Wer schaut noch Tatort?


K

Kuddel Daddeldu

Also,ich schaue am liebsten "Tatort-Retro"

Also bevorzugt die alten Folgen aus den 70ger und 80ger Jahren mit solchen Kommissaren wie:

Haferkamp - Hans-Jörg Felmy
Schimanski - Götz George

bei einigen anderen komme ich gerade nicht auf deren Namen im Film,aber

Gustl Bayrhammer oder Klaus Schwarzkopf gehörten auch zu den besseren Vertretern ihrer Zunft.

Letzte Woche kam ein Tatort aus Berlin,mit dabei der junge Marius-Müller-Westernhagen Und Götz George,letzterer allerdings nicht als Kommissar,sondern als einer der Täter.

"Reifeprüfung" mit Nastassja Kinski zählt zu den Klassikern.
Man muß nicht zwingend 20 Menschen mit ´nem Sturmgewehr niedermähen,um echte Spannung zu erzeugen.
 

Maxwell

Gesperrter Benutzer
Die Tatorte von heute haben so gut wie nichts mehr mit den damaligen Klassikern zu tun. Wie in allen Genres haben sich die Filme total verändert, schnellere Schnitte, viel mehr Brutalität, gerne bestimmte Stilmittel wie über- oder entsättigte Farben, ein spezieller Ton etc.
Und was mit schon lange auffällt, gerade beim Tatort ist in jeder 2. Folge entweder der Kommissar in den Fall verwickelt oder der Vorgesetzte. Und natürlich die persönlichen Probleme in der Familie, bis hin zu extremen unwirklichen Szenarien, wo der/die Kommissar/in psychisch krank ist. Oder Blödel-Tatorts wie aus Münster...
Das hat aber auch mit der Konkurrenz innerhalb der ARD zu tun, jede Anstalt will sich mit "ihrem" Tatort profilieren und reizt die Grenzen immer mehr aus, teilweise auch die Grenzen des guten Geschmacks...
 
K

Kuddel Daddeldu

In der letzten Woche wurde wieder ein Tatort - ich glaube von 1978-beim rbb ausgestrahlt.

Komissar war Hans Peter Korff,vielen hier eher aus "Neues aus Uhlenbusch" oder "Diese Drombuschs" bekannt.

Ich wußte wirklich nicht,daß er auch mal beim Tatort dabei war.
Mir gefallen diese alten Tatort-Folgen um Längen besser-ich brauche dieses übertriebene Herumgeballer nicht wirklich.
 
Das schlimmste finde ich ist, das an bestimmten Wochentagen gleich mehrere Tatort wiederholungen parallel in manchen 3ten ÖR-Programmen um 20:15 laufen, und das obwohl jetzt eigendlich Sommerpause ist, und im Ersten an den Sonntagen auch nur wiederholungen gezeigt werden.
 

s.matze

Benutzer
Unpassende Fehlbesetzungen, gestelzte Texte aus dem Baukasten ("Sie waren da. Sie haben ein Motiv. Aber kein Alibi"), unglaubwürdiges Over (Method)-Acting, tw. Laiendarsteller, die immer gleichen Szenen aus der Pathologie mit oft falsch angewendeten Fachbegriffen ("Opus moderandi" !!!) Impro-Drehbücher, Rückblenden noch und nöcher, quälend lange Monologe, das gegenseitige Überbieten der ARD-Anstalten nach möglichst kurzer Einführung innerhalb der ersten 3 Minuten eine Leiche zu präsentieren, Farbfilter (an liebstem Blau) bis zur Unkenntlichkeit, Wackelkamera aus der Hand heraus, endlose Plot-Twists mit unrealistischer Auflösung, die nie enden wollende ewige Diskussion einiger ARD-Wichtigtuer über die Modernisierung der Titelmusik, rückwärts laufende parallele Handlungsstränge, die ewig gleichen schlechten Inserts und 2nd Unit Shots, Österreich-Tatort und eine Woche später Schweiztatort, Nachsynchronisation von Dialekt, die typische schwere Kindheit des Täters als Tatmotiv, penetrante Eigen-Werbeeinblendungen und laute Plingplongs dazu, schreiende und streitende Ermittlerteams mit ihren Psychosen und Fäkalausdrücken, eine sündhaft teure Steadicam-Fahrt nur damit man sagen kann man hatte eine Steadicam am Set und einen Steadicam Operator im Abspann, Kathi Angerer, Michelle Barthels usw. ... machen den Tatort für mich inzwischen unerträglich. Vor allem aber die immer gleichen unnötigen, uninteressanten Privatprobleme und Techtelmechtel der Ermittler, die wahlweise ein Verhältnis untereinander, mit der Chefin, der Kronzeugin, der Witwe des Opfers, der Schwester des Täters oder der Hauptverdächtigen haben, die die Handlung einfach nur lähmen und nicht voran bringen, aber inzwischen teilweise ein Drittel der Laufzeit einnehmen, nur damit man am Ende auf die 88 Minuten und 30 Sekunden kommt. Am aller, allermeisten aber nervt mich die seit einigen Jahren einzug gehaltene Unsitte mit den Fortsetzungsgeschichten oder Schatten der Vergangenheit die sich durch alle Folgen einzelner Städte ziehen! Früher galt der Kodex, dass jeder Tatort für sich eine abgerundete Story bildet und es eine lose Reihe von Folgen ist, aber kein Team eine eigene Serie innerhalb der Reihe bildet. Aber genau das soll offenbar alles so sein. Ist schick und zeitgemäß ohne Drehbuch und auf Handkamera zu filmen mit Leuten die ohne jegliches Talent gesegnet sind wie Schmollmund-Thomalla.
Und solange immer noch regelmäßig 5 bis 10 Millionen zuschauen bleibt das so. Bis etwa 2012 habe ich noch jeden Tatort geschaut.

