• Wie aus den radioforen.de-Nutzungsbedingungen hervorgeht, darf kein urheberrechtlich geschütztes Material veröffentlicht werden. Zur Identifizierung von Interpret und Titel (o.ä.) dürfen jedoch Hörproben bis zu 30 Sekunden angehängt werden. Was darüber hinausgeht, können wir nicht tolerieren.

Welche 90er-Songs sollten dringend im Radio laufen?


Auch ne nette Eurodance-Hymne, nur in der Version* kein Erfolg gewesen:


*ist keine Coverversion des Rubettes-Titels, populär wurde es aber in der Instrumentalfassung als Titelmusik der RTL-Soap "Unter uns".
 
Zuletzt bearbeitet:
Läuft glaube ich heute noch in der Nachmittags-Soap.

Ansonsten finde ich DJ Bobo nice. Jedenfalls besser, als jeden ausgelutschten 80er. Und er kann auch in jeder Popwelle gespielt werden, ohne das dadurch das Format verletzt wird. Hallo NDR 2, Hallo WDR 2!

 
Zuletzt bearbeitet:
Take That Hasser mögen mir verzeihen, aber dies ist ein Juwel. Nach dem Split von TT 1996 versuchten sich ja Gary, Mark und Robbie solo. Über Robbies Hits braucht man nichts zu schreiben, die laufen dauernd.
Dagegen ist diese Perle von Mark Owen völlig untergegangen. Mark war sowieso einer meiner Faves bei TT, während ich den arroganten Gary nicht abkonnte. Bei dem dachte man immer, der fängt gleich an zu heulen.
Los, Radioleute, holt dies in die Rotation zurück, wie Anfang 1997:

 
Metallica - Wherever I May Roam

Alleine dieses Intro mit der Sitar ist geradezu magisch. Von seinem ganzen Aufbau ist der Titel geradezu prädistiniert, um als Opener durchzugehen. Und trotz aller Härte verfügt er über ausreichend Pop-Attitüde, aufgrund seiner Melodie, damit man ihn auch im Radio entsprechend einsetzen könnte. Doch man gönnt es ihm nicht. "Sad, but true", um es mit den Worten eines anderen grossartigen Tracks des legendären schwarzen Albums zu umschreiben.

Luna - Sweet Child O' Mine

Ist der Titel im Original von den Guns 'N' Roses ein treibender Rocksong, ist er in der Cover-Version von Luna ein leicht psychodelischer Ohrenschmeichler mit gekonntem bluesigem Gitarrenspiel. Luna waren eine der offiziellen Nachfolgebands von Galaxie 500. Ihre Version von "Sweet Child 'O Mine" befindet sich auf dem Album "The Days of our Nights".

10,000 Maniacs - Everyday Is Like Sunday

Hier handelt es sich ebenfalls um eine Cover-Version. Im Original von Morrissey handelt es sich um einen entzückend andersartigen Popsong. Diesen verwandeln die 10,000 Maniacs in eine prächtige kleine Folk-Rock-Nummer. Über allem thront dabei der unverwechselbare Gesang von Natalie Merchant. Der Song ist Bestandteil der EP "Candy Everybody Wants".

XTC - The Ballad of Peter Pumpkinhead

Nach drei Mal Musik aus Amerika, einen Abstecher in das Vereinigte Königreich. Hier handelt es sich um das Original, das wenig später von den kanadischen Crash Test Dummies gecovert wurde. Bestimmt wären XTC wesentlich erfolgreicher gewesen, wenn der Hauptkopf der Band, Andy Patridge, nicht an chronischem Lampenfieber gelitten hätte. Dadurch blieb die Live-Präsenz auf den Bühnen dieser Welt verwehrt. Wie bei allen Nummern von XTC ist insbesondere der Rickenbacker-Bass förmlich spürbar. Der Track wurde aus dem Album "Nonsuch" ausgekoppelt.

Kula Shaker - Govinda

Wenn es einen Beweis bedarf, dass richtig gut gemachte Psychodelia-Nummern auch in den 90er-Jahren möglich waren, möge dafür diese britische Band herhalten. In Zeiten seiner Erscheinung bekam der Song auch genügend Spielzeit im deutschen Radio. Ausgekoppelt wurde der Track aus dem Album "K".

