Vieles neu beim rbb (Radio) 2019


Der rbb hat es zur Zeit schwer, die Zahlen von Fritz, Radio Berlin und dem Fernsehen waren nicht so toll. Ein öffentlich rechtlicher Sender ist eigentlich garnicht abhängig von Quoten, die Finazierung ist gesichert und er erfüllt seinen Auftrag gemäß Rundfunkstaatsvertrag. Jedoch ein Sender, der ignoriert wird, macht auch keinen Sinn. Von daher musste etwas passieren. Die Leute, die hier lesen und schreiben sind oft vom Fach und hören anders Radio. Sie repäsentieren aber nicht die breite Masse, wie mein Vorredner sehr richtig bemerkte. Die Masse hört aber gerne RTL oder BB Radio und nicht bewusst irgendwelche Musikspezials oder Reportagen. Der Hörer hat also schon gewählt. Alles was beim rbb jetzt abgeschafft wird war nicht erfolgreich. Deshalb sind die Änderungen notwendig. Ob sie auch richtig sind, entscheidet der Hörer. Die repräsentativen Zahlen kommen ...
 
Der rbb hat es zur Zeit schwer, die Zahlen von Fritz, Radio Berlin und dem Fernsehen waren nicht so toll. Ein öffentlich rechtlicher Sender ist eigentlich garnicht abhängig von Quoten, die Finazierung ist gesichert und er erfüllt seinen Auftrag gemäß Rundfunkstaatsvertrag. Jedoch ein Sender, der ignoriert wird, macht auch keinen Sinn. Von daher musste etwas passieren. Die Leute, die hier lesen und schreiben sind oft vom Fach und hören anders Radio. Sie repäsentieren aber nicht die breite Masse, wie mein Vorredner sehr richtig bemerkte. Die Masse hört aber gerne RTL oder BB Radio und nicht bewusst irgendwelche Musikspezials oder Reportagen. Der Hörer hat also schon gewählt. Alles was beim rbb jetzt abgeschafft wird war nicht erfolgreich. Deshalb sind die Änderungen notwendig. Ob sie auch richtig sind, entscheidet der Hörer. Die repräsentativen Zahlen kommen ...
Also der Logik folgend könnte der öffentlich-rechtliche Rundfunk zumindest im Radio auch gleich abgeschafft werden.
Das ganz wesentliche Problem ist doch, dass der rbb es sowohl bei Fritz als auch bei 88,8 nicht geschafft hat, rechtzeitig vernünftige neue Formen in der Informationsvermittlung zu schaffen. Alles was da im Augenblick passiert (der rbb scheint da aber keine Ausnahme; beim WDR gab's ja ähnliche Tendenzen) ist aus der Not heraus (sinkende Akzeptanz) geboren und zielt doch nur darauf, sich den Privaten anzunähern. Das Problem ist dann weniger das bisschen Musik unter den Nachrichten oder das (recht nervige und unverhältnismäßig laute) Trennergeräusch, sondern dass darüber hinaus zumindest bis 17 Uhr kaum noch was aus der Hauptstadt berichtet wird. Warum ich nun für ein derartiges Programm jeden Monat einen Beitrag zahlen soll, erschließt sich mir nicht. Dass ich den gesamten Vormittag gefühlt alle zehn Minuten von 80ern und 90ern gehört habe, die bei den Moderatoren Gänsehaut auslösen, ist mir das Geld jedenfalls nicht wert. Dann meinetwegen ein Werbeblock mehr und 3 Euro weniger im Monat.
 
Also der Logik folgend könnte der öffentlich-rechtliche Rundfunk zumindest im Radio auch gleich abgeschafft werden.
Wenn es soweit kommt, dass kein inhaltlicher Unterscheid mehr zwischen dem privaten und öffentlich rechtlichen Funk besteht, ja. Aber die Unterschiede sind ja im Rundfunkstaatsvertrag geregelt. Die Öffis haben klare Aufgaben.
 
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Die Öffis haben klare Aufgaben.
Die sie erst Recht nicht mehr erfüllen, wenn man das Programm inhaltlich weiter ausdünnt. Nichts anderes ist passiert. Und was heißt eigentlich, was nicht erfolgreich war wurde abgeschafft. Anhand von Fritz läßt sich problemlos das Gegenteil belegen, siehe "High Noon" oder "My Fritz". Beide Sendungen sind ohne jede Not im Rundfunk-Nirvana verschwunden.
 
