Zimper weg von Kronehit


Status
Nicht offen für weitere Antworten.
#1
aus www.horizont.at
Martin Zimper scheidet bei Kronehit aus
Martin Zimper, Geschäftsführer des Privatradioverbundes Kronehit, wird das in Mediaprint-Besitz befindliche Unternehmen dem Vernehmen nach verlassen. Zimpers bis Juni laufender Vertrag mit Kronehit soll nicht verlängert werden. Dies wurde der Belegschaft von Kronehit gestern abend mitgeteilt.
Wie auf horizont.at berichtet, plant die französische NRJ-Group, die in Wien den Sender Energy 104.2 betreibt, bei Kronehit einzusteigen: und zwar zu 66,84 Prozent. Bei der Kartellbehörde wurde der Einstieg bereits angezeigt, eine Entscheidung derselben wird wohl noch ein paar Wochen auf sich warten lassen.
 
#2
AW: Zimper weg von Kronehit

Zimpers Weggang ist damit wohl auch der Anfang des Endes von Kronehit. Wie inzwischen gemunkelt wird, wird der Sender national bald unter der Dachmarke "Energy" laufen, für Wien wird ein zusätzliches Format (Nostalgie/Cherie FM???), wohl auf der 104,2, angestrebt.
 
#4
AW: Zimper weg von Kronehit

@blu.

nach dem neuen Gesetzentwurf eben nicht.

Lösung: 104,2 landesweit aufschalten im lokalen 104,2-Fenster "Umschaltpromotion" machen. Sich dann die Frequenz irgendwann von der KommA wegnehmen lassen, dann Neuausschreibung für irgendein Spartenradio wie Lounge FM.

Alle glücklich, tut keinem weh.
 
#5
AW: Zimper weg von Kronehit

danke für die info, schwabe.

die zukunft wirds wohl weisen, was sich auf den kronehit-frequenzen und der 104,2 tun wird...
 
#8
Zimper ist schon weg

Zimpers Abgang (er ist schon weg - siehe unten) überrascht mich nicht wirklich. Was sollte er dort auch noch machen?

@der schwabe: Laut User Radiowatch scheinst Du zu irren.
Ich zitiere: "Es steht doch "im Wege einer bundesweiten Zulassung nur einmal versorgen" - damit ist es doch durch durchaus Möglich, eine bundeweite Zulassung zu haben und daneben auch eine lokale zu betreiben.

Definitiv nicht möglich soll es sein, mit einer bundesweiten Zulassung eine Doppelversorgung herzustellen."

Auf Energy umgemünzt heißt das, über die bundesweite Zulassung Wien statt auf 104,2 künftig auf 105,8 zu versorgen. Und auf 104,2 einfach ein anderes Programm abzuspielen.

Ergänzend aus der APA: Martin Zimper verlässt Kronehit
Ernst Swoboda wird operativer Geschäftsführer, Christian Schalt Programmchef



Weitere Veränderungen beim Privatradioverbund Kronehit: Martin Zimper (40), Geschäftsführer und Programmdirektor, verlässt das Unternehmen mit sofortiger Wirkung, teilte Kronehit mit. Die operative Leitung des Networks übernimmt Ernst Swoboda, der bereits zuvor bisher in der Geschäftsleitung war. Programmchef wird Christian Schalt, der diese Funktion bisher als Stellvertreter innehatte. Trotz der Änderungen - demnächst soll auch die französische Radiogruppe NRJ zu 66,84 Prozent einsteigen - soll Kronehit ein weiterer Relaunch erspart bleiben, so Swoboda.

"Zwiespältige" Bilanz

Zimper zog eine durchaus "zwiespältige" Bilanz: Rundum gelungen sei die Umstrukturierung der Senderkette. "Ich glaube, dass Kronehit erst durch diese Sanierung verkaufbar wurde." Aber: "Weniger zufrieden bin ich mit der Programmentwicklung. Das lag aber daran, dass der Wechsel von einem Oldie-Format auf ein junges Format praktisch ohne Marketingbegleitung bewerkstelligt werden musste." Zimper geht übrigens davon aus, dass die Kronehit-Sender künftig zu Energy-Radios werden.

Zimper kümmert sich wieder um Party FM

Er selbst will nun bei Party FM "daran arbeiten, dass daraus ein kleiner Verbund wird" und dafür auch die kommende Novelle des Privatradiogesetzes nutzen. "Party FM ist mein Kind, und es entstehen im nächsten halben Jahr Chancen, das zu vergrößern." Derzeit etwa rittert man um eine Lizenz Bregenz. Konkurrent beim Hearing heute ist laut Zimper pikanterweise niemand anderes als Kronehit.

