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Welche 2000er-Songs sollten mal (wieder) im Radio gewürdigt werden?


Eagle Seagull - Photograph

So ähnlich als ob sich Arcade Fire (die der 00er-Jahre) und The Cure gegenseitig die Klinke in die Hand gegeben hätten beim Betreten des Musikstudios ertönt dieser Track, welcher aus dem nach der amerikanischen Band benannten Album ausgekoppelt wurde. Die Albumversion ist etwas länger, da das schöne Intro noch etwas in die Länge gezogen wurde.

Embrace - Gravity

Während diese britische Band etwa so erklingt als würden Coldplay und Oasis gemeinsame Sache machen. Eine der vielleicht unterschätzten Britpop-Bands der 00er-Jahre, die nicht zu verwechseln ist mit der gleichnamigen amerikanischen Band. Das sehr bodenständige "Gravity" wurde aus dem Album "Out Of Nothing" ausgekoppelt.

Porcupine Tree - Lazarus

Meiner Meinung nach die schönste Ballade, die diese großartige Band um Steven Wilson jemals geschrieben hat. Ausgekoppelt wurde der melodische Titel der britischen Artrock-Institution aus dem Album "Deadwing". Eine einfach fast formvollendete Harmonie zwischen den Instrumenten und dem Gesang.

Pain Of Salvation - Ashes

Daniel Gildenlöw, der Hauptkopf und Sänger, dieser schwedischen Band des Progressive Metal hat für mein Dafürhalten eine ausgezeichnete, sehr variable Stimme. Er beherscht sowohl höhere Passagen als auch schönen tiefen Gesang. Die Auskopplung aus dem Konzeptalbum "The Perfect Element I" wartet weiterhin mit einem schönen Gitarrensolo zum Ende hin auf.

The Go-Betweens - Caroline And I

Sehr melodischer Titel mit gleichzeitigen Bezügen zu The Byrds und The Kinks dieser australischen Band, die in der deutschen Radiolandschaft nun leider auch nicht den Stellenwert eingeräumt bekommt, den sie eigentlich verdient hätte. "Caroline And I" ist eine Auskopplung des Albums "Bright Yellow Bright Orange".

Dredg - Sorry But It's Over

Und mit diesem schönen Titel der amerikanischen Artrock-Band verabschiede ich mich für heute. Der Titel wurde nicht ausgekoppelt, ist aber fester Bestandteil des Konzeptalbums "El Cielo". Wie annähernd alle Stücke der Formation wartet der Track mit interessanter Instrumentierung und ausgefeilten Arrangements auf.

Wie immer: Für Erwachsenenradios geeignet und bereichernd.
 
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Weeping Willows - Touch Me

Diese schwedische Band startete ursprünglich im Alternative Country. Wovon man sich in späteren Jahren distanzierte. Auf ihrem Album "Into The Light", aus welchem der Track ausgekoppelt wurde, dominiert eher ein radiokompatibler antreibender Pop/Rock. Dies gilt insbesondere für "Touch Me".

Opeth - Soldier Of Fortune

Während diese schwedische Band des Progressive Metal vor allem vom vorzüglichen Gesang von Mikael Åkerfeldt lebt. Meiner Auffassung nach der beste Sänger dieser Zunft. Opeth sind seid sie sich ihrer Vergangenheit weitestgehend entledigt haben, die im Death Metal lag, sehr vielseitig unterwegs. Überwiegend spielen sie längere Monumentalstücke ein. Doch auch ihre kürzeren Songs sind episch gestrickt. Wie diese Interpretation des im Original von Deep Purple stammenden Songs unter Beweis stellt. Eine Auskopplung des Konzeptalbums "Ghost Reveries".

Friska Viljor - Arpeggio

In ihrem Instrumentenreichtum sowie ihrer Verspieltheit erinnert diese schwedische Formation an die kanadischen Arcade Fire. Schöner geschmeidiger folkiger Pop/Rock, der Bestandteil des Albums "Tour De Hearts" ist.

The Church - Hounds Of Love

Der aus der EP "Coffee Hounds" und im Original von Kate Bush stammende Titel erfährt durch die australische Band des Neopsychodelia einen Transfer in neue Dimensionen.

Travis - Side

Etwas geerdeter präsentieren sich die schottische Britpop-Band auf ihrer Auskopplung des Albums "The Invisible Band". Und in der Tat sind sie bis auf einen Titel in der deutschen Radiolandschaft unsichtbar. Das verbindet sie mit den obig genannten The Church.

Badly Drawn Boy - Year Of The Rat

Dieser britische Singer/Songwriter vermengt in seinen Arbeiten folkigen Pop mit einem Sound, der dem von den Beach Boys aus den Sixties nahe kommt. "Year Of The Rat" wurde aus dem Album "One Plus One Is One" ausgekoppelt.

Amorphis - Silent Waters

Vom Vereinigten Königreich erlaube ich mir einen Abstecher nach Finnland. Dort hält seit jeher Amorphis die Fahne des Progressive Metal nach oben. Ganz so ruhig wie der Titel suggeriert geht es nicht zu, aber das Gefühl für die Melodien geht zu keiner Zeit verloren. Der Track wurde aus dem Album "Silent Waters" ausgekoppelt.

Riverside - Second Life Syndrome

Wie eine Kreuzung aus Pink Floyd, Marillion und Porcupine Tree ertönt diese polnische Artrock-Formation. Der Long-Track ist Bestandteil des gleichnamigen Konzeptalbums. Er erfordert Ausdauer, aber man wird als Hörer dafür auch belohnt. Natürlich wie die meisten Long-Tracks ist er eher für das Abendprogramm bestimmt.

