Webradio mit Verkehrsmeldungen


#1
Hallo alle miteinander und schöne Pfingsten wünsche ich noch! Ich bin in der Vorplanung eines Webradios und möchte auch den Service Verkehrsnachrichten, wenn live on air integrieren, so wie es die großen Sender tun! Diese senden ja das sogenannte ARI-Signal aus welches den Beginn der Verkehrsmeldungen aus dem Verkehrsstudio initiert! Würde dieses Signal eigentlich auch über das Internet technisch funktionieren! Früher gab es ja den sogenannten Hinz-Triller! Welches Mischpult könnt ihr empfehlen in Richtung D&R, Studer, etc.? Was haltet ihr von Radioplayout-Software wie Mairlist, Radio DJ, Radiologik? Welches könnt ihr empfehlen? Welches Equipment ist nötig, damit der Live broadcasting so professionell klingt wie in den großen Radiostationen; zumindest nahe daran herankommt?
 
#4
Ich bin in der Vorplanung eines Webradios
Noch eins. Als ob es nicht schon genug Mist im Netz gäbe.
Kurzfassung: Du möchtest zwar Radio spielen, hast aber so ziemlich keinen Plan.
Welches Mischpult könnt ihr empfehlen
Ein broadcasttaugliches.
Was haltet ihr von Radioplayout-Software
Zwingend notwendig.
Das liegt an deinen Anforderungen, von denen du nichts schreibst.
Vom Budget ganz zu schweigen.
Welches Equipment ist nötig, damit der Live broadcasting so professionell klingt wie in den großen Radiostationen
Diese Frage setzt voraus. dass es "in den großen Radiostationen" professionell klingt.
zumindest nahe daran herankommt?
Schon mal auf die Idee gekommen, dass du im Webradio einen besseren Klang hinbekommen könntest?

tl;dr :rolleyes:
 
#5
Tja, da hast Du ja gleich schön auf den Deckel gekriegt, und mit was? Mit Recht.

Lieber @Barkaribbean, Dein Eifer in Ehren, aber alleine durch die Form Deines ersten Beitrags diskredierst Du Dich schon selber. Über hundert Wörter und kein einziger Punkt! Stattdessen Ausrufezeichen, sogar dort, wo Fragezeichen stehen müßten. Wenn so Deine künftigen Beiträge im Radio (Du planst doch sowas?!) aussehen, na dann servus. Und gleich alle Fragen in einem Atemzug zu stellen zeugt auch nicht eben von Tiefgang.

Ich versuche es mal ohne Häme aufzudröseln:

Ich bin in der Vorplanung eines Webradios und möchte auch den Service Verkehrsnachrichten, wenn live on air integrieren, so wie es die großen Sender tun!
Das zeugt von großartigem Selbstbewußtsein, Respekt. Aber hast Du Dir mal überlegt, welchen Aufwand das bedeutet? Nun, über den Sinn von Verkehrsmeldungen im Webradio mag man streiten, es gibt ja auch Leute, die im Auto Webradio hören. Allerdings haben die dann auch immer eine Internetverbindung an Bord, über die sie die aktuelle Verkehrslage jederzeit (!) abrufen können.

Also Verkehrsnachrichten. Welche denn? Was ist denn Dein Sendegebiet? Die Welt, da Webradio. Gut, dann reduzieren wir es mal auf die Bundesrepublik. Da wirst Du vor lauter Meldungenlesen in der Sendung zu nichts anderem mehr kommen. Und hast Du Dir mal überlegt (natürlich nicht!), daß, wenn Du schon mit so etwas anfängst, Deine Hörer ein Anrecht drauf haben, Verkehrsnachrichten jederzeit, und nicht nur ein-, zweimal die Woche, wenn Du gerade mal Lust hast, eine Show zu moderieren, empfangen zu können? Nicht umsonst füttern die „großen Sender“ ganze Horden von Leuten in den Verkehrsredaktionen (!) durch, um diesen Service bieten zu können

Und woher sollen diese Meldungen stammen? Aha, von Webseiten. (Denen der „großen Sender“ vermutlich.) Leider ist aber bei jedem (!) Webangebot immer ein kleiner Urheberrechtshinweis vorhanden (ja, auch bei der Polizei selber), der nicht ohne Grund da steht.

Diese senden ja das sogenannte ARI-Signal aus welches den Beginn der Verkehrsmeldungen aus dem Verkehrsstudio initiert! Würde dieses Signal eigentlich auch über das Internet technisch funktionieren!
Nein. ARI ist seit fünfzehn Jahren Geschichte, die aktuelle Übertragungstechnik nennt sich RDS und wird von keinem Webradioempfänger verstanden werden (jedenfalls von denen, die ich kenne. Ich lerne gerne hinzu). Wenn Du einen neuen Internetstandard einführen willst, bitte gerne.

