Wer (und was) kommt nach Angela Merkel?


Maschi

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Zunächst einmal muss ja der Kanzlerkandidat bestimmt werden:
Die sinkenden Umfragewerte für die Union bedeuten aber auch, dass nicht zwangsläufig einer der beiden auch tatsächlich Kanzler würde (vorstellen kann ich mir dieses Amt ehrlich gesagt bei beiden noch nicht), sofern es denn überhaupt zu einer stabilen Mehrheitsbildung kommen sollte, ich erinnere nur mal an den zähen Krampf bis die aktuelle Koalition aus CDU/CSU und SPD stand ("GroKo" passt da schon lange nicht mehr).

Dass die SPD keine Chancen auf das Kanzleramt hat, ist unstrittig, aber die Grünen sind der Union schon relativ nahegekommen, schwarz-grün (oder aber grün-schwarz?) scheint also eine ernsthafte Option zu werden:
Das werden spannende Zeiten, (sachliche) Diskussionen erwünscht ;)
 
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s.matze

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Für mich erschließt sich angesichts immer neuer, merkwürdiger Kungelrunden und Konstrukte, Gremien und Gipfel, die in unserer Gewaltenteilung laut Verfassung überhaupt nicht existieren und in einer parlamentarischen Demokratie gar nicht vorkommen, nicht der Sinn einer Wahl von Bundestagsabgeordneten und ich bin mir auch gar nicht mal so sicher, dass die tatsächlich zum vorgemerkten Termin stattfinden wird. Vielleicht dreht Frau Merkel ja noch eine Ehrenrunde, weil schwierige Zeiten nach konstanter Politik, bekannten Gesichtern und Vertrauen verlangen.

Fakt ist: Wir brauchen nicht mehr als 700 Claqueure, die nur zum Zuschauen degradiert sind, während Merkel und ihre 16 Schergen die Strippen ziehen und die wirklich wichtigen Entscheidungen zum Wohl des Landes in irgendwelchen Videochats und MPK-Runden getroffen werden. Dann kann man die Wahl auch streichen.

Die Kandidaten sind eher eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera.

Scholz ist profillos wie Schulz. Ein Blender und Sprücheklopfer vor dem Herrn.

Laschet ist, wie sich in den vergangenen Wochen überaus deutlich gezeigt hat, ein politischer Wendehals, der seine Fahne in die Richtung hängt, aus der der aktuelle (Umfragen-)Wind weht. Ein Umfaller ohne Stringenz.

Söder macht auf harter Hund, hat aber sein eigenes Land überhaupt nicht im Griff und selbst seine Steigbügelhalter (Freie Wähler) begehren schon auf. Es knirscht gewaltig in der Koalition, wenn man die Äußerungen von Aiwanger verfolgt.

Bleiben noch die Grünen. Wobei ich mir nicht sicher bin, was schlimmere Konsequenzen für das alltägliche Leben (vor allem für den Geldbeutel) haben wird: Rot-Schwarz oder Grün-Schwarz?

Um den Machtverbleib in Form des Kanzlersessels für die CDU/CSU zu verhindern, würde ich aber sogar Habeck oder Berböck meine Stimme geben. Rot-Rot-Grün kann eine akzeptable Alternative sein.

Weshalb manche überhaupt auf die Idee kommen, ein CSU-Abgeordneter, Mitglied einer Partei die in einem von 16 Bundesländern vertreten ist, habe Anspruch auf das Bundes-Kanzleramt, ist abenteuerlich und nicht verständlich. Soll jetzt die Mehrheit (83 Mio. Bundesbürger) von einer Minderheit (13 Mio. Bajuwaren) regiert werden?

Sollte Söder tatsächlich Merkel-Nachfolger werden, gebe ich meine Ausweisdokumente ab.
Dann stehen dem deutschen Volk schlimme Jahre bevor. Und das Leben wird richtig teuer und hart.
Ohne jede Form von Freizeit, Lebensqualität, Freiheit und Unterhaltung.
 
