Bleibt die Frage an Yvonne Malak, warum ihre Dogmen, höre auf deine Hörer, denke groß ("Star-Moderator"), lerne von KIIS FM Los Angeles, stationality (Unverwechselbarkeit), klare Marken-DNA, alle Kraft in die Morgenshow sowie konsequent bleiben heute bei 104.6 RTL mit nur noch 89.000 Hörern durchschnittlich pro Sendestunde nicht mehr funktionieren? Warum sollte jemand ihr Buch, das sie mit dieser Rohrkrepierer-Ideologie bewirbt, heute (noch) kaufen?
Nun darf man auch nicht vergessen, dass diese Dame seit Jahren ihr Geld damit verdient, diese Weisheiten zu verkünden, da ist ihr natürlich daran gelegen, den vermeintlichen Erfolg möglichst aufzublasen.
Fakt ist aber, dass es in Deutschland ja diverse Sender mit wesentlich mehr Hörern als 104,6 gab und gibt, die völlig anders arbeiten und dies schon immer taten. Und wenn man sich anschaut, wer in Berlin inzwischen erfolgreich ist, so kann man das dort durchaus auch beobachten.
Dazu sollte man nicht vergessen, dass man sich hier immer wieder für "Neuerungen" feiert, die in den 1990ern(!!!!) stattfanden. Das ist 30 Jahre her, da gab es erste Handys, die Loveparade, das World Trade Center stand noch und niemand hatte in Deutschland je von Fukushima gehört oder Podcasts. Dies um nur mal zu verdeutlichen, wie alt(backen) diese Ideen und Aussagen sind. Das ist zeitlich so, als hätte man sich in den 90ern permanent für Radioideen aus den 60ern gefeiert.
Ich finde auch moderatorenverachtendes Gedankengut, wie es in Aussagen wie "geh mir nicht auf die Nerven" sichtbar wird, mehr als fragwürdig, gemessen an heutigen Maßstäben ist das eigentlich schon recht übergriffig. Nur weil man selbst nicht vor kreativen Moderationsideen sprühte, muss man das ja nicht der gesamten Branche absprechen, vor allem, wenn man sieht, mit welchen Wortmengen Menschen in Podcasts, Streams oder durchaus auch Radiosendungen heutzutage erfolgreich sind.
Mir scheinen jedenfalls "37 Megahits am Stück ohne dummes Gelaber" nicht die Antwort auf die Probleme des Mediums zu sein.