Was habt Ihr anno 1987 im Radio gehört?


#26
1. Mainz-Kostheim (Teufelsprung 1)
2. SWF3 (mehr kannte ich im Grunde noch nicht, vielleicht mal kurz bei hr3 (89,3), SWF1 (87,7, wo es davor immer so schön gedüdelüdüdelüt hat), Radio 4 (104,5!), hr4 (102,5) und diesem komischen englischsprachigen (98,7) reingehört...)
3. Die gute alte 93,7

4. 1 kW?
5. Nicht mehr als drei Bushaltestellen... (die es zum Großteil damals noch nicht gab)
6. Mainz-Kastel
 
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#27
1:
25km Nordöstlich von Nürnberg

2, 3:

Damals ging es gerade mit den Privaten Lokalradios im Raum Nürnberg los.
Da hatte jeder Sender sein eigenes individuelles Programm, man konnte einen Sender schon an seiner Musik erkennen.

- Radio Down Town 92,9 (aus Erlangen, 16 - 01 Uhr) war eine wilde Mischung aus Charts, Indiependent und Studentenradio.
- Radio N1 (Nürnberg, 01 - 16 Uhr) hatte nichts mit dem heutigen N1 zu tun, damals was das ein Rocksender, Hard Rock und Heavy Metal waren angesagt. Dabei waren allerlei Radioveteranen aus Südtirol, ex Radio-C. Die 92,9 war eine Splitfrequenz.

- Radio F 94,5. Anfangs auch ein eher Chartsorientierer Sender, änderte dann sein Programm nach Schlager, Oldies und Softpop

- Radio Gong 97,1. Auch Chartsorientiert mit Rock dazwischen.

- Radio Charivari 98,6. Hatte immer so ein Softpop-Programm.

dann kam noch eine Frequenz hinzu:

95, 8 Splitfrequenz mit 3 Sendern:
- CMS Radio (Charts und Oldies)
- Radio Starlet (Charts und Dance)
- Radio Z (erstes freies und unabhängiges Lokalradio
Radio Starlet sendete von 05 - 10 Uhr, CMS von 10 - 17 und von 20 - 05 Uhr, Radio Z von 17 - 20 Uhr.
CMS ging nach einem Jahr Pleite und erstmal übernahm Z die restliche Sendeneit mit nonstop Musik. Dann weitete Starlet sein Programm aus und sendete bis 17 Uhr, dann Z von 17 - 24 Uhr und zwischen 24 und 06 Uhr wurde ein Testton gesendet.
Dann wurde aus Radio Starlet "Radio 5" ein reiner Oldiesender.

Die Frequeenzen 91,0 - 93,6 - 96,4 - 99,0 - 103,6 - 105,1 - 105,6 - 106,2 - 106,5 - 106,9 - 107,8 waren damals noch nicht in betrieb.

4,5,6:
War alles vom FMT in N-Schweinau mit 300 Watt, aber nicht rund, nach Norden gingen grad mal 10 Watt raus.

7:
Ich hatte damals einen Kenwood KT 990D an einer 3-Element Yagi, gerichtet Richtung Nürnberg.

Bayern 3 hab ich damals nur ab und an mal gehört, Bayern 1 nie, und ABY auch nicht (fand ich Sch****).
Ab und an DT64 und auf 105,6 kam schwach DRS3 vom Säntis rein, da kam immer sehr gute Musik.
 
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#28
1987...damals starteten im Ländle gerade die ersten Privatsender.
Auf 103.4 im November Radio RT4 (19-14 Uhr) und Radio Neufunkland (14 bis 19 Uhr sowie samstagnacht durchgehend bis Sonntagfrüh). Zu bestimmten Zeiten war auch noch ein kirchlicher Anbieter sowie die Uniwelle drauf.
Auf 100.9 fingen fast zeitgleich an: Radio Achalm, Radio Schwabenland und Radio Uhland 2.

RT4 brachte tagsüber ein typisches "Hausfrauenprogramm" mit Pop, Oldies, gelegentlich auch mal etwas aus der Schlagerecke, abends wurde es dann eher auf die jüngeren Zuhörer ausgerichtet. Neufunkland war dagegen ein sehr alternatives Programm mit Pop, Rock, NewWave, Punk, Hiphop etc.

