Wettlauf der Milliardäre ins Weltall - Was haltet Ihr davon?


Border Blaster

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Gerade sehe ich im TV, genauer gesagt im Nachrichtensender WELT live die Vorbereitungen bis zum Start der Trägerrakete mit Amazon-Gründer Jeff Bezos ins Weltall. Vor einigen Tagen war bereits Milliardär Richard Branson im Weltall (oder doch nicht?) Weil, es wird gestritten wie bei kleinen Kindern, ob Richard Branson wirklich im "echten" Weltall war oder doch nicht. Und ja, der dritte im Bunde ist halt Elon Musk. Warum ist dieser eigentlich noch nicht im All? 🤔 Ich finde es schlimm, diesen Sch....-Milliardären (Anmerkung: Dieser Ausdruck stammt ursprünglich nicht von mir, sondern aus der genialen HBO-Serie Silicon Valley) überhaupt soviel Aufmerksamkeit für ihre persönlichen Eitelkeiten zu schenken. Jeder von den dreien möchte die Flüge ins Weltall aus kommerziellen Gründen betreiben. Es geht vor allem darum, so viele Milliardäre und Millionäre wie möglich ins All zu bringen. Und daher verstehe ich es noch weniger, dass WELT im Moment nichts anderes zu tun hat, als gefühlt stundenlang mit Weltraum-Experten im Studio über den Flug von Jeff Bezos ins All zu reden .
Bitte nicht falsch verstehen: Ich fordere jetzt NICHT, rund um die Uhr über die Flutkatastrophe in NRW, RP, Bayern, Belgien und Österreich oder über Corona zu berichten.
Es stellt sich überhaupt die Frage, ob man das viele Geld nicht in sinnvollere Projekte investieren könnte? Und überhaupt kommt mir persönlich die Galle hoch, wenn man weiß, wie viel bzw. wie wenig diese Herren an Steuern zahlen.
Fazit: Über Richard Branson weiß ich zu wenig, aber ein Elon Musk und ein Jeff Bezos sind alles andere als Sympathieträger,werden aber - fast immer und überall - von den Medien, Teilen der Wirtschaft und der Politik hofiert bzw. teilweise wie Pop-Stars gefeiert.
Meine Frage an Euch: Wie steht Ihr zu diesen Herren bzw. zu deren Wettlauf ins Weltall?
PS: Elon Musk hat einen tollen Spruch losgelassen: "Nun bin ich für 10 Minuten der reichste Mensch der Welt....." (weil halt Jeff Bezos gerade nicht auf der Erde ist...) Auch dieser eine Spruch sagt, wie diese Herren ticken......
 
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Skywise

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Gerade sehe ich im TV, genauer gesagt im Nachrichtensender WELT live die Vorbereitungen bis zum Start der Trägerrakete mit Amazon-Gründer Jeff Bezos ins Weltall. Vor einigen Tagen war bereits Milliardär Richard Branson im Weltall (oder doch nicht?) Weil, es wird gestritten wie bei kleinen Kindern, ob Richard Branson wirklich im "echten" Weltall war. Und ja, der dritte im Bunde ist halt Elon Musk. Warum ist dieser eigentlich noch nicht im All? 🤔 Ich finde es schlimm, diesen Sch....-Milliardären (Anmerkung: Dieser Ausdruck stammt ursprünglich nicht von mir, sondern aus der genialen HBO-Serie Silicon Valley) überhaupt soviel Aufmerksamkeit für ihre persönlichen Eitelkeiten zu schenken.
Hm. Bei Richard Branson weiß ich nicht, ob da wirklich so viele persönlichen Eitelkeiten dahinterstecken. Bei Jeff Bezos eigentlich auch nicht. Im Kern bin ich bei Branson davon überzeugt, daß er genau weiß, daß seine Unternehmen und seine Kohle die öffentliche Aufmerksamkeit auf ihn ziehen, und er hat gelernt, damit zu leben, indem er sich nicht unbedingt versteckt. Aber er ist weit davon entfernt, bei jedem Schritt, den er tut, die große Glocke zu läuten, um seine Eitelkeit öffentlich bauchpinseln zu lassen.
Bezos ist mir weniger sympathisch als Branson, und da glaube ich auch eher, daß er es über weite Strecken ebenfalls als Betriebsunfall ansieht, im Rampenlicht zu stehen.

