UKW-Abschaltung in der Schweiz im Jahr 2024


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#1
Erstmals wird die Öffentlichkeit konkret über das bevorstehende UKW-Abschaltungszenario informiert. Demnach haben sich Behörden, SRG und Privatradios darauf einigen können, dass ein für alle Seite akzeptabler Zeitpunkt das Jahr 2024 ist. Bereits 2019 müssen die UKW-Konzessionen neu vergeben werden. Für Programme wie Energy ist dies ein Grund, bereits ab diesem Zeitpunkt bei der terrestrischen Verbreitung nur noch auf DAB+ zu setzen. Knackpunkt ist jedoch noch die Versorgung in allen Tunnels sowie die Aufschaltung von Verkehrsfunk und anderen Durchsagen. Ab sofort will man in der Schweiz jährlich bis zu 40 Tunnels mit dem neuen Digtalradio ausrüsten.
Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) ging bislang sehr vorsichtig mit solch’ bindenden Informationen um, doch nun hat sich die Radiobranche selbst einen Termin gesetzt. Sicherlich nicht zuletzt, weil die Parallelverbreitung über UKW und DAB+ den Sendern immense Kosten verursacht. DAB+ alleine kommt dann mit viel weniger Sendern aus und ist über das Ganze gesehen die preisgünstigere Technologie als UKW. Zudem bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für die Übertragung von zusätzlichen Daten und Bildern, welche momentan leider noch nicht ausgeschöpft wird. Gewichtigster Vorteil von DAB+ ist jedoch die viel grössere Vielfalt an Programmen, von welchen den Hörer profitieren kann.
Aktuell stehen bei der Weiterentwicklung von DAB+ in der Schweiz nun die Aufschaltung der SMC-Ensembles im Graubünden und im Wallis sowie die weiteren Aufschaltungen von Limus-Digris Inseln an.

Quelle: www.dab-swiss.ch und www.radioszene.de
 
#2
Ich persönlich finde: Natürlich fliesst bis ins Jahr 2024 noch viel Wasser den Rhein hinunter und in Sachen Technologie kann sich während dieser Zeit sehr viel verändern. Doch die “Mitspieler” haben sich darauf geeinigt, im terrestrischen Rundfunk auf DAB+ zu setzen. Mobile Applikationen bieten, wie bereits erwähnt, nicht die vom Gesetzgeber verlangte Versorgungssicherheit. Interessant wäre es nun jedoch zu wissen, wie die Digitalisierungspläne der kleineren Sender wie Radio Berner Oberland (BeO), Radio Munot, Radio Grischa, Radio Rottu Oberwallis (RRO) oder neo1 aussehen. Von all diesen Radios hat man bislang noch keine positiven DAB+ Signale empfangen. Roger Schawinski hingegen outete sich lautstark als DAB+ Gegner, versucht nun jedoch via Limus-Digris ins Geschäft zu kommen. Das ist natürlich auch ein Weg, besonders für Kostenbewusste. :) Es bleibt also spannend, in Sachen Digitalradio in der Schweiz!
 
#3
Ich denke, dass über Digris-Limus auch für die kleinen Lokalsender eine attraktive Möglichkeit für den DAB-Umstieg geschaffen wurde. Wenn ein Land innert zehn Jahren den Komplettumstieg schafft, dann ist es die Schweiz!
 
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#19
Ich persönlich finde: Natürlich fliesst bis ins Jahr 2024 noch viel Wasser den Rhein hinunter und in Sachen Technologie kann sich während dieser Zeit sehr viel verändern. Doch die “Mitspieler” haben sich darauf geeinigt, im terrestrischen Rundfunk auf DAB+ zu setzen. Mobile Applikationen bieten, wie bereits erwähnt, nicht die vom Gesetzgeber verlangte Versorgungssicherheit. Interessant wäre es nun jedoch zu wissen, wie die Digitalisierungspläne der kleineren Sender wie Radio Berner Oberland (BeO), Radio Munot, Radio Grischa, Radio Rottu Oberwallis (RRO) oder neo1 aussehen. Von all diesen Radios hat man bislang noch keine positiven DAB+ Signale empfangen. Roger Schawinski hingegen outete sich lautstark als DAB+ Gegner, versucht nun jedoch via Limus-Digris ins Geschäft zu kommen. Das ist natürlich auch ein Weg, besonders für Kostenbewusste. :) Es bleibt also spannend, in Sachen Digitalradio in der Schweiz!
Technologisch sehe ich keine Probleme. DAB ist in der Schweiz super ausgebaut und man kann sicher noch etliche DAB Ensembles aufschalten. Ich schätze sogar, dass neben den heutigen UKW Sendern auch etliche Internetsender Platz hätten.
Allerdings würde dann das Werbebudget, das sicher nicht viel größer wird auch unter mehr Sender aufgeteilt. Man weiss, wenn es inflationär große Angebot entsteht gehen die Preise ins Keller. Also wird nicht nur weniger pro Sender drinn sein, sondern insgesamt weniger.
Das wissen die Privatsender und fragen mit Recht, wie nun das Geschäftsmodell auszusehen hätte?
Staatsrundfunk interessiert das naturgemäß nicht.
 