Radio Achalm machte brav Lokalradio mit gemischter, meist pop-orientierter Musik, während Schwabenland etwas hausbackener klang und Uhland 2 probierte sich für zwei Jahre wenig erfolgreich als lokales Kulturradio.

Leider bemerkte ich die beiden Frequenzen erst einige Tage nach dem Sendestart durch Zufall, nachdem ich zuvor Werbung für Radio Neufunkland an der Straße gesehen hatte. Ich dachte zuerst an Piratensender, da in der Zeitung nichts vom neuen Privatfunk zu lesen war...erst später, als Antenne 1 1989 loslegte. Alles andere wurde zuvor leider tot geschwiegen.

Überwiegend hörte ich seinerzeit also noch die öffentlich-rechtlichen Programme, SDR und SWF, gelegentlich HR oder BR. Hin und wieder versuchte ich auch mal, Radio Luxemburg hereinzubekommen oder Europawelle Saar, was auf Mittelwelle gelang (Saar besser als Lux).
Irgendwo habe ich noch einen Mitschnitt des Silvester-Kaleidoskops 1987 mit Michael Branik von Südfunk1.. Dort wurden die Hits des Jahres gespielt in einer wilden Mischung aus Pop und Schlager, wie man sie heute nirgendwo mehr findet.
 
#29
1987 dürfte ich relativ sicher meine Zeit mit Radio FFN - hören verbracht haben. Ausnahme: NDR - Der Club, Clubwunschkonzert mit Günter Fink, die Charts mit Willem, die Hitparade mit Wolf-Dieter Stubel, Maxis Maximal mit Gerd Alzen, alles NDR2. Empfangen habe ich alles aus Aurich, Senderstärke weiß ich nicht. Und natürlich spielte noch Hilversum 3 (Ex- Veronica) eine große Rolle. Da nervte es nur, daß die Lieder, die man da gut fand, frühestens 6 Wochen später in Deutschland erschienen. Ich nehme an, daß ich den Sender aus Smilde/NL empfangen habe.
 
#30
1987, Nienburg / Weser, ländliche Randlage ohne hohe Häuser:

91,8 MHz --> Hilversum 3, Sender Smilde
Der ging bei uns noch einigermaßen gut ohne Störungen, wenn die Antenne optimal ausgerichtet war. Gestört hatte NDR 1 Niedersachsen aus Visselhövede, der aber mit relativ geringer Sendeleistung und Richtstrahlung in ein anderes Gebiet nicht mehr Ortssender war und sich ausblenden ließ. Gehört habe ich den Sender an vielen Wochentagen: montags: AVRO, dienstags nur teilweise nachmittags (VARA, fand ich etwas politisch und anstrengend in der Musik), mittwochs oft Veronica auf Hilversum 2 (88 MHz). Den Donnerstag mit TROS op drie und Veronica's volle frijdag fand ich richtig klasse, den ganzen Tag gab es ein Super-DJ-Programm. Die beiden Tage stimmten einen so richtig auf das bevorstehende Wochenende ein. Sonnabend und Sonntag fand ich nicht so gut damals.

97,6 MHz --> BFBS, Sender Visselhövede, sehr guter Ortssender-Empfang
Habe ich immer gern gehört. Gute DJ-Programme und neueste Musik. Es war immer ein wenig davon abhängig, wer gerade moderierte. Es gab Sendungen, die in GB produziert wurden (z.B. Tommy Vance, John Peel, David Rodigan...). Tagsüber kamen die Sendungen live aus Herford (mittags eine Sendung live aus GB) und lockeres, gut gemachtes Unterhaltungs- und DJ-Programm.

99,8 MHz --> NDR 2, Sender Steinkimmen, guter Fast-Ortssender-Empfang
Mit entsprechender Antennenausrichtung ging auf 87,6 aus HH NDR 2 als Alternative zu Steinkimmen ganz gut. Aus Hamburg klangen alle NDR-Programme sehr gut, über die niedersächsischen Sender sehr mies. Vergleichbar heute mit dem mumpfigen NDR Info oder NDR 2-Klang überall. NDR 2 hatte einige gute Sendungen, wie den Club, Espresso (z.B. mit Willem Dinklage), Saturday Night Disco, aber auch langweiliges Programm. Es gab hier Höhen und Tiefen und richtig viel habe ich den Sender eigentlich nicht gehört. Er war zu der Zeit aber viel besser gemacht als z.B. WDR 2, was ich richtig langweilig fand.