Jeder von den dreien möchte die Flüge ins Weltall aus kommerziellen Gründen betreiben. Es geht vor allem darum, so viele Milliardäre und Millionäre wie möglich ins All zu bringen. Und daher verstehe ich es noch weniger, dass WELT nichts anderes zu berichten hat. Mit Weltraum-Experten im Studio wird über den Flug berichtet.
Richtig, jeder der drei möchte Flüge ins Weltall aus kommerziellen Gründen betreiben. Aber vor allem treiben sie alle jeder für sich damit eine technologische Entwicklung voran, um Probleme zu lösen, vor denen die "traditionelle Weltraumfahrt" erst mal nicht steht. Und das sehe ich nicht unbedingt als schlecht an.
Will sagen: SpaceX respektive Elon Musk haben beispielsweise wiederverwendbare Raketen entwickelt, die darüber hinaus zunehmend effizienter werden. Musk und Blue Origin, also Bezos, verfolgen unterschiedliche Strategien für die Zukunft, die meiner Meinung nach wohl einige Zeit parallel laufen werden: Musk will Siedlungen auf anderen Planeten, Bezos will Siedlungen im All ermöglichen. Branson ist eher derjenige, der über den reinen Weltraumtourismus nachdenkt, also doch recht weit auf dem Boden der Tatsachen steht, aber auch durch die Ideen seiner Virgin Galactic werden über kurz oder lang in die "traditionelle Raumfahrt" einfließen, denn sie funktionieren ja augenscheinlich.

Es stellt sich überhaupt die Frage, ob man das viele Geld nicht in sinnvollere Projekte investieren könnte.
Na ja, wir armen kleinen Schweinchen auf dem kleinen blauen Bällchen wissen ja wirklich nicht viel, aber zwei Dinge sollten sich in den vergangenen Jahren rumgesprochen haben:
a) Unsere Lebenszeit und die unseres Planeten sind beschränkt.
b) Die Erde hat uns freundlicherweise über Jahrmillionen hinweg, auch als wir noch gar nicht existierten, mit Ressourcen versorgt, die wir aber vor allem in den vergangenen 200 Jahren durch die Schornsteine gejagt haben, als gäbe es kein Morgen.
Anders formuliert: Wenn die Erde der einzige Standort der Menschheit bleiben wird, haben wir de facto keine Zukunft. Und wenn wir nicht heute, da wir noch einige Ressourcen zur Verfügung haben, darüber nachdenken, wie wir uns von der Erde lösen können, sei es um auf andere Quellen zuzugreifen oder um mit der Menschheit einen Schritt in Richtung Weltraum zu unternehmen, dann haben wir auch keine mehr, weil wir uns selbst unserer Möglichkeiten berauben, indem wir das Zeugs verbrauchen, das uns bei diesem Unternehmen helfen könnte.
Unter diesem Aspekt sehe ich die Projekte durchaus als "sinnvoll" an. Auch wenn ich natürlich genau weiß, daß die Projekte ebenfalls den Nebeneffekt haben werden, daß sie den Verbrauch von Ressourcen wahrscheinlich vorantreiben.

Meine Frage an Euch: Wie steht Ihr zu diesen Wettlauf ins Weltall?
Ich sehe ihm interessiert zu.

warum sollte man dann noch Senf dazugeben?
Man kann ja die Frage ernstnehmen, auch wenn der Ton nicht unbedingt dazu einlädt.

Gruß
Skywise
 

Mannis Fan

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Ich bin ein faszinierter und begeisterter Fan der Ereignisse. Hier werden Menschheitsträume realisiert, von Menschen, die den Mut, den Spirit und das Geld dafür haben. Die Staaten, die sich bisher in den Weltraum begeben haben, haben im Wesnetlichen militärische Hintergedanken, da sind mir die kommerziellen Akteure dreimal lieber.
Wenn man aufhört, Träumen nachzujagen, dann glaubt man auch nicht mehr an die Zukunft.
 
Diesen Typen wird so viel Aufmerksamkeit zuteil, weil viele Menschen sich nach einem Messias sehnen.
Egal wie er heißen mag: Steve Jobs, Elon Musk, Jeff Bezos, Julian Assange, Annalena Baerbock, Robert Habeck, Daniel Küblböck ...

