Wer (und was) kommt nach Angela Merkel?


Radiokult

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Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich sehe manches bei den Grünen auch eher kritisch. Keine andere Partei hat in den letzten 3 Jahrzehnten so sehr ihre eigenen Ideale verraten. Aber: Wenn jemand eine Behauptung aufstellt, sollte er sie auch belegen können, @s.matze . Ansonsten ist er kein Deut besser als die, die er meint kritisieren zu müssen. Andererseits habe ich aber auch nicht damit gerechnet, auf eine konkrete Nachfrage auch eine Antwort zu bekommen. Man kennt das ja mittlerweile von unserem Schwurbelmatze...
 

s.matze

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Das mit der Russlandhetze sehe nicht ich nur so, sondern auch anerkannte Politiker und Journalisten:

Sie hat sich mit Engagement für Aufrüstung und mit Russland-Hetze qualifiziert

Eine führende Vertreterin dieser kriegsfreudigen Partei ist die neue Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock.“ Sie befürworte völkerrechtswidrige Kriege, weitere Aufrüstung, Waffenlieferungen und die Einkreisung Russlands durch die USA.

Dass von Bärbock skandierte Motto "Dialog und Härte" passt nicht zusammen, ist widersprüchlich. Die Forderung
Der geplanten deutsch-russischen Ostseepipeline Nord Stream 2 müsse „die politische Unterstützung entzogen“ werden.

kommt reichlich spät...


Hat die Frau die ganzen letzten Jahre während der Planungen und des Baufortschritt auf einem anderen Planeten verbracht?

Der schlechte Verlierer Söder verteilt derweil munter weiter Fußtritte an Laschet, da hat wohl einer ein Egoproblem:


 

Tonband

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Das mit der Russlandhetze sehe nicht ich nur so,
Anti-Russ......

Quelle: https://www.derwesten.de/politik/gr...ung-bundeswehr-nuklearwaffen-id231385751.html
 

Radiokult

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@s.matze
Du hast immer noch nicht den Unterschied zwischen sogenannter Hetze und einer Kritik verstanden. Ich kann da selbst in deinem Link zum hyperlinken Blättchen "Junge Welt" nirgendwo irgendwelche Hetze finden. Nur weil man Nord Stream 2 kritisch sieht, hetzt man doch noch nicht. Hetze wäre das Diskreditieren von Russland als minderbemitteltes Land oder das Herabwürdigen von Putin als Person oder sonst irgendwas in die Richtung, Nord Stream 2 zu hinterfragen und kritisch zu sehen, hat absolut gar nichts mit Hetze zu tun. Das ist in einer Demokratie etwas völlig normales und auch absolut legitim. Ausserdem begründet sie ihre Sichtweise ja auch, die ich übrigens nicht teile. Es ist nicht vermittelbar, warum man 9,5 Mrd. verbaute Euro jetzt kurz vor Fertigstellung in den Sand setzen sollte. Wir haben noch nicht genug Investruinen. Davon abgesehen gibt es auch immer noch Nord Stream 1, worüber ebenfalls fleißig Erdgas ins "Reich" gepumpt wird. Da redet kein Mensch drüber, obwohl da eine Abnahmeverweigerung des gelieferten Erdgases eine absolut einfache Übung wäre. Praktisch gesehen ist es natürlich Schmarn, denn zum einen hätten wird dann einen nicht unerheblichen Versorgunsgengpass und zum anderen würden sich schlagartig die Preise erhöhen. Beides können im Moment weder die Grünen, noch sonst irgendjemand gebrauchen. So blöd sind die Grünen nämlich letzten Endes auch nicht. Aber wie gesagt, das Nord-Stream2-Projekt kann und darf man selbstverständlich auch anders sehen.
Was dein Link zur La Fontaine angeht, brüllt da ja gerade der Richtige. Es war jener Lafontaine, der nach drei Monaten über Nacht alles hinwarf und Tage verstreichen ließ bis er meinte, sich vor allem seinen Wählern mal zu erklären. Insofern sollte er mit Belehrungen über Mandatsträger und parlamentarische Gepflogenheiten lieber ruhig sein. Das scheint mir aber ein allgemeines Problem von ausgedienten Berufspolitikern zu sein - ungefragt und zu allem seine Meinung kundtun, sonst läuft man Gefahr vergessen zu werden. Das Phänomen gibts in allen Parteien.
Das Söder weiter gegen Laschet stichelt, war zu erwarten. Er ist halt ein schlechter Verlierer. Das er damit indirekt die mögliche Kanzlerschaft Baerbocks eher befördert als verhindert, merkt er ja vielleicht auch noch irgendwann.

@Tonband
Nun ja, über Martin Sonneborn muss man nicht weiter reden. Ich gebe zu, gegenüber der Partei durchaus eine gewisse Sympathie gehegt zu haben, denn der Verein hat recht eindrucksvoll gezeigt, das man auch mit anderen Mitteln auf der hiesigen Polit-Bühne durchaus den einen oder anderen Denkanstoss geben kann. Allerdings hat sich Sonneborn mit seinen Rassismus-Nummern bzw. mit seinen Reaktionen auf die diesbezüglichen Vorwürfe, selbst ins Aus katapultiert. Wer sein bestes Zugpferd gehen läßt, nur weil man selbst nicht in der Lage ist, sich auch mal für einen Fehlgriff zu entschuldigen, ist keine Option mehr. Insgesamt betrachtet spielt die Partei bundespolitisch ohnehin keine Rolle.
 
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Tonband

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Ach @Radiokult, in dem traurigen Politkerangebot für unsere Bundestagswahl erscheint mir dieser Satiriker als das geringste Übel.
Bündnis 90/Die Grünen sind seit Jahren bereits die CDU/CSU der 90er-2000er. (..) kann ich nur empfehlen, dass die Wahlprogramme der letzten und künftigen Jahre sehr genau gelesen werden sollten -
Tja, und zu Frau Baerbock braucht man eigentlich nur da Programm des Weltwirtschaftforums lesen um zu verstehen, warum Habeck keine Chance hatte und Sie die Nachfolgerin von Angela Merkel werden muss: Als „Young Global LeaderIN“ hat sie den selben Weg eingeschlagen.
"Die Community der „Young Global Leaders“ kann man sich wie eine Schule vorstellen. Jedes Jahr wird eine neue Klasse eingeschult, mit 120 bis 200 Schülern. Unter ihnen sind die smartesten Köpfe der Welt. Initiiert vom Weltwirtschaftsforum mit Sitz im Schweizer Dörfchen Cologny. Fünf Jahre dauert das Programm. Eine Elite-Schule vom Allerfeinsten." (Quelle)
Mit Baerbock soll also die Elitendemokratie gefestigt werden. Die lebt ja auch von Kriegen. Nun ja, wer glaubt, mit den großen Hunden pinkeln gehen zu müssen ...

Ich erinnere mich noch gut an den Tag, an dem Angela Merkel erstmalig im illustren Kreis der "Bilderberger" am Tegernsee entdeckt wurde. Das war der 5.5.2005. Auch sie hatte die Elitenschule der Weltwirtschaftsführer von Davos besucht:
Global Leaders for Tomorrow
In 1992, the Forum launched a new community, the Global Leaders for Tomorrow (GLTs),composed of 200 young leaders from business, politics, academia, the arts and the media, (..) well established through their achievements and positionsof influence. Among those nominated in the first year were many individuals (indicated belowwith their titles at that time) who would later assume key responsibilities or distinguish themselves further in their fields:

Martine Aubry, Minister of Labour, Employment and Vocational Training of France
José Maria Aznar, President, Partido Popular, Spain
José Manuel Durao Barroso, Minister of Foreign Affairs of Portugal
Anthony C. L. Blair MP, Shadow Cabinet Minister, United Kingdom
Gordon Brown, Shadow Chancellor of the Exchequer, United Kingdom
Yuriko Koike, Senator, Japan New Party, JapanAnne Lauvergeon, Deputy Secretary-General, Elysée Palace, France
Angela Merkel, Federal Minister for Women and Youth of Germany
Nicholas Sarkozy, Assistant Secretary, RPR, France
Lawrence Summers, Vice-President and Chief Economist, World Bank, Washington DC
.......

The group which would hold its own Summits, partially in conjunction with the AnnualMeeting in Davos, would be reconstituted in 2003 as The Forum of Young Global Leaders.
 

Tonband

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Hey ARD, Ist das journalistische Neutralität?

Ein User-Kommentar zu einem Ausschnitt der Talkshow von Sandra Maischberger der vergangenen Woche:
„bei den Grünen würden politische Ämter auch ohne Allgemeinbildung besetzt“.
das Erste kommentierte dann folgendermaßen:
„Wie kommen Sie dazu, dass Frau Baerbock nicht gebildet ist? Schauen Sie sich die Ausbildung der Frau an. Wenn das keine Bildung ist“.
darauf Julia Klöckner:
„Die Bundesgeschäftsstelle der Grünen hätte nicht besser antworten können.“
😁
 

rockon

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Baerbock studierte zunächst von 2000 bis 2004 Politikwissenschaft und öffentliches Recht an der Universität Hamburg, danach von 2004 bis 2005 Völkerrecht an der London School of Economics and Political Science und schloss dort mit einem Master in „Public International Law“ (LL.M.) ab. (WIKIPEDIA)

Da hoffe ich doch, dass der "User" eine bessere Bildung hat. Nein, ich bin kein Grüner, aber plumpe Unterstellungen haben mit sachlicher Kritik, egal um welche Person und Partei es sich handelt, nichts zu tun.
 

Mannis Fan

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Wenn "Bildung" das Kriterium für geeignete oder nicht geeignete Politikerinnen und Politiker sein soll, dann müssen wir sowieso schon mal die Parlamente entleeren. Ich sags mal so: Bildung und (Regierungs-)Erfahrung müssen nicht schaden, aber sie sind keineswegs ein Garant für gute Politik (wie man ja an den Leistungen der vielen regierungserfahrenen und gebildeten Mitgliedern unserer Bundes- und Landesregierungen anschaulich studieren kann). Mir sind an den Schalthabeln der Macht vor allem Menschen mit Lebenserfahrung, mit Empathie, mit Sachverstand und ohne ideologisch getönte Parteibrille willkommen.
Und wenn der Bildungsnachweis durch Plagiat, Titelkauf oder sonstige Tricksereien zustande gekommen ist, wie gefühlt bei immer mehr Berufspolitikerinnen und Politikern, dann pfeiif ich auf diese Art der "Bildung" sowieso.
 

s.matze

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Die Anmerkung von der Klöckner schießt dann allerdings in der Tat den Vogel ab.
Die Weinkönigin und Nestle-Lobbyistin (
) kann doch sowieso kein normal-denkender Mensch ernst nehmen.

Absolut inkompetent und unglaubwürdig die Frau!

Demnach traf sie sich seit dem Amtsantritt im Frühjahr 2018 mit Vertretern unter anderem von Bayer, Nestlé, Mars, Rewe und den Milchwerken Berchtesgadener Land zu Einzelgesprächen, von den Verbänden bekam der Deutsche Bauernverband mit drei Einzelgesprächen die meisten Termine.


Und so jemand bekleidet ein Ministeramt, wo man bei Antritt einen Eid auf die Verfassung schwören muss, dem Volk nach bestem Wissen zu dienen!? 🤮
 
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Skywise

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Absolut inkompetent und unglaubwürdig die Frau!
Wie man's nimmt. Kurt Beck hat in RLP seine liebe Not mit ihr gehabt, weil sie von der Oppositionsbank aus fleißig gestichelt und kritisiert hat. Das kann sie tatsächlich ausgesprochen gut. Zumindest lohnt es sich, ihr beim Kritisieren zuzuhören und anschließend ein wenig Recherche zu betreiben. Gute Substanz.
Umgekehrt hat sie es selbst ihren Kritikern auch immer vergleichsweise einfach gemacht, denn Fettnäpfchen trifft sie im Alleingang fast genauso gut wie früher die empfindlichen Stellen von Kurt Beck.

Und so jemand bekleidet ein Ministeramt, wo man bei Antritt einen Eid auf die Verfassung schwören muss, dem Volk nach bestem Wissen zu dienen!? 🤮
Da na, dem deutschen Volk halt. Nestlé hat in Europa ja auch schon längere Zeit alle möglichen Eisen im Feuer und bemüht sich um ein Image mit weniger Flecken, indem es auf die Anforderungen des Marktes nach Möglichkeit reagiert (zwar nicht immer so, wie es bestimmte Aktivisten haben wollen, aber immerhin). Diejenigen, die die verruchten Taten von Nestlé ausbaden müssen, sitzen ja meistens nicht in Deutschland, weil - Deutschland und einige andere Länder haben die finanziellen Mittel, um sich nicht von Nestlé unter Zuckerprodukten und Müll begraben zu lassen. Wenn sich Frau Klöckner mit Nestlé vor die Kameras stellt und etwas von gesünderen Lebensmitteln erzählt, könnte da durchaus was dran sein, und für das deutsche Volk wäre das absolut kein Schritt in die falsche Richtung. Dürfen aber dann halt andere Leute ausbaden, für die Frau Klöckner nicht zuständig ist

