B. zu 4U9525)
Ist das Obduktionsergebnis eigentlich schon offiziell bestätigt worden?

@Beyme, wenn Du mein Posting etwas sorfältiger gelesen hättest wärest Du nicht zu dieser Fehlinterpretation gekommen. Wurde die BILD-Meldung eigentlich schon bestätigt?

Gerade wenn der Pole schon tot war bleibt die Frage offen:
  • Warum ist der todesmutige "IS-Attentäter" mit dem 40-Tonner nicht einfach mit Vollgas geradeaus durch die gesamte Budenstraße gefahren, wenn er maximalen Schaden anrichten wollte?
Nächste Frage: Kantstraße ? [1] [2]
  • Warum nimmt er dazu nicht den schnellsten Weg von Moabit, schwungvoll über die Hardenbergstraße ?
__________________
[1] Berliner Zeitung, 20.Dezember 2016: "Der Lkw kam aus der Kantstraße"
[2] Die Zeit, 23.Dezember 2016, 8 Uhr "Was wir sicher wissen: Er fuhr von der Kantstraße kommend in die Einfahrt des Weihnachtsmarkts und dann 60 bis 80 Meter quer durch eine Gasse zwischen den Marktbuden hindurch .."
Aus Sicht der Sicherheitsbehörden ist es nicht besonders schmeichelhaft, wenn ein aktenkundiger Gefährder nach dem Ende einer monatelangen Observierung einen Anschlag begeht. ...
Dafür werden die dann aber belohnt: "... deutlich mehr Befugnissen für Polizei und Verfassungsschutz "
 
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#57
Da ist sicherlich was dran. Wobei Deutschland sich da ja zum Glück eher zurückgehalten hat.

Aber nicht mit Waffenexporten. Da sind wir weltweit an 3. Stelle...

@Tonband Die "Bild" lässt gerne mal Geld für Exklusivinformationen springen. Oder aber man schnappt irgendwo einen Informationshappen auf und bläst den dann groß auf. Es ist scheinbar nicht verboten, Fakten zu verdrehen oder zu erfinden.

Die Diskussionen, dem polnischen LKW-Fahrer das Verdienstkreuz posthum zu geben halte ich für Unsinn, ebenso ihn auf den Heldenthron zu stellen. Ich vermute, der wurde schon beim Kidnappen des LKW erschossen. Warum will ein Attentäter noch ewige Kilometer mit einem potentiellen Attentatsverhinderer herumfahren? Am Ende hat der Attentäter den größtmöglichen Kollateralschaden begangen und die Medien haben ihm seine Bühne gegeben.

Was sich wie genau im Führerhaus des LKW abspielte, werden wir wohl nie erfahren.

Grundsätzlich ist die Bereitschaft der Islamisten für ihr Tun zu sterben die größte Gefahr. Zudem werden sie schon ab dem Kindesalter mit Enthauptungen und Foltermethoden konfrontiert und dahingehend "abgerichtet".

Bedenklich ist auch die Tatsache, dass der deutsche Verfassungsschutz Moscheen mit Hasspredigern und Nähe zum IS lieber überwacht, statt zu schließen/verbieten. So hätte man angeblich eher die Kontrolle. Das stimmt aber nur bedingt: Der Verfassungsschutz registriert zwar die Besucher dieser Moscheen, bekommt aber eher wenig von dem mit, was im Inneren gepredigt wird. Außerdem verhindern Gesetze schärfere Überwachungen von Internet- und Handykommunikationen.

Ich frage mich, wie lange wir uns diese Hypertoleranz noch leisten können. Jede größere Straftat, bei denen Asylanten beteiligt sind, spielt der AfD in die Hände. 2017 wird ein spannendes Wahljahr.
 
Zuletzt bearbeitet:
#58
Da ist sicherlich was dran. Wobei Deutschland sich da ja zum Glück eher zurückgehalten hat.
Jein. In Sachen Kriegstreiberei - ja. In Sachen Belieferung mit Material zur Kriegstreiberei - nein.
In Sachen Hilfsbereitschaft - oh ja.

