Weitere ARD-(Schlager-)Wellen via DAB+ geplant


#2
Also
  • ein Schlagerprogramm vom MDR
  • ein Schlagerprogramm vom NDR (siehe)
  • ein Schlagerprogramm vom WDR
  • ein Kinderprogramm vom MDR (siehe)
Über ein WDR-Schlagerprogramm wurde hier im Forum bereits spekuliert, aber dass die Spekulationen einen realen Hintergrund haben, ist zumindest mir neu. Die drei anderen Planungen dagegen waren bereits Thema hier in den Radioforen, aber es ist ja auch schön, dass mal gebündelt behandeln zu können.

Zum Revival des Schlager im ARD-Hörfunk (nach der weitgehenden Verdrängung durch Oldies in den langjährigen Älteren-Programmen) habe ich erst kürzlich einen Thread gestartet, der aber ziemlich schnell wieder eingeschlafen ist.
 
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#5
Die Frage ist ja was dafür weichen muss. Ich vermute mal, man wird 1Live diggi dafür einstellen. Ob der NDR noch ein weiteres Programm verbreiten darf, weiss ich nicht, ansonsten müsste wohl NDR Blue dran glauben. Da aber der NDR 4 Bundesländer zu versorgen hat, dürfte es es da wohl möglich sein, noch ein Schlagerprogramm zu verbreiten. Auch der MDR versorgt ja zwei Bundesländer. Auch da sehe ich keine Probleme. Ich hoffe mal, dass alle 3 Anstalten beim Schlagerprogramm kooperieren und nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht. Das würde dann am Ende wieder richtig teuer und sparen müssen ja alle.
 
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#6
Also, der Trend der ARD Anstakten setzt sich fort, die "Alten" werden in Digitalprogrammen entsorgt, während die bisherigen Seniorenwellen zu Popwellen für 40plus werden. Dann dürften hier im Norden die NDR1nsen noch jünger werden. Bin mal gespannt wie die privaten Sender darauf reagieren. Bisher war z.B. Hamburg 2 oder Nora in SLH hier konkurrenzlos.
 
#7
Über ein WDR-Schlagerprogramm wurde hier im Forum bereits spekuliert, aber dass die Spekulationen einen realen Hintergrund haben, ist zumindest mir neu.
Der "Flottenchef" hat es selbst ins Gespräch gebracht:
Helene Fischer hat letzte Woche vier Mal den Echo gewonnen. Angenommen, ich mag "Atemlos". Wo läuft das in den WDR-Radios?

Helene Fischer hören Sie bei WDR 4. Bei Schlagermusik muss man allerdings zwei Dinge auseinanderhalten. Einerseits Radio mit Schlagermusik, andererseits Schlager als Event. Wenn Sie sich mal anschauen, wie die Schlager-Branche CDs verkauft, ist das im Vergleich zum Popsektor in der Summe nicht so toll. Da gibt es Helene Fischer, Andrea Berg und dann erstmal lange nichts. Wenn Leute sagen, Sie hören gerne Schlagermusik, dann reden Sie in erster Linie von Events. Es gibt für Schlager im Radio zwar Potenzial, allerdings wage ich zu bezweifeln, dass es noch zu einem Programm mit einem höheren zweistelligen Markanteil reicht. In Zukunft wird das Interesse daran weiter rückläufig sein. Hier kommen andere Verbreitungsmöglichkeiten ins Spiel, also das Digitalradio. So haben es die Bayern ja gerade mit BR Heimat gemacht. Das ist sicher ein nachdenkenswerter Ansatz, der aber nicht nur für den Schlager interessant ist.
(Auszug aus http://www.dwdl.de/interviews/50395/jochen_rausch_wir_haben_viel_zeit_vertan/page_1.html)
 
#8
Ziemlicher Blödsinn : Zuerst wird Volks- und Schlagermusik aus den jeweiligen Programmen verbannt um später wieder neue Programm dafür zu starten !
Wie wärs mit neuen Programmen wie :
RBB-Talk
hr-Jazz
WDR-Literatur
SWR-Relax
BR-Rock ...
sowie einen Muxx für ganztägige Fremdsprachenprogramme in türkisch, griechisch, arabisch u.s.w.
 
#9
Danke Dir, Maschi.

Bei den Schlagerprogrammen kann ich ja noch verstehen, wenn jede Anstalt ihr eigenes Programm möchte. Die zusätzlichen Kosten für ein solches Programm sind überschaubar, und man kann sich bei regionalen Beiträge auf das Sendegebiet begrenzen, zumal gerade die angepeilte Hörerschaft über eine größere Heimatverbundenheit verfügen dürfte, und diese größtenteils aus den Schwesterprogrammen beziehen.

Aber warum der MDR beim Kinderprogramm unbedingt was eigenes braucht? Sinnvoller wäre es allemal, den Kiraka dem DRadio zu übertragen (man bliebe ja in Kölle), und das Programm im Bundesmux zu übertragen.
 
