Wann wird der Beitragszahler endlich von Thomas Gottschalk im TV verschont?


s.matze

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Abseits seiner Radiosendungen frage ich mich, wann man bei der ARD im Unterhaltungssektor und den Dritten bitte endlich ein Einsehen mit den Gebührenzahlern hat und die TV-Zuschauer von den elendigen Gottschalk-Shows und seiner peinlichen Selbst-Erniedrigung durch jahrelanges, konsequentes Versagen erlöst.

Ich habe heute gelesen (https://www.abendblatt.de/vermischt...ottschalk-moderiert-zwei-ARD-Showformate.html und https://www.dwdl.de/nachrichten/79469/thomas_gottschalk_bekommt_zwei_neue_shows_in_der_ard/) dass die ARD schon wieder "zwei neue Show-Formate" mit dem gescheiterten Fernseh-Altstar "plant", die natürlich auch wieder mal floppen werden wie konsequent alle Gottschalk-TV-Shows* in den letzten 15 Jahren. Ich hatte mich schon gewundert, dass er zuletzt immer häufiger im Ersten aufgetaucht ist (u.a. in Werbespots für die ARD-Mediatheken sowie in einem Sketch bei "Verstehen Sie Spaß"). Daher weht also der Wind. Man bereitet das Publikum schonend auf eine Rückkehr des ergrauten Samstagabend-Lockenkopfes vor.

In diesem Zusammenhang ist es nur verständlich und berechtigt, dass sich Widerstand gegen die Gebührenerhöhung regt. Da kann man das Geld auch im Bodensee versenken bevor man es diesem nimmersatten Show-Opa in den Allerwertesten schiebt. Verdient er bei RTL und SWR3 nicht schon genug?

*Die Bilanz seines Scheiterns:

2020 - Die Quarantäne-WG: https://www.abendzeitung-muenchen.de/tv/quarantaene-wg-floppt-rtl-setzt-sendung-ab-art-561342
2018-2020 - Denn sie wissen nicht, was passiert: http://www.quotenmeter.de/n/120844/denn-sie-wissen-nicht-was-passiert-so-schwach-wie-noch-nie
2017 - Little Big Stars - https://www.bunte.de/entertainment/...-fuer-seine-reaktion-feiert-ihn-das-netz.html
2016-2017 - Mensch Gottschalk - https://www.focus.de/kultur/kino_tv...st-du-dir-und-uns-das-noch-an_id_7188198.html
2013-2017 - Die Zwei, Gottschalk & Jauch gegen Alle - https://www.express.de/news/-die-2-...guenther-jauch-und-thomas-gottschalk-23019332
2014 - Back to School – Gottschalks großes Klassentreffen: https://www.stern.de/kultur/tv/tv-quoten-gottschalks-klassentreffen-kommt-nicht-an-3410482.html
2012 - Gottschalk live im neuen ARD-Vorabend: https://kress.de/news/detail/beitra...er-baku-floppt-gottschalk-auf-neuem-tief.html
2008 - Musical Showstar: https://kress.de/news/detail/beitrag/90939-der-kress-quotencheck.html
2004-2005 - Gottschalk zieht ein - https://www.dwdl.de/zahlenzentrale/3571/gottschalk_zieht_ein_mit_sehr_schlechten_einschaltquoten/

Ich finde es erschreckend. Man hört immer wieder, das Sendereihen mit ihm nach wenigen (teilweise sogar nach der zeiten Folge) Ausgaben wegen zu geringen Quoten oder "aus mangelndem Interesse der Zuschauer" eingestellt oder noch vor dem offiziellen Ende abgesetzt werden. Aber das war mir gar nicht bewusst, dass es doch so viele waren! Daher ist ein erneutes Engagement im öffentlich-rechtlichen TV absolut unverständlich und durch Nichts gerechtfertigt.