Flaming Lips - Are You A Hypnotist??

Die amerikanische Gruppe des Neo-Psychodelia ist seit den 80er-Jahren im Geschäft. Ihre schönsten Alben entstammen allerdings aus den Zeiträumen Ende der 90er bis Mitte der 00er-Jahre. So auch der genannte Titel, der fester Bestandteil des Konzeptalbums "Yoshimi Battles The Pink Robots" ist. Und mit diesem hypnotisierenden Stück verabschiede ich mich für heute aus diesem Faden.

Edit: Fast das Obligatorium vergessen.

Wie immer: Für Erwachsenenradios geeignet und bereichernd.
 
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Für Mainstream Popradios , die ausgelutschte 80er vielleicht nun doch langsam mal durch 2000er ersetzen wollen, weil sie nicht zu alt sind, aber bei Jugendsender eben auch nichts mehr verloren haben. Für die gewünschte Felix Kovac Zielgruppe halt:





 
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Biffy Clyro - Many Of Horror (When We Collide)

Mit ihrem Album "Only Revolutions", aus welchem unter anderem auch der genannte Titel ausgekoppelt wurde, verabschiedete sich die Band von ihren Wurzeln, die im Post-Hardcore lagen. Stattdessen widmeten sie sich einem Artrock, der bisweilen durchaus Stadion-Rock-affin daher kommen konnte. Die Live-Version des Stückes genoss seinerzeit Airplay-Einsätze in der deutschen Radiolandschaft. Die Studio-Version hingegen geniest bis heute ein Paria-Dasein.

Porcupine Tree - Trains

Sehr schöne Auskopplung aus dem Album "In Absentia", das vor allem durch das Spiel der akustischen Gitarre und einer aus dem spanischen Kulturkreis angelehnten Perkussion hervor sticht. Für ersteres sorgt Steven Wilson höchstpersönlich. Während der sehr oft unterschätzte Gavin Harrison sich verantwortlich für das zweit genannte Element verantwortlich zeigt. Eben jener Gavin Harrison schloss sich 2016 der folgenden Band an.

Pineapple Thief - The World I Always Dreamed Of

Von ihrem meinem Dafürhalten nach besten Stück, das Bestandteil des Konzeptalbums "10 Stories Down" ist, finde ich nur eine ziemlich "gehackstückelte" Live-Version in den einschlägigen Portalen. Das wird diesem Long-Track nicht gerecht. Die Spielweise der Gitarre hat eine frappierende Ähnlichkeit mit derjenigen von Steven Wilson. Dafür verantwortlich Bruce Soord. Auch im Bereich des Vortrages besteht eine entfernte Ähnlichkeit der beiden. Sehr eigenständig hingegen das lange Finale. Insbesondere wegen dem schönen Spiel der Streichinstrumente des Richard Hunt Violin Ensemble, das hierfür verantwortlich ist.

Lazuli - Le Repas De L'Ogre

Beim Anhören des Stückes könnte man den Eindruck gewinnen, dass auch hier Streichinstrumente oder wenn nicht diese dann wenigstens ein Mellotron eine tragende Rolle einnehmen. Doch dem ist nicht so. Stattdessen entwickelte die französische Progressive Rock-Kapelle mit der Léode ein weltweit einzigartiges Saiteninstrument. Dieses wird von Claude Leonetti gespielt. Ebenfalls charakteristisch das Spiel der Warr-Gitarre von Sylvain Bayo. Da auch vermehrt Perkussionsinstrumente zum Einsatz kommen, die im Grunde genommen nur im südostasiatischen Kulturkreis verwendet werden, entspringt letztlich in seiner Gesamtheit betrachtet eine sehr eigenständige und überaus interessante Musik heraus. Der genannte Titel ist Bestandteil des Albums "En Avant Doute".

Pearl Jam - Nothing As It Seems

Während die amerikanische Band um Eddie Vedder speziell auf dieser Auskopplung des Albums "Binaural" ganz so ertönt als hätte man sich für dieses eine Mal weniger Neil Young zum Vorbild genommen als viel mehr Pink Floyd. Heraus sprang dabei eine ebenso ungewöhnliche wie atmosphärisch schöne Nummer im Gesamtwerk der Formation. Das verlinkte You-Tube-Video hat zum Schluss hin einen Leerlauf. Die Spielzeit des Titels endet regulär nach 5:26 Minuten.

Band Of Horses - The Funeral

Der Titel der amerikanischen Formation ist Bestandteil des Albums "Everything All The Time" und wurde auch als Single ausgekoppelt. Wobei in der Single-Version insbesondere das schöne Outro etwas gestutzt wurde. Besonders der eindringliche Gesang von Ben Bridwell, der nach der getragenen Einleitung einsetzende stampfende Rhythmus sowie die erfrischend erklingende Gitarrenarbeit sind die tragende Säulen des Stückes.

Blackfield - End Of The World

Zum Abschluss noch einen Abstecher nach Israel und zu der Band, die von Aviv Geffen und Steven Wilson seinerzeit gegründet wurde. Wobei insbesondere letztgenannter Künstler im direkten Vergleich mit Porcupine Tree eher seine poppigere Seite ausleben wollte. Mitunter gelangen dabei richtig gelungene Stücke. Wie eben auch genannter Titel, der zum Repertoire des Albums "Blackfield II" gehört, allerdings nicht als Single veröffentlicht wurde.

Wie immer: Für Erwachsenenradios geeignet und bereichernd.
 
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