Wie war SDR3?


#78
Wieso soll der SWF seine Programme über einen Sender in Aalen übertragen haben? Das würde mich sehr wundern. Aber auf UKW 98,1 mHz lief nachweislich SDR 3.

@Lord Helmchen:
Die Aufnahme mit dem Backtimer müsste an einem Samstagmorgen gemacht worden sein, da ja noch der Werbejingle am Anfang mit dranhängt. Dass die Nachrichten nicht mehr mit aufgenommen wurden, hat schlicht den Grund, dass just nach dem Opener die Kassette voll war und der Rekorder folglich abschaltete.

Mal schauen, was ich sonst noch finde...
 
#80
Ausnahmen sind mir nur die folgenden bekannt:

Der Telekom-Sender Langenbrand stand drei Meter weit im SWF-Gebiet, übertrug aber den SDR.

Der SWF-Sender Merkur übertrug auf S4 das Karlsruher SDR-Regionalprogramm.

Es gab nur einen DAB-Multiplex für BaWü, auf dem (neben S2 Kultur und DasDing) einheitlich SDR 3, SWF3 sowie im Wechsel SDR 1 und SWF 1 übertragen wurden. Außerdem lief vom SDR-Sender Königstuhl zusätzlich auch der RLP-Mux mit den SWF-Programmen.

Außerdem war die Versorgungssituation unterschiedlich. Der SWF war im Karlsruher Raum (SDR-Gebiet) besser zu empfangen als der SDR; auf der Schwäbischen Alb (wo das SWF-Gebiet gleich hinter Ulm begann) war es umgekehrt.
 
#81
Wie weit bekam man eigentlich SWF3 über den Grünten rein? Konnte man in München ungestört SWF3 über den Grünten hören?? SWR3 ist bis zum AK München-Süd gut empfangbar.
 
#83
Hallo,

meine Erinnerungen an SDR 3 gehen sehr viel weiter zurück. Bis in die 1970er Jahre. Seinerzeit war dieses Programm (damals noch Südfunk 3) sehr viel gemischter. Es gab so Sendungen wie "Was darf es sein" (Werbefunk) oder "Neues auf 99,9" (regionales Mittagsmagazin). Auch eine Sendung für Kinder wurde damals ausgestrahlt. Später gab es dann auch den "Kramladen", "Schaufenster (sonntags), "Snack Bar". Moderiert wurden die Sendungen von Günter Verdin, Gisela Böhmke, Michael Branik (heute SWR 4). Auch diese war damals genial, weil wie einem anderen Beitrag geschrieben die Nähe zum Hörer einfach schon da war. Mag sein, dass mein Beitrag nicht so ganz zu übrigen passt. Aber ich dachte vielleicht ist es ja auch mal ganz Interessant zu wissen, was vor dem Wilden Süden so los war.
 
#84
Noch ein Nachtrag:

Ich habe SDR 3/Südfunk 3/ Radio 3 Südfunk Stuttgart immer über die 99,9 MHz gehört.

Hallo,

meine Erinnerungen an SDR 3 gehen sehr viel weiter zurück. Bis in die 1970er Jahre. Seinerzeit war dieses Programm (damals noch Südfunk 3) sehr viel gemischter. Es gab so Sendungen wie "Was darf es sein" (Werbefunk) oder "Neues auf 99,9" (regionales Mittagsmagazin). Auch eine Sendung für Kinder wurde damals ausgestrahlt. Später gab es dann auch den "Kramladen", "Schaufenster (sonntags), "Snack Bar". Moderiert wurden die Sendungen von Günter Verdin, Gisela Böhmke, Michael Branik (heute SWR 4). Auch diese war damals genial, weil wie einem anderen Beitrag geschrieben die Nähe zum Hörer einfach schon da war. Mag sein, dass mein Beitrag nicht so ganz zu übrigen passt. Aber ich dachte vielleicht ist es ja auch mal ganz Interessant zu wissen, was vor dem Wilden Süden so los war.
 
#85
Der SWF3-Empfang war in München erst über den Grünten möglich. Auch da brauchte es etwas Glück oder eine Richtantenne, da auf 103.0 ja von der anderen Seite auch Antenne Bayern (Regensburg) sendet. Zuvor wurde SWF3 ja über Waldburg abgestrahlt, und das war dann in München schon ein Fall für DXer. Teilweise gab es da ja im eigenen Sendegebiet noch Lücken, z.B. im Donautal.
 