Es ist unglaublich, dass ein Mann, der vor der Kamera in den vergangenen 15 Jahren nur versagt hat, weiterhin aus öffentlicher Hand gefördert wird. Warum wird der blonde Tommy nicht endlich vor die Tür des TV-Studios gesetzt? Wieviele Patzer will man ihm noch zugestehen?
Wie jemand nach dermaßen vielen Misserfolgen immer noch so viel Rückhalt beim gebührenfinanzierten Rundfunk haben kann. Oder verfolgt man dort kein RTL?

Dass man allen Ernstes beim SWR behauptet: "Entertainer, der es immer noch schafft, Generationen zu verbinden. Als Showmaster bringt er die Menschen zusammen" zeigt von absoluter Verblendung und Weltfremdheit. Man kann es einfach nicht mehr ohne Schmerzen mit ansehen, was dieser Mann sich und seinem Publikum zumutet.

Wenn bei ihm mit 70 Jahren (er hat das Rentenalter längst erreicht) die Selbsterkenntnis dazu fehlt, sich einzugestehen, dass die Deutschen ihn einfach nicht mehr sehen wollen und sich an seinen Shows vor 20 Jahren sattgefressen haben, muss ihm das eben ein Unterhaltungskoordinator, Fernsehdirektor oder Programmleiter erklären! Aber ich kann doch nicht einem Menschen weiterhin Geld in den Rachen werfen, obwohl mir eine Gebührenkommission und die Politik in Form der Ministerpräsidenten der Länder auferlegt hat, sparsam und verantwortungsvoll zu wirtschaften und sorgfältig mit dem Rundfunkbeitrag und dessen geplanter Erhöhung umzugehen. Gottschalk im Ersten (und zuvor beim ZDF) ist für mich ein Argument gegen die Beitragserhöhung. Wieviele Jahre sollen noch die Gelder der Bürger für so einen Mist verplempert werden? Bei RTL kann er gerne rumhampeln, bis die Einschaltquote bei Null komma Null angekommen ist. Aber bitte nicht in der ARD!

Privat dürfte der Mann ja weich fallen nach dem Verkauf seines Schlosses Marienfels und nach mehreren Büchern.

Warum also hat er es nötig, sich seit Jahren dermaßen der Lächerlichkeit Preis zu geben, sein Denkmal als Rundfunkmoderator zu demontieren und sich dafür noch von den Beitragszahlern finanzieren zu lassen? Es reicht!

Er hätte als Legende gehen können. Er wird als Lachnummer gehen. Und die Menschen werden sagen: "Gottschalk sei Dank! Das wurde aber auch Zeit, dass sie den endlich in Rente schicken!".
 
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s.matze

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Warum regst du dich über Gottschalk so auf?

Weil ich ihn mitbezahlen muss und das nicht möchte.
Und weil dieses hier ein Diskussionsforum zu Medienthemen ist.

Geschmäcker sind verschieden.

Offensichtlich nicht. Sonst wäre die Quote nicht seit 15 Jahren konsequent schlecht und seine Sendungen würden nicht regelmäßig permanent wegen Erfolglosigkeit abgesetzt. Die Deutschen wollen ihn offenbar nicht mehr sehen.
Die Zeiten und insbesondere das Konsumverhalten / die Mediennutzung haben sich geändert. Das lineare Fernsehen ist abseits von Tagesschau und Tatort klinisch tot!

Schalte doch einfach um.

Totschlagargument. In einem Diskussionsforum zu Medienthemen!
Aber mitbezahlen muss ich ihn dann trotzdem. Macht die Sache nicht besser.

Man muss auch den Fernseh-Showmaster Gottschalk losgelöst von seinen Hörfunk-Aktivitäten bei SWR 3 und zuvor bei Bayern 1 betrachten, die hier ausdrücklich nicht Thema der Debatte / der Kritik sein sollen.