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Wir nehmen dich beim Wort, s.matze!!!

Vor der Pandemie konnte ich bezüglich Lebensqualität, Freizeit und Unterhaltung nicht klagen. Alles vorhanden in Bayern. Umso größer die Vorfreude auf die Zeit nach der Pandemie. 😎

Ansonsten ist noch ne Weile hin bis Spätsommer. Eine Ampelkoalition oder eine Grün-Rot-Rote Regierung würde ich schwierig finden. Bleibt noch Schwarz-Grün oder Schwarz-Rot. Die große Koalition besteht ja nun schon seit 2013. Muss sich jeder selbst ausmahlen, ob dieses Bündnis weiterbestehen soll. Vor allem die Sozialdemokraten haben sich in den Jahren entfremdet. Ich wüsste nicht, was sich unter dieser Doppelspitze, dessen Namen mir nicht mal auf anhieb einfallen (ich muss immer erst überlegen), groß ändern sollte.
 
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Bellman

Gesperrter Benutzer
Sollte Söder tatsächlich Merkel-Nachfolger werden, gebe ich meine Ausweisdokumente ab.
Dann stehen dem deutschen Volk schlimme Jahre bevor. Und das Leben wird richtig teuer und hart.
Ohne jede Form von Freizeit, Lebensqualität, Freiheit und Unterhaltung.
Dabei kommt es doch nur darauf an, dass Nordstream 2 vollendet wird. Da Deutschland ja spätestens seit den 2+4-Verträgen souverän ist, sollte dem doch nichts im Wege stehen, oder?

Oder stimmt es etwa doch, was die Reichsbürger andauernd sagen?
 

s.matze

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Es gibt kein Leben außerhalb Bayerns und wenn dann nicht dieses. 🥨🍺
Leider ist der gelobte Freistaat längst nicht mehr das, was er mal war.

Die Lebensqualität und Freiheit hat deutlich abgenommen und es steht zu befürchten, dass es unter einem Kanzler Söder in ganz Deutschland nicht besser wird. Auch der Ton im Miteinander wird rauer.

Ich weiß nicht woher immer die Aussagen kommen, Söder wäre bundesweit der zweitbeliebteste Politiker.
In Bayern sehnen sich nicht wenig Menschen dem Tag herbei, dass sie diesen Gockel endlich los sind.
Und das schon seit rund drei Jahren, also lange vor seinem aktuell oftmals herrischen Tonfall (unten stehend dazu drei Artikel, der älteste stammt aus der FAZ von 2018).

Für mich ist Söder spätestens seit seinem Auftritt im Shrek-Kostüm ein reiner Showpolitiker, der für markige Sprüche bekannt ist, aber ansonsten leider nur viel heiße Luft versprüht ohne Ergebnisse. Er hat weder das Format noch das Profil eines großen Staatsmanns, er wirkt polternd und oberlehrerhaft.
Ich empfinde ihn als Schwätzer. Er kann sich gut artikulieren, verwendet starke Rhetorik, aber dahinter bleibt wenig Substanz.

Was kann Söder an Erfolgen vorweisen? ich wüsste da jetzt auf Anhieb nichts.
Auch seine Verkehrsministerkollegen (Dobrindt, Scheuer) im Bund bleiben immer glücklos.
Für die CSU sehe ich im politischen Berlin kein Land.

Jemand der selbst innerhalb der eigenen Bevölkerung wenig Rückhalt genießt, kann kaum Kanzler aller Deutschen werden. Dann lieber ein Grüner oder Roter, wenn ich damit die CDU/CSU-Kanzlerschaft verhindern kann. Von der FDP ist ja auch nicht zu erwarten, dass sie Regierungsverantwortung übernimmt. Es ist ja auch bequemer aus der Deckung heraus im Hintergrund zu kritisieren.



 
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Johnny

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Leider ist der gelobte Freistaat längst nicht mehr das, was er mal war.