Mir ist es egal, wann und wie die erste Weltraumarche sich auf den Weg zu einem neuen bewohnbaren Planeten macht, ich werde es eh net mehr erleben.
 

s.matze

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Für so einen nutzlosen Scheiß ist Geld da.
Ebenso für die Raumfahrtprogramme der Staaten, die Milliarden dafür ausgeben, auf der Suche nach weiteren Planeten, die der Mensch dann in seinem grenzenlosen Egoismus zerstören kann.
Wir sind schon nicht in der Lage unsere eigene Erde (Ozonloch: bekannt seit den 80ern) zu schützen und aduäquat zu behandeln. Was sollen wir im Weltraum?

Wer meint, nicht zu wissen wohin mit seinem Geld, hier ein paar Tips:
Baut Wasserkraftwerke in Afrika, um in Regionen, in denen es kein sauberes Trinkwasser für die Menschen gibt, die Wasserfälle nutzbar zu machen.
Bekämpft die Fluchtursachen der großen Völkerwanderungen in der Welt.
Schafft die sozialen Diskrepanzen ab und sorgt für eine gerechtere Verteilung des Geldes.
Helft den Bauern in den bettelarmen Staaten in Lateinamerika und in Südostasien.
Zeigt den Menschen in den Tropen die Nutzung nachhaltiger Landwirtschaft.
Stopt die Brandrohdung der Regenwälder.
usw.
 

Skywise

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Wer meint, nicht zu wissen wohin mit seinem Geld, hier ein paar Tips:
Baut Wasserkraftwerke in Afrika, um in Regionen, in denen es kein sauberes Trinkwasser für die Menschen gibt, die Wasserfälle nutzbar zu machen.
Bekämpft die Fluchtursachen der großen Völkerwanderungen in der Welt.
Schafft die sozialen Diskrepanzen ab und sorgt für eine gerechtere Verteilung des Geldes.
Helft den Bauern in den bettelarmen Staaten in Lateinamerika und in Südostasien.
Zeigt den Menschen in den Tropen die Nutzung nachhaltiger Landwirtschaft.
Stopt die Brandrohdung der Regenwälder.
usw.
Nun, Richard Branson:

Jeff Bezos hält sich eher zurück mit Veröffentlichung seiner Wohltätigkeitsprojekte, mit regelmäßigen Spenden scheint es bei ihm nicht sonderlich weit her zu sein, aber seine Einzelaktionen sind zumindest recht bemerkenswert:

Und allein das erste Quartal 2021 war für Elon Musk auch ziemlich wohltätig:
Wobei hier vor allem technologische Entwicklungen sowie Bildung bei seinen Prioritäten ziemlich deutlich überwiegen, wenn ich das richtig überblicke ...

Gruß
Skywise
 
Bekämpft die Fluchtursachen der großen Völkerwanderungen in der Welt.
Schafft die sozialen Diskrepanzen ab und sorgt für eine gerechtere Verteilung des Geldes.
Helft den Bauern in den bettelarmen Staaten in Lateinamerika und in Südostasien.
Zeigt den Menschen in den Tropen die Nutzung nachhaltiger Landwirtschaft.
Legt euch mit China an, die den afrikanischen Kontinent ausbeuten bis nichts mehr da ist und dort Lebensmittelfirmen betreiben, die nur für den chinesischen Markt produzieren.

Die Toten kehren mit dem Wind
 

Border Blaster

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das erste Quartal 2021 war für Elon Musk auch ziemlich wohltätig:
Nun, Elon Musik werde ich den Philanthropen sicher nicht abnehmen. Der SPIEGEL beschreibt die Person Elon Musk in einem Kommentar wie ich meine sehr trefflich:

 

Skywise

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Nun, Elon Musik werde ich den Philanthropen sicher nicht abnehmen.
Mußt Du auch nicht ... wollte ich damit nicht sagen. Nur halt, daß den beteiligten Milliardären das "Zurückgeben" von Geld auch nicht so ganz fremd ist. Und oft genug trifft es halt auch Wohltätigkeitsprojekte.