Gottschalk weitere Fernsehshows im gebührenfinanzierten Rundfunk zu schenken ist, als würde man weiterhin in Braunkohle investieren und neue Atomkraftwerke bauen!
 
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Johnny

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Weil ich ihn mitbezahlen muss und das nicht möchte.
Und weil dieses hier ein Diskussionsforum zu Medienthemen ist.
Soweit mir bekannt ist, kann der Rundfunkbeitrag aufgrund von Nicht-Gefallen von Moderatorinnen und Moderatoren nicht anteilig und individuell gesenkt werden.

Offensichtlich nicht. Sonst wäre die Quote nicht seit 15 Jahren konsequent schlecht und seine Sendungen würden nicht regelmäßig permanent wegen Erfolglosigkeit abgesetzt. Die Deutschen wollen ihn offenbar nicht mehr sehen.
Du meinst, DU willst ihn nicht mehr sehen. Oder gibt es objektive Belege?

Die Zeiten und insbesondere das Konsumverhalten / die Mediennutzung haben sich geändert. Das lineare Fernsehen ist abseits von Tagesschau und Tatort klinisch tot!
Deswegen gibt es die sogenannten Mediatheken.
 
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Radiokult

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@s.matze
Da haste dir ja schöne Quellen als Belege ausgesucht. Bunte? Stern? Express? Ernsthaft? :D
Zur Quarantäne-WG: Das Format war aus der Not heraus geboren und sichtlich nur ein Experiment für alle Beteiligten. Da war von vornherein klar das es auch daneben gehen könnte.
Was die skurillen Endlos-Shows bei RTL mit Jauch, Schöneberger und Co angeht, scheint sich das aber für das Programm noch zu lohnen, sonst würde man es nicht machen. Ausserdem war die Sendung trotz der eher schwachen Quoten immer noch Quoten-Tagessieger, was aber im Artikel auch in einem Halbsatz erwähnt wird. Lesen will halt gelernt sein...
Zugegeben, Gottschalk ist kein Garant mehr dafür, Millionen vor die Glotze zu holen. Dennoch sind die Zahlenangaben schon länger irreführend. Nicht enthalten sind die Mediathekenabrufe bzw. die jeweiligen Livestream-Zuschauer. Und davon völlig unabhängig ist das, was da derzeit postuliert wird schlichter Unsinn. Gottschalk moderiert eine Sendung in der ARD und macht ausserdem ein weiteres Format. Das eine ist nämlich lediglich ein Jahresrückblick, wie ihn seit etlichen Jahrzehnten jeder Sender zum Jahresende zelebriert. Und in der ARD macht das dieses Jahr halt Gottschalk. Von einem wie auch immer gearteten neuen Format kann bei einer einmaligen Ausgabe aber kaum die Rede sein. Das andere wird eine Quasselshow, was bekanntlich die mehr oder weniger kostengünstigste Form der Fernsehunterhaltung ist.
Wenn bei ihm mit 70 Jahren (er hat das Rentenalter längst erreicht) die Selbsterkenntnis dazu fehlt, sich einzugestehen, dass die Deutschen ihn einfach nicht mehr sehen wollen und sich an seinen Shows vor 20 Jahren sattgefressen haben, muss ihm das eben ein Unterhaltungskoordinator, Fernsehdirektor oder Programmleiter erklären!
Ich denke mal das da eher andersrum ein Schuh draus wird. Man kann locker davon ausgehen das Gottschalk trotz Scheidung und abgebrannter Malibu-Villa genug Kohle auf der hohen Kannte hat, um entspannt bis zum natürlichen Ableben existieren zu können. Am Hungertuch nagt der jedenfalls nicht, sprich er hätte es gar nicht nötig immer weiter neue Shows zu machen. Wenn er allerdings immer wieder Angebote von TV-Veranstaltern bekommt, warum sollte er da nicht? Würdest du da nein sagen? Kann ich mir kaum vorstellen.
Aber ich kann doch nicht einem Menschen weiterhin Geld in den Rachen werfen, obwohl mir eine Gebührenkommission und die Politik in Form der Ministerpräsidenten der Länder auferlegt hat, sparsam und verantwortungsvoll zu wirtschaften und sorgfältig mit dem Rundfunkbeitrag und dessen geplanter Erhöhung umzugehen. Gottschalk im Ersten (und zuvor beim ZDF) ist für mich ein Argument gegen die Beitragserhöhung. Wieviele Jahre sollen noch die Gelder der Bürger für so einen Mist verplempert werden?
Hä? Wie konkret die Sendungen finanziert wurden ist zwar nicht genau bekannt. Es gab unter Gottschalk aber immer wieder Vorwürfe der Schleichwerbung etc. pp.. Alleine die allgegenwärtigen Haribo-Gummibärchen auf dem Couchtisch sprachen da jedesmal Bände. Kannste googeln, findeste genug drüber. Was ich eigentlich sagen will, die Wetten-dass-Shows haben unter Gottschalk mit großer Wahrscheinlichkeit den Gebührenzahler weniger gekostet, als es sich mancher vielleicht einredet.
Man muss auch den Fernseh-Showmaster Gottschalk losgelöst von seinen Hörfunk-Aktivitäten bei SWR 3 und zuvor bei Bayern 1 betrachten, die hier ausdrücklich nicht Thema der Debatte / der Kritik sein sollen.
Warum? Er spielt in seinen Radioshows zwar hier und da Stücke, die man sonst nicht im Radio hört. Aber sonst? Nüchtern betrachtet labert er auch dort meistens nur ins Blaue hinein. In den TV-Shows ist das nicht anders.

