Von MD auf PC überspielen


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#1
Ich weiß, ein leidiges Thema und schon oft in diesem Forum zu finden...

Ich plane, die Inhalte einiger MDs, die ich noch mit meinem good old Sony MZ-R35 aufnahm, die sich inzwischen aber Net-MDs schimpfen, auf meinen Computer zu archivieren und daran herumzuschneiden.

Nun geht das ja von meinem neuen MZ-NH900 schon mal nicht, da er's ja wohl nur von Hi-MD auf Festplatte macht (wenn man Glück hat :rolleyes: ).

Also nehmen wir die analoge Variante: 3,5 zu Cinch -> Receiver -> Cinch zu 3,5 -> Computer, CoolEdit oder Wavelab an: - Brummen, Rauschen, Zerren.
3,5 zu 3,5 -> Computer: Rauschen, Zerren.
Beim NH900 ist es eigentlich nur noch ein Rauschen - dennoch unbrauchbar.

Was ist das Problem? Line In der Soundkarte schadhaft? :confused:
Vielen Dank für die Hilfe!
Drongo
 
#4
AW: Von MD auf PC überspielen Folge 1570

Warum nicht nur 3,5 zu Cinch -> PC ?

Dann hast du schon mal ein paar Probleme ausgeschlossen, wie ist es wenn du den MD Player nur per Akku betreibst ?
 
#5
AW: Von MD auf PC überspielen Folge 1570

oder direkt ohne Receiver in die Soundkarte gehst. Eventuell hilft auch am PC den Stromstecker zu drehen (Phase und N)
 
#6
AW: Von MD auf PC überspielen Folge 1570

Schließe den MD-Player direkt an den Line-Eingang der Soundkarte an. Je komplexer die Verkabelung, desto größer die möglichen Fehlerquellen. Verlege die Audio-Kabel getrennt von Stromleitungen und auch mit gebührenden Abstand vom Monitorkabel.

Verwende ein Überspielkabel mit qualitativ hochwertigem Stecker. Nicht jeder 3,5-mm-Klickenstecker passt 100 %ig in die Buchse. Die billigen neigen leider zu Wackelkontakten bzw. verursachen aus anderen Gründen bereits wahrnehmbare Störungen. Der Tipp, den Schukostecker des PCs um 180 Grad zu drehen, ist auch ein Versuch wert.

Idealerweise verwendet man einen Trennverstärker, die jedoch relativ teuer sind. Preiswert lassen sich diese aber auch herstellen, und zwar in Form von optischen Trennverstärkern. Im ELV Journal wurde eine soclhe Schaltung vorgestellt.
 
#7
AW: Von MD auf PC überspielen Folge 1570

Beschreibe nicht den Fehler, sondern zeichne ihn einmal auf, und setze ihn als MP3-File hier ins Forum. Vielleicht ein normales Lied, dann so ca. 10 Sekunden lang.
Vielfach kann man dann schon sagen, woran es liegt.
 
#8
AW: Von MD auf PC überspielen Folge 1570

Guter Hinweis...
Hier ein Testfile - Songanfang Ben Folds, etwas leise eingespielt, aber gut zur Rausch-Demonstration. Problem: Beim Einspielen hört man keinerlei Beeinträchtigung über den Kopfhörer am Computer Line Out. Dann aber schon an den Hüllkurven zu erkennen: Mist. :wall:
Schönen Gruß
Drongo
 

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#9
AW: Von MD auf PC überspielen Folge 1570

Das hört sich an wie : ein zu laut geregelter NF-Eingang, der mit entsprechend geringem Pegel angesteuert wird. Hast du auch die richtigen Treiber der Soundkarte installiert ? Kontrolliere nochmals die Eingangsregler ( Doppelklick auf das Lautsprechersymbol ). Line-In. Schalte alle anderen Eingänge ab ( Mikrofon !!! )
Verschwindet das Rauschen, wenn du das Anschlußkabel vom MD abziehst, den anderen Anschluß aber in der Soundkarte beläßt ?
 
