Danke für den Hinweis auf den Artikel. Ich hatte vor einer ganzen Weile mal einen Podcast vom 31. Oktober 2023 gehört, in dem es auch schon um eine "Audiothek next" ging. Das Ganze hatte den Titel "Wie die ARD Audiothek Radioheimat werden will":
Zum 100. Geburtstag des Radios in Deutschland erklärt SWR-Programmdirektorin Anke Mai Stärken und Schwächen der derzeitigen ARD Audiothek und entwirft eine Vision für ihre Zukunft.
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Damals war von einem mit "Seamless Audio" betitelten Misch-Konzept die Rede, bei dem lineare und digitale on-demand-Angebote gebündelt werden sollten, um einen universellen Begleiter durch den Tag zu schaffen. Ich fand das durchaus schlüssig, da manche Dinge weiterhin lienear einfach besser funktionieren, als es in einer rein auf Podcasts ausgerichteten Audiothek der Fall wäre, wie es auch die interviewte Anke Mai zum Ausdruck bringt.
Die Integration der Audio-Apps der einzelnen Landesrundfunkanstalten in eine zentrale Plattform steht ja nun anscheinend bevor. Aber so richtig abgeholt fühle ich mich von all dem trotzdem nicht. Ich persönlich stehe in meiner aktuellen Lebenssituation überhaupt nicht darauf, mir längliche Podcasts oder Hörspiele anzuhören, ich mag lieber ein gut gemachtes, lineares Programm mit vielfältiger Popmusik aus diversen Jahrzehnten, informativen Wortbeiträgen zwischendurch und am liebsten auch mit interaktiven Komponenten (und das sage ich nicht nur, weil meine bedauerlicherweise abgesetzte Lieblingssendung all das hatte

). Aber leider scheint ja alles darauf hinaus zu laufen, das im linearen Programm - zumindest im Pop- und Oldie-Segment - nur noch den gefälligen, aber von der Art her sehr austauschbaren Mornigshows überhaupt irgendeine Bedeutung zugebilligt wird, und ansonsten dort eher das Gegenteil von Innovation stattfindet. Und von interaktiven Formaten ist in dem ganzen Konzept noch nicht mal die Rede, weder linear noch digital. Das finde ich ehrlich gesagt bemerkenswert, denn ich glaube, gerade jüngere Zielgruppen könnte man damit begeistern. Mir kann jedenfalls keiner erzählen, dass die alles nur noch "on demand", dafür aber einsam und allein konsumieren wollen. Wenn man sich zum Beispiel mit Freunden online zum Zocken verabredet, muss man ja auch zu einem bestimmten Zeitpunkt vorm Rechner sitzen - ergo könnte das doch auch an anderer Stelle funktionieren.
Nun ja, man wird sehen. Vielleicht reißt der geplante "Hero-Content" bei den Podcasts das ja auch alles wieder raus.