Kid Loco - She's My Lover

Von England einen kurzen Abstecher nach Frankreich. Auch hier fiel man dem "Indienfieber" offensichtlich anheim. Weniger rockig als Kula Shaker, nicht ganz so poppig wie Cornershop, aber mit deutlichem Gespür für Psychodelia gelang ein schöner kleiner Hit, der aus dem Album "A Grand Love Story" ausgekoppelt wurde.

Type O Negative - Christian Woman

Von diesem Titel gibt es auch eine Single-Version, von der man als Musikfreund jedoch Abstand nehmen sollte, da dieser unbeschreiblich atmosphärische Mittelteil fehlt. Peter Steele, mit seinem unverwechselbaren Gesang, der nach treibendem Beginn psychodelische Ausflug in die Folklore und das aufgaloppierende Finale setzen die Farbtupfer in diesem Dunkelkammer-Epos. Der Long-Track hat durchaus progressive Züge und ist Bestandteil des Albums "Bloody Kisses".

Wie immer: Für Erwachsenenradios geeignet und bereichernd.
 
Thunder - Low Life In High Places

Dieser Titel der britischen Formation besticht durch eine äußerst geschmackvolle Eingangssequenz an den akustischen Gitarren, die sich dann gekonnt mit den elektrisch verstärkten Gitarren vereinen und gemeinsam den Gipfel des Stückes zu erklimmen. Eine für mein Dafürhalten in Deutschland beinahe schon sträflich unterschätzte Band. "Low Life In High Places" wurde aus dem Album "Laughing On Judgement Day" ausgekoppelt.

Oasis - Champagne Supernova

Die beiden Titel, die immer wieder und wieder von der britischen Band im deutschen Radio zu hören sind, benötigen unbedingt eine Verstärkung bzw. eine Wachablösung. Auf diesem hymnenhaften aufgebauten Long-Track des Albums "(What's The Story) Morning Glory") ist ein gewisser Paul Weller (hauptsächlich bekannt von The Jam und The Style Council) an der Lead-Gitarre zu hören.

Red Hot Chili Peppers - Soul To Squeeze

Ein sehr grundentspanntes Gitarrenspiel ist zu hören, für das sich Dave Navarro verantwortlich zeigt, der von Jane's Addiction kam und kurzzeitig John Frusciante, den Stammgitarristen der amerikanischen Band, vertreten hat. "Soul To Squeeze" wurde ursprünglich als Non-Album-Single veröffentlicht.

Mick Jagger - Sweet Thing

Mick Jagger konnte auch den Funk. Dafür sorgte auch der Bassist, der ihm hierfür zur Seite stand: Flea von den Red Hot Chili Peppers. Ausgekoppelt wurde der Titel aus dem Album "Wandering Spirit", dem einzigen Solo-Album von Mick Jagger aus den 90er-Jahren.

Bic Runga - Sway

Aus der Reihe "Das Mädchen und die Gitarre" erlaube ich mir noch einen kurzen Abstecher nach Neuseeland. War schon irgendwie süß, muss ich zugeben. Sowohl der Titel, der aus dem Album "Drive" ausgekoppelt wurde, als auch die Sängerin.

Queensryche - Another Rainy Night (Without You)

Diese amerikanische Band des Progressive Metal wird im deutschen Radio seit Jahr und Tag leider auch immer nur auf einen Titel reduziert. Verwunderlich aus zweierlei Gründen. Zum einen wurde Geoff Tate, der Sänger der Band, in Stuttgart geboren und wuchs dort auch auf. Zum anderen hatte die Gruppe etliches Songmaterial im Gepäck, das absolut radiokompatibel ist. Wie diese Ballade, die aus dem Erfolgsalbum "Empire" ausgekoppelt wurde.

