Unitymedia schmeißt Deutschlandradios raus


Da mittlerweile auch über den Satelliten kein reines Studiosignal mehr kommt, sondern meistens nur noch das bereits durch den Limiter gejagte, komprimierte Signal, helfen dir auch die 320 kbps nicht wirklich. Es ist zwar klanglich zweifelsfrei immer noch besser als das DAB-Signal, weltbewegend ist es aber trotzdem nicht mehr.
Bei den Kulturwellen hat man ja noch guten bis sehr guten Klang. Des Rest ist ja eh austauschbar.

Irgendwo wurde es hier bereits vermekt, ab 2021 wird damit wohl vermutlich Schluß sein.
Ja, von mir selbst. Info aus ARD-Kreisen. Ich hoffe, dass da nicht das letzte Wort gesprochen ist. Es wäre verheerend, ein Rückschritt in eine Zeit, in der man nur Ortsempfang hochwertig hatte.
 
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Ich sags mal so: Da mittlerweile auch über den Satelliten Der Radiotransponder diente ja eigentlich eher der Signalzuführung und selbige ist per Datenhighway mittlerweile erheblich günstiger als per Sat.
Damit wäre ja der SAT-Radio-Hörer ein Unfall. Hoffen wir daß dies nicht so gesehen wird. Mein Eindruck: Es wird mehr genutzt als dies in den Statistiken wiedergegeben wird.
Hier bekäme der D-Radio-Hörer dann gleich die nächste Entwertung. Erst Kabel, dann ggf. nach dem Umstieg auch noch dieser Ü-Weg. 2021 ist durchaus ein Zeithorizont wo ich erwarten würde einen offiziellen Hinweis zu erhalten.
 

DOSORDIE

Gesperrter Benutzer
Naja Internet ist aber immer noch hochwertig machbar. Wer erzählt denn eigentlich als von 128 kbps? Es gibt doch von allen 3 Programmen auch eine 192 kbps Version, oder nicht?
 
Knallhart! - Mal klären, wer Koch oder Kellner ist!
Für DLF ist wenig schmerzhaft, wenn sie aus den Kabelnetzen gekickt werden. Also kein Grund zur Aufregung! - Uber die Ausspielwege "UKW" und "DAB" ... "Internet-Radio" bleibt DLF empfangbar. - Ganz nach: "Houston, wir haben ein Problem!" kann sich DLF entspannt zurück lehnen. WER hört Radio - speziell DLF - via Kabel???
 
Ja, von mir selbst. Info aus ARD-Kreisen. Ich hoffe, dass da nicht das letzte Wort gesprochen ist. Es wäre verheerend, ein Rückschritt in eine Zeit, in der man nur Ortsempfang hochwertig hatte.
Kurze fast-OT-Randbemerkung: nicht nur ein hochwertiger Ausstrahlungsweg entfiele, sondern auch der einzige (derzeit) der Mehrkanaltonübertragungen ermöglicht. Und DAS ist ein harter Rückschritt!
Auf der Produktionsseite wird fleissig in Mehrkanalton produziert und die Technik weiterentwickelt - und dann kann es niemand mehr hören? AUA!!
 
Hier bekäme der D-Radio-Hörer dann gleich die nächste Entwertung. Erst Kabel, dann ggf. nach dem Umstieg auch noch dieser Ü-Weg. 2021 ist durchaus ein Zeithorizont wo ich erwarten würde einen offiziellen Hinweis zu erhalten.
Im Editorial steht ja, dass man über Satellit sende. DRadio bleibt demnach hoffentlich erstmal dabei. Um die ca. 60 Programme der ARD müssen wir uns Sorgen machen. Da hängen nicht nur die Sat-Direkthörer dran, sondern auch die DVB-C-Hörer in vielen Kabelnetzen (u.a. in allen PYUR-Netzen und vielen Stadt-Netzen in regionaler Betreiberschaft mit in Summe auch Millionen angeschlossener Haushalte). Die dafür nötigen Geräte werden gerade massenhaft verkauft. Sollen die ab 2022 auch nur noch redigitalisieren lokalen UKW-Empfang aus den Kabelnetzen wiedergeben können?

Auf der Produktionsseite wird fleissig in Mehrkanalton produziert und die Technik weiterentwickelt - und dann kann es niemand mehr hören? AUA!!
Danke für die Info, dass man in den Mehrkanalbereich noch investiert. Gerade beim NDR war die AC3-Spur von NDR Kultur nur sporadisch aktiv und ist es inzwischen offenbar gar nicht mehr?

Der MDR hat seine Surround-Versuche via DAB eingestellt (was mich angesichts fehlender Endgeräte und erbärmlicher Datenraten nicht wundert und was auch kein Verlust ist bei einem System, das auf Henkelware und Mobilempfang getrimmt ist).

Und via IP war wohl nie irgendwas mit einem halbwegs verbreiteten Standard am Horizont zu erblicken.

