• Diese Kategorie ist für Diskussionen rund um die Programminhalte der Sender gedacht. Über Frequenzen und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden.

Aus der ARD-Audiothek wird "ARD Sounds"

Dann schreib doch erstmal für die erreichbaren Top16 Podcasts der jeweiligen Rubriken Einzelkritiken im Podcastforum.
 
Geht das eigentlich nur mir so, dass ich bei der Bezeichnung "Sounds" in allererster Linie an Musik denke...? Und dabei ist das ja paradoxerweise das einzige Audio-Format, dass auf diesem Weg vom ÖRR im Grunde kaum bis gar nicht bedient wird, zumindest nicht in Reinform, wie bei anderen Streamingdiensten, oder sehe ich das falsch? Klar, ich kann über die Plattform-formerly-known-as-Audiothek auch Radio hören, aber das fällt ja streng genommen in die Rubrik lineares Programm, selbst wenn ich es später noch nachhören kann.

Ich finde das eigentlich komplett verrückt: Im Radio wurde die musikalische Vielfalt auf ein Minimum zusammengestutzt, damit sich bloß niemand vor einem unbekannten Song so sehr erschreckt, dass er oder sie völlig entgeistert um- oder gar abschaltet; aber im digitalen Raum, wo das Long Tail Prinzip gilt und man viel leichter mit einem vielfältigen Angebot auch kleinere Zielgruppen bedienen könnte, kommt vom ÖRR exakt ... nichts. Mir ist natürlich klar, dass man aus Kostengründen hier niemals mit kommerziellen Anbietern wie Spotify & Co. mithalten kann; aber wäre es nicht absolut im Sinne einer Kulturförderung im Allgemeinen und des öffentlich-rechtlichen Auftrags im Besonderen, wenn man mit Sounds auch eine Alternativ-Plattform für all diejenigen Musikerinnen und Musiker schaffen würde, die ihre Sachen nicht bei den kommerziellen Plattformen anbieten möchten, schon allein, weil sich das für die meisten finanziell kaum lohnt?

Mag sein, dass ich als Hörerin das mal wieder zu naiv sehe, aber fest steht, dass hier für mich eine immer schmerzhaftere Lücke spürbar ist, weil inzwischen weder das Radio noch die Audiothek alias Sounds die wichtige Aufgabe erfüllen, mir neue oder selten gespielte Musik nahe zu bringen, und damit fällt eine wichtige Quelle für die Erweiterung meines musikalischen Horizonts weg. Dabei wäre ein solches Angebot in einer Zeit, wo kommerzielle Streaming-Plattformen vor KI-Fake-Musik nur so triefen, wichtiger denn je.
 
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Wenn der Verantwortliche auf die simple Frage, warum es nun ARD Sounds brauchte, komplett ins Stammeln und Schwurbeln kommt, hat man wohl alles richtig gemacht. ;-(


Ehrensache, dass radioeins seine Links noch nicht umbenannt hat:

 
Zuletzt bearbeitet:
Ist das die versprochene Top-Qualität? Nur auf der linken Seite, rechts nicht?
 
Wenn der Verantwortliche auf die simple Frage, warum es nun ARD Sounds brauchte, komplett ins Stammeln und Schwurbeln kommt, hat man wohl alles richtig gemacht. ;-(

Das ist mir auch aufgefallen. Was mich aber viel mehr schockiert hat, war der fehlende Tiefgang des Interviews. Keine Frage zu den Kosten (oder der Einsparung) des Relaunches, keine Frage danach, was denn jetzt besser ist als vorher und auch das Argument, man würde Inhalte der verschiedenen Sender-APPs bündeln, hätte man ganz einfach entkräften können, da das auch heute in der Audiothek schon passiert.
 
Beim nachträglichen Hören der linearen Programmabläufe der Radiowellen gibt es etwas Bewegung bei ARD Sounds.

Während bisher lediglich 2 Stunden, bzw. 2 Stunden und 5 Minuten "zurückgespult" werden konnte (Ausnahme rbb-Wellen mit 4 Stunden) sieht es neuerdings so aus:

BR 2:04 h (BR Radio App und Web 7 Tage, außer bei BR24/BR24live 5:00 h)
hr 5:04 h
mdr 5:04 h
NDR 5:04 h
radiobremen 5:04 h
rbb 03:59 h
SR 2:00 h
SWR 2:00 h
WDR 2:04 h

DeutschlandRadio 1:59 h (DLF App und Web 24 h)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit der Verlängerung der "Rückspulzeit" ging bei mdr, hr, NDR und Radio Bremen auch eine Umbenennung der URL der Segmentlisten der HLS-Streams einher. Das muss vor 2-3 Tagen passiert sein, denn unter den alten URL findet man teils noch Segmentlisten vom 18.3.2026, aber nichts neues mehr.

