WamS: Gute Laune aus Oberhausen


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#1
Gute Laune aus Oberhausen
Radio NRW ist der meistgehörte Sender
von Brigitte Pavetic

Oberhausen - Energisch, expressiv, erfolgsorientiert - die Attribute, mit denen Branchenvertreter Elke Schneiderbanger beschreiben, könnten aus einem Werbeslogan stammen. Seit fast zehn Jahren steht sie als Geschäftsführerin an der Spitze des landesweiten Privatsenders radio NRW und zählt damit zu den festen Größen ihrer Zunft. Das Geheimnis ihres Erfolges: Sie besitze ein untrügliches Gespür dafür, was für Hörer relevant sei, verrät die 44-jährige Journalistin selbstbewusst.


Dabei habe dieser Job nichts an Faszination eingebüßt, so der Medien-Profi. Im Gegenteil: "Meine Tätigkeit besitzt eine politische Dimension." Denn schließlich muss sie nicht nur erfolgreich Radio für die Nordrhein-Westfalen machen, sondern auch Kirchenvertreter oder Gewerkschafter von ihren Programmideen überzeugen.


Leicht hatte es das Schicksal der passionierten Radio-Frau nicht gemacht: Geboren und aufgewachsen im bayerischen Bamberg, sollte das pfiffige, aber in der Schule unterforderte Kind das Möbelhaus ihres Vaters übernehmen. "Dass ich nicht dorthin gehöre, war mir schon sehr früh klar", sagt sie. Noch rechtzeitig machte sie die elterlichen Pläne erfolgreich zunichte und reüssierte nach dem Abitur als edelfedrige Spezialistin bei Tageszeitungen. Wenig später entdeckte sie ihr Herz für den Hörfunk.


Mit einer Reichweite über 1,3 Millionen Hörern in der durchschnittlichen Stunde ist radio NRW seit Jahren das meistgehörte Radioprogramm in deutschen Landen. Dabei sorgte auch die Geschäftsführerin Schneiderbanger seit ihrem Antritt im September 1996 für ein immer ausgefeilteres System aus Infotainment und Mega-Events, um den Mainstream im Alter zwischen 20 und 49 Jahre zu erwischen. "Die Zukunft heißt Service", erklärt die Geschäftsführerin, und ihre Gesten im Gespräch mit WELT am SONNTAG verraten Temperament, aber auch unbedingten Durchsetzungswillen.


Mit durchmoderierten Magazinsendungen ist es in der Oberhausener Zentrale des Senders schon längst nicht mehr getan. Hörerbindung schaffen heißt auch, Autos verlosen und vor allem, ständig kreativ sein. So bringen von radio NRW initiierte Party-Nächte, Astro-Flirt-Sendungen oder Konzerte mit dem abgedrehten Altrocker Ozzy Osbourne ordentlich Quote. Von der öffentlich-rechtlichen Konkurrenz will sich der Privatsender klar abgrenzen: "Wenn es heiß ist, bringen wir keine Ozonwerte. Wir wollen den Leuten nicht die Laune verderben, nur weil es mal schön draußen ist."


Neben der Visionärin, die beruflich ihren Mitarbeitern ein strammes Tempo vorgibt, ist Schneiderbanger aber auch ganz Realistin. Rapide sinkende Werbeeinnahmen - von 2000 bis 2002 verlor der Hörfunk insgesamt von ehemals 18 Milliarden fast zwei Milliarden Euro - gingen auch an radio NRW nicht vorbei. Aufgrund einer "geschickten Preispolitik" komme der Sender zwar verhältnismäßig "gut davon", doch große Sprünge können sich die Entscheider trotzdem nicht erlauben. An Expansionen sei deshalb zunächst nicht zu denken.


Stattdessen besinnt sich die Privatwelle lieber auf das, was sie ohnehin schon erfolgreich auf den Weg brachte: Das digitale Jugendradio "Power Radio" ist seit August 1997 auf Sendung. Noch ist das Programm nur über Satellit zu empfangen. Gespräche im bevölkerungsreichsten Bundesland über wichtige Frequenzen bahnen bald aber vielleicht den Weg für "Power Radio" als zweites landesweites Programm von radio NRW. Mit dem Slogan "Keine Gnade, kein Respekt" und den angesagtesten Hits könnte dieser Sender eine Marktlücke zwischen Rhein und Weser schließen, ist die Radio-Frau überzeugt.


Artikel erschienen am 21. Sep 2003
In der Welt am Sonntag für NRW

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Nun ??? Wird die analoge Aufschaltung von Power Radio jetzt doch noch geplant ??? Wäre ja ein schritt zu mehr Vielfalt und Druck für L1VE !!!
Außerdem wird in dem Artikel nicht darüber gesprochen, dass Power Radio eigentlich ein DAB-Projekt ist, es wird sogar verschwiegen. Was soll das ? ... derzeit wird das Programm nur über Satellit verbreitet, wobei es zu einer Programmreform kommen müsste, wenn UKWplanungen bestehen,,,,

Fragen über Fragen.... :confused:
 
#9
Aber sehr schön ist doch der Satz:

"Noch rechtzeitig machte sie die elterlichen Pläne erfolgreich zunichte und reüssierte nach dem Abitur als edelfedrige Spezialistin bei Tageszeitungen"

Ob der durchschnittliche NRW Hörer diesen Satz versteht? :D
 
#10
Stimmt, da ist was verwechselt worden. W2F hört einfach einen deutlich erfolgloseren Sender, will hören, wo in China ein Sack Reis umgefallen ist und freut sich über NachrichtenSPRECHER, die meinen, "Hörernähe" hätte einen sexuellen Hintergrund.
NUR DAMIT SIE BESCHEID WISSEN!

Wieso übrigens "junger Mann" - ist W2F etwa in der Kernzielgruppe Ü50???
 

WDR2FREAK

Gesperrter Benutzer
#11
Wie erfolglos muß der meistgehörte Informationssender Deutschlands denn für Dich sein? Die Senilität scheint wohl weniger bei mir zu suchen zu sein... Aber es ist ja auch egal, wir hören doch eh alle, was wir wollen, ob nun Du, oder ich, oder der junge Mann da oben. Und das muß wohl auch so sein.

Guten Tag.

:p
 
#12
Doch doch, W2F, Melle hat recht, du bist ein seniler Depp.
Schließlich verstehst du, was bei WDR2 gesagt wird, kannst korrekte deutsche Sätze bilden mit vollständigen Nebensätzen, deren Verb am Ende zu finden ist und allen Schikanen, kannst komplexe Sätze ohne fremde Hilfe verstehen. Mit anderen Worten, du hast vermutlich Abitur und bist deshalb schon über 19 Jahre alt. Und wenn das mal nicht senil ist, was dann? :p:p
db
 
#19
@berlinreporter

tja, aber schrieb die WAS nicht unlängst auch einen wohlwollenden, um nicht zu sagen edelfedrigen (das ist vermutlich das geilste Adjektiv, das ich jemals gehört habe:D) Artikel über Eins Live? Steckt Springer etwa auch im WDR mit drin? Ich bin medienpolitisch verwirrt...
 
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