Vorräte für den Katastrophenfall anlegen


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#55
Ich käme nicht darauf, bei einem ungewöhnlichen Flugzeugdröhnen als erste Option einen Langstreckenbomber zu vermuten. Und selbst wenn, dann würde ich denken, der ist halt auf dem Weg nach Syrien, und würde mir keine Sorgen machen über einen neuen Konflikt.

Ich meine das jetzt nicht als Angriff auf Dich, aber ich wunder mich schon, wie ernsthaft so etwas und andere Dinge diskutiert werden. Das ist doch eine Angstgesellschaft, und viele Ängste finde ich irrational.
 
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#56
Mag sein, aber warum soll man dann Vorräte für den K-Fall anlegen? Das hat früher keine Sau interessiert. Da gabs noch nicht mal Siren oder Handys. Jetzt soll man Vorräte bunkern, sich ne Warnapp aufs Handy machen und zwischendurch noch ne Zivllschutzübung machen. Da kann man sich schonmal Gedaken machen. Ich bin auch eher nicht der ängstliche Typ, aber bestimmte Sachen machen einen dann doch nachdenklich, wenn man 1 + 1 zusammenzählen kann..
 
#57
naja, der Innenminister betreibt für mich aber auch Panikmache. Manchmal habe ich den Eindruck, als ob er sich nur ein bisschen wichtig machen will. Ich erinnere nur an das abgesagte Länderspiel in Hannover, wo am Ende nichts war. Aber Hauptsache, ein Teil seiner Antworten würden uns verunsichern. Ich jedenfalls werde mich nicht mit Wasserflaschen im Voraus zudecken, sondern das kaufen, was ich hier und jetzt benötige. Und ich fühle mich dabei sicher.
 
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#58
Ist hier der Mimakama-Artikel noch gar nicht verlinkt worden?

http://www.mimikama.at/allgemein/hamsterkaeufe/

"Manche Medien schreiben unter anderem, dass der Bevölkerung „zum ersten Mal seit 1989 geraten werde, Vorräte anzulegen.“ Wir gehen von einem Versehen aus, denn wenn man in älteren Artikel diverser Medien blättert, dann wären sie in den Ausgaben von 2004 über einen Artikel gestolpert, in dem der über eine Empfehlung des Ministeriums für eine 14-tägige Grundversorgung im Krisenfall berichtet."​
 
#59
Noch eine Frage zum Schluss: Warum kommt das Innenministerium gerade jetzt auf solch eine Idee?
Vielleicht, weil jemand ein Geschäft wittert?
Wie war es mit dem Vogelgrippevirus, der bei toten Wildvögeln auf der Insel Rügen nachgewiesen wurde?
Unter dem Druck von Medien und Experten, die enge Verbindungen zur Pharmaindustrie unterhielten, wurden die Landesregierungen dazu veranlaßt, für mehr als 100 Millionen Euro den Wirkstoff Tamiflu einzulagern.
Bundesgesundheitsministerin Schmidt hatte damals die Länder über die Medien aufgefordert, der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts zu folgen und eine Bevorratung mit antiviralen Mitteln für 20 Prozent der Bevölkerung vorzunehmen. Kein einziger Mensch erkrankte in der Folge in Deutschland an Vogelgrippe. Kein Gramm der eingelagerten Tonnen an Tamiflu kam zum Einsatz. Die Gewinne der Produkthersteller aber waren gesichert.
Ähnlichen Rummel gab es um die Schweinegrippe, einer Influenzaform, die wesentlich milder verläuft, als die alljährliche Grippe. Sie wurde medial zur tödlichen Gefahr aufgebauscht und führte damals zur größten Impfaktion in Deutschland.
 
#62
Flightradar24 ist die Kinderversion, diese hier beinhaltet auch Militärmaschinen, Hubschrauber, etc...

https://global.adsbexchange.com/VirtualRadar/desktop.html

PS: Die Transall ist auch recht laut, da sie 2 Turboprop-Antriebe hat. Ebenso wie die Bombardier Dash 8 (wie oben erwähnt), eine kleine Mittelstreckenmaschine mit meist 50 Sitzplätzen. Diese werden von den Fluggesellschaften gerne für Städteverbindungen innerhalb Europas genommen, wie von Luxair z.B.