Die Lebensqualität und Freiheit hat deutlich abgenommen und es steht zu befürchten, dass es unter einem Kanzler Söder in ganz Deutschland nicht besser wird. Auch der Ton im Miteinander wird rauer.
Inwiefern haben Lebensqualität und Freiheit deutlich abgenommen? Was meinst du konkret?
 

Bellman

Gesperrter Benutzer
Inwiefern haben Lebensqualität und Freiheit deutlich abgenommen?
S.Matze meint wohl damit, dass in Bayern mittlerweile fast alle Geschäfte und Wirtschaften geschlossen sind. Vor allem die Biergärten, für die Bayern so berühmt ist. Und unter Söders Amtszeit wurde das erste Mal überhaupt das weltgrößte Volksfest "Oktoberfest" abgesagt. Man befürchtet, dass auch das diesjährige Oktoberfest abgesagt wird.
 

Radiokult

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Oh Mann, unser aller Mecker-Matze haut hier ja wieder ein paar Bolzen raus... :wow:
Dein FAZ-Link ist von 2018! DIe anderen beiden von Februar. Wir sind aber bereits Mitte April. Umfragenwerte können erheblich schwanken, auch innerhalb weniger Tage.

Ich weiß nicht woher immer die Aussagen kommen, Söder wäre bundesweit der zweitbeliebteste Politiker.
Das ist ja nun so schwer nicht, wenn man sich so den Rest der derzeit Regierenden in Bund und Land anschaut. Söder scheint von allen die besten PR-Berater zu haben. Und das man in Bayern als Politiker immer auch zum "Show-Star" wird, ist ja so neu nun auch nicht.

Fakt ist: Wir brauchen nicht mehr als 700 Claqueure, die nur zum Zuschauen degradiert sind, während Merkel und ihre 16 Schergen die Strippen ziehen und die wirklich wichtigen Entscheidungen zum Wohl des Landes in irgendwelchen Videochats und MPK-Runden getroffen werden. Dann kann man die Wahl auch streichen.

Du hast bis heute die Demokratie nicht verstanden. Ist dir schon aufgefallen, dass nicht wenige Bundesländer abweichen von dem, was die MPK-Runde da beschließt? Das liegt daran das sie es können. Rein formal sind das was die MPK-Runde verkündet, eigentlich nur Vorschläge. Beschließen müssen es die Länder, jedes für sich allein. Das könnte sich erst mit der nun angedachten Änderung des Pandemie-Gesetzes ändern.

Vielleicht dreht Frau Merkel ja noch eine Ehrenrunde,
Höchst unwahrscheinlich. Die Frage ist eher, wie oft sie sich in den letzten Monaten insgeheim selbst in den Arsch getreten hat, weil sie vor drei Jahren dann doch nochmal wollte. Das hat sie vermutlich längst bereut.

Sollte Söder tatsächlich Merkel-Nachfolger werden, gebe ich meine Ausweisdokumente ab.
Und dann wandere bitte dorthin aus, wo es kein Internet gibt!

Weshalb manche überhaupt auf die Idee kommen, ein CSU-Abgeordneter, Mitglied einer Partei die in einem von 16 Bundesländern vertreten ist, habe Anspruch auf das Bundes-Kanzleramt, ist abenteuerlich und nicht verständlich. Soll jetzt die Mehrheit (83 Mio. Bundesbürger) von einer Minderheit (13 Mio. Bajuwaren) regiert werden?
Nur mal so als Info für den historisch gut bewanderten Mecker-Matze: Franz-Joseph Strauß, bekanntlich Vor-Vor-Vorgänger von Söder wollte 1979 als Kanzlerkandidat der CDU/CSU, Willy Brandt aus dem Kanzleramt jagen. Hat dann zwar nicht geklappt, aber es wäre jetzt nicht das erste Mal das ein CSUler Kanzlerkandidat wäre.