Zimper hatte die Führung des Radioverbunds im Jahr 2002 übernommen und vor einem Jahr einen umfassenden Relaunch durchgeführt. Aus Krone Hitradio wurde Kronehit, das neue Musikformat bot mehr aktuelle Hits, und generell strebte man nach einem jüngeren, auch weiblicheren Publikum. Dennoch sinkende Marktanteile begründete er mit der notwendigen Umstellungszeit nach dem Relaunch. Swoboda, langjähriger Justiziar der "Kronen Zeitung", schraubt nun die Erwartungen nach oben: "Die Phase des Höreraustausches ist im Prinzip abgeschlossen. Wir haben durchaus vor, zu wachsen."

"Das neue Format ist inzwischen nachhaltig am Markt positioniert und wird von einer deutlich nach oben weisenden Hörerentwicklung in den anvisierten Zielgruppen begleitet", meinte auch Mediaprint-Geschäftsführer und Eigentümervertreter Hans Georg Otto in der Aussendung. Zimper habe "auch die Struktur des Senders verkleinert und Kosten nachhaltig, ohne Qualitätsverlust, gesenkt. Er hat damit seinen Auftrag erfolgreich erfüllt. Wir danken ihm für seine Arbeit als Manager und Programm-Macher".

Kurz vor Ostern war der geplante Einstieg von NRJ bei den Kartellbehörden angezeigt worden. Die bisherigen Gesellschafter werden demnach künftig noch 33,16 Prozent halten. Dachgesellschaft des Senderverbundes ist derzeit die Krone Hit Radio Medienunternehmen Betriebs- und Beteiligungsgesellschaft, an der "Kronen Zeitung" und "Kurier" je die Hälfte halten, via "Kurier" ist auch Raiffeisen an Bord. Wie genau man sich das verbleibende Drittel künftig aufteilen werde, sei noch nicht klar, sagte Swoboda. Er gehe jedenfalls davon aus und vernehme auch entsprechende "Signale", dass die Kartellbehörden kein Veto gegen den Einstieg einlegen werden.

Begrüßt wird von Swoboda - wenig überraschend - die geplante Novelle des Privatradiogesetzes, mit der bundesweites Radio unter anderem durch den Zusammenschluss von bereits bestehenden Radiolizenzen ermöglicht werden soll. Mit einer Bewerbung von Kronehit für eine bundesweite Lizenz sei jedenfalls zu rechnen. "Wir könnten das bereits alleine in Anspruch nehmen, wollen aber gerne noch weitere Sender gewinnen." (APA)
 
#11
AW: Zimper weg von Kronehit

"Zimper geht übrigens davon aus, dass die Kronehit-Sender künftig zu Energy-Radios werden"

...und genau hier braucht man kein Prophet zu sein, denn es ist nun mal Strategie der NRJ Group, die Radios unter einheitlicher Marke zu vereinigen. Die Frage ist nur: was geschieht mit Wien? Ich kann mir sogar zwei Radios unter der Marke "Energy" vorstellen: "Energy 104.2" wird als junger bekannter CHR-Sender in Wien fortgeführt, "Energy Austria" oder "Energy Österreich" übernimmt als Hot AC-Sender die nationale Kette. In Deutschland können in einigen Regionen die Hörer schließlich auch aus zwei "RTL"-Radios mit unterschiedlichen Formaten auswählen, in einigen Gebieten Norddeutschlands überschneiden sich Energy Hamburg und Bremen. Schwierig würde das ganze dann nur bei der Radiotest-Erfassung. Siehe das Beispiel Hitradio Antenne in Deutschland.
 
#12
AW: Zimper weg von Kronehit

Ein sehr interessatner Artikel ist auf medianet.at zu finden:

22.04.2004 | 20:23



Kronehit-Geschäftsführer verlässt (k)einen Sender

Martin Zimper verlässt einen Sender, den es so laut Eigendefinition demnächst nicht mehr gibt. Fusion Kronehit/Radio Energy 104,2 hat mit dem Programmdirektor möglicherweise ihr erstes prominentes Opfer

Hans Georg Otto, Mediaprint-GF und Kronehit-Eigentümervertreter. „Zimper hat Auftrag erfolgreich ausgeführt“
( © Mediaprint )





Wien. Knalleffekt beim Privatradioverbund Kronehit: Martin Zimper, Geschäftsführer und Programmdirektor, verlässt das Unternehmen mit sofortiger Wirkung. Die operative Leitung übernimmt Ernst Swoboda, der bereits zuvor in der Geschäftsleitung war. Programmchef wird Christian Schalt, der diese Funktion bisher als Stellvertreter inne hatte.