#20
Die spinnen wohl!?!?
DAB klingt übelst. Wäre dann bei mir nur rauschen auf 101.5, 105.6, 95.4, 99.9 und 107.8 dann war's das wohl mit gutem Radio denn, bei mir über dab kann man die garnet empfangen, höre die nähmlich sehr gerne. Viel besser als der deutsche Einheitsbrei. Warum wird da nicht mit 100 kw gesendet wie in UKW, wäre viel besser als diese DAB 1-10 kw Funzeln. Ich kann mir gut vorstellen dass die noch andere Hörer ( auch ohne DAB gerät) in Deutschland haben, so wie der Säntis bei uns reinknallt.
 
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#21
Die müssen halt was an ihrer Technik tun. Ich habe fünf Jahre lang in einem schönen Dorf im Thurgau gelebt, oben im Schlafraum unterm Dach freier Blick auf den Säntis. Und trotzdem Probleme mit DAB. UKW funkte dagegen einwandfrei.
 
#22
Ist dann ukw doch besser? Um dab+ klang zu hören muss man nur seinen pc hochfahren und auf 'ner Radioseite den Sreamknopf drücken man braucht da kein Radio. Geht sogar mit voll empfang (Internet abhängig) und wenigstens so dass man's Radioprogramm komplett mitkriegt
 
#23
Was besser ist bestimmt die Anwendung.
Tatsächlich ist es völlig egal. Was unschön ist die Versuche mit Gewalt die "Digitalisation" durchzudrücken.
DAB-Enthusiasten meinen UKW behindert die Verbreitung von DAB und trotzdem machen "Simulcast" also exakt den gleichen Sendung auf DAB. Wozu soll man dann so ein Gerät kaufen wenn man schon alles hören kann?
Da wird erzählt Simulcast ist zu teuer, man muss sich unbedingt für eine der beiden entscheiden. Ja warum machen sie dann Simulcast?
Man erzählt es gibt zu wenig UKW Frequenzen für die Vielfalt der Programme auf UKW deshalb muss UKW abgeschaltet und DAB erzwungen werden. Auch blöde Argumentation, denn mit abschalten von UKW werden die Freqenzen nicht mehr und wenn man über DAB den selben Inhalt sendet, dan ist auch nichts gewonnen.
Tatsächlich wenn man guten UKW Empfang hat ist UKW überlegen. Hat man bei DAB schlechten Empfang hat man überhaupt kein Ton, insofern ja, es rauscht nicht sondern wird unhörbar ob man das Rauschen für den Inhalt tolerieren würde oder nicht, digital ist eben Nichts oder Alles.
Die Abschalterei kommt schlicht aus Konkurrenzgründen. Die Politik soll die unwillige Branche auf eine bestimmte Technologie einschwören. Das wurde aber ohne die Bevölkerung vereinbart. Deswegen sind die Abschaltszenarien europaweit gestorben. Zulezt ist Schweden abgesprungen. Die Deutschen (KEF) haben auch zurückgerudert, die ARD muss kein Termin mehr nennen, es wird endlos subventioniert. Damit ist der schweizer Termin auch gestorben, es sei denn die Politiker meinen besser zu wissen als der Restwelt. Die DAB-Clubs,Vereine,Gesellschaften werden natürlich weiter abschalten wollen, das ist ja eine verständliche Beissreflex nach 20 erfolglosen Jahren.
Das Angebot ist da. Wer will macht DAB. Wieso soll der Rest kein UKW machen dürfen? Wo gibt es ein Zusammenhang?
 
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#24
Tatsächlich wenn man guten UKW Empfang hat ist UKW überlegen. Hat man bei DAB schlechten Empfang hat man überhaupt kein Ton, insofern ja, es rauscht nicht sondern wird unhörbar ob man das Rauschen für den Inhalt tolerieren würde oder nicht, digital ist eben Nichts oder Alles.
Aha, also wenn man guten UKW-Empfang hat, ist dieser schlechtem DAB-Emfpang überlegen. Tolle Argumention. Schonmal darüber nachgedacht, dass UKW erst dann abgeschaltet wird, wenn eine komplette Versorgung von DAB+ gegeben ist? :rolleyes:
 
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#25
Aha, also wenn man guten UKW-Empfang hat, ist dieser schlechtem DAB-Emfpang überlegen.
Ach Vögelchen.. Nimm doch einfach nur den zweiten Satz:
Hat man bei DAB schlechten Empfang hat man überhaupt kein Ton
Damit dürfte der Sinn der Argumentation - auch für den eingefleischtesten DAB(+)-Fanatiker - offensichtlich werden. ODER, @Tweety?

Dass UKW erst "abgeschaltet" wird,
wenn eine komplette Versorgung von DAB+ gegeben ist
halte ich für ein Gerücht! - Zumindest in Deutschland. - Und auch in der Schweiz dürfte das nicht anders verlaufen. Das beste Beispiel hierfür bietet das "Überallfernsehen": DVB-T
 
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