Was ist wichtiger: Musik oder Info?


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#1
Meine These lautet:
Radio ist ein Bauchmedium. Infos spielen nur eine untergeordnete Rolle.
Klar, beides muss stimmen.
Aber Musik ist der Haupteinschaltfaktor.
Glaubt ihr, so wie ich, dass Infos maßlos überbewertet werden?
Bin gespannt auf eure Postings!
 
#2
Sag´ mal, avb: Was hast du für einen Job, dass du Zeit hast, seit 2-3 Wochen regelmäßig Radioweisheiten unters Volk zu posten? (Damit mein ich gar nicht in erster Linie diesen Eintrag) Aber auch hier: Natürlich ist die Musik Einschaltgrund Nr.1! Das wird sie auch immer sein. Dann kommt Wort! Aber weil beides wichtig ist, wird auch beides immer weiter bleiben! :)
 
#3
@Seppo:

Hallo du Blockwart!

Mal kurz nachgerechnet: du weißt, dass ich erst seit 2 - 3 Wochen hier poste, du weißt anscheinend auch genau was und wo. Um so weit zu kommen, musst du wesentlich mehr Zeit vor der Maschine hier verbracht haben also ich!
Also: was hast DU für einen Job?!

@Hörer:

Eben.
Ich habe es schon erlebt, dass
a) Moderatoren spontan irgendwelche Veranstaltungstipps der AWO vorlesen
b) Nachrichtenleute Pressetexte Wort für Wort übernehmen
Und das beste: diese Leute werfen wirklichen Radiofüchsen vor, sie würden das Wort nicht hochhalten und nur fast-food-Müll produzieren. Danke schön!

@Seppo again: Radiofuchs oder Kämmerer?
Jetzt will ich es wissen?
 
#4
Hallo AVB,

deine These "Radio ist ein Bauchmedium" gilt die für die Hörer, oder für die "Macher" ?

@ Hörer:
Wenn Du das Programm "Deines" Senders für falsch hälst, warum gehst Du dann nicht?
Stellen gibt es doch genung!
Ich würde doch im Leben nicht für einen Sender arbeiten, der mir nicht gefällt.
 
#5
@MAA:
"Bauchmedium" hab ich jetzt in erster Linie aus Hörerperspektive gemeint.
Wir hören doch die Sender, bei denen wir das richtige Gefühl haben.
Aber die Macher müssen oft auch aus dem Bauch heraus programmieren. Wenn ihnen nämlich entsprechende Daten fehlen (und das ist fast immer der Fall. Leider).
 
#6
@Hörer: www.showprep.de / such' dir was nettes aus

@AVB. "Hörer entscheiden per Bauch" sehe ich genauso wie Du. "Macher per Bauch" - ist ein Risiko. Wir haben eigentlich genung Daten von der GfK. Wir müssen sie nur nutzen. Und das gilt nicht nur für CR'S und CvD'S. Natürlich kennt jeder meiner Moderatoren komplett seine Daten. Natürlich kennt jeder Mitarbeiter (egal ob fest oder frei) unsere kompletten EMA-Daten. Ist ja schließlich unser Handwerkszeug.
 
#11
@Hörer

ich meinte eher, Du sollst die beiden Einsen aus meinem Beitrag oben zusammen zählen.

Die eine 1 bringt sich hier quasi selbst ins Gespräch - und die andere 1 ist ja nun mal bekanntlich frei. Also warum sollte dann nicht 1 und 1 plötzlich zu 1 werden? You understand?

[Dieser Beitrag wurde von WakeUp am 09.08.2001 editiert.]
 
#12
@wakeup: Verzähl Dich nicht!
Denk an Schach:
Der Zug, den Du siehst, ist nicht gefährlich. Er ist nur die Vorbereitung...

...zu einem viel besseren Zug!
 
#13
Kommen wir hier vielleicht ein wenig vom Thema ab?

Wir könnten doch z.B. auch mal drüber reden: welche Art von Info ist die beste. Nur ein Vorschlag.

