Wann kommerziell?


#1
Hi!

Meine Frage ist eigentlich ganz einfach:

Ab wann gilt ein "Hobby-WebRadio" als kommerziell?
Bei der GVL gibt es ja zwei Anmeldefomulare: "kommerzielles WebRadio" und "nichtkommerzielles WebRadio". Hier entscheidet der Betreiber, wie sein WebRadio eingestuft wird: Will ich Geld verdienen = kommerziell; will ich kein Geld verdienen = wahlweise nichtkommerziell oder kommerziell.

Wird ein "Hobby-WebRadio" durch Erfolg, d. h. durch eine entsprechend hohe Zahl an Hörern, irgendwann automatisch zu einem kommerziellen WebRadio? Wenn ja, wo liegt die Grenze? Oder läuft diese Definition ausschließlich über die Summe der generierten Einnahmen?

Danke schon mal für jede Antwort!

Heinrich
 
Zuletzt bearbeitet:
#2
Die Summe der Einnahmen ist unerheblich - schließlich sind auch Spenden durchaus Einnahmen. Eigentlich weißt Du die Antwort doch schon - "Hobby" ist nicht gleichzusetzen mit "nichtkommerziell"!
Sobald Dritte (Sponsoren - die sich von ihrem Beitrag Gewinn versprechen - oder Werbekunden) Geld beigetragen haben, ists kommerziell. Wenn das vorher anders war, ist eine Änderungsmeldung angesagt!
 
#3
Wird ein "Hobby-WebRadio" durch Erfolg, d. h. durch eine entsprechend hohe Zahl an Hörern, irgendwann automatisch zu einem kommerziellen WebRadio? Wenn ja, wo liegt die Grenze? Oder läuft diese Definition ausschließlich über die Summe der generierten Einnahmen?
Es gibt keine Hörer-Grenze für ein unkommerzielles Webradio. Du kannst 10.000 Leute beschallen und unkommerziell sein, aber schon bei null Hörern und null geflossenen Cents kommerziell sein. In dem Augenblick, da Du das erste Werbebanner auf der zum Radio gehörigen Internetseite entrollst, sobald Du Dich mit einem Externen über das Senden von Werbespots einig bist, nimmst Du eine Verwertung der gesendeten Inhalte vor. Wenn Du Kapital aus dem Material Dritter schlagen möchtest (meint im Fall der GVL: aus Musik), stellen sich umgehend die Rechteinhaber in einer Schlange auf und sagen, völlig zurecht übrigens, "Wenn Du hier mit unserem Krempel Kohle machen willst, dann hätten wir gern unseren Anteil". Tatsächlicher Umsatz ist übrigens bei der Beurteilung, ob oder ob nicht kommerziell, zunächst mal wurscht, die Absicht allein genügt schon - man muß ja auch Plakatdruck und Werbefläche bezahlen, selbst wenn sich keine Sau in die beworbene Veranstaltung verirrt, ne?

Grßu
Skywise
 
#4
Na, das sind doch mal Antworten! Ich wusste es doch! ...

Mir wollte vor Kurzem ein WebRadio-Betreiber einreden, dass mein altes WebRadio, wo ich zuletzt gesendet habe, in Abhängigkeit der Hörerzahlen gegen GVL-Regeln verstoßen hat. Angeblich - so seine Aussage - würde ein Radio mit einer bestimmten Hörerzahl automatisch zum kommerziellen Sender und man müsste den Vertrag mit der GVL auf "kommerziell" ändern. Nix als Spekulationen, Gerüchteküche und Fake News! :)

Offenbar ist Halbwissen außerordentlich gut gestreut bei diesem Menschen. Zukünftig werde ich bei solchen Aussagen auf Belege und Zitate pochen.
 
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