40 Jahre RIAS - Rundfunk im amerikanischen Sektor - Radiofeature - 1986 - Schallplatte


Philclock

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Hallo Leute,
ich hab ja in letzter Zeit, mal eine Doppel-LP zu 20 Jahren SFB entsprechend für YouTube aufgearbeitet. Nun bin ich dazu gekommen dies auch mit einer Doppel-LP zu 40 Jahren RIAS zu machen. Wer die Videobeschreibung aufmacht,findet dann noch weiterführende Verweise zu ein paar Radiomachern dort. Auch hier ist wieder viel Interessantes dabei. Vor allem viel von Berlins Bewegter Geschichte. Für mich ist immer noch der Moment mit Annamarie Doherr und Walter Ulbricht, was mir Gänsehaut verschafft. Vielleicht kann ich ja damit Jemanden eine Freude machen.

Viel Spaß beim Zuhören wünscht
Philipp

 

Ralfi

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Falls es für jemanden interessant ist: Der Deutschlandfunk hat ein einstündiges Essay über den Science-Fiction Autor Stanislav Lem mit einem von Rolf Schult gesprochenem RIAS Programmteil aus 1975 online.
 

fmat_peter

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Danke, die habe ich schon lange gesucht :thumbsup:
Natürlich erkennen hier einige alte Hasen aus dem Stand die Bedeutung dieses Schildes:
 

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Südfunk 3

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Für alle anderen: Im „Zentralen Überspieltonträger“ kamen die Leitungen vom Sternpunkt an (und gingen von dort hin), damit Überspielungen zwischen den Rundfunkanstalten stattfinden konnten. Zu diesem Zweck waren jede Menge Bandmaschinen vorhanden, die von einem Prozeßrechner gesteuert wurden. Das Startsignal für die Maschine war der sog. Dreiton, der über die Modulationsleitung gegeben wurde:

Anhang anzeigen DREITON.mp3

Daneben gab es auch ein Stopsignal, das ging genau andersherum.
 
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fmat_peter

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"Der Kandidat hat 100 Punkte" :)

ZÜTR wurde in manchen RA (z.B. WDR) auch kurz ZÜ genannt.

Ich habe hier noch einen Start-Dreiton mitsamt Ansage einer Übertragung vom SWF an den SFB, mit zugehörigem Stop-Dreiton. Die Musik dazu ist längst im Orkus gelandet ...

Ach ja, und der ARD-Sternpunkt (der heute kein Sternpunkt mehr ist, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/ARD-Stern) steht seit 1972 beim HR in Frankfurt/M.
 

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Südfunk 3

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Ich habe hier noch einen Start-Dreiton mitsamt Ansage einer Übertragung vom SWF an den SFB, mit zugehörigem Stop-Dreiton. Die Musik dazu ist längst im Orkus gelandet ...
Das sind die richtigen: Dreiton aufheben und Musik wegschmeißen. :wow:

der ARD-Sternpunkt […] steht […] beim HR in Frankfurt/M.
Präzisierung: Dort stand der Rechner zur Leitungsdisposition. Die Leitungen selbst wurden im Verstärkeramt am Danziger Platz, dem „Poststernpunkt“, geschaltet.
 

fmat_peter

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Das sind die richtigen: Dreiton aufheben und Musik wegschmeißen.

Ich habe die Musik erst gehört und dann entsorgt.
Uninspiriert vorgetragen, m.M. auch nicht unbedingt der genialste Wurf Berios 🥱

Präzisierung: Dort stand der Rechner zur Leitungsdisposition. Die Leitungen selbst wurden im Verstärkeramt am Danziger Platz, dem „Poststernpunkt“, geschaltet.

Wieder was dazugelernt ...
 

fmat_peter

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Ich korrigiere mich: Es war … eher Moll statt Dur.

Tatsächlich verhielt sich die Sache noch komplizierter, und natürlich habe ich den zugehörigen RTM-Artikel ebenfalls längst entsorgt 🤭 Also versuche ich stattdessen meine bescheidenen Fähigkeiten an einer Beschreibung:

Der Start-Dreiklang enthält die Frequenzfolge (Sequenz) 1064, 1265 und 1832 Hz, der Stop-Dreiklang 1064, 1265 und 1535 Hz. Diese Töne dauern jeweils 60 ms, die Sequenzen wurden mit einer Pause von jeweils 1,3 Sekunden insgesamt fünfmal übertragen. Spätestens dann startete bzw. stoppte die Slave-Maschine der Empfangsstation.

Die ersten beiden Töne beider Dreiklänge sind identisch, und montiert man die letzten Töne der jeweiligen Sequenzen in aufsteigender Folge hinter die ersten beiden (siehe Anhang), ergibt sich ein Viertonfolge, die gehörsmäßig am ehesten drei verminderten Terzen entspräche, die sich aber weder mit der reinen noch mit der gleichschwebend temperierten Stimmung exakt decken.

Irgendein schlauer Kopf beim IRT hat damals ausgetüftelt, dass solche Dreitonfolgen im Progamm-Material praktisch nicht vorkommen würden, die Gefahr eines Fehlstarts bzw. vorzeitigen Stoppens der Slave-Maschine also extrem gering sein müsste. Soweit ich weiß, sollte er zeitlebens Recht behalten …

Übrigens standen beim WDR-Hörfunk ("Funkhaus Wallrafplatz") zu meiner Zeit (späte 1970er bis frühe 1980er Jahre) die Türen zu den ZÜ meist offen, sodass sogar ein Blinder sie ohne Schwierigkeiten finden konnte, wenn er sich auf der richtigen Etage befand, da das ständige Piepsen über den ganzen Flur zu hören war. In meiner Erinnerung bestand ein ZÜ aus mindestens zwölf M15A, sauber in Hufeisenform angeordnet. Zur Bedienung (Bandwechsel, Beschriftung etc.) genügten meist zwei, maximal drei Tontechnikerinnen.

So, und wenn mich nun noch jemand über den Zweck des unbekannten Vierklangs (siehe Anhang) aufklären könnte, den ich irgendwann mal beim ZDF abgegriffen habe, wäre ich dankbar. (Für diese Anstalt habe ich nie gearbeitet, daher meine Ahnungslosigkeit 😇)


Klingt sehr nach Post bzw. Siemens. Bei solch unanständigen Abkürzungen würde mir regelmäßig der Zahnersatz aus den Ohren fallen, wenn ich denn einen trüge ...
 

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