Der SPIEGEL beschreibt die Person Elon Musk in einem Kommentar wie ich meine sehr trefflich:
Na ja, der Mann hat sich innerhalb von 20 Jahren vom cleveren, kleinen Firmengründer zum Multimilliardär hochgearbeitet. Den Lebenslauf legt man nicht hin, wenn man sofort die Richtung ändert, sobald sich Schwierigkeiten auftun. Und Geduld gehört dem Vernehmen nach auch nicht zu seinen Stärken; er setzt da eher auf Brainstorming ...
Umgekehrt steht Musk meines Wissens aber auch nicht in dem Ruf, bei seinem unternehmerischen Treiben (absichtlich) viele Existenzen ins Nirwana geschossen zu haben, da sind wir eher bei einem anderen Kandidaten auf der Liste.

Gruß
Skywise
 

Skywise

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Och, wenn ich statt der knapp 50% Einkommenssteuer auch nur ein paar % zahlen würde wie die genannten Herren, hätte ich auch so einiges für Wohltätigkeitsprojekte übrig.
Du meinst, es würde bedeutend besser in Dein Weltbild passen, wenn sie Geldspeicher bauen und täglich in ihren Münzen baden würden?
Die Beatles sind zu Zeiten von "Taxman" mit über 90 % Steuern am Hintern rumgehumpelt; wenn der Staatssäckel sich einen Großteil des Geldes holt, scheint das offenkundig auch niemandem zu gefallen. Irgendwie kann man's halt keinem recht machen.

Gruß
Skywise
 

Habakukk

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Außer Polemik fällt dir dazu nichts ein? Schade! Bin anderes von dir gewohnt! Dabei weißt du haargenau, was ich gemeint habe.

Nachtrag noch zu dem Beitrag weiter oben:
Anders formuliert: Wenn die Erde der einzige Standort der Menschheit bleiben wird, haben wir de facto keine Zukunft. Und wenn wir nicht heute, da wir noch einige Ressourcen zur Verfügung haben, darüber nachdenken, wie wir uns von der Erde lösen können, sei es um auf andere Quellen zuzugreifen oder um mit der Menschheit einen Schritt in Richtung Weltraum zu unternehmen, dann haben wir auch keine mehr, weil wir uns selbst unserer Möglichkeiten berauben, indem wir das Zeugs verbrauchen, das uns bei diesem Unternehmen helfen könnte.
Ersteres ist das einzige, was ich mir realistischerweise vorstellen könnte: die Ressourcen der benachbarten Himmelskörper ausbeuten, anstatt sie auf der Erde ausbeuten zu müssen. Kostet aber halt was und irgendwie muss das Zeug auch zur Erde. Wird nicht einfach werden!
Alles andere halte ich für Science Fiction. Die Physik hat uns da dummerweise recht unangenehme Grenzen gesetzt, sodass eine Ausbreitung der Menschheit über das Sonnensystem hinaus schon sehr unrealistisch erscheint, zumindest wenn uns nicht einfällt, wie wir den Raum günstig zu uns her krümmen ohne dass gleichzeitig was anderweitig übles passiert. Wenn die Menschheit es nicht in den Griff kriegt, sich auf diesem Planeten vernünftig aufzuführen, warum sollte das in einer lebensfeindlichen Umgebung wie dem Weltraum oder anderen Himmelskörpern die für uns überhaupt nicht geeignet sind, besser werden?
Oder anders gesagt: selbst wenn dieser Planet von Flora/Fauna her völlig kaputt ist, der Klimawandel uns jährlich schlimmste Naturkatastrophen beschert, wird es hier für uns immer noch geeigneter sein zu leben als irgendwo anders in unserem Sonnensystem oder auch in unsere näheren Umgebung in unserer Galaxie.
 
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Mannis Fan

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Alles andere halte ich für Science Fiction
So ziemlich alles, was heute bei uns standardgemäß und vielfach erprobt an Mobilität, Kommunikation und Alltagskomfort passiert und von jedermann genutzt werden kann, war vor hundert Jahren noch Science fiction, vor 200 Jahren noch jenseits jeder Vorstellungskraft, vor 300 Jahren Gotteslästerung - also, was willst Du mit Deiner weisen Feststellung zum Ausdruck bringen?
 