Und nun zum eigentlichen Thema:
Wenn das so weiter geht, wird das im September tatsächlich interessant. Maskendeals etc. nagen gerade am Grundgerüst der CDU/CSU. Und die beiden potentiellen Kandidaten, die sich offenbar nicht einig werden wers denn nun macht, tun ihr übriges dazu.
Beide Kandidaten haben Vor- und Nachteile. Söder kann sich gut medial verkaufen und schafft es mit seiner bundesweiten Präsenz, die bayerninternen Probleme auszublenden. Laschet ist dagegen eher der "Knuddelbär ausm Pott", was dort vielleicht funktioniert, bundesweit aber eher auf Ablehnung stößt. Wer schlußendlich tatsächlich der bessere Kandidat wäre, keine Ahnung. An den Intellekt von Habeck kommen beide nicht ran. Andererseits versteht aber auch den Habeck nicht jeder.
Im Moment folgt die CDU der SPD in Sachen Wählergunst. Und dass das erst jetzt passiert, zeugt dann doch recht eindrucksvoll davon, wieviel die CDU-Basis ihrer Parteispitze bzw. den Bundes-Parlamentariern verzeihen kann. Sollte der Sinkflug weitergehen, wirds wirklich spannend. Dann wäre erstmals tatsächlich auch ein grüner Kanzler denkbar. Das Zünglein an der Waage dürfte dabei auch dieses Mal wieder die FDP sein. Je nach dem wie stark die in den Bundestag kommt, wird Lindner nicht nochmal seine Chance auf ein Ministeramt ausschlagen.
Profitieren können im Moment von den Eskapaden in der CDU erstaunlicherweise nur die Grünen. Die SPD bleibt in Umfragen auf niedrigem Niveau, was aber durchaus auch an ihrem eher ungeliebten Kanzlerkandidaten liegen könnte. Von dem oft beschworenen Aufbruch in der SPD ist jedenfalls auch weiterhin weit und breit nichts zu sehen. Selbst um den SPD-Hoffnungsträger Kevin Kühnert ist es im Moment erstaunlich ruhig. Die Linken zerfleischen sich unterdessen heiter weiter selbst. Keine Ahnung wer der Wagenknecht gesagt hat, das man ausgerechnet jetzt dieses eher streitbare Buch veröffentlichen sollte. Damit bleibt sie zwar im Gespräch, der Partei selber hilft das allerdings nicht.
Bei der AfD hat man den EIndruck, dass die jetzt endgültig abdriften. Wer ein wenig den Parteitag in Dresden verfolgt hat, konnte das gut beobachten. Alles mahnen der "alten Männer" Gauland und Meuthen haben dort wenig geholfen. Und das wird auch der Wähler registrieren. Meiner persönlichen Meinung nach ist die AfD an ihrem Zenit in Sachen Wählerstimmen angekommen.

Was kommt also? Nochmal GroKo? Höchst unwahrscheinlich, denn dann wissen beide Parteien das sie in 4 Jahren gar nicht erst antreten brauchen. Zumindest nach der heutigen Emnid-Umfrage würde es dafür auch gar nicht reichen. Schwarz/Grün? Möglich, aber ebenfalls eher nicht wahrscheinlich. Was in BaWü aus bekannten Gründen funktioniert, muss auf Bundesebene noch lange nicht funktionieren. Und davon abgesehen, wer will sich schon freiwillig solche Gestalten wie den Scheuer ans Bein binden.
Denkbar wäre bei einer entsprechenden Konstellation durchaus auch eine Rot/Rot/Grüne-Regierung. Ob das auf der Bundesebene allerdings tatsächlich schon eine Option wäre, laße ich mal dahingestellt. Der Wiederstand wäre wahrscheinlich erheblich. Es bleibt so oder so auf jeden Fall spannend.
 
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Bellman

Gesperrter Benutzer
Das liegt nicht zufällig an den Corona-Maßnahmen?
Muss man hier auch wirklich alles als Ironie kennzeichnen?
Mein Eintrag sollte doch auch so klar sein, wenn man sich s.matzes Eintrag, auf den ich mich bezogen habe, durchgelesen hat. Aber anscheinend ist das heutzutage zu viel verlangt...
 

count down

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Ja, ist es. Leser sind keine Gedankenleser, sondern lesen, was da geschrieben steht. Nichts anderes. Anschließend zu behaupten, dieser oder jener Satz sei ironisch gemeint, ist ein bequemer Hintertürausgang. Die Rückfrage in #11 ist durchaus berechtigt.
 