In Syrien und Afghanistan wurden auch Fabriken betrieben, in denen Menschen ausgebeutet wurden, insbesondere Kinder. Bangladesch war und ist ja nicht das einzige Land, in dem die Kleinen klein gehalten werden, indem man sie für Löhne ausschlachtet, die zum Leben nicht ausreichen. Terre des hommes berichtet auch davon, daß die Kinder, die jetzt in Syrien nicht mehr arbeiten können, weil sie dort fliehen mußten, in der Türkei eine neue Beschäftigung finden. Hat 'n Geschmäckle.
Schlimmer ist, daß auf die Mißernten, die in diesen Regionen in den letzten Jahren zu vermelden waren (an dieser Stelle bitte eine ausführliche Diskussion vorstellen rund um das Wort "Klimawandel", das laut Donald Trump nur ein Hirngespinst ist), nicht reagiert wurde. Hätte Der Westen™ darauf mit Hilfsmaßnahmen reagiert, hätten sich einige Einwohner dort nicht radikalisieren lassen, wäre eine stärkere Gegenwehr gegen den IS möglich gewesen, wären nicht so viele Flüchtlinge aufgebrochen.
Aber okay, mit dem Agieren tut man sich ja ohnehin häufig recht schwer ...

Gruß
Skywise
 
#60
Grundsätzlich ist die Bereitschaft der Islamisten für ihr Tun zu sterben die größte Gefahr. Zudem werden sie schon ab dem Kindesalter mit Enthauptungen und Foltermethoden konfrontiert und dahingehend "abgerichtet".
Der Attentäter hatte laut Information seiner Familie nichts mit Religion am Hut, sondern wurde offenkundig erst in Italien radikalisiert.
Meine Vermutung geht in die Richtung, daß man ihn dort empfänglich gemacht hat, aber hierzulande muß die Geschichte weitergegangen sein. Wenn man jemanden in ein solches Netzwerk eingebunden hat, wird man ihn bestimmt nicht mehr frei laufen lassen. Wo genau der letzte Schritt vollzogen wurde, der ihn zu der Tat motiviert hat, findet man hoffentlich doch noch irgendwie raus.

Bedenklich ist auch die Tatsache, dass der deutsche Verfassungsschutz Moscheen mit Hasspredigern und Nähe zum IS lieber überwacht, statt zu schließen/verbieten. So hätte man angeblich eher die Kontrolle. Das stimmt aber nur bedingt: Der Verfassungsschutz registriert zwar die Besucher dieser Moscheen, bekommt aber eher wenig von dem mit, was im Inneren gepredigt wird.
Jo. Nur. Wie definiert sich "Nähe zum IS"?
Oder anders gesagt: wenn ein Motorradclub gewalttätige Mitglieder hat - ist das immer gleich ein Grund, den Laden zu schließen? Für mich käme es bei der Entscheidung darauf an, von wo die Gewalt ausgeht, also: von einzelnen Mitgliedern, die innerhalb des Vereins isoliert sind, ob da im Hinterzimmer ohne Wissen des Vorstands Wetten darüber abgeschlossen werden, wer am Wochenende das meiste Blut vergießt, oder ob da der Vorstand das Maß aller Dinge ist.
Erschwerend kommt hinzu, daß die Ermittler ihre Einschätzung irgendwie begründen und belegen müssen, bevor da jemand mit dem großen Vorhängeschloß kommt.

Ich frage mich, wie lange wir uns diese Hypertoleranz noch leisten können. Jede größere Straftat, bei denen Asylanten beteiligt sind, spielt der AfD in die Hände.
Nicht, wenn die AfD sich weiterhin so naßforsch zu Wort meldet wie beim Berliner Attentat. Gut, das werden sie noch lernen ...
Umgekehrt - eine geringere Toleranz spielt der AfD auch in die Hände, denn dann werden sie lauthals jubeln und mehr davon fordern. Und der dicke Mensch auf der Straße denkt sich dann "Richtig so! Geht doch! Hätte man gleich machen müssen! Nächstes Mal AfD!"
*schulterzuck*

Derzeit gehe ich davon aus, daß die Hypertoleranz, die die AfD so anprangert, mehr oder weniger das einzige Mittel ist, das gegen die AfD hilft. Das funktioniert aber nur dann, wenn mehr positive Eindrücke oder Ereignisse mit Asylanten/Flüchtlingen entstehen. Und das bedeutet auch: mehr Einblick in ihre Situation. Und mehr Engagement von privater Seite. Um mit dem österreichischen Philosophen Wolfgang Ambros zu sprechen: "aber mach' das mal wem klar ..."

2017 wird ein spannendes Wahljahr.
Oh! Ja!