Immer wenn ich durch die Republik reise, erfahre ich, wie sehr das jeweilige öffentlich-rechtliche Angebot im jeweiligen Land das prägt, was die Menschen vom Radio erwarten. Wenn ich mit Leuten aus der Hauptstadt rede, dann merke ich, wie wichtig Programme wie Fritz und Radio Eins sind, weil sie aufzeigen, wie Radio klingen kann, wenn man es es denn lässt, und dadurch für ein breiteres Verständnis sowohl für das Medium Radio als auch für die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sorgt. In Baden-Württemberg hingegen wird es beispielsweise als Selbstverständlichkeit wahrgenommen, dass Radio eben dudelt und auch gar nicht anders kann.

Ja, die Privatsender haben in Berlin einen hohen Marktanteil. Das ist bei der Fülle der Angebote und dem bisherigen relativen Fokus des RBB auf höherwertiges auch nicht anders zu erwarten. Aber wenn der RBB nun sein Alleinstellungsmerkmal aufgibt, um kurzfristig höhere Quoten einzufahren, werden die langfristigen Folgen, dass sich Leute insgesamt vom Radio und vom öffentlich-rechlichen Rundfunk abwenden, weit gravierender sein.
 
@Cha: Sehr schön auf den Punkt gebracht.
Alles was beim rbb jetzt abgeschafft wird war nicht erfolgreich. Deshalb sind die Änderungen notwendig. Ob sie auch richtig sind, entscheidet der Hörer. Die repräsentativen Zahlen kommen ...
Also wenn die (elendige) Quote nun ins Bodenlose gefallen wäre..., nein nicht mal dann. Wer schaut denn bei den Klassikwellen drauf? Und wieso geht man da eigentlich niedriger ran? Was glaubt man, ist Kultur? würde ein ehemaliger ORB Kanal jetzt fragen. Fakt ist, der RBB ist/war die letzte öffentlich rechtliche Rundfunkanstalt, bei der man sich als Gebührenzahler für Radioprogramme ernstgenommen fühlt(e). Vielfalt, Überraschungen, Brüche, all das, was sonst ausgemerzt wurde. Ich hab mir damals, 1995, glaube ich, wegen Fritz einen ADR Receiver gekauft, um eine Alternative zum furchtbaren MDR zu haben, um nicht durchzudrehen ob der zunehmenden Infantilität meines einst geliebten Mediums Radio.
Es ist mir schleierhaft, wie sich diese Beraterseuche in D so lange hält und immer wieder welche findet, die den Sch... abnicken. Privatradio bitte, bückt Euch für die Masse aber ÖR Radio - liefert gefälligst Qualität und Vielfalt. Und nein, die Änderungen sind nicht notwendig sondern ein erneuter, dümmlicher Versuch der Anbiederung an plumpen Massengeschmack. Dafür hat man aber schon Wellen, auch beim RBB. Ich verstehe es einfach nicht.
 
Das generelle Problem ist doch, das jede Änderung erstmal bemängelt wird. Dieses Geheule, früher war alles besser, zieht sich doch durch alle Bereiche. Ein typisch deutsches Problem. Fakt ist, will man mit der Zeit gehen, muss man mut zu Veränderungen haben. Ob diese Änderungen richtig sind, sei dahingestellt. Wer sagt denn, dass die Verantwortlichen nicht wieder aus dem Beraterzug aussteigen? Qualität und Vielfalt fand bisher auch beim ÖR dann statt, wenn die Privaten den Autopiloten drin hatten, am Abend. Dann stehen beim ÖR immer noch echte Menschen im Studio. Und es steht jedem frei, seine Meinung den Verantwortlichen beizubringen.
 
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Für mich hatte der rbb bereits als SFB verloren, spätestens bei der Abschaffung des "Kalenders der Berliner Hausfrau" in "Rund um die Berolina" .....

Ganz ehrlich Leute. Wollt die Retter des Radioabendlandes sein und heult lediglich alten Formaten hinterher. Romantiker wie Ihr waren bei Fritz und Co dafür verantwortlich, dass es jetzt so hart und drastisch kommen musste. Hätte man die Programme konsequent am Zeitgeist und mit Mut zur Kreativität weiterentwickelt, hätten wir ein deutsches BBC Radio 1 oder 2.
 