#12
AW: Von MD auf PC überspielen

Samplerate ist 16 Bit 44100 Stereo. Auch Line In ist als einziges angeschaltet.
Wie gesagt: Bei "live"-Abgleich der Aufnahme klingts super. Nur die Aufnahme ist dann wie eingestellt.
Die Soundkarte könnte da tatsächlich das Problem sein. Habe aber schon die neuesten Treiber - werde das mal in Kürze bei einem Freund mit der selben Konstellation ausprobieren. Denn an der Quelle kann's auch nicht liegen: ist über den optical aufgenommen.
 
#13
AW: Von MD auf PC überspielen

Zitat von Drongo:
Bei "live"-Abgleich der Aufnahme klingts super. Nur die Aufnahme ist dann wie eingestellt.
Ist das eine rein analoge Soundkarte, womöglich sogar onbard? Dann wäre wahrscheinlich alles klar, wenn man sich das Blockschaltbild von so etwas mal anschaut. Hinter dem Line in (hinter den anderen Eingängen auch) hängt der Eingangsmixer, und der ist analog. Das sind spannungsgesteuerte Verstärker (VCA), ganz ähnlich denen, die in analogen Mischpulten, bei denen keine NF auf den Fadern liegt, werkeln - nur halt paar Zehnerpotenzen billiger. Die Steuerspannung für die Pegeleinstellung wird über langsame, billige DA-Wandler aus der Einstellung der virtuellen Regler im Windows-Mixer gewonnen. Der Ausgang dieses Eingangsmixers liegt nun einerseits auf dem AD-Wandler (davon gibt es nur ein gemeinsames Stereo-Exemplar für alle Eingänge) und andererseits auf dem "Mixer"-"Regler" des ebenfalls analogen Ausgangsmixers. Genau über diesen Weg hörst Du vor. Der AD-Wandler ist nicht im Signalweg. Und genau der scheint so überaus lausig zu sein. Du kannst ihn erst hören, wenn Du einmal auf der digitalen Ebene warst, also beim Abspielen des Files.
Ein Beispiel für einen Soundkartenchip findest Du hier. Schau Dir das Blockschaltbild auf Seite 3 an. Du kommst beim Vorhören nie auf die digitale Ebene. Abbildung 1 auf Seite 4 zeigt es ganz deutlich. In anderen Konstruktionen dieser Liga sieht es nicht viel anders aus.

Wenn es tatsächlich daran liegt, kommst Du so nicht weiter. Optimierungsmöglichkeit ist einzig, so nahe wie möglich an die Vollaussteuerung des AD-Wandlers ranzukommen, um keinen Signal-/Rauschabstand zu verschenken. Also bis knapp unter 0 dB aussteuern, checken z.B. mit CoolEdit Preview -> Doppelklick auf Pegelanzeige. Was zeigt die denn eigentlich mit angeschlossenem und korrekt eingepegeltem, aber nicht abspielendem MD an?
Hilft das immer noch nicht, nimm eine bessere Soundkarte, z.B. eine Terratec EWX 2496, zu finden bei eBay. Die hat erstens saubere Wandler (10 dB niedrigeres Grundrauschen als ein Referenz-DAT von 1991) und zweitens kannst Du dann gleich optisch rein, so der MD einen optischen Ausgang hat. Unter bestimmten OS/Treiber-Konstellationen sind die optischen Anschlüsse der Terratec nachgewiesenermaßen 100% bitgenau.

Das Blockschaltbild erklärt auch ein weiteres typisches Billigsoundkarten-Problem: es klingt hochgradig verzerrt, obwohl man definitv nicht übersteuert hat. Übersteuert hat man den Wandler nicht, da man die analogen Eingangsregler weit "unten" hatte. Aber das Signal am Line in hatte zuviel Pegel (viele Consumer-Karten verkraften nicht mal die 2 Volt eines handelsüblichen CD-Players, sondern gehen schon bei knapp unter 1 Volt in die Begrenzung) - da nützt es auch nichts, vor dem AD-Wandler abzuregeln, die Übersteuerung findet schon direkt am Line in auf analoger Ebene statt.
 
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