Zoom h4 n pro


#1
Hallo,
hat jemand von Euch Erfahrungen mit dem Zoom h4 n pro? Ich habe mir das gerade besorgt, weil mein altes Olympus LS 11 kaputt gegangen ist. Wenn ich aber mein Sennheiser MD 46 als externes Mic anschließe, habe ich bei den Sprachaufnahmen ein ziemlich störendes Grundrauschen. Weiß jemand, wie ich das beheben kann bzw., was ich falsch gemacht haben könnte? Bei den Einstellungen für das Mikro habe ich den Standard belassen, weil es ja ein dynamisches Mikrophon ist...
Ich wäre für jeden Hinweis und auch weitere Erfahrungswerte zum Zoom h4 n pro dankbar! Ich bin mir grade unsicher, ob es für meine Reportertätigkeit tatsächlich die erste Wahl ist oder nicht doch eher was für Musiker ...
Dank im Voraus!
 
#2
Wenn ich aber mein Sennheiser MD 46 als externes Mic anschließe, habe ich bei den Sprachaufnahmen ein ziemlich störendes Grundrauschen.
Dir dürfte klar sein, dass es nicht am Sennheiser liegen kann. Ein gewisses Grundrauschen hingegen gehört beim Zoom fast schon zur Grundausstattung.
Ich bin mir grade unsicher, ob es für meine Reportertätigkeit tatsächlich die erste Wahl ist oder nicht doch eher was für Musiker ...
Ich würde das Zoom in die Kategorie "Hobby" bzw. "kommt nicht so drauf an" einordnen. Es kann schon mal sein, dass ein rasender Reporter mit einem H2n O-Töne sammelt und damit glücklich ist. Aber da geht es auch nicht um die Aufnahmequalität, die man mit einem MD 46 erzielen kann.
Professionell? Nein, das würde ich so nicht unterschreiben.

Dass die Zoom-Geräte eine Menge können, ist unbestritten. Ich habe ja selber eins, aber ich muss damit kein Geld verdienen. Von daher: Nein, in Deinem Fall keine Empfehlung.

Auf der Musikmesse habe ich am Tascam-Stand etwas gesehen, das mich total angefixt hat und auch gut zu Deinem MD 46 passen würde: Das Tascam DR-10X.
Über die Qualität kann ich leider noch nichts sagen, denn ich habe gerade keine 150 Netto-Euronen in der Portokasse. Noch nicht. :cool: Aber es wird definitiv mein zweiter Pocketrecorder im Stall. Hatte es auf der Musikmesse in der Hand: Klein, leicht, genial.
 
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#3
Hey, danke für deine Antwort! Ich wundere mich aber darüber, was Du über das Grundrauschen beim Zoom sagst. Denn, wenn ich die Aufnahme mit den internen Mikros mache, gibt es kein Grundrauschen. Was für ein Zoom hast Du denn?
Es muss also doch irgendwie an der Kombi mit dem externen Mikro liegen. Ich hatte gehofft, vielleicht kennt jemand einen Einstellungstrick ... das Tascam ist nix für mich, da ich schon auch die Stereofunktion mit den internen Mikros für Atmos brauche.
Viele Grüße!
 
#4
Hallo Sandra!

Du schreibst:
"Es muss also doch irgendwie an der Kombi mit dem externen Mikro liegen."

Ja, tut es. Wichtig sind gute (rauscharme!) Mikrofon-Vorverstärker im Recorder! Und bei diesen Vorverstärkern hat TASCAM in der Vergangenheit, speziell beim DR-100 (Profi-Recorder!) geschlampt! Ich habe den "MK- 1" und den "MK-2"... Wenn Du etwas Geduld hast, suche ich alte und neuere Aufnahmen mit diesen beiden Recordern raus. Mittlerweile gibt es den "MK-3". Ich habe die technischen Daten bisher aber nur kurz überflogen. Das machen wir heute Nacht, wenn etwas Ruhe herrscht. ;)
 