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Oh weh... Wenn das mit der Fluffisierung im Hörfunk nun selbst beim RBB angekommen ist, wird mir ganz Angst und bang um Radio Eins. Im letzten Medienmagazin war RBB-Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus zu Gast und fiel mir mit typischen Beraterphrasen negativ auf: "Ein gutes Programm muss sich ständig hinterfragen und verändern. Auch wir müssen mit der Zeit gehen. Wir versuchen, ein Programm für möglichst viele Hörerinnen und Hörer zu machen. Wir geben regelmäßig Marktforschungen in Auftrag und die haben ergeben, dass die meisten Brandenburgerinnen und Brandenburger bla blub..."
Ich habe jetzt das Medienmagazin nachgehört. Was ich beim NDR Gewächs Jan Schulte-Kellinghaus rausgehört habe: 88,8 soll die Massenpopwelle des RBB werden. Andere ARD Anstalten hätten sowas, als Beispiele nennt er NDR 2, SWR 3, oder Bayern 3. 88,8 soll die, bisher beim RBB nicht vorhandene, Formatradio-Alternative zu Radio1 werden. Der 88,8-Claim "80er, 90er, 100 % Berlin" wurde bewußt gewählt, obwohl er evtl. verbraucht, oder zu kommerziell klinge, damit jeder Hörer sofort merkt, was ihn erwartet.

Alles klar. Sehen wir es positiv. 88,8 könnte Quotendruck von Radio1, das erstmal? nicht angetastet wird, nehmen.
 
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88,8 könnte Quotendruck von Radio1, das erstmal? nicht angetastet wird, nehmen.
Viel schlimmer finde ich, dass man sich mit dem "Erfolg" von Radio 1 zufrieden gibt. Da fühlt man sich toll, weil dieses ach so alternative Programm seine Stellung im Markt behaupten kann, aber niemand scheint die Frage zu stellen, ob man durch mehr Disziplin seitens des Onair-Personals und bei der Musikplanung nicht noch erfolgreicher sein könnte, ohne dabei in irgendeiner Weise auf das "Besondere" zu verzichten.
 
Ganz ehrlich Leute. Wollt die Retter des Radioabendlandes sein und heult lediglich alten Formaten hinterher. Romantiker wie Ihr waren bei Fritz und Co dafür verantwortlich, dass es jetzt so hart und drastisch kommen musste. Hätte man die Programme konsequent am Zeitgeist und mit Mut zur Kreativität weiterentwickelt, hätten wir ein deutsches BBC Radio 1 oder 2.
Selten soviel dummes Zeug gelesen, denn das eine schließt das andere mitnichten aus. Gegen eine Programmreform hin zu facetten- und inhaltsreichen Programmen wie die BBC-Sender, hätte vermutlich niemand zu beanstanden gehabt. Dummerweise ist aber das Gegenteil der Fall, denn Programmreform im deutschen Radio heißt ja fast immer nur inhaltliche Ausdünnung und mehr Mainstreamgedudel. Und genau das ist bei 88.8 und Fritz jetzt passiert.
 
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ob Volker Wieprecht im Fernsehen noch etwas lockerer wird ? In der Samstags-Abendschau hatte ich mir schon gewünscht, er würde wieder Radio machen....

Tja, und ich konnte noch nie was mit Sarah Zerdick anfangen, warum Sie nun statt Andrea Vannahme auf einmal die Hauptausgabe der " Berliner Abendschau" moderiert, erschließt sich mir null!! Ist mir zu hoch, wieso 2 Radiomoderatoren - Zerdick und Wieprecht - nun auf einmal Fernsehen machen sollen!! Zudem war laut fb Frau Vannahme sehr beliebt bei vielen Zuschauern!
 
Fritz hat sich den Abstieg selbst zuzuschreiben. Der Sender ist inzwischen dermaßen politisch angehaucht, dass es ein Witz, dass er sich als "unabhängig" bezeichnet.
Sone Mischung aus TAZ und Grüner Jugend hat sich da breitgemacht und Feine Sahne Fischfilet sind ihre Maskottchen, wer auch sonst.
Dieses dauerhafte politisch korrekte Gender-Gelaber ist einfach nur noch unerträglich, passt aber zur "Aufgabe" der öffentlich Rechtlichen.
Das Schlimmste ist, dass man für die Erziehung auch noch Geld bezahlen MUSS!
Obwohl die Musik mit am abwechslungsreichsten ist, habe ich den Sender kürzlich komplett gelöscht, da solche Moderatoren wie Max, ich bekomme keinen Satz fehlerfrei hin, Ulrich mehr als fehl am Platz sind!
 
Oha, ein Wuthörer.

Fritz hat sich den Abstieg selbst zuzuschreiben. Der Sender ist inzwischen dermaßen politisch angehaucht, dass es ein Witz, dass er sich als "unabhängig" bezeichnet.
Sone Mischung aus TAZ und Grüner Jugend hat sich da breitgemacht und Feine Sahne Fischfilet sind ihre Maskottchen, wer auch sonst.
Dieses dauerhafte politisch korrekte Gender-Gelaber ist einfach nur noch unerträglich, passt aber zur "Aufgabe" der öffentlich Rechtlichen.
Das Schlimmste ist, dass man für die Erziehung auch noch Geld bezahlen MUSS!
Obwohl die Musik mit am abwechslungsreichsten ist, habe ich den Sender kürzlich komplett gelöscht, da solche Moderatoren wie Max, ich bekomme keinen Satz fehlerfrei hin, Ulrich mehr als fehl am Platz sind!
 