Habakukk

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So ziemlich alles, was heute bei uns standardgemäß und vielfach erprobt an Mobilität, Kommunikation und Alltagskomfort passiert und von jedermann genutzt werden kann, war vor hundert Jahren noch Science fiction, vor 200 Jahren noch jenseits jeder Vorstellungskraft, vor 300 Jahren Gotteslästerung - also, was willst Du mit Deiner weisen Feststellung zum Ausdruck bringen?
Da geht es nicht um Vorstellungskraft, sondern um physikalische Grenzen, die realistischerweise nicht zu überwinden sind. Relativitätstheorie und so...
Gegenfrage: Wo willst du mit deinem Raumschiff denn konkret hin, wo die Gegebenheiten günstiger sein könnten als auf einer wie auch immer gearteten "kaputten" Erde? Selbst wenn man annähernd Lichtgeschwindigkeit erreichen könnte, selbst mit Mehrgenerationen-Raumschiffen und Kryoschlaf und weißderkuckuck fällt mir da nichts in realistischer Reichweite ein.

Zum Ausdruck wollte ich mit meiner "weisen Feststellung" bringen, dass ich davon nichts halte. Das war doch die Eingangsfrage, oder?

(Hier herrscht vielleicht ein Ton, unglaublich!)

Edit: Nein, "nichts" stimmt nicht. Positiv finde ich, dass tatsächlich durch diese Aktivitäten auch für die wissenschaftliche Erforschung des Universums was abfällt (wurde ja schon genannt). Das finde ich tatsächlich gut! Ansonsten denke ich: da erfüllen sich halt ein paar Menschen, die das nötige Kleingeld dazu haben, ihre Jugendträume. Und verdienen so nebenbei in Zukunft damit auch wieder Geld, angenehmer Nebeneffekt.
 
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lg74

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Da bekommt der Ausspruch "jemanden zum Mond schießen" gleich eine ganz reale Bedeutung. Ich hätte da aber lieber paar andere gesehen, es gibt weit gefährlichere Narzissten.
 

Mannis Fan

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Gegenfrage: Wo willst du mit deinem Raumschiff denn konkret hin
Ist die Vorstellung einer autarken Weltraumstadt in einer Umlaufbahn so abwegig? Oder ein bewohnter Mond?
Der Einwand zur Physik erinnert mich ein bisschen an das Argument: "Eisen kann nicht schwimmen, also kann man niemals Schiffe aus Eisen bauen". Physik ist das, was wir bisher eindeutig als physikalische Gesetze der Natur identifiziert, bewiesen und angewendet haben. Bist Du sicher, dass wir schlauen Menschen da schon alles wissen und kennen?
 

chapri

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Solange die Weltraumtouristik nicht als Ausrede dafür dient, die Erde weiter zumüllen, vergiften und missbrauchen zu können, geht diese Art Ausflüge als Innovation durch...
 

Border Blaster

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Aus dem obigen Bericht des KURIER entnommener Textteil und eigentlich selbsterklärend:

Das investigative Journalisten-Portal ProPublica hat auf der Basis von anonym zugespielten Daten der staatlichen Finanzbehörde IRS minutiös herausgearbeitet, dass die 25 reichsten Amerikaner – darunter Multimilliardäre wie Jeff Bezos (Amazon), Elon Musk (Tesla) sowie die Star-Investoren George Soros und Warren Buffett – ihr Vermögen zwischen 2014 und 2018 um rund 400 Milliarden Dollar gesteigert haben. Im gleichen Zeitraum entrichteten die Vorzeige-Unternehmer lediglich 13,6 Milliarden Dollar Einkommensteuern an den Fiskus, was einer Steuerquote von etwa 16 Prozent entspricht.
 