Die Zeiten und insbesondere das Konsumverhalten / die Mediennutzung haben sich geändert. Das lineare Fernsehen ist abseits von Tagesschau und Tatort klinisch tot!
Und das ist Quark, was dir hier auch schon mehrfach widerlegt wurde. Alleine die Zugriffszahlen der ÖRs in den Mediatheken und auf den einschlägigen Kanälen der sozialen Netzwerke, beispielsweise Stichwort "Funk", sprechen Bände. Das kannste nunmal nicht wegdiskutieren. Zugegeben, ein bisschen profitieren die ÖRs davon, das die Privaten ihre Mediatheken nicht so richtig gebacken bekommen, aber das ist mehr oder weniger nur ein Nebeneffekt.
 

Mannis Fan

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Weil ich ihn mitbezahlen muss und das nicht möchte

Wenn ich alles, was ich über meine Gebühr mitbezahlen muss, obwohl ich es nicht möchte, per Dekret aus dem Programm entfernen könnte, wäre nicht mehr viel Programm übrig. Und es würde daraus Null Programm werden, wenn jeder Gebührenzahler mitreden dürfte. Von daher ist dieses egomanische "ich möchte" und "ich möchte nicht" ein zwar zeittypisches, aber leider sehr unsolidarisches Argument. Manche möchten nämlich. Zum Beispiel Gottschalk-Shows. Und die müssen dann verzichten, weil ein gewisser s.matze es nicht möchte. Leider machen immer mehr Leute ihren individuellen (und oft sehr eindimensionalen) Geschmack gerne zum Maßstab aller Dinge. Dabei übersehen sie, dass wir nur dann von einem breiten Programm- und Medienangebot sprechen können, wenn dazu auch Dinge gehören, die uns persönlich nicht gefallen, für uns nicht wichtig sind, unseren Widerspruch hervorrufen, wir noch nie gehört oder gesehen haben etc. Für andere Nutzer sind sie wichtig, gefallen sie, erfahren sie Zuspruch ...
Also, mach locker!
 

Zwerg#8

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Kleine Anmerkung:

Von daher ist dieses egomanische "ich möchte" und "ich möchte nicht" ein zwar zeittypisches, aber leider sehr unsolidarisches Argument.

