Was verdient ein Volontär?


Status
Nicht offen für weitere Antworten.
#1
Hallo zusammen,

ich bin schwer beeindruckt: auf dieser site ist ja richtig was los. Ich brauch' als Greenhorn einfach mal ne Einschätzung von Kennern der Branche.
Ich hatte letzte Woche ein Volo-Vorstellungsgespräch bei einem "normalgroßen" Sender (à la Radio Charivari, sunshine live etc.) und stelle mir nun die Frage: was verdient man eigentlich als Volontär bei den Privaten? Ich hab mich nich so recht getraut, mein Gegenüber darauf anzusprechen. Gibt's da einheitliche Richtlinien oder ist das von Haus zu Haus verschieden?

Über ein paar Infos freut sich

Normalize
 
#2
Kommt drauf an, ob sie nach Tarif zahlen oder nicht. Die meisten Privaten sind nicht im Tarifverbund und zahlen folglich untertariflich.
Mit ca. 1300 € brutto im ersten Jahr solltest du aber rechnen können.
 
#4
hoppla, das nenne ich "schnellstes Medium der Welt" - nicht mal 10 Minuten für zwei Antworten, das ist ja klasse.

Okay, der Sender ist im Westen. Natürlich ist die Kohle auch nicht der wichtigste Punkt, aber etwas zu Beißen macht ja angeblich kreativer...

Auf weitere Reaktionen freut sich

Normalize
 
#9
Wenn ein Volontär rechnen kann wird er nicht mehr als 640 € verlangen (was gleichzeitig auch die Chance auf ein Volontariat erhöht...).

Liegen seine Einkünfte und Bezüge nämlich über diesem Satz, verlieren seine Eltern ihren Anspruch auf Kindergeld und somit sämtliche anderen Vergünstigungen rund um ihr Kind. Desweiteren zahlt man auf dieses Einkommen keine Steuern und kaum Sozialabgaben.

Bei 640 € bleiben Euch netto ca. 510 € netto + 154 € Kindergeld (+ sonstige Vergünstigungen wie z. B. Baukindergeld, Werbungskosten, Haushaltsführung etc).

Bei einem Volo-Gehalt von ca. 1000 € bleibt unterm Strich dann quasi genausoviel, wenn man rechnet, dass die oben genannten staatlichen Gelder dann natürlich wegfallen würden...

Voraussetzung ist natürlich, dass Euer Elternhaus "intakt" ist, und ihr entsprechend unterstützt werdet.

Also erst rechnen, dann jammern...
 
#10
Alternativ: man meldet nur einen Nebenwohnsitz in der Ausbildungsstadt an. Dann kann man jeden Monat die Miete absetzen/ alternativ regelmäßige Fahrten nach Hause. Macht in der Steuer ganz schön was aus. Ihr müsst nur erklären, dass ihr euren Lebensmittelpunkt bei euren Eltern habt (Partner, Freunde da, Familienbindung...) Ich habe damals etwas mehr brutto gehabt als die magischen 1000 Eus. Davon ging zwar monatlich mehr Steuer ab, als Labim mit 640 Eus erklärt. Dafür habe ich durch diese legalen Tricks bei der Steuererklärung viel wiederbekommen und außerdem den Ansprüch auf Kindergeld gewahrt. Das kam alles auf einmal, kann man sich ja gut beiseite legen und schön in den Urlaub fahren. Allerdings kann ich nicht sagen, ob sich in den letzten vier Jahren wesentlich was an den Regelungen geändert hat. So lange ist das schon her. Was den Nebenwohnsitz noch attraktiv macht: ihr könnt auch Anschaffungskosten, wie Kühlschrank, Küchenmöbel etc., absetzen.
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben