Verweildauer am Stück?


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#1
Ihr könnt mir bestimmt helfen.
Laut letzter MA ist die durchschnittliche Verweildauer am Radio 259 Minuten. Das bezieht sich ja auf einen ganzen Tag. Mich interessiert aber die Verweildauer am Stück, die ja zwischen 20 und 30 Minuten liegt. Wie errechne ich mir jetzt diesen Wert, bzw. wo wird er angegeben oder veröffentlicht?

Grüße
Funky

PS: Ich bräuchte möglichst eine offizielle (Ard-Werbung, etc.) Quelle. Danke
 
#3
AW: Verweildauer am Stück??

Ich auch, deshalb war ich ja auch etwas verwirrt.

Also, in der MA2004II heißt es:

Radio hören im und außer Haus
Mo-So, Personen ab 14 J.

Weitester Hörerkreis: 94,6 Prozent
Hörer gestern in % 79,2
Dauer in Minuten: 196
Verweildauer in Minuten: 248 (also nicht 259)

Hmm, ich überlege gerade.
Wenn ich die 196 Minuten durch 7 Teile, komme ich auf 28 Minuten pro Tag. Das käme ja etwa hin. Allerdings ist das ja die Hördauer und nicht die Verweildauer. Ich blick nicht mehr durch...
 
#6
AW: Verweildauer am Stück??

Das ist in der Tat eine Frage, die ich auch schon lange habe: sind die 28 Minuten - oder was auch immer - ein Durchschnittswert, der sich aus den Leuten ergbit, die den ganzen Tag einen Sender hören und denen, die schon nach wenigen Minuten wieder weg schalten, oder ist das der Wert mit der höchsten Fallzahl - also die meisten Personen hören 28 Minuten? (ich vermute mal ersteres, sonst würden ja nicht so krumme Zahlen raus kommen)

Daraus ergibt sich aber die Frage: ist die Abstimmung des Programms auf 20-30 Minuten nicht vielleicht quattsch, weil dies nur ein statistischer Wert ist und die meisten Hörer entweder viel länger oder aber kürzer reinhören?
 
#7
AW: Verweildauer am Stück??

Wenn die ganzen privaten Programme sich auf Hörer mit kurzer Verweildauer konzentrieren, wäre es dann nicht eine Riesenmarktlücke, einen Sender mit großer Rotation für die große, lange Verweildauer zu gründen?
 
#8
AW: Verweildauer am Stück??

Hördauer
Die Hördauer gibt an, wieviele Minuten
zum Radiohören pro Bundesbürger im
Durchschnitt aufgewendet werden. Sie
wird für jeden Sender gebildet aus der
Summe der gehörten Viertelstunden (in
Minuten) des Senders dividiert durch die
Gesamtzahl aller Befragten, d.h. in diese
Rechnung gehen sowohl die Hörer als
auch die Nicht-Hörer ein.

Verweildauer
Im Gegensatz zur Hördauer gibt die
Verweildauer an, wie lange ein Hörer
eines Senders im Durchschnitt den
betreffenden Sender hört, d.h. mit welcher
Ausdauer ein Sender von seinen
Hörern gehört wird. Sie errechnet sich
aus der Summe der gehörten Viertelstunden
des Senders (in Minuten) dividiert
durch die Anzahl der Hörer des
Senders, d.h. die Nicht-Hörer werden
nicht miteinbezogen.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse ag.ma
 
#9
AW: Verweildauer am Stück??

das ist bekannt, fischzüchter. allerdings hilft das bei der fragestellung nicht weiter. es geht darum, die diskrepanz zwischen der verweildauer von 248 minuten und den berühmten 20-30 minuten zu erklären, die ein hörer angeblich nur dran bleibt.

ein problem ist auch, daß die verweil-/hördauern ja nicht für jeden einzelnen sender (öffentlich) ausgewiesen werden – außerdem wahrscheinlich je nach programmsparte unterschiedlich sind.

vermutung: verweildauer bedeutet nicht am stück hören, sondern ist der durchschnitt über den ganzen tag. gehört wird dann am stück z.b. morgens 15 minuten, beim autofahren 20 minuten, auf der arbeit 3 stunden und nochmal beim heimfahren 30 minuten, macht summa summarum 245 minuten verweildauer. richtig?
 
#12
AW: Verweildauer am Stück?

wenn du die hördauer berechnen willst, dann müßte man das so machen. es gibt drei personen A, B und H. H = hörer des senders mit oben beschriebenen hörverhalten von insgesamt 245 minuten "hörzeit", verteilt auf 4 abschnitte mit pausen dazwischen. A und B haben eine "hörzeit" von 0 minuten, sind also nicht-hörer. die hördauer ist dann für den sender 245/3 = 82 minuten.

aber: welchen aussagewert hat die hördauer überhaupt? sie müßte sich doch proportional zu den "hörern gestern" bewegen, je weniger hörer ein sender hat, desto niedriger wird auch die hördauer. wichtig ist doch für die programmgestaltung, wie lange die wenigen hörer denn dranbleiben.
 
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