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#5
Was für ein Zoom hast Du denn?
Das H5. Als ich mich entschloss, vom alten H4 (erste Generation) aufzusteigen, hatte ich auch erst das H4n auf dem Schirm. Aber als ich dann beim Händler beide nebeneinander in der Vitrine stehen sah (ja, so was kann das Internet nicht! :p), war klar: Was soll ich mit so einem Klotz, wobei mir das H5 noch mehr Funktionalität - für meine Zwecke - bietet?
(...) da ich schon auch die Stereofunktion mit den internen Mikros für Atmos brauche.
Oh ja, das kann ich gut nachvollziehen. Mag ich selber sehr gern. Wobei die beiden Nieren (wirklich?) in X/Y (na ja) leicht getrickst sind, zumindest beim H5: Test 4-spurig einmal X/Y intern und 2* externe Kondensatoren (Røde M5) auf echtes X/Y. Da haben die externen Nieren in X/Y weniger (!) aufgezeichnet als die internen. Besser ausgemessenes X/Y?
Zugegeben: Mit Wide-A/B komme ich weiter, wenn ich ein schönes Panorama will (jetzt bitte nicht mit ORTF kommen!), aber die internen haben da schon ganz gute Dienste geleistet.

Andererseits, und jetzt kommts: Ich habe leider noch kein Senni MD (mein Wunsch wäre ja das 42er, nicht das 46er :cool:), sondern "leider" "nur" das e835 - und das macht 'ne verdammt starke Figur am H5, auch ohne zusätzliches Atmo-Mic. Ich war damit mitten in lautstarken Demos (Pegida, Gay Pride / CSD, um die lautesten zu nennen), und ich hatte ohne Probleme genau das richtige Verhältnis zwischen Atmo und Interviewpartner. Dann ist auch das Rauschen kein Problem.
Ist die Umgebung etwas ruhiger, sollte man tatsächlich splitten - ich habe es auf der Musikmesse gemerkt, wo ich das Vergnügen hatte, eine äußerst sympathische Sprecherin interviewen zu dürfen. Aber auch hier kein elementar hörbarer Rauschanteil.

Ich habe dann noch nachinvestiert - sicher nicht wirtschaftlich, aber dem Hobby geschuldet: Zusätzlich die MSH-6 - Kapsel (M/S-Stereofonie). Und das Teil macht mal 'ne richtig geile Atmo. Da wird es auch richtig schwer, ein ordentliches Monitorsignal auf den Kopfhörer zu kriegen, weil es die externen Mics ganz schön dominiert.
Ja, auch bei meinem H5 rauschen die Vv, wenn man sie aufreißt. Fast wie in alten Behringer-Zeiten. :mad: Aber wenn man nicht höher als 5 bis 6 geht - reicht für mein 835er -, dann habe ich keine Probleme. Ob es an den 0,7 mV/Pa mehr liegt, vermag ich nicht zu sagen; das MD 46 reißt ja gerade so die 2,0er-Marke.

Im Vierkanal-Modus kann man die externen Mics ja auch nur paarweise schalten, glaube ich. Wenn Du aber nur ein Mic angeschlossen hast und den Gain von der leeren Buchse offen lässt, ist das Rauschen stärker als wenn Du den leeren Kanal zu-gainst. ;)
Teste mal, ob das geht und falls ja, ob es was bringt.

Auch ich kann im Zweifel gerne Testaufnahmen machen; vielleicht kann man das so reproduzieren.

@Zwerg#8 : Glaubst Du, das Tascam DR-10X könnte auch so rauschen wie bei Deinen bisherigen Erfahrungen?
 
#6
Hallo Uli!

Ich habe mir die BDA etc. runtergeladen und auch gelesen. Grundsätzlich ist es erstmal absolut geil, daß man "hinten" an ein dynamisches Mikrofon einfach den Recorder (keine 80 Gramm schwer) draufsteckt. Im Prinzip muß man nur noch (gute) In-Ear-Kopfhörer in die Ohren stöpseln, um genau das zu hören, was das Mikrofon auch "hört". Man hält also das Mikro dem Gesprächspartner vor den Mund und hört mit... Dann wählt man (automatisch - aus Erfahrung) einen gewissen Mikrofon- Abstand, damit der Sound "stimmt".

Das "Problem" ist, daß man nur drei "Empfindlichkeitsstufen" (Vorverstärkung) wählen kann: LO, MI und HI. Es gibt am Gerät keinen weiteren/extra "Pegelsteller" für die Aufnahme. Und dann gibt es noch "AUTO LEVEL", eine Funktion, die leider nirgends wirklich genauer beschrieben wird! Natürlich macht die Funktion nix anderes, als die Aufnahme "richtig" auszusteuern. Und dann gibt es auch noch einen LIMITER.