89,5 MHz --> HR 3, Sender Hoher Meißner
Ging gerade noch einigermaßen rein. Mittagsdiskotheke und Donnerstag Abend Hitparade International mit Werner Reinke. Sehr angenehmer Klang des HR über UKW damals.

93,8 MHz --> Hansawelle Bremen, Sender Bremen, sehr guter Ortssenderempfang
Hitline International mit Christian Günther, sonnabends mittags. Davor: Bremen 1 am Wochenende mit Karl Heinz Calenberg und Monika Kluth. RB klang über UKW richtig angenehm und gut, aber viel habe ich RB nicht gehört, ich hatte ja genügend andere Alternativen...

Sender aus der DDR, die man über den Brocken empfangen konnte, hatte ich, wenn überhaupt, nur sehr selten mal drin. Auch den WDR, der über den Teutoburger Wald gut zu empfangen war, habe ich kaum gehört.

Soviel zu UKW. Gern gehört hatte ich auch den AM-Bereich. 675 kHz aus Lopik mit Hilversum 3 und abends regelmäßig 208 Radio Luxembourg. Auch BBC Radio 1 auf 1053 kHz ging im Winterhalbjahr gut und im Sommerhalbjahr verrauscht aber mit einem Antennendraht, den ich an den Antenneneingang für Mittelwelle anschloss, noch recht hörbar. Den Sender habe ich auch viel gehört, ich erinnere mich u.a. noch an die neuesten UK-Charts die es immer dienstags nach Newsbeat um 12:45 (bzw. eine Stunde später) gab und an diverse andere Shows.

Tja, man sieht, die Radiozeit war damals im norddeutschen Flachland richtig gut, wenn man einigermaßen erfinderisch war... :)
 
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#31
In Weinheim 1987: Durchgehend SWF3, auf 98,4 oder 101,1.

Terrestrischer Privatfunk hat 1987 in Baden noch keine große Rolle gespielt, das änderte sich erst im März 1988 mit dem Start von Radio Regenbogen auf der 102,8.
 
#33
@Funker:
Radio Wachenburg gabs doch auch noch. Ist der denn erst nach Radio Regenbogen an den Start gegangen?
Radio Wachenburg ging im Oktober 87 on air, dort lief allerdings die meiste Zeit des Tages das Luxemburger Mantelprogramm.
Die eigenen Programmstunden klangen stellenweise recht dilettantisch; nenneswerte Hörerzahlen hatte das Programm nie und wurde Ende 1992 eingestellt.

Radio Regenbogen hatte von Beginn an viel mehr Manpower, ein riesiges Werbebudget und eine starke Frequenz.
Die 102,8 (mit zunächst 10kW vom Sender Heidelberg) konnte von Frankfurt bis Offenburg durchgehend empfangen werden. Damit war der Privatfunk in Nordbaden dann schnell etabliert.
 
#34
1987? Da war meien "Radiozeit" gerade mal zwei Jahre alt.

Eigentlich habe ich damals immer SWF3 gehört (94,8), ab und an mal WDR2 Schlagerralley (93,5) oder WDR1 Sport und Musik (101,9, heute Funkhaus Europa). Lag auch daran, dass SWF3 gerade in NRW damals das einzig durchhörbare Pop-Programm war, den Rest konnte man leider vergessen, zu öde.

BFBS hab ich ab und zu auch mal gehört(96,5), die waren richtig flott im Gegensatz zu deutschen Sendern, hatten aber auch einige lange Wortstrecken, aber hab die Sprache damals halt noch nicht verstanden....
 
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#35
Radio Regenbogen hatte von Beginn an viel mehr Manpower, ein riesiges Werbebudget ...
... und den legendären Klaus Schunk, der bekanntlich heute noch in gleicher Position wirkt. Er hat das geschafft, was viele PDs/Gfs baden-württembergischer Regionalsender damals nicht auf die Reihe bekommen haben: den Sender in relativ kurzer Zeit in die schwarzen Zahlen zu führen.

