Was bringen die Wahlen - für die Privatradios?


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#1
Was erwartet ihr von rot-grün, schwarz-blau, rot-schwarz oder schwarz-rot für die Privatradios. Welche Koalition wird den Wettbewerb entzerren, welche wird eher dem ORF helfen. Oder ist es egal?
 
#2
Die SPÖ hält zwar ganz gern am ORF-Monopol fest (hab ich zumindest in diversen Aussagen gegenüber dem Thema ATV gehört), mit rot-grün könnte es aber vielleicht zu etwas mehr "Freiheiten" kommen. Rot-schwarz wär's größtenteils wurscht, es würd weitergehen wie bisher und schwarz-blau ist eh regierungsunfähig, da man sich wieder die meiste Zeit den Auseinandersetzungen mit Kärntens Landeshauptmann wird widmen müssen.
Schöne, neue Privatradiowelt...
 
#3
Wer beim Privatradio bzw -fernsehen arbeitet, darf eigentlich unter keinen Umständen rot wählen. Diese Partei hat es jahrzehntelang geschafft, das Monopol aufrechtzuerhalten. Mediensprecher Cap ist diesbezüglich ein Ewiggestriger. Auch heute noch will die SPÖ die wenigen Einschränkungen des ORF bei der Werbung wieder zurücknehmen.

Man kann über die Schwarz-blaue Koalition denken was man will, aber am Mediensektor haben sie lang notwendige Verbesserungen und Freiheiten geschaffen. Dies geben sogar linke Journalisten - wenn auch nur ungern - zu.

Die ORF-Journalisten hingegen sollten wohl mit Mehrzahl links wählen, um wieder die guten alten Rotfunk-Zeiten aufleben zu lassen.
 
#5
[ironie]natürlich. orf journalisten sind ganz scharf darauf nur nach dem willen der politiker zu berichten. deshalb wählen sie alle links. und das monopol finden sie auch alle extrem lässig. wäre ja fatal wenn ihr wert durch zusätzliche potentielle arbeitgeber steigen würde.[/ironie]

mal im ernst. grundsätzlich müsste man kleine pateien wählen da diese größeres interesse an zusätzlichen auftrittsmöglichkeiten in tv und radio haben. die liberalen sind übrigens meines wissens nach die einzigen die das orf monopol im wahlkampf thematisieren.

<small>[ 23-11-2002, 12:15: Beitrag editiert von listener_no4 ]</small>
 
#6
Derzeit wäre es mir medienpolitisch eigentlich am wichtigsten, daß alles unternommen wird, damit ROI weiterhin bestehen bleibt (ich weiß, ist hier ein bißchen off-topic).

Bezüglich Privatradio glaube ich kaum, daß sich da nach der zur Frage einer weiteren bundesweiten Frequenzkette negativen Telekom-Studie in der Politik noch viel bewegen wird. Vielleicht noch in Richtung weiterer Aufhebung von Werbebeschränkungen für die Privatradios, aber sonst gibts - glaube ich - im bürokratischen Österreich im Moment kaum mehr Spielraum (lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen).

Dringend diskutiert gehört jedoch schon jetzt, wie die Lizenzerteilung im Zukunftsmedium digitaler terrestrischer Hörfunk aussehen soll. Und da hat sich bis jetzt meines Wissens nach noch keine Partei mit einem konkreten Statement geäußert.
 
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