Bellman

Gesperrter Benutzer
Oh Allah, gut zu wissen.

Dann rate ich euch, niemals Romane von Arno Schmidt oder Michel Houellebecq zu lesen, denn da wird nichts als Ironie gekennzeichnet.

Aber was schreibe ich da, das hier ist ja ein Radio- und kein Literaturforum.
 
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Skywise

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Dann wäre erstmals tatsächlich auch ein grüner Kanzler denkbar.
Tatsächlich gar nicht mal soo unwahrscheinlich.

Das Zünglein an der Waage dürfte dabei auch dieses Mal wieder die FDP sein. Je nach dem wie stark die in den Bundestag kommt, wird Lindner nicht nochmal seine Chance auf ein Ministeramt ausschlagen.
Die FDP - weiß ich nicht. Interessant ist die FDP auf jeden Fall, weil so etwas wie "Pandemiebekämpfung" und liberaler Ansatz sich derart entschlossen ausschließen, daß Herr Lindner es sich zwar aktuell recht bequem machen kann auf der Position des Meckerfritzen, aber umgekehrt keine konstruktiven Gegenvorschläge anbringen kann, ohne einen parteieigenen Grundsatzstreit vom Zaun zu brechen zum Thema "Wie viel Einmischung muß ein liberaler Staat aushalten können".

Bei der AfD hat man den EIndruck, dass die jetzt endgültig abdriften. Wer ein wenig den Parteitag in Dresden verfolgt hat, konnte das gut beobachten. Alles mahnen der "alten Männer" Gauland und Meuthen haben dort wenig geholfen. Und das wird auch der Wähler registrieren. Meiner persönlichen Meinung nach ist die AfD an ihrem Zenit in Sachen Wählerstimmen angekommen.
Schon, aber das heißt ja nicht, daß sie wesentlich an Stimmen verlieren wird. Die AfD wird wahrscheinlich der Opposition in ähnlich starker Form wie 2017 erhalten bleiben, auch wenn die dazugehörigen Stimmen sehr wahrscheinlich für die Demokratie verloren sind, wenn ich mir so anschaue, was die AfD schon wieder für kreative Ideen hat, um die Demokratie im Namen der Demokratie zu untergraben.

Ich könnte mir aber vorstellen, daß es als "Zünglein an der Waage" einen neuen konservativ ausgerichteten Mitspieler auf die Bundesbühne schwemmt, auch wenn ich aktuell keine Idee habe, wer auf Bundesebene genügend Potential dazu hätte.

Gruß
Skywise
 

2Stain

Gesperrter Benutzer
Söder wäre gut beraten in Bayern zu bleiben, das sage ich als Bayer. Mit Aiwanger und den FW hat er genug zu tun.

Laschet als Kanzler?
Ich weiß nicht, ich weiß nicht.
Laschet als Kanzler scheint mir nur möglich, wenn die Grünen sich nicht verweigern.
Schwarz-Rot = Stillstand.
Sind die Schnittmengen bundesweit denn bei Rot-Grün nicht größer?
Sollte Söder nicht kandidieren, dann müsste er auch nicht das Laschet-Desaster bei der Bundestagswahl mittragen.
Für Söder wäre das win-win.

2Stain
 

s.matze

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Söder wäre gut beraten in Bayern zu bleiben

Wenn er aufrichtig und ehrlich und kein Schaumschläger wäre, muss er das.
Leider ist er weder aufrichtig noch ehrlich. Und dazu auch noch vergesslich.