Früher gab es ja den sogenannten Hinz-Triller!
Ja, der hat aber mit den Empfängern nichts zu tun, der steuert nur Sender.

Welches Mischpult könnt ihr empfehlen in Richtung D&R, Studer, etc.?
Da hat @Hefeteich schon sehr erschöpfend Auskunft gegeben. Alleine, daß Du diese beiden Hersteller in einen Topf wirfst, zeigt wieder, daß Du Dir nicht die mindesten Gedanken vorher gemacht hast.

Was haltet ihr von Radioplayout-Software wie Mairlist, Radio DJ, Radiologik? Welches könnt ihr empfehlen?
Teils viel, teils gar nichts. Das Kapitel komm erst, wenn Du mit Deiner Idee etwas geerdeter bist.

Welches Equipment ist nötig, damit der Live broadcasting so professionell klingt wie in den großen Radiostationen; zumindest nahe daran herankommt?
Dazu habe ich mich weiter oben schon geäußert.

Hey, radiomachen ist, wenn man es richtig machen will, mit unsäglich viel Aufwand verbunden. Und zwar redaktionellem Aufwand! Die Technik spielt da eher eine untergeordnete Rolle. Andersherum: Wenn Du irgendwie eine angemessene Technik vorfinden solltest, was wolltest Du überhaupt senden? (Außer Verkehrsmeldungen.)

Wie immer wird bei solchen Projekte auch hier das wichtigste vergessen: Der Hörer. (Und wenn Du gut sein solltest: Die Hörer.) Du hast nicht auch nur eine Sekunde an das gedacht, was auf den Ausgang Deines Mischpultes folgen soll.

All das kann ich aus den etwas mehr als einhundert Wörtern Deines Posts herauslesen, trage es mit Fassung.
 
#6
Geiler Beitrag, @Südfunk 3. :thumbsup:

Mir fällt gerade auf: Nach dem Mikrofon hat der TE gar nicht gefragt. Bei DEM Sprachanteil!
Ob das wohl schon vorhanden ist? Und, wenn ja, welches?

Aber gut, ich werde eine konkrete Empfehlung aussprechen, auch wenn ich vielleicht gesteinigt werde, Doch damit ist der TE definitiv auf der sicheren Seite:
DHD Series 52 mit mAirList Professional, bevorzugt mit Wartungsvertrag.

Okay? :cool:
 
#7
Meine Empfehlung: Verzichte auf den Verkehrsfunk. Das ist schon in den von Dir zitierten "großen Radiosendern" ein völlig überflüssiger, nerviger Ballast (der in der Regel an 98 Prozent der Hörer vorbeigeht (weil die nicht im Auto sitzen oder auf einer völlig anderen Strecke unterwegs sind), und für den es im Navi oder als App längst deutlich bessere und aktuellere Alternativen gibt. Ich könnte noch mehr Argumente zusammentragen, aber wegen der großen Menge hier nur mal alles über vier Kilometer Länge.
 
#9
Ist doch klar: Musik. Wie schätzungsweise 100.000 andere Webradios auch. Die fast auch alle nur einen Hörer haben. Mit ganz viel Glück sind es sogar zwei Hörer, also noch ein weiterer neben dem Veranstalter des Radios.
 
#10
Ich muss doch sehr über diesen Faden lachen: Wie naiv sind manche hier eigentlich?

Alle Verkehrsredaktionen, die ich im Rundfunk so kenne, haben bezüglich Verkehrsmeldungen immer Kontakt zur Polizei, damit sie Verkehrsmeldungen überhaupt vermelden dürfen. Einfach so geht das nämlich nicht. Könnte ja jeder behaupten, auf der A was weiss ich was war gerade ein Unfall, nur als Beispiel. Wie naiv sind manche hier eigentlich?

In aller Kürze: Viel Spaß beim "Kampf" um die Genehmigung dazu! Die wirste mit Sicherheit nicht kriegen!
 