Auch wenn die Süddeutsche über Leute wie mich herzieht: ich bin strikter Verfechter von adäquaten Darstellungsformen: d.h. meistens reichen 3 Satz Moderationen. Aber WENN es mal Knaller gibt, die alle vom Hocker reißen, dann kann man bis zur Sondersendung hochgehen (aber mal ehrlich: wie oft kommt so was vor?)

Was waren eure letzten/besten Knaller? Erzählt, erzählt.
 
#14
Die Frage ist aus Sicht der Marktforschung eindeutig zu beantworten : Musik ist wichtiger! (In Umfragen geben über 80 Prozent der Befragten Musik als Hauptgrund für ihr Einschalten an). Aber das Wort darf man gerade in NRW auch nicht unterschätzen. Wir haben hier eine andere Hörfunkgeschichte und -Kultur im Radio, als anderswo. Ein beitragsloses Programm wird hier sicher auch von den Hörern schneller als Niveaulos verurteilt, als beispielsweise in Berlin.
Aber um die Frage abschließend zu beantworten : Lass doch mal in Köln ein reines Musikprogramm und ein reises Wortprogramm parallel On Air und schaue nach einem Jahr, wer mehr Hörer hat. Da wird es 100%ig keine Überraschungen geben!
 
#15
@Lauscher:

Die Idee mit Köln ist gut. Leider aber fiktiv. Denn wo sind die Lizenzen für so ein Experiment.

Apropos Köln: wenn schon denn schon. Ich glaube, hier wäre Platz für zehn bis zwölf Sender verschiedener Formate. Auch alles leider nur fiktiv. Vorerst.
 
#16
Jungs...nur kurz vorweg: Am Nevinghoff wird auch ne CR-Stelle frei. Oder ist die schon besetzt??? Nö, oder?

Und jetzt zum Thema; klar ist Musik das wichtigste, aber wir haben als Locals doch auch noch eine Aufgabe. Die Hörer schalten auch wegen der Nachrichten ein. Was die Hörer da genau hören wollen, ist allerdings erschreckend. Mir ist es schon passiert, dass ich an der Kasse angesprochen wurde: Na? Hamse den Hund getz gefund´n, dende heute morgen im Radio gesucht hast?
Da stand ich nun mit meiner Rolle Klopapier und dachte...: Ey...wofür breche ich mir den Arsch ab und versuche die Sendeplätze spannend zu füllen. Könnte doch auch ganz bequem drei Stunden lang Tiermeldungen vorlesen...!

Ach...soviel ich weiß, werden bei einigen Sendern freie Moderatoren gesucht. Schreib den Chefs doch einfach mal ne EMail, ob die suchen oder nicht. Ich glaube schon, dass da einige sehr interessiert sind!
 
#17
Hallo Pfiffigunde,

Du hast aus meiner Sicht das Konzept eines Lokalradios nicht ganz verstanden. Wenn Dich jemand an der Kasse wegen des entlaufenen Hundes anspricht: Ist doch klasse!

Gerade Hörernähe, der direkte Bezug zur Hörerschaft vor Ort zeichnet doch ein gutgemachtes Lokalradio aus. Wenn jemand anruft und seinen entflogenen Wellensittich suchen lassen möchte, warum soll man das nicht mal durchgeben? So erreicht man eine starke Hörerbindung und man betrachtet das Radio als "seinen" Sender.

Hör´ mal BFBS, die machen typisch britisches Local Radio, verbunden mit Elementen eines nationales Radio. Die haben keine Berührungsängste - und auch das macht sie so erfolgreich. Marc Tyley, bis vor kurzem General Manager in Herford, kann da viel erzählen...

Musik beim Lokalradio ist wichtig, aber ein Lokalradio sollte eine breite Mischung gerade in den Primetimes am Vormittag und Nachmittag fahren, um auch Hörer, die primär an Infos aus der Nachbarschaft interessiert sind, zu erreichen. Im Raum OWL - speziell Minden z.B. - der traditionell vom WDR vernachlässigt wurde, haben ziemlich viele einen Radio Westfalica-Aufkleber am Auto...
 