#87
...und heut vor genau 25 Jahren ging sie zuende, die bis dahin größte Hitparade der Welt. Die Top 1000x. Diese konnte ich leider noch nicht verfolgen, da in Sachsen kein SDR 3 empfangbar war, aber ein Jahr später haben sie ja dann zusammen mit Dt64 noch einen draufgesetzt. Wer war bei der ersten Hitparade schon live dabei und wie habt ihr das ganze erlebt? Gruß mcap1973
 
#88
SDR 3 war das Radio! Hier in Schwetzingen auf 99.9, SWF3 Land ein paar Kilometer weiter. SDR3 derWilde Süden war unser Kultradio. Fetzig, kein Dudelfunk, tolle Moderatoren. Von Popcorner über den Treff bis Schlafrock oder Point. Ein Mathias Holtmann, Thomas Schmitt das waren echte Moderatorengrössen die sich im Wilden Süden austoben konnten. Die Fusion zwischen SDR 3 und SWF 3 ging schwer daneben.Waren es 2 verschiedene Hörergruppen. Ich vermisse SDR 3 ohne Ende!!!
Holtmann, Schmidt auf SWR 1 sind immer noch die besten aber das Flair von SDR3 ist im total festgelegten SWR1 Sendeablauf nichtmehr gegeben. Schade! In unserer Erinnerung lebt SDR3 weiterund dieser Sender prägte unser Leben!
 
#89
Andere Frage: Ich hatte gestern in nem alten Benz die Anleitung von nem Becker-Autoradio aus 1994 in der Hand. Das Radio wollte bei bestimmten Frequenzen einfach nicht und ich hoffte in der Anleitung ne versteckte Tastenkombination zu finden... Was mir auffiel, da es sich schon um ein RDS-Radio handelte: In der Anleitung war als Beispiels-RDS wohl aufgrund des Mercedes-Standort Stuttgart - auch wenn nicht ganz richtig - der Code "SWF 1 BW" im gezeichneten Anleitungsradio abgedruckt. Nachdem ich in Bayern damals nur Überreichweiten-DXer von SWF3 und SDR3 war: Die Überlappungen der ehemaligen SWF und SDR-Sendegebiete scheinen ja in den letzten Sendejahren beider Anstalten noch verwirrender gewesen zu sein, als ich dachte. Fass ich also mal meine Kenntnisse zusammen:

-SDR für die ehem. amerikanische Zone, also das alte Württemberg, der SWF für die ehem. französische Zone, also das alte Baden und Rheinlandpfalz... Daher die komisch wirkende Aufteilung bei Gründung des neuen Bundeslandes Baden-Württemberg.
-Keine offizielle Überlappung der Sendegebiete beider Anstalten. Wers trotzdem empfängt, profitiert von den üblichen Überreichweiten...
-Irgendwann in den 80ern Gründung von S4 Baden-Württemberg. Ich mutmaße jetzt mal, das man "S4" als neutrale Bezeichnung fernab von SWF4 und SDR4 wählte, da man durch die Mischmaschsituation mit "Baden" (SWF) und "Württemberg" (SDR) genau für dieses eine Bundesland ein unter Beteiligung beider Anstalten einheitliches Programm anbieten wollte. Konsequenterweise lief das 4. Programm in Rheinlandpfalz als reine SWF-Produktion dann auch unter dem Namen "SWF 4". Wurde dann damals auch schon der Zusatz "Rheinlandpfalz" verwendet? Wäre ja aufgrund der Unterscheidbarkeit von "S4" und "SWF4" (Rheinlandpfalz) entbehrlich gewesen.
-Und nun kommt eben für mich aufgrun der o.g. Autoradioanleitung mit dem "SWF 1 BW" plötzlich Verwirrung auf: Liege ich richtig, dass man sich damals drei verschiedene erste Programme leistete? Nämlich für Württemberg "SDR1", für Baden "SWF 1 BW" und für Rheinlandpfalz "SWF 1 RP"? Oder waren wie bei SWF 3 auch die beiden SWF 1 BW und RP in Wirklichkeit ein und dasselbe Programm, das lediglich an den jeweiligen Antennenstandorten nur mit unterschiedlichem PS-Code ausgestrahlt wurde?
 