Die Gründe für Zimpers plötzlichen Abgang scheinen nicht ganz klar. Ernst Swoboda, als Geschäftsführer maßgeblich an den Fusionsgesprächen mit Radio Energy 104,2 und Kronehit beteiligt, zur aktuellen Entwicklung: „Martin Zimper war beauftragt, aus Krone Hitradio das Sendeformat Kronehit zu machen. Dies ist im Prinzip abgeschlossen.“ Auch wenn die Fusion mit Radio Energy 104,2 laut Swoboda „nie mit Herrn Zimper besprochen“ wurde, sei es die gemeinsame Meinung, in der Phase der Umstellung getrennte Wege zu gehen. Zum Hintergrund: Am 9. April 2004 wurde dem Kartellgericht eine Beteiligung seitens der französischen Radiogruppe NRJ Group an Kronehit gemeldet, womit das Zusammenrücken der beiden Sender Gestalt annahm.

(K)ein Interessenskonflikt?

Martin Zimper, der bereits während seiner Geschäftsführer-Tätigkeit und mit Wissen von Kronehit zusätzlich auch Hauptgesellschafter beim niederösterreichischen Privatsender PartyFM war, bewertet die Vorgänge etwas differenzierter. „Ich habe mich zurückgezogen, weil Kronehit demnächst nicht mehr existiert. Mein Auftrag entfällt ab dem Zeitpunkt, wenn Energy die Macht übernimmt.




Ein weiterer Grund für den Weggang Zimpers könnte auch in seiner Beteiligung an PartyFM liegen. Ernst Swoboda von Kronehit erklärt im medianet-Interview, dass der Zusammenschluss mit Radio Energy 104,2 nur ein erster Schritt sei. „Wir sind offen für neue Einbindungen, zu denen auch PartyFM gehört. Aufgrund der Entwicklung gibt es Interessen, die aufeinander stoßen und in gewisser Weise auch gegensätzlich sind“, so Swoboda über den nun plötzlich entstandenen Interessenskonflikt bei Martin Zimper als Kronehit-Geschäftsführer einerseits und Gesellschafter von PartyFM andererseits.
Interessantes Detail am Rande: Für eine neu zu vergebende Lizenz im Raum Bregenz bewerben sich neben einem lokalen Sender pikanterweise noch Kronehit und PartyFM.
Auf die Frage, ob Martin Zimper ohne die Fusion mit Radio Energy weiterhin Kronehit-Geschäftsführer geblieben wäre, antwortet der nun selbst neue Kronehit-Geschäftsführer Ernst Swoboda nach langer Nachdenkpause knapp und kryptisch mit einem kurzem: „Kann sein.“

Langes Lizenzverfahren

Nicht in Zusammenhang mit Zimpers plötzlichem Abgang dürfte eine für denselben Tag anberaumte ungewöhnlicherweise zweite Sitzung der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) in Wien stehen. Einziger Tagesordnungspunkt: Vergabe der heiß begehrten Bregenzer Lizenz. Sebastian Loudon, RTR-Pressesprecher für den Bereich Rundfunk, erklärt die Gründe für die, wenn auch etwas ungewöhnliche neuerliche Sitzung der Lizenzbehörde gegenüber medianet mit der schon sehr langen Dauer des Verfahrens. „Die erste Sitzung fand schon am 7.10.2002 statt. Mehrere Wiedereinsetzungsanträge der Parteien mussten von der oberen Instanz entschieden werden und die Behörde sieht nun zusätzlichen Informationsbedarf.“

Eine erste Reaktion auf die mögliche Begehrlichkeit durch Kronehit/Radio Energy 104,2 dem Sender PartyFM gegenüber gibt es schon. Geschäftsführer Andreas Früchtl erklärte nach Information durch medianet in einer Aussendung klar und deutlich: „Ich denke über einen Verkauf nicht nach.“
 
#14
AW: Zimper weg von Kronehit

welchen sinn sollte es bitte machen, partyfm in diesen senderverbund einzubauen???
um dann auf der 106,7 auch nochmal energy auszustrahlen? mit den frequenzen für nö und das bgld wäre dann energy also auf 102.9, 105.8, 103.4 und 106.7 zu empfangen - und noch dazu auf allen frequenzen in bester qualität.

wenn dann wär da nur eine formatänderung auf der 106.7 realistisch (immerhin redet da die rtr sicher auch noch a kleinigkeit mit).
 
#15
AW: Zimper weg von Kronehit

oder nrj schaltet auf den ex rpn frequenzen das oldie format auf. die mediaprint ist ja immer noch an den hit fm stationen im waldviertel und in st. pölten beteiligt, die könnte man dann zusammen mit party fm zu energy machen. so könnte man große teile niederösterreichs mit beiden formaten versorgen.
 
#16
AW: Zimper weg von Kronehit

also wenn dann bitte umgekehrt.
wenn hitfm aus dem äther verschwindet, dann ist das thema radio für mi endgültig erledigt...
 
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