König Markus hat immer gesagt "Mein Platz ist in Bayern". Zuletzt im September:

Es glaubt mir immer keiner, aber ich meine es so: Mein Platz ist in Bayern, und da bleibe ich auch


Ein halbes Jahr später ist das vergessen. Was interessier ihn sein Geschwätz von gestern?
Im Gegensatz zu so manchem Politiker leiden aber die Wähler keinesfalls an Gedächtnisverlust.
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.

Und in Bayern hinterlässt er viel verbrannte Erde, wenn er mitten in der Pandemie geht.
Seine Erfolgsbilanz der letzten Monate ist vernichtend.

Ein Mensch, der 30 Jahre nach der politischen Wende immer noch in Interviews von "die neuen Länder" spricht und damit den Osten meint, dessen Lieblingsphrase "hier bei uns in Bayern" ist und der ganz Deutschland mit Freiheitsberaubung droht und meint die Bürger für das Versagen der Politik bestrafen zu müssen, ist kaum geeignet, um demokratischer Kanzler von rund 80 Mio. Bundesbürgern zu werden.


Aber es passt zum Zeitgeist: Viel heiße Luft, wenig Substanz, kein Profil. Hauptsache markige Worte und ein zackiges Auftreten.

wer auf Bundesebene genügend Potential dazu hätte.
"DieBasis" (BW).

 
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Tweety

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Die CDU steckt in einem Dilemma. Laschet ist als CDU-Vorsitzender sicherlich erste Wahl bei der K-Frage. Dummwerweise sind die Umfragewerte für Laschet aber verheerend. Wenn es nach den Wählern ginge, dann müsste Söder Kanzlerkandidat werden. Ich gehe derzeit davon aus, dass auch nur Söder eine realistische Chance hat Kanzler zu werden. Für Laschet wird das nicht reichen. Mit ihm dürfte die CDU deutlich unter der 30% Marke bleiben. Möglicherweise reicht es dann wieder zu einer Gro/Ko, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das die SPD nochmal antut. Ich könnte mir eine linke Regierung aus Grünen/ SPD und ggf. der Linkspartei schon eher vorstellen. Da werden sicherlich viele Kröten geschluckt werden müssen, aber Schwarz/ Grün kann ich mir nicht so richtig vorstellen. Söder und die Grünen das wird nicht passen. Laschet schon eher, aber der Mann steht ja eher für ein "Weiter so" und ist nicht unbedingt für Innovationen oder als begeisterter Umweltschützer bekannt. Ich erinnere mal an das Debakel mit der Braunkohle in NRW. Das wird von seiten der Grünen wohl eher nicht passen.
Bis zum Herbst ist ja noch ein bisschen hin und es kann noch viel passieren oder auch nicht passieren. Derzeit demontiert sich unsere Regierung aber selber.

Eines scheint mir aber jetzt schon sicher, das wird im Herbst eine schwierige Regierungsbildung und es drohen vermutlich italienische Verhältnisse.
 
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Radiokult

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Da sich die CDU-Spitze ja nun dazu durchgerungen hat, sich hochoffiziell hinter Laschet zu stellen, wirds selbiger wohl auch werden. Mal schauen wie sich das auswirkt. Ich habe die leise Befürchtung, dass das der CDU eher schaden wird.
 

2Stain

Gesperrter Benutzer
Mir fehlen seit Jahren "Köpfe" und "Typen" in der Politik, Ausnahme ist natürlich Winfried Kretschmann, aber der kandidiert leider nicht.

Wenn ich alle Ministerpräsidentinnen (zwei) und -präsidenten (14) ad hoc aufzählen sollte, würde ich kläglich scheitern.

Eines noch zum Erscheinungsbild der GroKo:
die aktuellen Minister wurden auf Vorschlag der Kanzlerin vom Bundespräsidenten ernannt und vereidigt.
Da hatte Söder bei Spahn, Scheuer und den anderen Loosern die Finger nicht im Spiel, er ist fein raus, Laschet ebenso.

Den Schwarzen Peter hat also im Moment Frank-Walter Steinmeier auch bei der Ernennung des neuen Bundeskanzlers.

Meine Meinung:
karrieregeil sind sie alle.

2Stain
 
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