#90
Also es gab damals (1994):

- SWF1 (ohne Zusatz), SDR1
- S2 Kultur (Gemeinschaftsproduktion von SWF und SDR)
-SWF3/SDR3
-SWF4 RP (Südwestfunk)
S4 BaWü (Gemeinschaftsproduktion von SWF und SDR).

Man hat also schon weit vor der Fusion in beiden Häusern zusammengearbeitet. Die endgültige Fusion war letztendlich 1998 die Konsequenz, obwohl das auch nicht ganz richtig ist. Schließlich sind die 1er- und 4er-Wellen nach wie vor fast eigenständige Programme für RP und BW.

Ich gjlaube, S4 und SWF4 sendeten abends ein Gemeinschaftsprogramm, bin mir da aber nicht mehr ganz sicher.
 
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#91
Der letzte Satz stimmt so nicht ganz: S4 BW sendete abends bis 22.30 Uhr ein eigenständiges Programm, dann wurde bis 6 Uhr der ARD-Nachtexpress übernommen. SWF4 übernahm zunächst ab 19.30 Uhr SWF1, das eigene Programm wurde dann nach und nach ausgebaut. Ein Gemeinschaftsprogramm im Vierten wurde erst nach der 98er-Fusion gesendet.

Von SWF1 existierte de facto nur ein einziges Programm für den baden-württembergischen SWF-Teil und Rheinland-Pfalz. Die Aufteilung "SDR in Württemberg, SWF in Baden" stimmt so nicht ganz, da sie auf die Bundesländereinteilung der BRD zu deren Gründung 1949 zurückgeht: Dem SDR gehörte das Bundesland Württemberg-Baden (Hauptstadt Stuttgart), der SWF bekam Württemberg-Hohenzollern (Hauptstadt Tübingen) und Baden (Hauptstadt Freiburg) - und natürlich ganz Rheinland-Pfalz.

Zurück zu SWF1: Hierbei handelte es sich also um ein Programm aus Baden-Baden, welches man zeitweilig jedoch in ein BW-Fenster (abwechselnd aus Tübingen und Freiburg) und ein RP-Fenster (stets aus Mainz) auseinanderschaltete. Die Sendezeit der beiden Fensterprogramme betrug Ende der 80er Jahre ca. fünf Stunden täglich (siehe auch hier). Nachdem dann 1991 S4 und SWF4 mit eigenen Regionalvarianten für wesentlich kleiner bemessene Sendegebiete starteten, fuhr man die Teilung bei SWF1 sukzessive zurück. Zuletzt liefen meines Wissens nur noch landesspezifische Nachrichten zur halben Stunde getrennt.
Die RDS-Bezeichnung SWF1 BW trifft insofern schon zu.
 
#92
Zusammengearbeitet hat man natürlich schon lange vorher. Beim Fernsehen sowieso, aber auch im Hörfunk, massiv beim 2., vor allem beim Abendprogramm auch im 1. Redakteur hat das schon alles richtig beschrieben, es gab nur ein SWF 1 mit getrennten Landessendungen (und auch Subregionalisierungen aus Tübingen, Freiburg, Mainz und Koblenz), in den 90ern (nach Gründung der beiden Vierer) nur noch mit getrennten Landesnachrichten um halb. Nur in einem Detail habe ich eine andere Erinnerung, nämlich dass SWF4 schon um 18 Uhr das eigene Programm beendete und SWF1 durchstellte, nicht erst um 19:30 Uhr.
 
#93
Weil´s gerade um Frequenzen und programmierte Programmplätze geht....
SDR3 hat in den späten 80ern immer wieder mal Autoradios verlost. Laut damaliger onAir-Beschreibung konnte man damit allerdings nur die SDR3-Frequenzen hören! Mehr war eigentlich auch nicht notwendig - zumindest bis zum August 1998!
 