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Habakukk

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Ist die Vorstellung einer autarken Weltraumstadt in einer Umlaufbahn so abwegig? Oder ein bewohnter Mond?
Der Einwand zur Physik erinnert mich ein bisschen an das Argument: "Eisen kann nicht schwimmen, also kann man niemals Schiffe aus Eisen bauen". Physik ist das, was wir bisher eindeutig als physikalische Gesetze der Natur identifiziert, bewiesen und angewendet haben. Bist Du sicher, dass wir schlauen Menschen da schon alles wissen und kennen?
Nein, definitiv ganz und gar nicht. Ich weiß auch, dass es in der Vergangenheit schon häufiger solche Fehler gab, z.B. war man lange der Meinung, man könne die Schallmauer nicht durchbrechen. Das ist mir schon bewusst, dass da noch Dinge erforscht werden mögen, die wir uns heute nicht vorstellen können. Auch die Relativitätstheorie hat so ihre Lücken, wer weiß was da noch so alles zutage kommt. Trotzdem tendiere ich dazu, Lichtgeschwindigkeit als das Maximale anzusehen, was wir als Menschen zurück legen können (wir sind ja keine Elementarteilchen).

Dann bleiben da die immensen Dimensionen, die unser Universum hat, und die relativ geringe Entfernung, die wir Menschen trotz aller technischer Innovation zurück legen können. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir da draußen auf irgendwas stoßen, das bewohnbarer sein wird als unsere dann vermutlich kaputte Erde, und das zusätzlich in für uns erreichbarer Nähe liegt, bezweifle ich sehr. Und selbst wenn es wegen Klimawandel jährlich eine Million Menschen zerlegt, ein Vulkan ausbricht, der wie damals bei den Dinosaueriern den ganzen Himmel dicht macht und nahezu alles zerstört, wird das hier noch wohnlicher sein als alles was man sich im Weltall draußen erträumen kann.

Klar, so Dinge wie autarke Weltraumstädte oder Besiedelung von Mond, Mars, oder auch Titan, Enceladus, Ceres, etc. kann ich mir alles vorstellen. Trotzdem wird man solche Sachen nicht zum Spaß machen, sondern v.a. um dort z.B. Ressourcen zu plündern. Es wird - wie schon auf der Erde - zu Konflikten kommen, und wir Menschen werden uns auch da draußen genauso "friedlich" verhalten wie hier, oder bei jeder anderen historischen Besiedlung von neuen Gebieten (Amerika, Afrika und Australien lassen grüßen). Und ich glaube, es wird auch nicht die breite Masse sein, die sich da raus bewegt, sondern eher nur sehr wenige, die dort gezielt was zu arbeiten haben. All das wird m.E. in relativer Nähe zur Erde bleiben.

Einen anderen bewohnbaren Planeten in vielen vielen zig/tausend/Millionen Lichtjahren Entfernung zu besiedeln, als Nachfolger für die Erde, halte ich für utopisch. Wenn man sich mal die Wahrscheinlichkeit ausrechnet, dass irgendwo im Universum ähnliche Planeten wie die Erde sind, ist die ja gar nicht so gering, je nachdem wie man das rechnet. Man kann sich glaube ich nach Stand der Wissenschaft sehr sicher sein, dass es anderswo Leben gibt und wahrscheinlich auch Zivilisationen, die technisch vielleicht sogar weiter sind als wir. Dass da noch niemand bei uns zu Besuch war oder Kontakt aufgenommen hat, werte ich als Anzeichen dafür, dass auch "die Anderen" sich schwer damit tun, aus ihrem Eck rauszukommen, selbst die mit 200 Jahren Vorsprung. Schade irgendwo! Es würde mich sehr interessieren, wie die so sind.
 

Mannis Fan

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Es wird - wie schon auf der Erde - zu Konflikten kommen, und wir Menschen werden uns auch da draußen genauso "friedlich" verhalten wie hier, oder bei jeder anderen historischen Besiedlung von neuen Gebieten
Da gebe ich Dir allerdings Recht. Der Mensch ist und bleibt ein Raubtier, und "Humanismus" ist ein schönes Wort für etwas, was er bei Entdeckungen, Eroberungen und Okkupationen ganz und gar nicht verkörpert.
Auf der anderen Seite ist der Mensch aber auch ein wundersam altruistisches, empathisches Wesen, wie wir beispielsweise jetzt wieder bei den vielen spontanen und uneigennützigen Hilfsaktionen im Hochwassergebiet sehen können. Er ist zu unglaublichen Leistungen fähig und bewegt sich manchmal auf unglaublich hohem ethischem Niveau - um dann bei nächster Gelegnheit wieder in den Affenmodus abzustürzen, aus dem er hergekommen ist.
 
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