Das letzte Segment in der alten Liste von MDR Kultur ist z.B. dieses:

#EXTM3U
# Created with Qbit Q8V Codec System v3.46.1
#EXT-X-VERSION:3
#EXT-X-TARGETDURATION:4
#EXT-X-INDEPENDENT-SEGMENTS
#EXT-X-MEDIA-SEQUENCE:443465519
#EXT-X-DISCONTINUITY-SEQUENCE:29
.....
#EXT-X-PROGRAM-DATE-TIME:2026-03-18T22:32:55.999+01:00
#EXTINF:3.98933,
segment_443467393.ts

Das Segment selbst ist aber freilich nicht mehr auf dem Server.

Die Rückspulzeit habe ich heute (Anlass: ich bin aktuell im Kontakt mit jemandem aus der Empfangsgeräteindustrie) mal versucht, mit dem VLC auszukosten. Ich komme auf nur ca. 36 Minuten, weiter zurück schaffe ich nicht. Da beginnt der VLC dann mit hoher Datenrate irgendwas zu ziehen (vermutlich Segmentlisten), springt aber, falls er überhaupt nochmal Ton ausgibt, wieder an eine Stelle ca. t minus 36 Minuten. Das dürfte aber am VLC liegen. Im Web-Player der Audiothek funktioniert es ja offenbar. Es ist auch die dafür notwendige Anzahl an Segmenten in der Liste. 4 Sekunden je Segment, 15 Segmente je Minute, ...


Weiterhin weisen aber die HLS-Streams der ARD für mich weiterhin auffällig seltsames Verhalten hinsichtlich des Timings auf.

Alle Qbit-generierten Streams haben extrem lange PCR repetition rate (341 Millisekunden), üblich sind eher 30 ... 40 Millisekunden, siehe BBC und ABC. Die PTS sind zeitgleich zu den PCR, was eigentlich die Decoder / Abspielgeräte zwingt, ohne jeglichen Puffer auszuspielen. Mein standalone-Internetradio kann ARD-HLS-Streams nicht abspielen, es puffert permanent, gibt ab und an mal einen kurzen Tonfetzen ab und hängt sich dann irgendwann komplett auf (vermutlich Pufferüberlauf). BBC und ABC haben in ihren HLS-Streams eine Differenz PCR-PTS von 125 bzw. 80 Millisekunden, damit kommt mein Gerät klar. Auf DVB sind auch ca. 40 bis 140 Millisekunden Differenz üblich.

RBB wird noch via Ferncast-Encoder gemacht (einige andere Anstalten wurden das einst auch, sind aber auf Qbit gewechselt). Da sieht es anders aus. Es gibt eine PCR für die Metadaten (!) nebst zugehöriger PTS. Beides exakt ein mal pro Segment - und gleichzeitig. Für Audio gibt es PTS, aber keine zugehörige PCR-Zeitbasis. Der Effekt ist der gleiche: kein Abspielen mit meinem Gerät.

Das habe ich bereits im Dezember 2025 an die entsprechenden Stellen geleitet. Passiert ist seitdem nichts. Es ist offenbar egal. Hauptsache man hat HLS als "Raketentechnologie" eingeführt, ob es auch möglichst kompatibel ist, scheint egal zu sein.

Derweil bieten die meisten Anstalten nur ihre 128er MP3-Links auf der Webseite an. Nur der WDR veröffentlicht die HLS-Links direkt, der hr versteckt sie in einem PDF.

MDR Kultur oder Bayern 2 oder Bremen 2 sind beispielsweise offiziell nur als 128er MP3 zugänglich, obwohl es via Audiothek 192 LC-AAC gibt. Das gleiche gilt freilich auch für z.B. NDR Blue oder Radio Eins oder...

MDR Kultur hatte sogar mal einen 256 LC-AAC Icecast-Stream, den hat man vor etwa einem Jahr kassiert.

Heute habe ich erfahren (ich versuche noch eine Bestätigung zu erhalten), dass selbst ein bekanntes, aktuelles DAB/Internetradio-Modul aus dem Massen(!!!)markt nicht HLS-tauglich wäre. Man könnte also die hochwertigen HLS-Streams da gar nicht einpflegen und abspielen. Für hohe Übertragungsqualität ist man also auf den Webplayer angewiesen. Absicht?