WER hört Radio - speziell DLF - via Kabel???
Alleine in meinem Umfeld aus unterschiedlichen Bundesländern eine Menge Leute. Im städtischen Bereich vermutlich sogar die Mehrheit. Nicht jeder wohnt so, dass er guten UKW-Empfang mit ner Wurfantenne hätte. Und nicht jedem genügt der starke UKW-Ortsdudler.
 
Danke für die Info, dass man in den Mehrkanalbereich noch investiert. Gerade beim NDR war die AC3-Spur von NDR Kultur nur sporadisch aktiv und ist es inzwischen offenbar gar nicht mehr?

Der MDR hat seine Surround-Versuche via DAB eingestellt (was mich angesichts fehlender Endgeräte und erbärmlicher Datenraten nicht wundert und was auch kein Verlust ist bei einem System, das auf Henkelware und Mobilempfang getrimmt ist).
Es werden zumindest (klassische) Konzertaufnahmen durchaus in Mehrkanaltechnik aufgenommen, wobei ich das Verhältnis 5.1 : Stereo nicht beurteilen kann - andere Abteilung, anderer Standort.
Was davon tatsächlich in Mehrkanalton zur Ausstrahlung kommt, ist natürlich nochmal was anderes - und komischerweise bewirbt der NDR diesen Mehrwert beim Radio kaum bis garnicht. Ich wüsste ehrlicherweise keine (interne) Informationsquelle die mir verrät, welche Welle was wann in 5.1 sendet.
Dafür muss man sich anderer Internetquellen bedienen.

Letztes Jahr habe ich einen Tonmeister vom WDR kennengelernt, der betrachtet 5.1 für klassische Aufnahmen (für Rundfunk und den Tonträgermarkt) als Standard und nimmt alle Konzerte so auf - tief im Westen genießt Mehrkanalton offenbar eine höhere Wertschätzung. Und selbst wenn am Ende nur Stereo gewünscht wird - mikrofoniert wird eh "mehrkanalig" (selbst der simple Decca-Tree beinhaltet 3 Mikrofone und wirft schonmal ein echtes Center-Signal ab), der Mehraufwand ggü. Stereo ist sehr überschaubar.

Andere Ausstrahlungswege scheitern wohl daran, dass es, abgesehen von DVB-S Recievern, für die reine Radioanwendung keine etablierten Empfangsgeräte mit Surround-Decoder bzw. AC3-Stream am Ausgang gibt - die man dann auch noch mit z.B. einem IP-Stream füttern können müsste.
Standalone-Decoder gibt es im Consumerbereich keine, es muss dann halt ein AV-Reciever sein.
Abseits von AC3 über S/PDIF (elektrisch oder optisch) wüsste ich im Consumerbereich auch keine Schnittstelle dafür.

Immerhin forscht das Fraunhofer Institut weiterhin an hocheffizienten Audiocodecs für Mehrkanalton bei niedrigen Datenraten (<192kBit/s). Surround via DAB+ könnte also machbar werden - aber wenn es bisher schon an genug Datenrate für schnödes Stereo scheitert...

So langsam könnte das Thema Mehrkanal wohl einen eigenen Beitrag bekommen...
 
Danke @lg74 genau diese Quelle meinte ich auch. Etwas buggy, wenn man sich durch die Wellen klickt kommen uralte Programmvorschauen hervor - und man erfährt dass sogar 1live 2013 mal ein Surround-Hörspiel gesendet hat ;)

Soso, auf NDR Kultur aus technischen Gründen derzeit kein Surround...
Ich geh mich mal schämen Schade aber auch.
 
Im Editorial steht ja, dass man über Satellit sende. DRadio bleibt demnach hoffentlich erstmal dabei. Um die ca. 60 Programme der ARD müssen wir uns Sorgen machen. Da hängen nicht nur die Sat-Direkthörer dran, sondern auch die DVB-C-Hörer in vielen Kabelnetzen (u.a. in allen PYUR-Netzen und vielen Stadt-Netzen in regionaler Betreiberschaft mit in Summe auch Millionen angeschlossener Haushalte). Die dafür nötigen Geräte werden gerade massenhaft verkauft. Sollen die ab 2022 auch nur noch redigitalisieren lokalen UKW-Empfang aus den Kabelnetzen wiedergeben können?
Exakt! Vielleicht besteht darin die Hoffnung. UKW wurde bei KD abgeschaltet, dafür gibt es Radio via DVB-C. Es wurde von UKW dahin gewechselt, die Endgeräte sind günstig und viel günstiger vergleicht man mit einem UKW-Tuner. Möglicherweise wird dies unbeabsichtigt ein Stolperstein gegen eine Abschaltung eines Radio-Transponders als mp2. Hier wird vielleicht schlicht Masse gemacht.
Sicherlich ist mir auch bekannt daß die große KNB direkt per Glas angebunden werden und den Radiotransponder, das D-Radio läuft eh über das ZDF, vermutlich nicht mehr für die Zuführung benötigen...
 