"Zeittypisch" ist dieses unsolidarische "Ich möchte (nicht)"- Argument nun wirklich nicht. 1983 wurde sogar noch etwas schärfer formuliert:
https://www.google.com/search?q=ukw+ich+will


Wann wird der Forumsleser endlich von @s.matze verschont?
Schweigegeld mittels Crowdfunding sammeln? ;)
 
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Mannis Fan

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So schmerzvoll es für den einen oder andern auch sein mag. Auch @s.matze mit allem was er/sie/es hier absondert, ist durch unser Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt und muss ertragen werden, genau wie die Wortmeldungen von @Zwerg#8, @chapri oder @Mannis Fan. Seht es mal so: Wir dürfen auch solche Meinungen ertragen, uns über sie wiederum unsere Meinung bilden, andernorts wären das gar nicht möglich. Man sollte sich also freuen, dass auch kruder Sermon bei uns nicht gleich strafrechtliche Konsequenzen hat.
 

Radiokult

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Ausdrücklich nicht auf s.matze gemünzt, paßt aber dennoch gerade hier her!



https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
 

Funkminister

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Ich kann gut auf Gottschalk verzichten - andere Gebührenzahler sicherlich auf das Programmangebot des DLF.
Solange die mit ihren Gebühren “meinen“ DLF mitfinanzieren, kann ich gut damit leben dass ein paar Cent im Jahr von meinem Konto auf das von Opa Gottschalk wandern. Letztgenannter Anteil dürfte auch geringer sein als ersterer.
 

Beyme

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Die Kosten/Nutzen-Relation finde ich wesentlich. Anders gesagt: Mit Gottschalk-Aktivitäten an sich habe ich nicht so das Problem, aber das Geld, das er wohl bekommt, fände ich sicher zu viel.

Ich habe auch das Bauchgefühl, dass er viel zu viel Honorar bekommt, quasi der Aufpreis, den man für einen ehemaligen Wetten-dass-Moderator bezahlt, aber das ist vielleicht auch nur ein Bauchgefühl.
 
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Grasdackel

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Weil ich ihn mitbezahlen muss und das nicht möchte.
Schon der Satz ist grundlegend falsch und man hätte die Diskussion danach beenden können.
Wie wir alle wissen, sitzt du in Meck-Pomm fest. Das ist NDR-Gebiet. Die Shows werden allerdings vom SWR produziert und damit nur von den leidgeprüften Gebührenzahlern im Südwesten bezahlt.
Kein einziger deiner monatlich 1750 Beitragscents wandert also in Richtung des Herrn Gottschalk. Du kannst dich also ganz entspannt zurücklehnen, deinen Wuthut habsetzen, den Schafen beim Grasen zusehen und dich über das flachste Programm im Norden freuen.
 
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s.matze

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Dass man nur für "seine" Landesanstalt zahlt, und sich damit quasi mit einem Wohnortwechsel aussuchen kann, ob man lieber WDR oder RBB unterstützt, ist Unsinn! Und das müsstest du eigentlich wissen. Die Gelder gehen in einen großen Topf mit der Aufschrift ARD und werden da verteilt.

Du meinst, DU willst ihn nicht mehr sehen. Oder gibt es objektive Belege?

Die Links zu den eingestellten / abgesetzten Shows und die schlechten Quoten hast du gelesen? Die reichen dir nicht als "objektive Belege" ?
Einen besseren Beleg als dass der Sender die Shows absetzt kann es doch gar nicht geben! Gerade den Öffentlich-Rechtlichen kann es völlig egal sein, wieviele zuschauen. Und auch dort wurde für Produktionen wie den völlig desaströsen Vorabend die Reißleine gezogen.

Auch wenn ich Silbereisen nicht mag: Aber er hätte all diese Shows souverän gestaltet und am Ende auch eine respektable Quote geholt. Pflaume auch. Und vielleicht noch Pilawa.