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#94
Ich hatte heute Abend das Vergnügen den legendären Matthias Holtmann wieder einmal live zu erleben. Anlass hierfür war sein Buch: Porsche, Pop und Parkinson. Der Gastgeber war die Firma Seitenbacher in Buchen im tiefsten Badisch Sibirien. Beim Namen Seitenbacher wird dem ein oder anderen ein mehrmaliges "Lecker" eines kleinen Kindes oder die Worte "Woisch, Karle" durch den Kopf gehen. So wurde man konsequenterweise auch vom Werbejingle-produzierenden Firmenchef höchstselbst begrüßt.
Dann Auftritt Matthias Holtmann, Kinn tief auf der Brust, Buckel und mit starrem Blick. Die typische Haltung eines Parkinsonkranken, aber eben auch erschreckend, wenn man den quirrligen Mann von früher noch vor Augen hat. Zunächst liest er einige Seiten aus seinem Buch, nur zur Einleitung, im Stehen, bewegt sich aber dann zielstrebig auf das Klavier zu, um das Publikum dazu zu bringen bei bekannten Werbejingles mitzusingen. Man merkt ihm an welch diebische Freude es ihm macht, den Zuhörern vorzugeben "Waschmaschinen leben länger" und diese dann antworten zu hören: "mit Calgon". Und da ist sie dann wieder: die dreckige Holtmann-Lache. Man merkt, er legt sich sein Publikum zurecht.
Danach geht es um die Kindheit und seine ersten Erfahrungen mit dem Autofahren. Er behauptet, dass bisher 70 Autos auf seinen Namen zugelassen gewesen wären, und angesichts der Hingabe, mit der er einige davon aufzählt, möchte man ihm das auch glauben. Auf das Thema Auto legt er, getreu dem Titel, besonders viel wert; erzählt vom ersten illegalen Fahren, oder davon wie er seiner Mutter mit 16 regelmäßig den Wagen entwendet hat, um nachts heimlich herumzufahren, teils mit weiblicher Begleitung.

Aber auch auf die Krankheit geht er ein, erzählt davon, wie es war zu realsieren was mit ihm passiert. Geahnt habe er es schon lange, nur wahrhaben wollte er es nicht. So trank er immer mehr Alkohol, war teilweise mittags schon besoffen. Schließlich brachte ihn ein Freund dazu, endlich einen Arzt aufzusuchen. Dieser stellte dann auch rasch die Diagnose, die Holtmann ohnehin schon kannte. Danach kam das komplette Programm: Kernspin, Medikamente, Work-out Programm.
Er erzählt, als Kind habe er oft seinen Großvater begleitet. Dieser war Arzt in Kamen und nahm Matthias mit, nicht nur zu Autounfällen auf dem Kamener Kreuz, sondern auch zu Menschen mit Schüttellehmung. Er habe diese Menschen als Kind immer angestarrt, war faziniert von der Krankheit, freilich unwissend, dass es ihm einst ähnlich ergehen sollte.

Auch vom Radio erzählt er, davon welche Vorzüge dieses Medium habe. Er sagt, im Radio bliebe nur die Stimme. Im Fernsehen sei sie bloßes Beiwerk zu den Bildern. Der Stimme im Radio würde man dagegen zuhören. Er erzählt auch von Begegnungen, die er hatte und die ihn selbst als abgebrühten Radiomann nicht kalt gelassen hätten - wie das Treffen mit Paul McCartney oder Jennifer Lopez. Schließlich streut er noch Stücke aus seinem Pop & Poesie Schaffen mit ein, stellt den "Originaltext" Janis Joplins "Mercedes Benz" vor, verdreht den Text von Andrea Bergs "Tausendmal belogen" ins Gegenteil. Sicher, der geneigte Holtmann Experte kennt viele dieser musikalischen Einschübe, Witze und Anekdoten schon. Nichtsdestotrotz liefert Holtmann all das als bunte Show ab. In seinen spontanen Einlassungen oder im Zwischenspiel mit dem Publikum hat er nichts an seiner Spritzigkeit und Schlagfertigkeit eingebüßt. Und so ist der Eindruck zwiespältig: Zum einen ist da dieser Mann mit der gebückten Körperhaltung und dem gesenkten Kopf. Zum anderen ist da aber immer noch der arrogante, rotzfreche Schnösel mit dem schnellen Mundwerk. Deswegen ist es gut zu sehen, dass er sich trotz seiner Krankheit treu geblieben ist. Er verabschiedet sich mit dem positiven Ausblick, dass er weitermachen will, bis er nicht mehr kann und im Übrigen schon gespannt sei auf das Abiturzeugnis seines im letzen November geborenen Sohns. Man will es ihm wünschen.
 
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#95
Außerdem war die Versorgungssituation unterschiedlich. Der SWF war im Karlsruher Raum (SDR-Gebiet) besser zu empfangen als der SDR; auf der Schwäbischen Alb (wo das SWF-Gebiet gleich hinter Ulm begann) war es umgekehrt.
In Karlsruhe-Durlach sind die Frequenzen vom Königstuhl besser zu empfangen, als von der Hornisgrinde. Fährt man mit dem Zug zum Hauptbahnhof verändert sich dann die Empfangssituation, und die Hornisgrinde ist besser zu empfangen.
 