Ich persönlich gehe einfach mal davon aus, daß man mit GAIN auf MI oder LO in Verbindung mit einer 24 Bit - Aufnahme bei Interviews "auf der Straße" immer richtig liegen wird. Den Rest muß später der Audioeditor machen. Wenn der Spitzenpegel der Aufnahme bei meinetwegen -30dbFS liegt, ist das bei 24 Bit- Auflösung absolut kein "Beinbruch". Das passt (hinterher) schon, wenn die AD-Wandler und Verstärker mitspielen!


Und damit sind wir in der Rubrik "Spielspaß" angekommen...

Wir hören das Ticken einer DCF-77 Analoguhr aus einer Entfernung von 50cm. Aufgenommen mit den internen Richtmikrofonen zweier TASCAM-DR100 Geräte (MK1 &Mk2) und "voll aufgedrehten" Verstärkern. Beide Geräte lagen übereinander. Aufgrund der Entfernung zur "Primärschallquelle" (Uhr) kann man annehmen, daß die Mikrofone praktisch den selben Schall (Wellenfront) "hörten".

Im Foto beträgt die Entfernung etwa 30cm. Ich habe die Entfernung nachträglich erhöht. "Leiser" bekomme ich das unvermeidliche "Hintergrundrauschen" im Moment nicht . Am frühen Sonntag kann ich noch ein paar dB rausholen. Vielleicht... ;)

Die Aufnahmen sind nur samplegenau geschnitten - nix weiter...
 

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#7
Hallo Sandra, ich habe seit ca. 4 Jahren "nur" den H4n und setze ihn für Interviews und gelegentlich für Musik ein. Mit dem MD421 oder MD441 hatte ich das Rauschproblem auch, weil die Vorverstärker eben nicht so rauscharm sind wie ich es gern hätte. Mit der Phantomspeisung kann ich Kondensatormikrofone nutzen und habe mir ein AKG C1000 zugelegt. Damit, und falls mal zuviel Atmo um den Interviewpartner herum ist mit einem t.bone-Richtrohr, habe ich ganz gute Erfahrungen gemacht. Wenn man denn mal Stereo braucht und eine ruhige Hand (Körperschall) hat, sind die internen Mikros auch ganz gut. Mit einem Großmembran-Pärchen oder einer Leitung von z.B. einer Kirchenanlage kann man auch arbeiten. Für den gehoben Amateurbereich hast Du sicher das richtige Gerät. Lediglich die Batterien könnte er etwas besser nutzen, aber da teste ich noch, wo das echte Limit ist.
Hier noch zwei Beispiele: http://www.studioeck.de/sites/default/files/podcast/StudioECK_2017-03-23 Spätlese (Leyendecker).mp3 habe ich mit dem C1000 für die Sprache und den internen Mikros für die Musik gemacht.
Bei http://www.studioeck.de/sites/default/files/podcast/K-2017-04-13 Suppen für Syrien (Leyendecker).mp3 war für die Interviews das Rohrrichtmikro im Einsatz. Den Vortrag von Rafik Schami habe ich von der Kirchenanlage abgenommen und musste leider in den Mirkofoneingang, weil mir ein Adapter fehlte. Das hat das Zischeln leider sehr verstärkt, so dass ich den mit dem Richtmikro vom Lautsprecher abgenommenen Ton ein wenig zugemischt und gefiltert habe.
Die Pro-Version dürfte eigentlich nicht schlechter sein.
Gruß Hartmut
P.S.: die Links sind nur begrenzte Zeit verfügbar.
 
#8
Auf der Musikmesse habe ich am Tascam-Stand etwas gesehen, das mich total angefixt hat und auch gut zu Deinem MD 46 passen würde: Das Tascam DR-10X.
Über die Qualität kann ich leider noch nichts sagen, denn ich habe gerade keine 150 Netto-Euronen in der Portokasse. Noch nicht. :cool: Aber es wird definitiv mein zweiter Pocketrecorder im Stall. Hatte es auf der Musikmesse in der Hand: Klein, leicht, genial.
Mit ein wenig Glück findest Du einen Eintrag von mir vom vergangenen Jahr in dieser Rubrik. Er handelt von meinen Erfahrungen mit dem Tascam DR-10X.