Gruß
Skywise
 
#61
Der Attentäter hatte laut Information seiner Familie nichts mit Religion am Hut, sondern wurde offenkundig erst in Italien radikalisiert.
Skywise, diese Deine Aussage und Meinung halte ich für nicht belegbar.
Amri stammt Oueslatia nicht weit entfernt von Kairouan.
Die gesamte Gegend dieses Gouvernorats gilt als Hochburg des Salafismus.
Genau aus dieser Gegend stammen die meisten tunesische Männer, die sich dem IS angeschlossen haben.
Dass seine Familie behauptet, er hätte mit der Religion nichts am Hut gehabt, halte ich für nicht glaubwürdig, außerdem hätte ich gerne auch mal eine tunesische Quelle, um diese Aussage zu überprüfen.

Übrigens wird der Salafismus in Tunesien nicht nur geduldet, er wird von Teilen der momentanen Regierung ganz offen unterstützt und gefördert. Eine starke konservative islamische Strömung spiegelt sich in der Ennadha wider.

Alle Tunesier die ich im Laufe der letzten 25 Jahre kennen gelernt habe, versuchen den Islam zu leben.
Kein Einziger hat sich mir gegenüber von Al-Quaida oder Daesh distanziert.

Und ausgerechnet Amri hatte mit der Religion nichts am Hut?

2Stain
 
#62
#63
Skywise, diese Deine Aussage und Meinung halte ich für nicht belegbar.
Amri stammt Oueslatia nicht weit entfernt von Kairouan.
Die gesamte Gegend dieses Gouvernorats gilt als Hochburg des Salafismus.
Genau aus dieser Gegend stammen die meisten tunesische Männer, die sich dem IS angeschlossen haben.
"Nicht belegbar" - stimmt. Das ist die Aussage seiner Familie. Ob sie die Wahrheit sagt, kann ich nicht wissen.
Ob Anis Amri seiner Familie in dieser Hinsicht was vorgegaukelt hat, ebenso wenig.
Allerdings ist die Familie während des Arabischen Frühlings geflohen oder kurze Zeit danach; zur Hochburg der Salafisten wurde Kairouan erst in dessen Zuge bzw. im Anschluß. Amri wurde nach seiner Flucht in Abwesenheit wegen Raubes verurteilt, insofern gehe ich davon aus, daß er sehr wohl einen Grund hatte, sich einen neuen Aufenthaltsort zu suchen, aber eigentlich würde ich darauf tippen, daß er das ohne seine Familie als Anhängsel besser hinbekommen hätte. Ich halte das zumindest für ein Indiz dafür, daß wenigstens ein Teil der Familie ebenfalls mit der dortigen Entwicklung nicht einverstanden war, auch wenn ich über die weiteren Hintergründe nichts weiß.

außerdem hätte ich gerne auch mal eine tunesische Quelle, um diese Aussage zu überprüfen.
Nichts dagegen.

Alle Tunesier die ich im Laufe der letzten 25 Jahre kennen gelernt habe, versuchen den Islam zu leben.
Kein Einziger hat sich mir gegenüber von Al-Quaida oder Daesh distanziert.

Und ausgerechnet Amri hatte mit der Religion nichts am Hut?
Du meinst, weil sich Dir gegenüber kein einziger Tunesier von Al-Qaida oder Daesh distanziert hat, muß ausgerechnet Amri ein Islamist gewesen sein, als er das Land verließ?

Gruß
Skywise
 
#65
Ich frage mich schon: Was muss man für eine Kindheit gehabt haben, was muss man für Eltern gehabt haben, wie muss die Erziehung gewesen sein, wie muss die Jugend gewesen sein, welche Werte muss man vermittelt bekommen haben, dass man bereit ist, mit 23 Jahren einen LKW zu kindnappen und damit über einen Weihnachtsmarkt zu fahren, in der vollen Absicht, möglichst viele Menschen, die man nicht kennt und die einem nie etwas getan haben, in den Tod zu reißen. Darf ich es wagen, denn Ausdruck "vollkommen geistesgestört" in den Mund zu nehmen?
 
#68
#69
Ich frage mich schon: Was muss man für eine Kindheit gehabt haben, was muss man für Eltern gehabt haben, wie muss die Erziehung gewesen sein, wie muss die Jugend gewesen sein, welche Werte muss man vermittelt bekommen haben
Wenn man ab dem Kindesalter teilweise stark muslimisch und antiwestlich erzogen wird, kann das dann so enden. Und so wurden viele erzogen, die in Massen gen Westen/Deutschland gezogen sind. Und glaube nicht, dass gerade die jungen Männer davon ihre Haltung und Denke an der deutschen Grenze ablegen. Sie werden plötzlich mit weiblicher Freizügigkeit konfrontiert, die sie vorher evtl. nur von Bildern kannten. Hinzu kommt noch die tägliche Langeweile und Ablehnung der Bevölkerung, die junge Typen in die Arme des IS treiben. In Deutschland sind Retter und Helfer Helden, unter den Extremisten sind es die jenigen, die möglichst viele "Ungläubige" in den Tod reißen und sich selbst, gerne auch auf christlichen Veranstaltungen, um die Symbolkraft zu erhöhen. Im Vergleich lasche deutsche Gesetze tun den Rest.