Die 102,8 (mit zunächst 10kW vom Sender Heidelberg) konnte von Frankfurt bis Offenburg durchgehend empfangen werden. Damit war der Privatfunk in Nordbaden dann schnell etabliert.
Da ich zu der Zeit in Frankfurt/M. gewohnt habe, muss ich leider widersprechen. Dort ging Radio Regenbogen mit normalem Aufwand gar nicht. Selbst ins Kabel wurde nicht eingespeist. Südlich wurde der Empfang ab Darmstadt brauchbar. Interessanterweise ging Regenbogen aber, sobald man aus Frankfurt Richtung Wiesbaden rausfuhr, dann recht gut. Auch in Wiesbaden selbst und im Taunus war der Empfang relativ stabil, obwohl die Entfernung zum Heidelberger Sendemast größer war.​
 
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#37
... und den legendären Klaus Schunk, der bekanntlich heute noch in gleicher Position wirkt. Er hat das geschafft, was viele PDs/Gfs baden-württembergischer Regionalsender damals nicht auf die Reihe bekommen haben: den Sender in relativ kurzer Zeit in die schwarzen Zahlen zu führen.
Schunk war jahrelang CvD bei der Rhein-Neckar-Zeitung in Heidelberg, ehe er 1987 mit dem Aufbau des damals noch namenlosen neuen Privatsenders für die Region betraut wurde.
Dorthin nahm er einige seiner Zeitungskollegen mit, was man Radio Regenbogen in der Anfangszeit auch deutlich anhörte. Schunk brachte Regenbogen bereits Anfang der 90er in die schwarzen Zahlen - viele andere Verlegerradios in BaWü haben diese nie ereicht und mussten nach wenigen Jahren das Handtuch werfen. Dieser schnelle Erfolg ist einer der Gründe, warum er von den Gesellschaftern fast immer Rückendeckung hatte.

Da ich zu der Zeit in Frankfurt/M. gewohnt habe, muss ich leider widersprechen. Dort ging Radio Regenbogen mit normalem Aufwand gar nicht. Selbst ins Kabel wurde nicht eingespeist. Südlich wurde der Empfang ab Darmstadt brauchbar. Interessanterweise ging Regenbogen aber, sobald man aus Frankfurt Richtung Wiesbaden rausfuhr, dann recht gut. Auch in Wiesbaden selbst und im Taunus war der Empfang relativ stabil, obwohl die Entfernung zum Heidelberger Sendemast größer war.
Auf Fahrten von Mannheim zum Flughafen Frankfurt konnte man Regenbogen mit einigen kurzen Rauscheinbrüchen durchgehend hören. Dass in der Innenstadt mit Normalaufwand nichts ging, glaube ich dir gerne.
Es war auch nur ein Hinweis darauf, dass die 102,8 die stärkste Privatfrequenz für Nordbaden und Rhein-Neckar war - ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil, von dem Radio Regenbogen bis heute zehrt.
 
#38
1987? Sehr interessante Radiozeit! Damals war ich Pendler zwischen (Ost-)Berlin und einer Kleinstadt am Rand des Thüringer Waldes.

Während in Berlin mich der in jenem Jahr gestartete erste Berliner (alternative) Privatsender besonders interessierte (was ich hier im Forum schon mehrfach gewürdigt habe), aber auch SFB(eat), Rias 2 und auch DT64 durchaus gehört wurden, war die Situation in Thüringen eine ganz andere, da aus allen Himmelsrichtungen UKW-Sender einstrahlten: Dort stand ganz frisch FFN (vom Torfhaus) mit dem Frühstyxradio ganz oben auf der Favoritenliste. NDR2 der Club wurde auch gern gehört und HR3 (vom Hohen Meißner) war in jener Zeit für meinen Geschack auch ganz gut hörbar, besonders die Abendsendungen. Nichts anfangen konnte ich mit dem Bayern 3 der vielgerühmten Herren Gottschalk und Jauch. Aber immerhin gab es aus Bayern damals schon den Zündfunk. Rias 2 aus Hof ging grad so mit 'nem um die Teleskopantenne gewicketen Draht zur Empfangsverbesserung. Spielte da nicht so die Rolle.

Wieder anders die Situation weiter östlich bei ein paar Praktika in den Gegenden um Jena und Gera. Im Jenaer Talkessel ging mit damals für mich verfügbaren mobilen Radiogeräten eigentlich gar nix vernünftig. Da wäre wahrscheinlich so eine der Anlagen, wie Radiowaves sie beschreibt, hilfreich gewesen. Allerdings südlich von Gera prallte dann der Rias 2 aus Richtung Hof in Ortssenderqualität rein, mein Sanyo-Walkmen konnte da nix anderes empfangen. Heut vermute ich, dass das Gerät bei mittleren Frequenzen (um 91 und 92 MHz herum) besonders gute Empfangseigenschaften hatte, während es im Rest des UKW-Bandes taub war. Denn mit dem Gerät ging im Zug SFB2 vom Schäferberg zwischen Berlin und kurz vor Wittenberg. Aber so gut wie kein anderer Sender war im Zug empfangbar (auch kein DDR-Sender) .