Das Schlimmste ist, dass man für die Erziehung auch noch Geld bezahlen MUSS!
Das schlimmste ist, dass diese für eine langfristig funktionierende und lebenswerte Gesellschaft nötige "Erziehung" schon seit Mitte der 90er Jahre auch bei den Öffis weitgehend einer "Bespaßung" gewichen ist. Wäre dem nicht so, hätten wir nicht heute im Osten des Landes bis zu 50% Menschen, die offenbar gewillt sind, dieses Land Schritt für Schritt in den nächsten Krieg zu treiben.

Ich möchte Radio hören und informiert werden, jedoch kann ich auf betreutes Denken verzichten!
Auf "Denken" sollte man generell verzichten. Die Realität wahrzunehmen und entsprechend an diese Realität angepasst zu handeln ist deutlich hilfreicher, wenn eine Spezies überleben will. Tiere können das meist, Menschen nicht - weil sie "denken".

Aber in Deutschland, dem Land der Dichter und Denker, ist da eh alles zu spät. Meine Nachbarn denken z.B. auch, dass der Mensch mit dem Klimawandel nichts zu tun hat. Oder denken, dass sie von islamistischen Messermördern umzingelt sind, die ihre blonden Enkelinnen entführen, grillen und verzehren. Dabei müssten sie nur rausgehen auf die Straße um zu sehen, dass das Schlimmste, was einem draußen begegnet, die Deutschen sind, die so denken wie sie selbst - und sich dann entsprechend verhalten.
 
Für mich hatte der rbb bereits als SFB verloren, spätestens bei der Abschaffung des "Kalenders der Berliner Hausfrau" in "Rund um die Berolina" .....

Ganz ehrlich Leute. Wollt die Retter des Radioabendlandes sein und heult lediglich alten Formaten hinterher. Romantiker wie Ihr waren bei Fritz und Co dafür verantwortlich, dass es jetzt so hart und drastisch kommen musste. Hätte man die Programme konsequent am Zeitgeist und mit Mut zur Kreativität weiterentwickelt, hätten wir ein deutsches BBC Radio 1 oder 2.
Beim Weiterentwickeln schmeißt die BBC aber auch nicht über Nacht ihre Kernkompetenzen über Bord...
 
Jetzt erst gesehen, die DAB-Senderkennung von Fritz auf dem 10B wurde in "Its Fritz" umgewandelt, obwohl das eigentlich nur der neue Senderclaim sein sollte. Ist das auf dem parallel laufenden 7D in Berlin auch so? Vielleicht war/ist es ja nur ein Versehen. Wenn nicht, läßt es tief blicken, weil dann die gesamte Programmform (88.8 und Fritz) inkonsequent ist und wenig Sinn ergibt. Ich kann nicht den einen (etablierten) Sendernamen mit der Begründung wegwerfen, das ich das rbb mehr in den Vordergrund rücken will, und den anderen Sendernamen dann mehr oder weniger sinnfrei abändern, nur damit der halt auch verändert wurde. Ergibt für mich keinen Sinn.
 
Beim Weiterentwickeln schmeißt die BBC aber auch nicht über Nacht ihre Kernkompetenzen über Bord...
Natürlich nicht, weil sich die Programme über die Jahre konsequent weiterentwickelt haben und nicht stehen blieben in ihrem sein. Wenn man aber die Programme mit sich selbst vor 10 Jahren vergleichen würde, sähe es aus wie ein harter Bruch.

Allein, wenn ich bedenke, was für einen Aufschrei es gab, als Chris Moyles bei Radio 1 gegangen wurde, weil er einfach zu alt war und vor allem sein Programm zu alt für den Zielhörer und danach tatsächlich die jüngeren Hörer wieder zurückkehrten, zeigt mir dass, das jede Veränderung immer mit Untergangsgejohle begleitet wird.

Ich hab mal nachgesehen, wie die letzten Quoten von Radio Berlin aussahen und da weiß ich sofort, was den rbb bewogen hat, dieses Ding aufzusetzen: Die Hörer sind überwiegend ÜBER 70 und untehalb der 50 wird's schlagartig zappenduster. Die hätten faktisch in 10 Jahren keinen Hörer mehr gehabt, weil die einfach weggestorben wären.
 
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