Der Niederrhein und das Gebiet Niederlande bis zu Nordsee werden auch gerne für simulierte Luftangriffe genommen, für Luftkampfübungen und auch zur Übung des Luftbetankens. Daher tummeln sich dort auch viele Tornados und Eurofighter.

PS Tweety: die Linienflüge kannst du fast minutengenau über dir in der Luft beobachten und hören. Jeden Abend gegen 20.45 Uhr fliegt eine Boing 747 (Jumbojet) der Cargolux über uns während dem Landeanflug mit ca. 1500m Höhe (rd. 4500ft) hinweg, ein recht schöner Anblick. Gegen 23.15 Uhr startet sie dann wieder hörbar, auch über unser Haus hinweg. Meist sind das Transport-Routen Richtung Kasachstan, Moskau oder Baku.

Ebenso über unserem Haus. Start- und Sinkkorridor Flughafen Paris, Hahn und Frankfurt, je nach Route und Windrichtung.
 
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#63
Mag sein, aber warum soll man dann Vorräte für den K-Fall anlegen? Das hat früher keine Sau interessiert.
Früher[tm] hatte man eine Scheune, in der war nach der Ernste alles für die Zeit bis zur nächsten Ernte eingelagert. Und das Futter fürs Vieh. Das Vieh wäre zur Not auch noch schlachtbar gewesen. Heute haben wir nur noch 25% der "Landarbeiter" und fast niemand mehr auch nur eine Speisekammer (da hingen bei meiner Oma immer die Würste, aus Selbstgeschlachtetem, und reichten für den ganzen Winter) in seiner modernen, Home-Matic-gesteuerten Stadtwohnung.

Es war völlig normal, sich Vorräte anzulegen, das ist auch im Tierreich normal. Wir haben es in den vergangenen 100 Jahren outgesourct an die Infrastruktur der Industrie, doch Infrastrukturen sind angreifbar oder können durch andere Dinge (Erdbeben, ...) gestört werden. Als 2005 im Berner Oberland nach heftigem Regen verheerende Überschwemmungen und Murenabgänge die Straßen- und Bahnbrücken zerstörten, konnte die Versorgung immerhin mit den Schiffen über den Brienzersee aufrechterhalten werden.

http://www.bernerzeitung.ch/region/...n-brienz-starben-zwei-menschen/story/29779884

Wer weiter oben in den Bergen wohnt und riskiert, tage- oder wochenlang mit seinem Hof eingeschneit zu sein, hat auch Vorräte. Das ist doch völlig normal. Unnormal ist es eher, keine Vorräte zu haben. Ja, ich bin auch weitgehend unnormal, denn ich habe bislang auch kaum was gebunkert, weil ich Dauernahrung nicht so pralle finde, aber Nudeln, paar Fischkonserven, paar Gläser Tomatensoße, Reis etc. ist eigentlich immer im Haus - aber nach 3-4 Tagen auch alle.

Da gabs noch nicht mal Siren oder Handys.
Oh doch. Mit wöchentlicher Sirenenprobe. Und mit Zivilschutzübungen.

Dieses Schild kannte jeder in der DDR:



Wenn die Sirenen heulen, steigt noch heute mein Puls und zähle ich noch heute mit. Dreimal ist "ok" (war es bislang zumindest immer für mich), wenn danach Ruhe ist, werde ich wieder ruhiger.

Genau diese Sirenen sind aber im "Friede, Freude, Eierkuchen"-Taumel der Jahre 1989-91 abgebaut worden. Der "Wind of change" verleitete dazu, so zu tun, zumal das Zeugs ja auch Geld kostet. Heute weiß man: das braucht man leider wirklich alles noch. Zum einen für de steigende Anzahl an Naturkatastrophen, zum anderen perspektivisch möglicherweise für "Cold War, next Level". Die Welt geht ja gerade in diese Richtung. Natürlich frei und demokratisch entschieden. Die Katastrophe ist ausdrücklicher Volkswille, und das beeindruckend international.

Da kann man sich schonmal Gedaken machen. Ich bin auch eher nicht der ängstliche Typ, aber bestimmte Sachen machen einen dann doch nachdenklich, wenn man 1 + 1 zusammenzählen kann..
Ja: wir kehren zur Realität zurück. Wird nach 25 Jahren auch langsam mal Zeit.
 
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