:rolleyes: Welche Kodierung ist das denn?
Also ich bin' schon froh, wenn ich Stereo in guter Qualität bekommen kann. - Der über alle Digitalradiokanäle gesendete Stereoton ist bedauerlicherweise durch die UKW-Presse gegangen (Gibt's sowas im ac3 stream auch?). Der DLR bietet hier anscheinend die Ausnahme.
Guckstu hier:
https://www2.iis.fraunhofer.de/AAC/multichannel.html
Da sind sie bei 160kBit/s angelangt und schieben 5.1 durch.
Dass HE-AAC bisher genutzt wird um bei niedrigsten Bitraten akzeptable Klangqualität zu erreichen, muss ja die Anwendung bei deutlich höheren Datenraten nicht ausschließen.

Das Audioprocessing für die digitale Verbreitung ist je nach Anstalt und Welle ziemlich unterschiedlich, einige senden das MPX- und in der Audiobandbreite limitierte Signal, andere nicht.
Mit Mehrkanalton veranstaltet man sowas nicht, da die Dolby Metadaten Parameter enthalten die den Dynamikbaustein im Decoder beim Endkunden steuern.
Davon abgesehen sind Dolby E bzw. das Verbreitungsformat AC3 Datenströme, die man nicht durch Audioprozessoren schieben kann.
Wie genau eine parallele Ausstrahlung von Stereo (UKW) und 5.1 (DVB-S) technisch gelöst wird, weiss ich leider nicht - interessiert mich aber auch.

Um dezent den Bogen zum Thema zurück zu machen: sollte die Radioverbreitung via DVB-S abgeschaltet werden, wäre das ein ziemlicher Sargnagel für Mehrkanalton im Radio.
 
Ich versteh immer noch nicht warum der SWR sein Processing nicht an HE-AAC angepasst hat. Die 112kbps klingen mittlerweile fast wie die 88 vom MDR. Dabei könnten sie sogut sein wie die DRadios.
 
Vielleicht wird dann ja auch das ausfallfreudige Unitymedia-Internetz mal besser...
In "meinem" Kölner Internetradiosender wird seit dem letzten Ausfall drüber nachgedacht, sich eine zusätzliche Internetanbindung durch einen zweiten Provider legen zu lassen...
 
vielleicht bringt sie wenigstens die Deutschlandradios zurück.
Davon ist auszugehen, es gilt ja künftig auch in Ba-Wü, NRW und Hessen das weitaus günstigere Vodafone-Tarifmodell für FTA-Einspeisungen. An diesem Modell darf auch nach der Fusion nichts verändert werden, das ist eine der Auflagen für die Fusion.

Außerdem wird in den drei genannten Bundesländern wohl in Kürze das analoge Kabel-UKW abgeschaltet, die dort bisher verbreiteten Lokalradios werden im Gegenzug auf Wunsch der Veranstalter digital eingespeist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach wie schön (Ironie). Werden dann auch die digitalen Radioprogramme (DVB-C) im Unitymedia-Netz datenkomprimiert, so wie es schon jetzt im Vodafone-Netz üblich ist?

Das sind ja alles tolle Zukunftsprognosen: kein DLF mehr im Kabel, kein UKW mehr, kein hr2 Kultur mehr, das was noch auf DVB-C verbleibt wird dann wohlmöglich komprimiert...

Andererseits, Vodafone ist ja eine paneuropäische Firma, vielleicht könnte man den Astra-Transponder mit den französischen Radioprogrammen durchspeisen... Einfach mal um dem Kunden einen Mehrwert zu bieten und den europäischen Gedanken zu fördern, aber da mache ich mir keine Hoffnungen, trotz Werbeslogan: "Vodafone - make the most of now!" Ja..., ganz bestimmt... ;)
 
Zu welchem Zeitpunkt wird das sein?
Vodafone hat die UKW-Auskabelung bereits im März 2019 in allen 13 Bundesländern beendet. Bis Ende 2020 soll Unitymedia vollständig in den Vodafone-Konzern integriert und das Programmangebot angeglichen werden. Somit dürfte (spätestens) zu diesem Zeitpunkt auch in Ba-Wü, NRW und Hessen Schluss mit Kabel-UKW.

Das sind ja alles tolle Zukunftsprognosen: kein DLF mehr im Kabel, kein UKW mehr
Lieber ein komprimierter DLF bei Vodafone als gar kein DLF bei Unitymedia.
 
Hier hat letztens einer von Unitymedia angerufen und wollte mir deren tolles Internet fürs Geschäft andrehen. Ich liebe solche Anrufe sowieso...

"Sind Sie nicht der Saftladen, der uns hier letztens den Deutschlandfunk im Kabel abgedreht hat? Rufen sie wieder an, wenn er wieder aufgeschaltet ist. Schönen Tag noch."
 
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