#11
Mal Deinen ganzen Ehrgeiz in allen Ehren, aber die Frage nach der Technik würde für mich bei der Planung eines Webradios erst an zweiter oder sogar dritter Stelle stehen. Der Markt an Equipment ist nahezu unüberschaubar, Dir wird keiner irgendetwas empfehlen oder zu etwas raten, solange nichts über Dein Konzept und Budget bekannt ist. Ich könnte Dir jetzt sagen, wenn Du ein gutes Mischpult suchst, dann kauf Dir ein D&R Airlite, wenn Du gute Playoutsoftware sucht, dann nimm mairlist, und als Mikrofon nimmst Du eins von Rode. Und was die Klangbearbeitung angeht, versuch es erstmal mit Geräten von Behringer. Mache ich aber nicht! Zum einen, weil sich bei einigen hier im Forum die Zehennägel schon aufrollen, sobald sie z.B. den Namen Behringer schon hören. Zum anderen, weil ich nicht weiss, ob das Equipment, mit dem ICH gute Erfahrungen mache und das für MICH akzeptable Ergebnisse liefert für DEIN Konzept und DEIN Budget geeignet ist. Jeder, der ein Unternehmen gründet und dafür Geld von der Bank haben will, muss einen Businessplan schreiben. Dazu rate ich Dir auch! Setzt Dich hin und schreibe auf, was Du eigentlich machen willst. Und zwar so konkret und ausführlich wie möglich. Und bevor du dich mit Feinheiten wie Nachrichten (die ich auch im Webradio grundsätzlich für nicht verkehrt halte), Verkehrsmeldungen usw. beschäftigst, versuche mir zu erklären, warum gerade ich Dein Programm einschalten sollte. Weil du bist "so wie die Großen"? Sorry, dann schalte ich lieber gleich einen "Großen" (wobei allein schon dieser Begriff einer genaueren Definition bedarf) ein. Versuche nicht, SWR3, NDR2, FFH, Antenne Bayern und wie sie alle heißen zu kopieren. Mache dir Gedanken, wie du dich von ihnen absetzen und unterscheiden willst - im positiven Sinne! Verkehrsmeldungen, vor allem wenn sie noch mit Hinztriller ein- und ausgeleitet werden, finde ich mega cool, damit unterscheidest Du dich aber nicht von den Anderen oder zumindest formal nur von denen, die keinen hörbaren Hinztriller mehr nutzen. Und wenn diese immer dann nur laufen, wenn du "on air" bist, ich aber dann nie im Auto sitze, sondern auf der Couch liege und relaxen will, dann würde mich dein Sender sehr schnell nerven. Versuche, einen inhaltlichen Mehrwert für deinen Sender zu definieren und dein Alleinstellungsmerkmal so konkret wie möglich umzusetzen. Z.B. über Musik - das ist so ein Thema, vielleicht sogar das Thema. Da musst Du nämlich erstmal fleissig CDs kaufen und wenn du Musik automatisiert aus dem PC fahren willst/musst solltest du diese digitalisieren. Die Anzahl der Titel in Deiner Rotation sollte zudem mindestens vierstellig sein und die Titel regelmäßig gewechselt werden, sonst bekommst du das mit Abwechslung nur sehr schwer hin, und dein Sender wäre eine weitere endlose Dudelschleife, die niemand einschalten würde. Und ja, du musst deine Musik kaufen. Tauschbörsenmaterial oder Audiorips von Youtube zu senden ist "no go", zum einen, weil es verboten ist und zum anderen, weil die Qualität solchen Materials ohnehin schon in den meisten Fällen nicht die beste ist und ja später noch auf die Bitrate deines Webstreams komprimiert wird. Illegales tun und dabei noch schlechte Qualität bieten, beides dürfte nicht der Anspruch eines ehrenhaften Radiomachers sein. Und bevor der erste Akkord eines von deiner Station gespielten Titels in die große, weite Welt gehen darf, musst Du erstmal bei GEMA und GVL vorstellig werden, die auch wieder Gebühren verlangen (wie dein Streamanbieter auch) und dir in ihrem Kleingedruckten weitere Vorschriften machen, an die du dich peinlichst halten solltest, wenn du keinen Ärger willst. Und so ein Stream alleine überlebt auf Dauer auch nicht, Dein Sender braucht eine Homepage, deren Inhalte gepflegt werden wollen und Vernetzungen in soziale Netzwerke, die Du permanent überwachen und moderieren musst, weil du allein für alles verantwortlich bist, was dort steht und von anderen geschrieben wird.

Du siehst, bevor hier über "die Großen" und ihre Technik von D&R, Studer, Orban, etc. gefachsimpelt wird musst du erstmal eine ganze Reihe an Vorfragen klären und ganz klein anfangen.

Was ich Dir noch rate: Bevor Du einen eigenen Stream aufmachst, den du 24/7 gesetzeskonform bespielen und überwachen musst und dir für Unsummen Equipment zulegst, bewirb dich mit deinem Konzept doch erstmal bei einem anderen Webradiosender / -Netzwerk oder sogar einer lokalen UKW-Station, z.B. bei einem Bürgerradio oder offenem Kanal. Die bieten meist auch (kostenlos) an, einen Sendeführerschein zu erwerben, wo Du einige grundsätzliche und sehr nützliche Dinge über Technik, Redaktion und Moderation beim Radio lernst.
 
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