#18
Hallo Adam,

...Du hast ja recht; ist ja auch klasse und gerade auf dem Land ist es für die Hörer immer noch etwas total besonderes,wenn sie ihren Ortsnamen im Radio hören. Und dabei ists egal, was sie dann dabei hören und wenn es eben nur der Wellensittich ist und das mache ich ja auch immer gerne. (Irgendwann haben wir über drei Tage lang einen kleinen Dackel gesucht, die Hörer haben wie irre angerufen und geholfen. Ende vom Lied: Der Dackel ist gefunden worden.) Nur die Frage ist; müssen wir (ich regte es schon mal an dieser Stelle an) so wahnsinnig komplexe Themen machen? Müssen ewiglange TI´s mit dem technischen Beigeordneten sein? Ich denke nicht...das ist ein Abschaltfaktor und darüber erschrecke ich mich im Endeffekt. Also ich erschrecke mich, dass wir das noch immer machen...und uns die oft sehr knappe Zeit nicht sparen.
Aber dagegen setze ich trotzdem auch, dass wir in den Lokalstationen eine gewisse Aufgabe haben; und dazu gehören eben auch kommunalpolitische Gähnthemen. Oder seht Ihr das anders? Bin da etwas gespalten...wie Ihr lesen könnt...
Liebe Grüße
Is klar, ne?
 
#21
Die Musik ist Haupteinschaltfaktor und deswegen am wichtigsten. Wir "Locals" vergessen das leider oft, weil wir keine eigene Musikredaktion haben.
Rein theoretisch zumindest. Denn warum sonst sollte es diese gigantischen Unterschiede in der Hoereraktzeptanz im Lokalfunk geben??
 
#23
In Sachen Musik stellt sich mir allerdings nur eine Frage.

Wir spielen ja 24h am Tag die beste Musik für ein land, NRW, dass vielfältiger nicht sein kann. Ballungsräume, Großstädte und ländliche Gebiete nah beisammen. Es ist erwiesen, dass die Stadthörer eine andere Musikfarbe möchten als der typische Landhörer. RLW Hamm hat die beste Quote, ländlicher geht´s ja wohl nicht mehr. Vielleicht wäre ein mehr am normalen AC Format ausgerichtetes Programm besser. Anderte Sender machen es doch vor Hit Radio Antenne RPR eins und so weiter, die Hits aus drei Jahrzehnten zu spielen. Sobalöd es an die Wunschmusiksendungen geht ist nämlich das Eis gebrochen und die Hörer wollen auch mal einen Song aus den 80s wenn nicht sogar 70s hören, natürlich gepaart mit Musik der 90er und den aktuellen Charts. Der Mix macht es, mir ist die Musikfarbe zu eintönig. Und der Hörer hängt an der Musik und nicht an einer HIGH ROTATION LIST.
 
#24
Also, eine der Stärken von Radio NRW ist die Musikauswahl, die nicht eintönig wirkt.

Die Musikfarbe kommt durch ein breit ausgelegtes AC-Format gut und abwechslungsreich rüber. Specials, wie Oldiesendungen mit D. Schubert, lokalen Musiksendungen verschiedener Genres oder einer CHR-Farbe runden das Format ab.

Sender, die rund um die Uhr nur die größten Hits der "Achtziger, Neunziger und vom Neuesten das Beste" spielen und das mit einer straffen Playlist von, sagen wir 250 Titeln gestalten, sind damit nicht mehr erfolgreich. Es entstehen Overkilleffekte und der Eindruck, daß nur noch Burnouts gespielt werden. Schnell entsthet der Ruf, daß dort nur noch "Einheitsbrei" gemixt wird.
 
#25
@Radiomann
Musik wird in nrw immer ein Streitpunkt bleiben. Ich bin allerdings der Meinung, dass Carsten Hoyer in den vergangenen Monaten vieles verbessert hat. Ein Teil des "Lokalfunkaufschwungs" geht sicher auch auf seine Kappe.

Zu deinen Beispielen:
Welches Hitradio Antenne meint Du?
Und RPR ist spätestens seit der letzten MA nicht unbedingt ein Vorbild.
 
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