Und jetzt werden eiligst viele Überwachungskameras an markanten Punkten angebracht, auch am Domplatz in Köln. Daran erkennt man die Machtlosigkeit des Staates. Kameras werden keine dieser Vergehen verhindern. Mehr Polizei soll vor Ort sein, aber woher sollen die alle kommen? Bzw. an welchen anderen Stellen fehlen sie dann?

Wird die "Bild" vielleicht den Bordcomputer des Lkw für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen? Denn der hat eine automatische Bremsung ausgeführt. :p
 
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#70
Die Welt, 22.12.1016: "Veröffentlicht wurde der Tweet um 22.16 Uhr, ..." - Klickt man aber den Link an erscheint folgendes im Tweet: "13:16 - 19. Dez. 2016" - Wie ist das nun wieder zu erklären @Heinzgen ?
Ich bin zwar nicht Heinzgen, aber ruf den Tweet mal von unterschiedlichen Endgeräten aus auf. Meist wird dann auch die korrekte Ortszeit 22:16 angezeigt. Wenn man über andere Serverwege zugreift, wird gelegentlich die Uhrzeit der Twitterzentrale verwendet. Nach San Francisco sind es neun Stunden Zeitverschiebung.
 
#71
...Und jetzt werden eiligst viele Überwachungskameras an markanten Punkten angebracht, auch am Domplatz in Köln. Daran erkennt man die Machtlosigkeit des Staates. Kameras werden keine dieser Vergehen verhindern...
Das ist auch eine Behauptung, die leider ungeprüft und nicht belegbar immer wieder gerne benutzt wird.
Selbst wenn Überwachungskameras keine Verbrechen verhindern sollten, so ist ein möglicher Täter leichter zu identifizieren und zu erkennen, als wenn keine Kamera dagewesen wäre. Die Fälle in der U-Bahn in München und Berlin haben es ja gezeigt.

Aber zum Versagen des Staates und seiner Organe:
sollte diese Meldung des WDR stimmen, dann gute Nacht.
Ein potentieller Gefährder läuft frei herum, wird überwacht und trotz bekannter Gewalttätigkeit des Mannes wird Amri falsch eingeschätzt.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Amri einen Anschlag plant, wurde negiert. Ich bin fassungslos. Die Behörden dürfen ihre Fehleinschätzung gerne den Hinterbliebenen der Opfer sagen - und zwar persönlich ins Gesicht.
Wenn sie Eier haben, die Behörden....

2Stain
 
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#72
BILD, 23.Dezember 2016 >Dashcam-Video eines anonymen Autofahrers< Der Moderator widerspricht dem "gesicherten" Zeit-Bericht. Der gezeigte LKW kommt offensichtlich aus der Hardenbergstraße.
Auch hier ist die BILD wieder ganz vorne dabei, wegen ihrer excellenten Verbindungen.
Wird die "Bild" vielleicht den Bordcomputer des Lkw für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen? Denn der hat eine automatische Bremsung ausgeführt. :p
... und dabei den LKW nach links gelenkt?

Was mich noch stark interessieren würde: Kann mir jemand eine Primärquelle nennen, dass IS-Attentäter Ausweis und Handy am Tatort zurücklassen müssen um danach alles zu unternehmen nicht erwischt zu werden?
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Da sind sie wieder, die berüchtigten Drei: Pleiten, Pech & Pannen ....
 
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#73
Was mich noch stark interessieren würde: Kann mir jemand eine Primärquelle nennen, dass IS-Attentäter Ausweis und Handy am Tatort zurücklassen müssen um danach alles zu unternehmen nicht erwischt zu werden?
Vom Handy war nicht die Rede.

Ich wäre aber dafür, das umgekehrt aufzuziehen. Die bisherigen Experten-Interviews zu diesem Thema klingen doch recht plausibel. Meiner Meinung nach sind jetzt diejenigen dran, die ins Blaue hinein rufen "da ist doch was faul", "jetzt wollen sie uns für dumm verkaufen", "mal wieder präsentiert uns unsere Regierung den Personalausweis".