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#10
Man will dem Schlagerparadies wohl nicht kampflos das Feld überlassen, zumal sich abzeichnet dass die Werbeeinnahmen der Oldiedampfer in den nächsten Jahren weiter in die Knie gehen werden. Überhaupt lässt sich resümieren dass alle diesbezüglichen Umformatierungsmaßnahmen nur Geld in die Taschen der Beraterfirmen geschaufelt, aber die treuesten Hörer auf die Barrikaden getrieben haben... Dazu kommt dass sich die Spardirektoren der ARD vorwerfen lassen müssen, dass sie die deutsche Musikszene über den Jordan gehen lassen, nur weil sie sich blindlings einem von außen aufgezwungenenen, noch dazu völlig sinnwidrigen Programmdiktat unterwerfen, das auf mittlere Sicht nur den Interessen eines wettbewerbsfeindlichen Gesellschafterkonsortiums dient.

Aber das ist ein Vorwurf, der das deutsche Radio wegen seiner kartellbedingt fehlgeleiteten Formatierungstrends schon seit langem trifft. Wer das Radio langfristig attraktiv halten will muss auf Vielfalt und demographische Integration setzen, von den Teens und der ebenso dahinschwindendenden Gruppe der Dudelradio-Loyalisten ("wurscht was kommt, die Kiste läuft sowieso den ganzen Tag") wird man auch im konkurrenzbefreiten UKW-Umfeld nicht mehr lange leben können, schließlich schleichen sich die neuen Medien schön langsam in alle verfügbaren Empfangsgeräte.
 
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#11
WDR 4 könnte dann jedenfalls "endlich" die Hand voll Restschlager, die wenigen verbliebenen Moderatoren aus der "Schönes bleibt"-Zeit (samt Rainer Nitschke und einer Sendung die zu ihm passt) sowie die Liebhabersendungen abgeben und nach dem bayerischen Vorbild zur 24 Stunden-Oldiewelle mutieren.
 
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#14
Henne-Ei-Problematik. Keine Sendestandorte/schlecht ausgebautes Netz = keine/verärgerte Nutzer = keine Programme. Ich spreche für die Welt außerhalb von Bayern. Ansonsten ein guter Ansatz und vielleicht der Beginn für eine bunte Vielfalt mit vielen Programmpaketen (national, regional, lokal, sublokal). Funktioniert bei unseren westlichen Nachbarn in den Niederlanden seit Jahren.
 
#15
Wenn da steht:
Der WDR beabsichtigt, ein weiteres digitales Hörfunkprogramm für eine ältere Zielgruppe anzubieten.
heißt das ja nicht, dass das ein rein deutschsprachiger Schlagersender wird.
Eher denke ich, und das finde ich auch besser, dass dieser ungefähr so wird, wie das alte WDR 4 mit leichten Anpassungen.
Programmschema könnte ich mir so vorstellen:
Montag-Freitag:
6-10 Morgenmelodie
10-14 Musikpavillon
14-17 Musik-Café
17-20 Musik-Bistro
ab 20 Uhr: 1:1 die jetzige Liebhaberschiene von WDR 4, "Beat-Café" und "Swing easy" liefen ja auch noch zu Zeiten des Schlager-WDR 4, kann man ein Auge zudrücken oder irgendwo noch die TOP 17 reinschieben

Samstag:
6-10 Morgenmelodie
10-11 Interaktives Mittendrin-In unserem Alter (musikalisch instrumental und vokal gemischt)
11-14 Musikpavillon
14-17 Musik-Café
17-19:30 Scheinwerfer (eine Mischung aus alten und neuen Kabarettstücken mit der passenden Musik, wie es sie bis Anfang 2015 gab)
19:30 Visitenkarte
ab 20 Uhr Samstagskonzert, im Anschluss: Musik zum Träumen

Sonntag:
6-10 Sonntagsmelodie
10-12 Matinée
12-17 A la carte
17-20 Schallplattenbar
20-21 Flimmerkiste
21-22 Country-Bar
22-0 Musik zum Träumen

Das wäre mein Wunschprogramm vom WDR für die ältere Generation, wenn man denn meint. Moderatorentechnisch
würde ich da auf jeden Fall Rainer Nitschke, Jürgen Renfordt, Stefan Verhasselt, Peter Kuttler, Bernd Brüggemann, Katia Franke, Uta Fußangel und Angelika Nehm anwerben. Für die Liebhabersendungen sollen es auch die jetzigen Moderatoren sein. Das wäre schön, wenn man so sein altes WDR 4 wiederbekommen würde. :) Vielleicht auch noch ab und an Spezialsendungen mit Altmoderatoren wie Ulla Norden, Charly Wagner, Werner Lohr usw...;)

Und für WDR 4 sähe das Programm dann so aus:
Montag-Sonntag:
6-11 Meine Lieblingshits am Morgen-für ein gutes Gefühl
11-17 Meine Lieblingshits am Tag-für ein gutes Gefühl
17-22 Meine Lieblingshits am Abend-für ein gutes Gefühl
22-6 Meine Lieblingshits die ganze Nacht-für ein gutes Gefühl

Kein Scherz, ich denke das wird wirklich so kommen...
 