Oder anders gefragt: Mit wievielen gescheiterten und / oder vorzeitig beendeten Shows (selbst wenn wir die Corona-WG und den Rückblick außen vorlassen) qualifiziert man sich denn dafür, dass man keine Sendung mehr im Ersten oder Zweiten machen darf? Johannes "der Täufer" B Kerner ist auch so ein Fall.

Es geht auch nicht um Gefallen oder Nicht-Gefallen. Schöneberger ist zwar nervig, aber extrem erfolgreich und kommt gut an: Eigene Musik, eigene Zeitschrift, eigener Podcast, eigene Radioshow, eigener Stream usw.
Ina Müller, Olaf Schubert, Dieter Nuhr, Carolin Kebekus - sie alle polarisieren, sind aber erfolgreich und haben daher ihre Berechtigung.

Es geht darum, dass ein Herr Gottschalk einfach nicht die von ihm erwartete Leistung erbringt und sein gesunkener Stern schon in den Tiefen des Rheins abgesoffen ist. In der freien Wirtschaft muss jemand bei sovielen Misserfolgen gehen.
 
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Johnny

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Dass man nur für "seine" Landesanstalt zahlt, und sich damit quasi mit einem Wohnortwechsel aussuchen kann, ob man lieber WDR oder RBB unterstützt, ist Unsinn! Und das müsstest du eigentlich wissen. Die Gelder gehen in einen großen Topf mit der Aufschrift ARD und werden da verteilt.
Das stimmt so nicht. Die Höhe des Beitrags, die jede Anstalt erhält, richtet sich nach den Zahlern im jeweiligen Bundesland. Kleinere Anstalten wie der SR erhalten einen Ausgleich von den anderen Anstalten. Es gibt keinen "ARD-Topf", in den alle Beiträge laufen und dann zu gleichen Anteilen an alle Anstalten verteilt werden.
 
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Radiokult

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Das würde auch gar nicht gehen, denn Rundfunk ist Ländersache und damit auch dessen Finanzierung. Davon abgesehen hat Matze trotz vielfacher Erklärung offenbar noch immer nicht begriffen das die ARD nur eine Arbeitsgemeinschaft ist, nicht mehr und nicht weniger - ein schnödes Zweckbündnis miteinander kooperierender Anstalten des öffentlichen Rechts.
 

LIVE

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Wenn ich Gottschalk mit 70 sehe und meinen Opa dagegensetze, als der vor Langem 70 wurde - das sind Welten. Will sagen: Gottschalk ist schon ein relativ junger 70, wenn auch nicht mehr ganz der jugendliche Typ. Es gibt Einiges, was mir nicht direkt gefällt an ihm, bei ihm - ich war auch früher nie ein Fan. Aber - und das wahrscheinlich noch mehr als in meiner Jugend: Er hat was. Gottschalk ist nicht nur der kleinste gemeinsame Nenner, sondern er ist ein ganz guter gemeinsamer Nenner. Ich höre ihn nun auch ganz gern im Podschalk. Würde er nichts mehr machen, würde ich mich sicher auch nicht jeden Abend in den Schlaf weinen ... aber, hey, er "kann" schon was ... wenn er will und die Nachfrage da ist, warum nicht. (Er sollte aus meiner Sicht nur nicht wahnsinnig viel verdienen immer noch). Die Erinnerung ist blass und ich konnte die Sendung auch fast nie sehen von meinen Arbeitszeiten her, aber diese ARD-Vorabendsendung ... musste man die wirklich absetzen (erst ummodeln) - so schnell`? Okay, das ist vielleicht auch Ergebnis einer Kosten-Nutzen-Abwägung, wie ich sie oben forderte, gewesen ... aber ich glaube jetzt nicht, dass die Sendung nichts getaugt hat ... bedauere da eher, dass auch die ARD selbst in so einem Fall vor allem nach Quote/Marktanteilen schaut ...
 
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