Unterschriftensammlung ''Hände weg von den Spartenradios!''


#1
Im Vorwort der schweizerischen Musikzeitschrift Jazz'n'more & Blues'n'Roots bin ich auf folgende Unterschriftensammlung aufmerksam geworden: https://www.prospartenradio.ch/

Ich zitiere kurz von der Website, worum es geht:

Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats (KVF-NR) hat dem Bundesrat am 13.2.2017 eine Motion überreicht. Diese fordert eine Reduktion der Zahl SRG-Radio-Spartensender, die keinen eigentlichen Service public-Auftrag wahrnehmen. Im Vordergrund stehen namentlich Sender wie Radio Swiss Pop, Radio Swiss Classic, Radio Swiss Jazz, Radio SRF Virus, Radio SRF Musikwelle und Radio RTS Option Musique.



Mit einer Petition sollen die zuständigen Gremien im Bundeshaus gebeten werden, von einer Schliessung dieser Spartensender abzusehen.



Mit deiner Unterschrift (siehe oben) trägst du vielleicht dazu bei, dass unsere Stimme gehört wird. Danke!
Weil ich denke, dass diese Petition sehr vielen Usern dieses Forums aus dem Herzen spricht und ich zudem hier noch keinen Hinweis dazu gefunden habe, wollte ich es kurz erwähnen, falls das hier erlaubt ist. Als Nichtschweizer habe ich natürlich absout garnichts davon, jedenfalls nichts finanzielles, höchstens hörtechnisches und wusste bis eben auch noch garnichts von diesen Planungen. Also: Ich wollte euch nur informiert haben.

Ebenso kann hier gerne über die eventuelle Vielfalt oder Eintönigkeit der schweizerischen Radioszene diskutiert werden, über die ich selbst nicht so ganz im Bilde bin, weil ich vor allem wegen der Sprachbarriere eigentlich nie reinhöre. Schade eigentlich, ich weiß... Ich werde versuchen, es zu ändern.
 
#2
Als ich noch in der Schweiz war, und bei einem ansehnlichen Motorradhändler gearbeitet hab, da lief den ganzen Tag "Swiss Pop". Ich habe den Sender gehasst. Diese Dudelei war echt schlimm. Und sowieso mag ich kein unmoderiertes Programm.
 
#3
Na ja, also ich finde den Sender für einen Dudelsender recht angenehm. Zwar beschränkt sich der Wortanteil auf Ststionsansagen, aber es gibt kein dümmliches Gelaber über Gewinnspiele oder die strunzdumme Morgenshow. Da höre ich lieber Swiss Pop, als nur fünf Minuten einen Flachfunkdudler á la RPR, FFN, FFH, oder wie die alle heißen.
Selbst rete uno und Radio Rumantsch tu ich mir da 1000 mal lieber an, obwohl ich da kaum etwas verstehe. ;)
 
#5
Ich kenne einige dieser Schweizer Programme (bevorzugt Swiss Pop, aber auch Swiss Jazz) als UKW-Auskabelungen in diversen (ost)deutschen Kabelnetzen. Darauf angesprochen, warum eigentlich Swiss Pop, bekommt man mitunter heute noch Wehmut über das alte StarSat-Radio aus den 90er Jahren (DSR) zu hören. Es fehlte also offenbar ein wortfreier Pop-Dudler. Ob DAB das ändern kann?

Den Wert reiner Dudler geht für mich gegen Null. Kritisch wird es, wenn Musikkultur und -vielfalt entwortet und auf solche Kanäle ausgelagert werden. Wenn die Einstellung solcher Programme erwirkt wird, sollte ebenso erwirkt werden, dass die entsprechenden Genres in den Hauptprogrammen angemessen vertreten sind, z.B. in Form von abendlichen Spezialsendungen.
 
#6
Swiss Pop kann auf Dauer sehr langweilig werden, ein paar Tage ist der Sender zu ertragen. Doch was soll man über Virgin Radio sagen? Dieses Franchising hat schon andere gute Sender kaputt gemacht, Moderation hin oder her. Z. B.: Europe 2 in Frankreich oder Radio 21 in Rumänen. Virgin Radio war mal gut, als ein englischer Sender mit Russ Williams oder FX von Jeff Thomas.
 
#7
@Radiowaves ich sehe durchaus einen Wert in diesen Dudlern und höre sonntags vormittags beim Frühstück gern Swiss Jazz Radio. Ich beschreibe einfach mal die Situation: Wochenendbaustelle, noch kein DSL, weder UKW noch DAB+ bieten mir diese Musikrichtung - also bin ich froh, das ich das über das Handy in brauchbarer Qualität hören kann. Meine eigene Jazz-Sammlung auf dem Handy ist endlich. Wir genießen so Abwechslung und können sicher sein, das die Musikauswahl akzeptabel ist. In dieser Situation gefällt es mir, das es keine Moderation gibt. Ein solches Angebot sollte Musikjournalismus in den Hauptprogrammen trotzdem nicht ausschließen. Aber: lieber so ein Angebot - als gar keines, wie es bei einigen ARD-Anstalten leider der Fall ist, vor allem beim Mitteldoofen Rundfunk.
 
#8
Seit der Verbreitung des Webradioangebots ist der Sinn der Spartenradios kein Diskussionsthema mehr: es gibt sie, und man schätzt sie.
Die Spartenradios der SRG (Schweizer Radio) haben gegenüber den allermeisten Webradios aber den unschätzbaren Vorteil, dass man keine Werbung über sich ergehen lassen muss.
Zudem: Swiss Classic ist moderiert, Swiss Jazz teilweise auch.
 
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