#17
Henne-Ei-Problematik. Keine Sendestandorte/schlecht ausgebautes Netz = keine/verärgerte Nutzer = keine Programme.
Also eine "exakte Kopie" des Mobilfunknetzes?

Ansonsten ein guter Ansatz und vielleicht der Beginn für eine bunte Vielfalt mit vielen Programmpaketen (national, regional, lokal, sublokal).
Nein, gar kein "guter Ansatz".

Begründung:
Seit Jahr und Tag stellen sich hier im Forum massenhaftig Benutzer quer, weil der Privatfunk mit diversen Genrechannels ins Internet gegangen ist. Angefangen von 80s über 90s, Jazz, Klassik, Disco-Mix bis hin zu Schlagern. Da wird bis heute lamentiert, dass diese Streams "so unnötig wie ein Kropf" seien. Und jetzt will die ARD wieder eine exakte Kopie des Privatfunks veranstalten? - Was soll das? - Das geht doch wohl ohne weiteren finanziellen Aufwand
... und ein moderiertes Programm gibt´s nur tagsüber. Abends und nachts läuft nur Musik von der Festplatte.
Achso? Nachts läuft ebenfalls nur die Festplatte? Na dann reicht's doch auch, wenn wir bei den Privatfunkern und ihren Livestreams bleiben. Oder, wie die Mehrzahl der Nutzer ohnehin, Online, also per SpotiFy oder sich ihre Playlist zuvor von Youtube zusammengestellt auf den MP3-Stick kopiert haben.
 
#21
Mich verwundert immer wieder, dass keine einzige Anstalt in Erwägung zieht, ein Musikprogramm anzubieten, wie es Radio Eins tut. Ein Programm für den Rolling-Stone-Leser. Da müsste man aber wohl das Denken in Altersgruppen aufgeben? Oder hat man seit dem Jazz einfach die Entwicklung in der Populärmusik verpasst?

Was bei WDR 2 mit der Umwälzung des Musikprogramms aussortiert wurde, ist seitdem ist auf keiner Welle stattdessen zu hören. Das, was 1Live an Alternative im Tagesprogramm hat, ist nur ein Tropen auf den heißen Stein.

Als ich in der italienischen Grenzregion zur Schweiz meinen Urlaub verbrachte, war ich ganz angetan von Rete Tre: Die Eels und The War on Drugs nebst Robbie Williams und INXS. Vollkommen undenkbar hierzulande. Junge Leute schalten doch bei 90ern sofort ab, bei 80ern sowieso!
 
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#23
@Terhorst151: WDR 4 wird die Hitnacht wohl behalten (müssen?), aber ich weiß, was du meinst ;)
Was das angedachte neue Programm angeht, es darf natürlich nicht viel kosten, also dürfte es nicht allzu viel an moderierten Strecken geben, Bayern Plus etwa sendet werktags von 7 bis 15 Uhr moderiert. Aber ich denke, damit könnte man leben wenn die Musik passt.
Dann könnte bei WDR 4 ganz allein Herr P. die Musik "auswählen" und beim Zusatzprogramm Herr K. sich endlich wieder austoben...
 
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#24
@Inselkobi : Von mir aus dürften die Privaten 300 Genrestreams übers Netz verbreiten - mir würde nicht im Traum einfallen mich darüber zu beschweren (im Gegenteil).

DABplus braucht angeblich sowieso keiner, UKW funktioniert ja bestens und das Internet ist das Radio von morgen (so zumindest die offizielle, hier immer wieder anzutreffende Haltung der Privatfunk-Matadore). Doch bis auf ein paar Ankündigungen ist lin Sachen Netzoffensive leider noch nichts geschehen.

Aber wenn dann wieder ein Öffi einen DAB-Sender aufschaltet ist das Geschrei groß.
 
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#25
@ricochet: Ich hatte mit meinem Beitrag eigentlich nicht vor an DAB+ Kritik zu üben, sondern lediglich an der Idee, Genrekanäle "On Air" zu bringen. Wer das letztlich macht ist mir gleichgültig. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass das ein hervorragendes Argument ist um die Rundfunkbeiträge zu erhöhen , dass die ARD jetzt auch "rund um die Uhr" Festplattendudler einsetzt
Und davon abgesehen kommt noch dazu, dass der ör vom Privatfunk die Genrekanäle abkupfert, aber an dieser Stelle wird direkt von oben Öl ins Feuer gegossen.

Meinetwegen dürfte gern der Privatfunk die Genrekanäle auf DAB+ bringen. Weshalb denkst Du passiert das bisher nicht? Und jetzt komm mir bitte nicht mit Deinem Lieblingstotschlagargument, dass der VPRT DAB+ geschlossen ablehnt. Wenn Du die aktuellen Beiträge des Gegenstromanlage liest, stellst Du fest, dass dem nicht so ist!
Tipp: Lies Dir außerdem die aktuellen Beiträge des Dr. Fu Man Chu zum Thema "DAB+ und Werbung (Erreichbarkeit)" durch. Du selbst schriebst bereits einiges sinnvolles dazu. Sollte das inzwischen im Nirvana sein, Fähnchen?
 
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