Mazzy Star - Flowers In December

Über eine Band zu schreiben, von der ich schon immer sozusagen "Fanboy" war, fällt mir schwer. Wegen der fehlenden Unvoreingenommenheit. Aber an diesem sehnsuchtsvollem Gesang von Hope Sandoval habe ich mir einfach einen "Narren gefressen". Auch schön: Das Spiel an der Harmonika und die verwehten Streicherarrangements. "Flowers In December" wurde aus dem Album "Among My Swan" ausgekoppelt.

Wie immer: Für Erwachsenenradios geeignet und bereichernd.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mercury Rev - Goddess On A Hiway

Warum die amerikanische Neo-Psychodelia-Kapelle diese Schreibweise verwendet hat, wird wohl genauso mystisch bleiben wie ihre Musik. Dabei zu keinerzeit abgehoben, immer mit der nötigen Balance ausgestattet, mit Maß und Mitte ausstaffiert, wird man auf eine kleine zeitlose Reise als Hörer geschickt. In meinen Ohren ertönt der Titel, der aus dem Album "Deserter's Songs" ausgekoppelt wurde, geradezu "beatleesk".

Jellyfish - Baby's Coming Back

Wie aus einer Zeitkapsel entsprungen, in deren Inhalt sich sowohl The Beatles und Squeeze befanden, ertönt auch dieser Titel der amerikanischen Band. Ringo Starr war von dieser Band so überzeugt, dass er einige Musiker hiervon für sein Album "Time Takes Time" als Begleitmusiker engagierte. Der Jellyfish-Track indes wurde aus dem Album "Bellybutton" ausgekoppelt.

The Posies - Dream All Day

The Posies waren eine amerikanische Band, die sich auf einen Power-Pop verschrieben haben, der in der Tradition von Big Star und The Replacements stand. Diesem mengten sie eine leichte Prise von Psychodelia bei. Von den Akkorden her hat der Titel, der aus dem Album "Frosting On The Beater" ausgekoppelt wurde, eine nicht von der Hand zu weisende Ähnlichkeit mit "(Don't Fear) The Reaper" von Blue Öyster Cult.

Butterflies Of Love - Rob A Bank

Dieser ursprünglich nur als Non-Album-Single veröffentlichte Titel der amerikanischen Band entwickelt in meinen Ohren eine ähnlich unverbindliche Zeitlosigkeit wie der bereits erwähnte Titel "Fuzzy" von Grant Lee Buffalo. Wobei es bei den Butterflies Of Love meiner Meinung nach noch ein stückweit psychodelischer zugeht als bei ihren amerikanischen Kollegen.

Travis - All I Want To Do Is Rock

Travis wie man sie vom deutschen Radio her eher nicht kennt. Denn dort begnügt man sich, was diese britische Band angeht, überwiegend mit ihrer Ballade "Why Does It Always Rain On Me?" aus ihrem zweiten Album "The Man Who". "All I Want Do Is Rock" wurde von ihrem Debutalbum "Good Feeling" ausgekoppelt und vermittelt in der Tat ein gutes Gefühl.

Ocean Colour Scene - The Riverboat Song

Eine der in Deutschland oftmals übersehenen Bands des Britpop, die mit sehr vielen Bezügen zum Krautrock und Funk der 70er-Jahre arbeitet. Insbesondere in der Auskopplung des Albums "Moseley Shoals" kann man dies sehr deutlich heraus hören.

Radiohead - Karma Police

Spätestens mit dem Konzeptalbum "OK Computer" verabschiedete sich die britische Band vom Grunge ihrer Gründerzeit und widmete sich dem Artrock zu. Latent schwingt dieser Auskopplung daraus auch immer etwas dezent Bedrohliches mit. Ein kleines feines Ohrenkino.

Neil Young - Philadelphia

Neil Young ist nicht nur ein begnadeter vielseitiger Gitarrist, sondern auch ein äußerst talentierter Pianospieler. "Philadelphia" ist für mein Dafürhalten einer der ganz wenigen Tracks, der eigens für einen Film komponiert wurde, und auch ohne Betrachten des Selbigen eine ähnlich Gänsehaut erzeugende Stimmung verbreiten kann. Den Grammy erntete allerdings Bruce Springsteen.

Wie immer: Für Erwachsenenradios geeignet und bereichernd.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben