Werbemarkt legt zu - nur nicht im Radio


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#1
Neue Zahlen von Nielsen Media Research:
Werbemarkt zieht im Juli kräftig an
Die Werbekunden haben im vergangenen Monat deutlich mehr in die klassischen Medien investiert als im Juli 2002: Laut Nielsen Media Research wurden 1,1 Milliarden Euro brutto umgesetzt, ein Plus von 9,7 Prozent. Kumuliert von Januar bis Juli liegt der Markt jetzt 1,2 Prozent im Plus.

Fast alle Medien konnten ihre Sieben-Monats-Bilanz verbessern: So erzielt TV mit 0,3 Prozent jetzt ein leichtes Plus. Dabei legt der RTL-Vermarkter IP Deutschland um 10,6 Prozent zu, Konkurrent Seven-One Media muss ein Minus von 7,4 Prozent verkraften. Radio verbucht noch ein Minus von 2,9 Prozent, die Zeitschriften liegen bei minus 6 Prozent. Die Tageszeitungen, die ohne das schwächelnde Rubrikengeschäft in die Bilanz eingehen, liegen 10,4 Prozent im Plus. (Horizont he)
 
#4
Original geschrieben von radiohexe
Keiner hat uns lieb... :( :mad: :eek: *schnief*
Wofür sollte man auch, radiohexe? Für die gelungene Auswahl derselben 200 Titel garniert mit immer demselben Eigenlob im Viertelstundentakt? Dafür soll man Euch liebhaben? Nein, man lässt Euch brav im Hintergrund dudeln und lernt die Claims gezwungenermaßen auswendig, damit am Ende die MA-Zahlen stimmen. Aber liebhaben? Neee, ganz sicher nicht.

Vielleicht steckt ja in dieser Meldung auch ein Fünkchen Hoffnung für das Medium Radio?
 
#5
Tja, Hexe,

da kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen. Aber auch diese Zahlen werden Dich wohl nicht davon abbringen, daß das deutsche Formatradio auf dem richtigen Weg ist und die Hörer (und die Werbetreibenden) gar nix anderes wollen, während wir, die wir hier unseren Unmut über das grausame Einerlei posten, elitäre Spinner sind, die jeden Sender wirtschaftlich gegen die Wand fahren würden, weil unseren abgehobenen Programmvorstellungen sowieso kein Hörer folgen möchte.

Oder? ;) ;) ;)
 
#6
nein! das kann ich nicht glauben! nachdem ich bei meinem lieblingssender ein lied gehört habe, dass die schon ewig nicht mehr gespielt haben, habe ich mich per e-mail bedankt:

"toll! wo habt ihr das denn gefunden? ich dachte immer ihr hättet auch nur noch so ne minirotation wie die privaten..."

und siehe da, seit dem gibt es mehr davon.

ihr vom radio seid nicht so, oder? ihr verarscht uns nicht und habt uns schrecklich lieb!?

ps: kann aber auch sein, dass ich mich getäuscht habe. dann seid ihr ja doch so!;)
 
#7
Och Mensch Kinners, ich wollte damit sagen: "Bitte nicht schon wieder eine Grundsatzdiskussion über den bösen Privatfunk." Die goldene Rechercheregel lautet: Vergleichszahlen besorgen. Und wenn man sich mal die Zahlen anschaut (2001: ein Minus von um die 10 Prozent), dann kann man zu dem Schluss kommen, dass es auch im Radio Tendenzen der Verbesserung gibt. (Sollte jemand einen Trend ableiten wollen, dann müsste er sich sowieso die einzelnen Ergebnisse anschauen, um festzustellen, in welchen Formaten es die größten Einbrüche gab.)
Und wer jetzt noch Tageszeitungen und Radio in einen Topf wirft, der sollte dringend mal ein Gespräch mit jemanden aus der Abteilung Werbung&Disposition führen, und sich erklären lassen, warum die Werbenden eher auf visuelle, besser noch auf audio-visuelle Werbung stehen (und das war auch vor der Krise schon so). Die Erwartungshaltung unserer Obrigen: Uns trifft es zuerst und am längsten. Das ist aber altbekannt.
Fazit: Nein, auch jetzt bin ich immer noch dagegen, Radio rein aus dem Bauch heraus zu machen und ziehe dem ein paar gesicherte Erkenntnisse vor, auch wenn mir gewisse Produkte vielleicht selbst nicht gefallen.
Darüber hinaus finde ich es gut, wenn hier verschiedene Meinungen diskutiert werden. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass ich einen "Bauch-Radiomacher" in der Diskussion dumm angemacht hätte (abgesehen von Claudia, aber das ist ein Sonderfall). Ich werde mich jedenfalls hier nicht an einer 20. Grundsatzdiskussion beteiligen. Meine Argumente habe ich schon mehrfach vorgetragen und irgendwann langweilt es, weil da nichts neues kommt.
In dem Sinne
die Hexe
 
#11
Interessanter Aufsatz, Pallek. Die Essenz daraus ist für mich folgende: Ein für Werbung erfolgreiches Medium muss auf den Konsumenten Sympathie und Kompetenz ausstrahlen. Und hier sind wir wieder schnell bei der Grundsatzdiskussion.

Austauschbare Claimaffen und Teaser nebst Abdudeln der 200er Rotation wecken bei mir keine Sympathie, von Musikbett übertönte 1:30 Infohäppchen und gleich klingende, kaum längere Nachrichten strahlen auf mich keine Kompetenz aus.
 
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