Nein. Keine Empfehlung. Die Aufnahmen mit einem dynamischen Mikrofon sind zu leise. Die Aufnahmen mit einem Kondensator-Mikrofon auch. Außerdem ist das Ding sehr klapprig, sehr empfindlich, die Pegel-Anzeige ist gar keine. Nochmal: keine Empfehlung. Jede Aufnahme mit einem Zoom H4N ist besser. Jede!
 
#9
Mit ein wenig Glück findest Du einen Eintrag von mir vom vergangenen Jahr in dieser Rubrik. Er handelt von meinen Erfahrungen mit dem Tascam DR-10X.

Nein. Keine Empfehlung. Die Aufnahmen mit einem dynamischen Mikrofon sind zu leise. Die Aufnahmen mit einem Kondensator-Mikrofon auch. Außerdem ist das Ding sehr klapprig, sehr empfindlich, die Pegel-Anzeige ist gar keine. Nochmal: keine Empfehlung. Jede Aufnahme mit einem Zoom H4N ist besser. Jede!
Kann ich so nicht bestätigen. Ich habe mit aktuellen Firmware ausgezeichnete Aufnahmen hinbekommen. WAV 48khz mono. Einziger Punkt dem ich zustimme. es braucht eine Phantomspeisung um si gut klingen. Ich konnte mal bei eBay sehr günstig das Sennheiser MKE 4032 U3 ersteigern, das ist Battery powered.

Dann habe auch mal Smartphone Videoaufnahmen gemacht und ein the t.bone LC 97 TWS Mic verwendet, aufgesteckt auf eine Phantomspeisung AKG B29L und auf das Tascam aufgesteckt. Phantomspeisung und das kleine Mic fand ich für 30 EUR in den eBay Kleinanzeigen. Der Tascam hat eine lange Puste, die Bedienung ist aufgrund der Größe nicht unbedingt es fürr Leute mit Pranken. Es liefert einen guten Sound und ist aber ganz klein. Das ist ein Vorteil. Kaufempfehlung JA
 
#10
Der Tascam hat eine lange Puste, die Bedienung ist aufgrund der Größe nicht unbedingt es fürr Leute mit Pranken. Es liefert einen guten Sound und ist aber ganz klein. Das ist ein Vorteil. Kaufempfehlung JA
Ich bleibe bei meinem "Nein". Alleine schon wegen der mickrigen Informationen, die das Gerät auf seinem Micro-Display ausspuckt.

Ich teste gerade hier mit wachsender Begeisterung das "iRig Pre". Eigentlich ein Vorverstärker, aber eben mit Anschluss für Smartphones und Tablets. Kleiner Kasten mit einer 9V-Batterie als Herzstück. Man kann an ihn sein gewohntes Mikrofon (mit XLR-Anschluss) anflanschen. Eine Recording-App lässt sich kostenlos runterladen, oder man nimmt die, die einem am besten gefällt. Das Gerät braucht keine Treiber, keine zusätzliche Software und funktioniert sowohl mit iOS als auch mit Android.

Das Ding ist wirklich toll! Kostet weniger als 40 Euro, und man hat ein Profi-Mikrofon an seinem Smartphone oder Tablet! Inklusiver anständiger und aussagekräftiger Anzeigen, ob die Aufnahme läuft, wie die Aussteuerung ist usw. Dazu noch die Möglichkeiten, die entstandenen Audiodateien gleich per Netzwerk oder per Mobilfunk zu einem Empfängersystem zu schicken. Kein Gefummel mehr mit USB-Kabeln oder Rein-Raus von SD-Karten.

Bin doch sehr beeindruckt.
 
#11
Nachtrag: Erste Aufnahme unter Real-Bedingungen mit einem Dynamischen Mikrofon, dem iRig PRE und einem Android-Smartphone.

Perfekt! Und die Aufnahme wurde problemlos vom Smartphone zum PC über WLAN geschickt.