Aufgenommen über die 91,2 Waldstein in Gera, also 86 km Abstand und wohl 20 kW (zumindest offiziell *). [...]
Was war da los? Ein Artefakt der Übertragungsstrecke? Lief RIAS-UKW auch über Postleitungen der DDR (!) oder hatte man dann eine andere Zuführung?
*)
Zu den Sendeleistungen von in die DDR einstrahlenden Westprogrammen kursieren immer wieder (auch heute noch) die wildesten Gerüchte. Das bizarrste, das ich zu hören bekam, war sinngemäß "nahe des Senders Ochsenkopf waren Bäume im Wald braun geworden durch die hohe Strahlung, soviel Leistung ging da raus, kannst du im Internet nachlesen". Dabei wird vergessen, dass eine Leistungsverdoppelung gerade mal 3 dB mehr Signalpegel an der Antenne macht. Also z.B. 200 kW ERP statt 100 kW bringen gerade mal was, was am Randbereich der Empfangbarkeit auffällig wird.. Und das muss man erstmal inbekommen (Sender, Filter, Weiche, Kabel, Antenne). Und die Netz-Fundstelle fand ich nicht. Aber die 20 kW RIAS 2 waren doch schon sehr üppig, bis Leipzig konnte man das empfangen - und dort auf die 94,3 Berlin umschalten.
Die Gerüchte, dass die Zuführung von Hof (mindestens in den 80ern) über über Leitungen Deutschen Post lief, hab ich mehrfach gehört. Halte ich für möglich - brachte Devisen...
Und das Signal vom Waldstein wurde sicherlich sehr stark in die Richtung Gera/Leipzig gebündelt, so dass in richtung Norden fast die ganze Leistung raus ging, nach den Seiten und richtung Süden so gut wie gar nichts. Wäre dann vergleichbar mit 100-200kW Rundstrahlung....
 
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#39
1987....

da hab ich am Standort SCHLEIZ ( Südostthüringen) :

-Rias 2, der kam mir als Schulkind sehr frisch rüber
-HR 3 , da besonders gerne Nachmittags die Jukebox,fand ich irgdw. spannend, die Sendung
-NDR 2 da besonders gerne am Wochenende war das glaube ich, die Plattenkiste gehört, war noch mit Carlo v. Tiedemann?

Bayern habe ich komischerweise so gut wie gar nicht gehört, trotz der Nähe.
Auf Mittelwelle habe ich Abends gerne auch mal SR 1 Europawelle Saar auf 1422 gehört oder RTL auf 1440.

.......................
 
#41
Meine damaligen Favoriten in Würzburg:

Würzburger Mischfrequenz 103,0 (Radio Gong/Würzburg 1/Mainradio)
Hier speziell die Sendungen von Würzburg 1 (später Radio W1) und die American Top 40 mit Rick Dees (ausgestrahlt auf Radio Gong Mainland)

Bayern 3
Hier vor allem die Shows von Gottschalk, Jauch und Egner sowie die Schlager der Woche

Meine damaligen Favoriten in Berlin:

DT 64
Hier div. Musikspecials und das tägliche "Duett"

RIAS 2
Keine besonderen Favoriten - RIAS 2 war irgendwie immer hörbar....

Radio 100
Mein erster Kontakt zu linksalternativem Radio, wobei ich mich ausschließlich auf die Musik konzentrierte. Zum Verstehen der Wortbeiträge war ich noch zu jung...

Und wie habe ich die Sender gehört? Mit den Ohren.

Mehr kann ich zum Thema Empfang nicht sagen, da mich der ganze Technikquatsch nie interessiert hat. In diesem Punkt bin ich eine typische Frau - alles muss irgendwie gehen. Und wenn etwas nicht geht, wird der Fachmann gerufen. Mitquatschen kann ich aber trotzdem wie 'ne Große:)....
 