Schönenborn hat sich gerade dazu geäußert:

Der ARD-Fernsehfilmkoordinator Jörg Schönenborn will weiterhin Experimente beim „Tatort“ zulassen. „Wir müssen den Mut haben zu irritieren und zu strapazieren, denn sonst wird der „Tatort“ irgendwann etwas fürs Museum“
 
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s.matze

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Ulrich Tukur, Manfred Krug, Götz George, Dietz-Werner Steck und Axel Milberg haben auf sehr angenehme Art und Weise irritiert. Und das auf hohem Niveau. Leute wie Schweiger und Familie, Schweighöfer, Faber, Möhring oder Schmidt-Schaller jr. strapazieren vor allem den Geldbeutel der Gebührenzahler, weil sie sich (neben zahlreichen Engaments fürs ZDF und / oder Privatsender) die Taschen auf unsere Kosten vollstopfen und dabei eine unterdurchschnittliche schauspielerische Leistung abliefern.
Wenn Schweiger meint, einen eigenen Tatort zu brauchen, darf er sich den gerne über die Gewinne seiner Firma Barefoot eigenfinanzieren oder aus dem Lizenz-Erlös der Keinohrhasen² quersubventionieren. Aber es gibt keinen Grund, das Konto des Bürgers als Gebührenzahler damit zu belasten und einen 36-fachen Millionär³ noch reicher, das Abendprogramm im Ersten aber gleichzeitig deutlich ärmer zu machen.

zu ² : https://www.focus.de/kultur/kino_tv...iger-im-keinohrhasen-prozess_id_12588818.html

zu ³ : www.dasvermoegen.com/til-schweiger-vermoegen/
 

count down

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Ist mir alles Latte. Tukurs Tatorte sind für mich Spinnerei und andere langweilige haben nicht die Gnade, von mir bis zum Ende gesehen zu werden.
 

Mannis Fan

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penetrante Eigen-Werbeeinblendungen
Diese Penetranz ist so ansteckend, dass sie sich nicht nur durch sämtliche ARD Fernseh- und Radioprogramme zieht, sondern sogar vermeintlich unabhängige Print-Medien flutet. Von der BILD über Spiegel, Welt, und Co, bis hin zu meiner popeligen regionalen Tageszeitung, die sich vor Begeisterung vierspaltig überschlägt, wenn mal ein Tatort-Kamerateam durch ihr Marktgebiet fährt.
 

Cavemaen

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... und die lebensfremden Szenen; die haben immer spontan einen Parkplatz und niemals wartet eine Politesse oder ein Diplom-Hilfspolizist an der Ecke auf seine Beute!

(grins)
 

Radiokult

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Ach ist das wieder schön wie unser Foren-Donald seinen ganz persönlichen Geschmack zur Allgemeingültigkeit erklärt. Vor ein paar Jahren hat die ARD mal ziemlich genau aufgeschlüsselt, was wieviel im Programm kostet. Und etwa 13 Cent pro Monat für sämtliche Tatorte finde ich dann durchaus erträglich. Inzwischen sinds vermutlich ein paar Cent mehr, aber 2013 ist soweit zurück nun auch noch nicht.
Wenn man sich überlegt das solche überflüßigen Quizsendungen wie "Gefragt - gejagt XXL" mit rund 1,2 Mio Euro nur geringfügig günstiger sind als eine Tatortfolge mit rund 1,5 Mio Euro im Schnitt, schaue ich mir dann doch lieber den Tatort an.
 

s.matze

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seinen ganz persönlichen Geschmack zur Allgemeingültigkeit erklärt

Was genau verstehst du an den Wörtern


nicht, dass du meine (natürlich!!!) rein subjektive, ganz persönliche Meinung als "allgemeingültig" darstellen willst? :)

Und das Heldt (ZDF) den letzten Bullen (Sat1) kopiert, ist ja wohl genauso offensichtlich wie die Trovatos (RTL) eben Lenßen&Partner (Sat1) kopiert haben.
 
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