Gruß
Skywise
 

Mannis Fan

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seine liebe Not mit ihr gehabt, weil sie von der Oppositionsbank aus fleißig gestichelt und kritisiert hat.
Und dafür dann bei zwei Anläufen Landtagswahlen verloren hat ...
Gibts dazu ein paar Namen?
Da muss man ein bisschen in die Vergangenheit wandern (um mal gerecht möglichst aus jeder Partei ein Beispiel zu fischen): Willy Brandt, Hans Jochen und Bernhard Vogel, Norbert Blüm, Klaus Töpfer, Hans-Dietrich Genscher, Mariluise Beck, Petra Kelly, - diese Sorte Menschen meine ich. Die hatten zwar teilweise völlig konträre Ansichten und Gesellschaftsentwürfe, aber sie waren alle als Person authentisch und glaubwürdig. In der heutigen Bundesregierung wirds schwierig, solche Kaliber zu finden. Vielleicht gehört auf ihre Art Angela Merkel dazu. Das ist so ziemlich die einzige im Kabinett, der ich abkaufe, dass sie zuerst fürs Land und dann für die Partei und als Letztes für sich selbst agiert. Bei den übrigen ist die Reihenfolge meistens andersherum.
 

Radiokult

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Das ist aber mittlerweile ein ganz allgemeines Problem. "Echte Typen" wird es vor allem im Bereich Politik nicht mehr geben. Das hat leider auch etwas mit der heutigen Medienwelt zu tun. Beim kleinsten Fehltritt wird die betreffende Person gnadenlos medial geschlachtet. Und Medien sind heute allgegenwärtig. Das war bis vor wenigen Jahren noch nicht ganz so extrem wie heute. Davon abgesehen hat sich die Zeit zwischen einem Ereignis und einer möglichen öffentlichen Diskussion darüber, insbesondere dank der sogenannten sozialen Medien derart verkürzt, das sich das niemand mehr ernsthaft antut. Ausserdem wird man heute nicht mehr Politiker aus irgendwelchen Überzeugungen heraus. Zumindest wäre die Zahl derer, wo man das als glaubwürdiges Argument erachten könnte, überschaubar.
 
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Olf Reden

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Ausserdem wird man heute nicht mehr Politiker aus irgendwelchen Überzeugungen heraus. Zumindest wäre die Zahl derer, wo man das als glaubwürdiges Argument erachten könnte, überschaubar.
Die Aussage halte ich für nicht belegbar. Es gibt viele Menschen, die in die Politik gehen, sich in Parteien engagieren, aus ihrer Überzeugung heraus. Das siehst Du auch sehr schön auf kommunaler Ebene.
Außerdem dürfte sonst die AfD sonst nicht entstanden sein und sich entwickelt haben. Das Gleiche gilt für Grüne...
 

s.matze

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wird man heute nicht mehr Politiker aus irgendwelchen Überzeugungen
Für mindestens 80 Prozent aller Landräte und ehrenamtlichen Bürgermeister trifft das NICHT zu.
Und für die anderen dürfte Lobbyismus oder Selbstdarstellung auch ein Motiv ("Überzeugung") sein.

Weiteres Gegenbeispiel: Die Piraten, Die Basis, Freie Wähler etc.
 
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Radiokult

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Ich bezog das auf die Bundespolitik.

:wow: Dazu äußere ich mich öffentlich mal lieber nicht. Da würden mir jetzt Beispiele einfallen...


Ich kenne mehrere Kommunalpolitiker welche aufgrund guter Ergebnisse in die Landespolitik wechseln konnten und die innerhalb kürzester Zeit geläutert auf die lokale Ebene zurückkehrten. Sobald man nämlich dort angekommen ist, kannste deine Überzeugungen an der Garderrobe des Landtags abgeben. Da gehts dann nicht mehr um Überzeugungen, sondern um Parteilinie um jeden Preis, parteienunabhängig. Ab der Ebene haste dann die Wahl, entweder du folgst der Parteilinie, damit du was erreichen kannst. Oder du folgst deinen Überzeugungen, dann biste spätestens nach 4 Jahren wieder raus. Im Amtsdeutsch nennt man das auch Fraktions- oder Parteienzwang. Wer heute noch Berufspolitiker werden will, braucht jedenfalls eine ziemlich große Schere in seinem Kopf.
 
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Olf Reden

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Also heißt das,
  • Man wird „heute“ zunächst doch aus Überzeugung Politiker, auf lokaler Ebene zum Beispiel. Das halten wir mal fest.
  • Sobald man aber in einer Landtagsfraktion angekommen ist, ist man nicht mehr aus Überzeugung Politiker geworden? Sondern? Dass man sich in eine Gruppe einfügen muss und nicht seine individuellen Ansichten ausleben kann, scheint mir sehr plausibel – wie sollte es anders funktionieren? War das früher anders (im Gegensatz zu „heute“)?
 