Da erwarte ich mal eine klare Hypothese, wie der Ausweis denn sonst an den Tatort gekommen ist. Falls es sich um ein abgekartetes Spiel der Geheimdienste handelt und diese den Ausweis dort immer deponieren, haben wir mittlerweile genug Attentate, dass es viele viele Eingeweihte gibt. Dann hätte doch inzwischen IRGENDEIN Polizist, der den Tatort absichert, irgendein Behördenmitarbeiter geplaudert und gesagt: "ich habe gesehen, wie die Schlapphüte den Ausweis dort hin gelegt haben" oder auch "wir haben das Fahrzeug die ganze Zeit bewacht und kein Ermittler kam da raus mit einem Ausweis".

Kann mir jemand auch nur eine Sekundärquelle nennen, dass jemand anderes als der Attentäter Ausweispapiere am Tatort zurücklässt oder dass aus Ermittlerkreisen durchsickert, dass in Wahrheit gar kein Ausweis gefunden und die Öffentlichkeit belogen wurde?

Oder gibt es dafür einfach keine Quellen und das ist der Beweis, wie raffiniert diese Verschwörung ist? ^^
 
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#75
In Deutschland sind Retter und Helfer Helden, unter den Extremisten sind es die jenigen, die möglichst viele "Ungläubige" in den Tod reißen und sich selbst, gerne auch auf christlichen Veranstaltungen, um die Symbolkraft zu erhöhen.
Zu dumm nur, daß Christen und Juden laut Koran keine "Ungläubigen" sind.

Im Vergleich lasche deutsche Gesetze tun den Rest.
Die CDU/CSU würde gerne die Gesetze deutlicher anziehen. Die SPD gibt zu bedenken, daß bei einer härteren Gesetzeslage auch die Kollateralschäden größer wären. Bringt ja nix, wenn man den wenig religiösen Papa Achmed aus dem Supermarkt heraus verhaftet, weil er die gekaufte Reinigungsmittel-Kombination nicht nur für den Küchenboden und das Auto, sondern auch für Brandbomben benutzen könnte, und er daraufhin das Licht der deutschen Sonne nicht mehr zu sehen bekommt, weil er über Monate im Knast verschmachtet oder direkt wieder in seine Heimat abgeschoben wird.
Das Fingerspitzengefühl, eine goldene Mitte zu finden, bringt da wohl keiner auf. Die Lust, unmittelbar nach Erlassen des Gesetzes, eine Prozesswelle in Gang zu setzen, weil die Anwälte der Festgehaltenen und Abgeschobenen plötzlich wieder Morgenluft wittern, vermutlich auch nicht.
Und aus den Reihen der AfD und aus Teilen der Bevölkerung höre ich eine ganze Menge "Mit denen müßte man so und so verfahren! Aber nicht mit den anderen!", was grundsätzlich erstens dem Grundrecht "Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich" widerspricht und zweitens nach einer Willkür duftet, die der IS selbst praktiziert. Der entscheidet ja anscheinend auch nach Nasen- und Tagesform, wie man mit dem jeweiligen Gegenüber umgeht. Wenn eine solche Willkür in die Justiz einzieht, brauchen wir Deutschland und die Demokratie nicht mehr zu verteidigen, denn Willkür ausleben können wir unter dem IS besser.

Mehr Polizei soll vor Ort sein, aber woher sollen die alle kommen? Bzw. an welchen anderen Stellen fehlen sie dann?
Man könnte mal zur Abwechslung dafür sorgen, daß Polizisten ordentlich a) entlohnt und b) ausgestattet werden, damit der Beruf wieder attraktiv wird und sich auch mal ein paar Leute dort bewerben, die nicht in erster Linie von Idealismus getrieben werden. Und vor allem, daß nicht irgendwelche Vollhonks aus der Politik ihren Aktionismus dort ausleben, indem sie der Polizei einmalig, d. h. ohne Langzeitwirkung, mit einem Schwung Superman-Kostümen oder ähnlichem Firlefanz ausstatten.
Daß vor einigen Jahren Polizeistellen abgebaut wurden, halte ich für ein falsches Signal. Soweit mir bekannt, gibt es derzeit bei der Polizei (regional Rheinland-Pfalz) einige freie Stellen. Aber halt keine Bewerber. Und daß sich Landespolitiker für irgendwelche Einmal-Investitionen stark machen anstatt für ein paar vernünftige Personalkonzepte und eine Aufstockung des Tarifs, ist ebenfalls kein Ruhmesblatt.

Gruß
Skywise
 
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