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#42
Ich habe damals im Südharz bis zur Jahresmitte 1987 hauptsächlich hr3 auf der 89,5 vom Hohen Meißner gehört. Ab der Jahresmitte war dann (mit einem halben Jahr Verzögerung) ffn mit seinem damals noch sehr ansprechenden Programm auch in Südniedersachsen empfangbar (über die 102,8 Göttingen oder 102,4 Torfhaus). Da hatten die Hessen dann bei mir keine Chance mehr. NDR2 war mir damals schon zu verschnarcht und kam daher eigentlich nur sehr selten in die engere Wahl bei der Sendersuche. Gelegentlich gab es am Samstagvormittag noch die Hitparade (mit HGM) bei NDR Radio Niedersachsen (98,0 Torfhaus).
 
#43
nödlich von Berlin
SFB2 (92,4), RIAS2 (94,3), afn (87,9), BFBS (98,8), Radio100(103,4) und auf Mittelwelle Luxembourg 208 ab 20:00

Bei Überreichweiten oder im Urlaub NDR2 (91,0) (zu der Zeit noch nicht kaputt formatiert)
 
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#44
Zwischenzeitlich sind per PN einige Anfragen zur badischen Privatfunkszene und zu Radio Wachenburg eingetrudelt. Daher hier nochmal eine kurze Zusammenfassung aus eigener Erinnerung:

Radio Wachenburg aus Weinheim startete 1987 und war somit eines der ersten badischen Privatradios. Wachenburg hatte kein stringentesOldieformat, am ehesten würde man das heute als "Oldie-based AC" einordnen. Es liefen aber auch aktuelle Titel und vereinzelte Schlager. Solche Brüche im Musicflow gab es Ende der Achtziger Jahre aber auch bei RPR und Radio Regenbogen, die Durchformatierung nach US-amerikanischem Vorbild begann im Privatfunk erst Anfang der Neunziger.
Gründer und Eigentümer von Radio Wachenburg war Herr Diesbach senior, der Verleger der Tageszeitung "Weinheimer Nachrichten". In deren Redaktionsräumen in der Friedrichstraße 24 befanden sich auch die Hörfunkstudios, die Räumlichkeiten existieren heute noch, dort ist nun die Onlineredaktion der "WN" untergebracht.
Radio Wachenburg existierte von Oktober 1987 bis Dezember 1992 und war in diesen 5 Jahren ein "Groschengrab", wie viele andere Lokalsender in Ba-Wü auch. Das Programm war zu unprofessionell, die Frequenz zu schwach und das Werbebudget zu gering. Als Radio Regenbogen im März 1988 startete, war ganz Weinheim mit Plakaten zugepflastert. Sowas konnte sich Radio Wachenburg nicht leisten. Trotzdem hatte das Programm in der Stadt eine gewisse Bekanntheit und Hörerschaft.
Mit der Zuteilung der neuen Frequenz 106,1 vom Sender Heidelberg Ende 1992 wurde das Sendegebiet dann deutlich vergrößert, gleichzeitig stellte man auf ein reines Oldieformat um. Um den Wiedererkennungswert zu steigern änderte man den Namen zu "Oldiesender Rhein-Neckar". Der Mantel kam weiterhin von RTL und die lokalen Sendeschienen weiterhin aus Weinheim. Mit Beginn der neuen Lizenzperiode im Oktober 1994 musste der Oldiesender dann auf Druck der LfK mit weiteren Lokalsendern fusionieren und der Name "RNO" entstand. Die Studiotechnik wurde nach Schwetzingen verfrachtet, von wo aus RNO / Radio Sunshine / Sunshine Live dann bis Januar 2006 sendete.
 
#46
Man merkt die Promos wurden noch gesprochen und nicht wie es heuer üblich ist, Wort um Wort zusammengeklebt. Ohne große eine Effekte, eine rhythmische Musik langte. Man wurde noch gefragt ob Du oder Sie. Und der alte Satz: Am Mikrofon! Zu jener Zeit ja geradezu amtlich in der deutschen Radiolandschaft.