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Radiokult

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Nein, so meinte ich das nicht. Zum einen gibt es den Grundsatz, dass auch Politiker nur ihrem Gewissen verpflichtet sind und nicht in irgendeiner Form dem Fraktionszwang. Entscheidet man aber zu oft gegen solche Fraktionsbeschlüsse, ist man ziemlich schnell am Ende. Man wird schlicht fallen gelassen. Gerade bei der CDU ist dieses Phänomen doch gerade recht gut zu beobachten. Man entscheidet auf der obersten Parteiebene zu oft nach "gut dünken" und verliert dabei die Interessen der Basis aus dem Auge. Bei der SPD ist dieses Dilemma noch größer.
Ich will hier nicht den pauschalen Spruch "Früher war alles besser" anbringen, denn der ist ziemlich ausgelutscht. Aber damals gab es einen anderen Umgang mit gegensätzlichen Sichtweisen innerhalb einer Partei. Heute ist da nur noch ein parteiinternes Hauen und Stechen zu beobachten und keine Auseinandersetzung mit den Sichtweisen oder gar eine Suche nach Kompromissen zu finden. Aktuelle Paradebeispiele: Söder vs. Laschet. Obwohl der Kandidat nun feststeht, wird weiter gegenseitig gestichelt, statt an einem Strang zu ziehen. Noch schlimmer siehts bei den Linken aus, Stichwort Wagenknecht. Anstatt sich konkret mit der Problematik auseinanderzusetzen, um eine mögliche Kompromiss-Sicht zu entwickeln mit der dann alle leben könnten, wird aufeinander eingehackt als ob es kein Morgen mehr gäbe.
Parteispitzen haben nach meinem Verständnis im Sinne der Partei-Basis zu entscheiden und Parlamente insgesamt im Sinne des Volkes. So funktioniert nunmal Demokratie, wenn mans auf einen pauschalen Nenner runterbrechen möchte. Oft genug passiert das so aber nicht. Und gerade die einst großen Parteien bekommen dafür gerade eine sehr deutliche und vielfältige Quittung.
 

Olf Reden

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Ich will hier nicht den pauschalen Spruch "Früher war alles besser" anbringen, denn der ist ziemlich ausgelutscht.
Stimmt! Selbst der war früher besser! :wow:

Aber, im Ernst: bin nur drüber gestolpert, weil du von „heute“ sprachst, und keiner mehr aus „irgendwelchen Überzeugungen“ Politiker werden wollen würde. Bin froh, dass wir nun festhalten können, dem ist nicht so! Wenn ich solche Sprüche hören möchte, werde ich mich -sobald wieder möglich – in die nächste Kneipe oder einen Biergarten begeben. Die da oben…Gähn.

Übrigens kenne ich auch Politiker. Zum Beispiel eine Arbeitskollegin von mir, ihr Mann auch. Sind beide sicher aus Überzeugung in der starken Regierungspartei meines Bundeslandes. Was allerdings für ihr „Netzwerk“ auch nicht von Schaden ist. 😉

Und einen ehem. Fraktionsvorsitzenden einer Regierungspartei aus Deinem Bundesland. Sehr netter, auf dem Teppich gebliebener Mann, der sich für seine Überzeugungen und die Menschen einsetzt. Sind nicht alle so! Aber vielleicht konnte er als Fraktionsvorsitzender auch bestimmen und die anderen mussten folgen...😉

Beispiele aufzählen kann bestimmt jeder. Aber von seiner eigenen Erfahrung auf „die“ alle schließen, davon würde ich abraten. Wie gesagt, Kneipe. Wenn ich diesen Eindruck nicht erwecken will, sollte ich es nicht tun.
 

Tonband

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Die lange unterwürfige pseudo-philosemitische Schleimspur der Annalena Baerbock vom Freitag.

Letzten Freitag, "Phoenix - Der Tag":
Die Berichterstattung über den Nahostkonflikt begann m.E. recht ausgewogen mit dem Bericht der Korrespondentin Susanne Glas, gefolgt von einem Schaltgespräch mit dem Historiker Moshe Zimmermann. Im Laufe der Sendung wurde Frau Baerbock ungewöhnlich viel Zeit eingeräumt eine unkritische und total einseitige Rede zugunsten der Regierung von Netanjahu vom Stapel zu lassen.

Hat das jemand gesehen? In der Aufzeichnung ist die Rede verschwunden, auch kein Hinweis auf der o.g. Sendeseite. ??

 
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