#96
Zusammenarbeit SDR/SWF? Die gab es schon lange. Die zweiten Programme hatten tagsüber, ich meine zwischen 9 und 17 Uhr in etwa ein gemeinsames Programm, das auf beiden Wellen lief. Auch zwischen den anderen Programmen gab es kleinere Zusammenschlüsse: Zum Beispiel wurde eine Zeit lang von Südfunk 1 die Sendung "Vom Telefon zum Mikrofon" vom Südwestfunk übernommen. Gemeinsam strahlte man auch Mundarthörspiele aus oder den Gruß vom Bodensee. Am wenigsten ausgeprägt war die Zusammenarbeit bei den 3er-Wellen. In den 70ern ganz zu Anfang wurde der Popshop gemeinsam gesendet -> http://www.sdr3-history.de/programme_70.htm, da waren die Dritten aber noch keine Vollprogramme, sondern nur eine Art Halde für Inhalte, die auf den beiden anderen Wellen keinen Platz fanden (Gastarbeitersendungen etc.).
Erst ganz am Schluss, 1998, wurde dann ab 22 Uhr SWF3 übernommen (was hier http://www.sdr3-history.de/programme_90.htm auch ganz unten vermerkt steht), aber da war die Fusion ja auf der Zielgeraden.
Im Fernsehen war die Zusammenarbeit natürlich viel intensiver, aber gerade die Popwellen sahen sich eher als Konkurrenten, vor allem zu Zeiten des "Wilden Südens".
 
#97
In Karlsruhe-Durlach sind die Frequenzen vom Königstuhl besser zu empfangen, als von der Hornisgrinde.
Natürlich gab und gibt es da örtliche Unterschiede, aber in der Gesamtschau hatte der SWF bei der technischen Verfügbarkeit klar die Nase vorne. SDR 1 hatte ja sogar einen eigenen Füllsender für Karlsruhe (die heutige Klassikradio-Frequenz dort), das dritte dagegen nicht.
 
#98
@freiwild:
Stimmt. Die 90.3 war noch bis mindestens 1999 aktiv, also noch bis nach der Fusion.
SDR 3 hätte ja noch die 89.5 aus Langenbrand, die man in Karlsruhe auch gut hören konnte.

@Radiocat:
Als Nachrichten-Opener während der Zusammenarbeit von SDR 3 und SWF 3 wurde der von SWF 3 verwendet. Im Jingle wurde dann "SWF 3/SDR 3-Nachrichten". Ein deutlicher Hinweis WER auf der Strecke bleiben würde.
 
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#99
Am Langenbrand (oder wahrscheinlich eher nebenan in Mühlacker, die Quellen sind da uneinheitlich) sendeten aber sowohl SDR 1 auf 92,9 und SDR 3 auf 89,5 (bis 1990 auf 97,0), und natürlich trug die Aufschaltung von SDR 1 und SDR 3 in Mühlacker in den 70er-Jahren zur Verbesserung bei (bis dahin gab es in der Rheinebene ausschließlich den Königsstuhl; in Mühlacker gab es bis in die 70er-Jahre ausschließlich die 89,5 für SDR 2*), aber selbst damit gab es noch deutliche Empfangslöcher, deswegen die zusätzliche Funzel für SDR 1.

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* bevor jemand meckert: und natürlich die Mittelwelle 576. Und SDR 1, 2 und 3 hießen bis 1988 Südfunk 1, 2 und 3.
 
@freiwild:
Usprünglich:
SDR1 92.9 Mühlacker
SDR2 89.5 Mühlacker
SDR3 97.0 Langenbrand
so sah es bis 1990 aus.
Dann wurden SDR2 und SWF2 fusioniert zu S2 Kultur und S4 Baden-Württemberg gegründet (am 1.1.1991)
Dann sah es so aus:
SDR1 92.9 Mühlacker
SDR3 89.5 Mühlacker
S4 Badenradio 97.0 Ettlingen (es kann sein, dass auch S4 noch eine Zeit lang aus Langenbrand kam, das weiss ich nicht mehr).
Für S2 wurde dann in Pforzheim die 99.5 nachkoordiniert am neuen Standort Arlinger. Den Rest sah man durch Heidelberg, Hornisgrinde und Donnersberg versorgt.
 
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