Wort vs. Musik


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#1
These: Wer Wort hören will, den nervt die Musik zwischendurch. Wer Musik hören will, den nervt das gesprochene Wort zwischendurch.

Viele Mischsender (Wort/Musik) bauen ihre Wortanteile ab. Oder trennen in Wort- und Musikstrecken (SWR1 Radioreport - SWR1 Kopfhörer).

Haben Mischsender einen Sinn? Haben sie noch eine Zukunft?
 
#3
Vor allen Dingen hat dieses Forum bald keine Zukunft mehr, wenn jedes zweite Thema nur noch irgendwelche herbeigezogenen Dinge mit "... vs. ..." gegenüberstellt!

Ich erinnere da noch einmal an das vor kurzem geschlossene Thema "Sonne vs. Regen" - unglaublich was da so zusammenkommen kann! Zuweilen aber auch sehr witzig!
 
#5
@BBT: LOOOOL

@Radiofreund: Interessantes Thema.

Ich glaube es gibt unterschiedliche Gruppen von Hörern. Nennen wir sie mal Aktivere und Passivere.

Ich glaube die jungen Rezipienten sind tendenziell eher aktiv, die älteren tendenziell eher passiv.

Das könnte daran liegen, dass die jüngeren eher mit mehr Medien sozialisiert worden sind, sich also früh angewöhnt haben, dass man sich seine Wünsche durch gekonnte Nutzung verschiedener Medien besser befriedigen kann. Sie suchen und finden die Sparte.

Für die Älteren (vor allen Dingen die ganz Alten) scheint der Wunsch, selbst nach Angeboten zu suchen geringer, die Technikfeindlichkeit größer. Sie kennen die vielen Medien, Programme, Sparten und Sendungen nicht, wissen unter Umständen nicht wie man neue Medien bedient.

Fazit: ich glaube die
- Jungen sagen tendenziell eher: ich brauche mal jenes Programm für Musik, mal jenes für lokale Infos, mal jene TV-Sendung für spezielle Infos, mal jenen Internetnewsletter, mal jenen SMS-Abodienst, mal diese Videotextseite...
- Alten sagen tendenziell eher: ich brauche ein Programm (jetzt nur auf Radio bezogen) das mir möglichst alles bietet. Meine Musik, Beiträge, Nachrichten, Moderation mit Personality.

Und für alle die mir Pauschalität vorwerfen hier der Disclaimer: Und natürlich gibt es auch passive Junge und aktive Alte. Punkt.

----> So nun zur Frage: Haben Mischsender eine Zukunft. Ja, ich denke schon. Aber sie werden mit ihren Zielgruppen älter. Gut gelöst aus meiner Sicht: SWR3 wurde etwas entwortet und jünger, SWR1 wurde als (nennen wir es mal) Mischsender angelegt. Da SWR1 ja die ehemaligen SWF3/SDR3-Hörer, die zu alt für das Fusionsprogramm mit der 3 geworden sind auffangen soll, ist das aus meiner Sicht passabel gelungen (auch wenn man es den Fans 'türlich, 'türlich nie recht machen kann).

[Dieser Beitrag wurde von FunkFuture am 26.06.2002 editiert.]
 
#6
@radiofreund

und was ist mit den leuten die beides wollen?????

Vorschlag: Tagsüber "magazinradio" (allerdings nicht im "klassischen sinne", das alles vorproduziert wird) und nachts spezialsendungen.
das ist die zukunft, denn f´sdda werden alle bedient
und es ist platz für neues...
 
#7
Ich bin über die Reaktion mancher hier erstaunt. Es geht mir doch nicht um die billige Gegenüberstellung von Wort und Musik, sondern um die Frage, wie sich beide Elemente in einem Radioprogramm vertragen.
Es reicht halt doch nicht immer aus, nur die Überschrift zu lesen....

Ich habe so meine Zweifel, dass dieses Nebeneinander Wort/Musik so unproblematisch ist. Ich merk das selbst bei der Fussball-WM:
Warum sendet z.B. SWR1 keine durchgängige Berichterstattung, sondern spielt immer Musik zwischendurch. Wer SWR1 wegen der Musik hören will, der muss doch genervt sein, wenn ständig unterbrochen wird wegen einer Liveschaltung, und wer die WM verfolgen will, ist doch gut und gerne bereit, 90 Minuten Wort zu hören. Wem die WM nicht interessiert, wird sowieso kein SWR1 hören, weil die ja eh fast kein anderes Thema zurzeit kennen.
 
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