Wenn ich mag, kann ich das Equipment auch mit einem Tablet verwenden. Für längere Interviews sicherlich nicht schlecht, da ich das Gerät aufstellen kann und nicht - wie das Smartphone - in der Hand halten muß.
 
#12
Auch wenn Zoom Rekorder und Smartphones inzwischen Standard für Audioaufnahmen sind, bin ich doch sehr zufrieden mit dem Tascam DR-10X. Zusammen mit einem Sony ECM 44b sowie einem Sennheiser MKE 4032 U3 Mikrofon. Das habe gerade gestern wieder festgestellt.
 
#13
Aufgenommen mit den internen Richtmikrofonen zweier TASCAM-DR100 Geräte (MK1 &Mk2)
Richtmikrofone? Also ich konnte nicht widerstehen und bin seit gestern im Besitz eines MKIII. Die "Uni-Mics" waren gleich das erste, was mich gewurmt hat. Die Illusion von einigermaßen A-B-Stereo wird durch den Umstand gekillt, dass TASCAM die (mutmaßlich) Nieren brutal nach außen gestellt hat, was vor allem bei nahen, annähernd punktförmigen Schallquellen ein Loch in die Basis zerrt. Ortung adé. Schade, ich hatte gehofft, diese sonst bei XY-Anordnungen vergleichbarer Geräte unangenehme Erscheinung bliebe mir erspart.
 
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#14
@dea: Zunächst wünsche ich Dir viel Spaß bei der Erkundung des Recorders! Das Wochenende bietet sich an und es gibt sicher viel zu entdecken und zu testen. Besonders interessant dürften dabei die besseren Mic-Verstärker (auch dynamische Mics endlich rauschfrei?) und die Gummi-Aufhängung der beiden UNI-Kapseln sein.

Ansonsten bilden die beiden UNI-Kapseln eher eine Art "Mini-ORTF" mit einem Öffnungswinkel von 120° und einer Basis von 55mm. So ist das zumindest beim MK1 und 2 und damit natürlich nicht Normgerecht... Mit den beiden OMNI-Mics wird sowieso nicht viel "Stereo" (aus der Ferne!), da beide Kapseln nur 50mm weit auseinander angebracht sind. Praktisch gibt es weder Pegel-, noch (ausreichende) Laufzeitunterschiede. Das hatten wir aber alles schon vor Jahren erörtert.

Mach mal - ich geb Dir "frei". :D
 
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#15
Frei ist überflüssig, mir ist es längst vergangen. Nachdem ich in anderen Situationen bereits entsetzt über die Ergebnisse war, habe ich dein Experiment mit der Uhr aufgegriffen, um etwas einigermaßen Vergleichbares zu haben. Das bot sich an, da ich ein nahezu baugleiches Chronometer auch besitze. Also ab in den wohl grundgeräuschärmsten Raum, den ich habe, den Zeitmesser mit dem Gesicht zur Wand (so musste ich früher™ auvch immer in der Ecke stehen) erhängt, das linke Unimic auf den Tickograpgen ausgerichtet, Pegelsteller auf Anschlag... Feuer!
Anschließend kam mein modifiziertes SM58 zum Einsatz, welches zwar nur noch studiotauglich ist, aber dafür deutlich empfindlicher und anhörbar.

Die Files sind naturbelassen (24/48) und mit (!) aktiviertem Dual-ADC, was ja angeblich noch mal 6 dB SNR bringen soll. Mag sein, dass das auch passiert, aber wohl ausschließlich auf Wandlungsebene und damit auch nur, wenn man den Recorder Line bespielt. Die Mikrofonverstärkung jedenfalls erzeugt einen Rauschflur wie auf 'ner Wehrmachtsfreizeit am Atlantikwall bei scharf auflandigem Wind. Wer mit solchen Spielzeugrecordern etwas einigermaßen professionell Wirkendes tapen will, muss deutlich tiefer in beide(!) Taschen greifen, um entweder mindestens rauscharme und pegelpotente C-Mics zu beschaffen, oder gleich gänzlich andere Hardware. Dazu kommt noch Schwachsinn, den die Firmware macht (bzw. nicht macht) und ein paar anderen Details, die mich beim Arbeiten mit dem DR-100MKIII den Kopf schütteln lassen... ich bin echt enttäuscht. Da hätte es ein Zoom am Ende auch gebracht.
 

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