 
#47
1. Nennt Euren damaligen Empfangsstandort

Funkhaus am Dornbusch, Frankfurt

2. Zählt Eure seinerzeitigen Lieblingssender auf (von wichtig bis weniger wichtig absteigend) und nennt
hr3
hr4
hr2
hr1

3. deren Frequenzen

sind bekannt

4. Sendeleistungen
pro Grundnetzsender ca 100 kw

5. Distanz (KM) zu den Sendetürmen
Großer Feldberg ca. 30 km, Stadtsender FFM 20 Meter


7. Euer technisches Empfangsequipment
Schaltraum
 
#48
Rückfrage hierzu: Die ehem. Stadtfrequenzen von hr3 (103,9) und hr4 (90,4) hat der hr 1998 zum Maintower umkoordiniert und mit den damaligen "plus-Programmen" xxl und skyline belegt.
Aber wieso gingen die Frequenzen von hr1 und hr2 an den Privatfunk? Hat der hr dafür irgendeine Gegenleistung bekommen?
 
#49
1987 eine für mich spannende Radiozeit als Teenager - es gab einiges zu entdecken im Äther und ich hatte meinen persönlichen Wochenzeitplan, wann es galt welchen Sender zu wählen, um bestimmte Sendungen nicht zu verpassen.


1. Wennigsen (Deister Nordrand)
7. Als Empfangsgeräte diente ein JVC Radiorekorder, der bei Empfangsproblemen auf aufgetürmte Sitzelemente in meinem Zimmer gestellt wurde, um z.B. den störungsfreien Empfang von hr3 zu ermöglichen.

2. Zunächst hörte ich die ortsansässigen Sender

Zunächst hörte ich NDR2 96,2 aus Hannover: Internationale Hitparade direkt vom Plattenteller samstags abends ab 18h
Club Wunschkonzert sonntags 18h donnerstags 20h Hit oder Niete mit Mal Sondock und natürlich dienstags 20h Gerd Alzens legendäre Maxis maximal
- ffn 101,9 mit 25kw Funkturm auf dem Deisterkamm in Sichtweite
ffn hot 100 mit Jörg Christian Petershofen waren Pflicht (JCP hörte ich schon bei NDR 1 in Pop Fit - Radio für junge Leute

Vom WDR aus dem Teuteburger Wald mit 100kw hörte ich dann samstags um 18h die deutsche Fassung der American Top 40 mit Dennis King. Die gab es zunächst auf WDR2 93,2. Im Rahmen von Umstrukturierungen wechselte die Sendung is Programm von WDR1 90,6.

hr3 donnerstags von 19-21h Hitparade international mit Werner Reinke und ab Ende 1987 Anfang 1988 ab 21h der Maxi Mix mit Markus Hertle (Frequenz 89,5 Hoher Meißner 100kw)

Zum Glück kam bis Mitte 1990 (Sendestart Antenne NDS) die 103,6 von Radio hamburg mit 80kw vom Heinrich Hertz Turm auch zumindest in mono gut an. im September 1987 endeckte ich dort sonntags von 13-15h die gekürrzte Originalfassung der American Top40 mit Casey Kasem. Da ich AFN nur über MW auf 1143khz aus Bremerhaven hören konnte und auf 873khz aus Frankfurt, war RHH in der Zeit sprichwörtlich das Ohr zur Welt! Die kompletten Top 40 gab es ab 1988 immer im Nachtflug sonntags ab 0h. Also hörte ich bis kurz nach 1h zu und schnitt 45min mit um die kompletten Top 40 zu haben.

-97,6 BFBS 30kw aus Visselhövede: u.a. hörte ich dort Bullets mit Paul Gambaccini
http://bfbs-radio.blogspot.com/p/bfbs-american-charts.html

Es war damals für mich die Zeit, als Radio wichtiger als TV war und man einschaltete um zu einer bestimmten Zeit eine bestimmte Sendung zu hören. Heute gibt es das kaum noch.
Wenn es heute wenigstens abends special interest Sendungen geben würde, wär ich bestimmt mit dabei:
z.B. könnte man in einem 80iger Sender an einem Abend Maxis spielen am nächsten legendäre konzertmitschnitte wie beispielweise "Live Aid" und dann sich am nächsten der NDW widmen oder nur einem speziellen Künstler der Zeit widmen - das macht natürlich mehr Artbeit als nonstop irgendwas von Festplatte aus der Zeit zu spielen würde aber endlich wieder was für den echten Radio(zu)hörer sein von denen es meiner Meinung nicht wenige gibt...
 

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#50
Im ersten Halbjahr 1987 habe ich - natürlich - getestet, ob meine wöchentliche Show für Radio Telstar Int. (Gemmenich) es auf UKW bis ins Ruhrgebiet schafft - und war jedesmal erfolgreich...
 
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