Die ARD täte gut daran, genau wie das DRadio noch Icecast-Streams bereitzustellen (Beispiel DLF). Für jedes Programm z.B. als 48 kBit/s HE-AACv2, 96 kBit/s LC-AAC, 160 kBit/s LC-AAC und bei den Kulturwellen zusätzlich 256 kBit/s LC-AAC - alles auch ungesichert als http spielbar. Das spielt dann wirklich fast überall (nur im alten Winamp 5.6x nicht, der hat einen Bug bei "nacktem" ADTS-AAC mit 48 kHz Samplerate, da knackt er). Man könnte das dann auch ohne Klimmzüge und ohne Risiko für sonderbare Effekte mit Scheduler-Software mitschneiden. Software wie z.B. Streamwriter untertützt kein HLS.

Das ließe sich auch mit vielen Geräten wiedergeben, wenn es bei Airable eingepflegt wäre. Siehe DLF und sein 192er LC-AAC-Icecast-Stream. Es geht dabei teils um Premium-HiFi der Preisklasse "Streamer / Mediaplayer für mehrere 1000 EUR". Geräte, die vielleicht 10 oder 12 Jahre alt sind und schon aufgrund ihrer Wertigkeit nicht in den Bereich "Wegwerf-Digitaltechnik" fallen. Sowas hat man eigentlich wesentlich länger in Nutzung, das sind Investitionen wie einst ein höchstwertiger UKW-Tuner. Auch diese Geräte müssen benutzbar bleiben, alles andere ist unverschämt. Auch manches heute verkaufte Premium-Gerät unterstützt kein HLS.

Aber die ARD hat bei der Empfangsgeräte-Entwertung ja Erfahrung, siehe Hörfunktransponder.
 
Zuletzt bearbeitet:
Während bisher lediglich 2 Stunden, bzw. 2 Stunden und 5 Minuten "zurückgespult" werden konnte (Ausnahme rbb-Wellen mit 4 Stunden) sieht es neuerdings so aus:
Das ist zumindest das, was der Webplayer "erlaubt". Auf dem Server bleiben die Audio-Segmente mitunter noch viel länger erhalten. Für den SR sind zwei Stunden angegeben. Wenn ich die in der m3u8-Playlist enthaltenden ts-Segmente jedoch direkt im VLC Player abspiele, kann ich viel weiter zurückgehen. Am Beispiel SR1 konnte ich eben problemlos noch in die gestrige Morningshow reinhören. Die Dateien bleiben also mindestens mehr als 24 Stunden verfügbar.
 
Bemerkenswert finde ich, dass im Grunde das Alleinstellungmerkmal von "Sounds" gegenüber all den großen kommerziellen Streaming-Diensten darin besteht, dass man darüber die linearen Radioprogramme live streamen kann (was ja laut Herrn Köhler zunehmend mehr Nutzende tun wollen). Wenn am Ende nach der Abschaltung der einzelnen Radio-Apps lieneare Live-Streams der meist genutzte Content auf dieser Plattform sein sollten, lache ich mich kaputt! 🤣
 
Wenn ich die in der m3u8-Playlist enthaltenden ts-Segmente jedoch direkt im VLC Player abspiele, kann ich viel weiter zurückgehen. Am Beispiel SR1 konnte ich eben problemlos noch in die gestrige Morningshow reinhören.
Ich habe das auch nochmal versucht, dabei gelang es mir, bis 2 Stunden zurückzuspulen mit dem VLC statt nur ca. 36 Minuten. Später am Tag sah das wieder anders aus, woran auch immer das liegen mag. Vielleicht an meiner Verbindung (max. 21 MBit/s Downstream) und entsprechenden Timeouts im VLC beim Bezug der Segmentlisten, keine Ahnung.

Aber wie kannst Du so weit zurück gehen mit dem VLC? Indem Du eine Segmentliste abspeicherst und viele Stunden später lokal dem VLC gibst? Ansonsten müsstest Du ja die Segmentliste händisch oder automatisiert "nach alt" ergänzen. Ausgespielt werden die Links auf sehr alte Segmente ja nicht mehr, nur die Segmente sind offenbar noch greifbar.
 
Aber wie kannst Du so weit zurück gehen mit dem VLC? Indem Du eine Segmentliste abspeicherst und viele Stunden später lokal dem VLC gibst?
Ich hab mir die Segmentliste einmal runtergeladen, um zu schauen, wie die Segmente benannt sind. Bei fast allen Sendern ist das Benennungsschema gleichbleibend und die Dateien sind einfach fortlaufend nummeriert. Dann hab ich manuell probiert, einzelne Segmente direkt im VLC einzugeben (Strg+V) und abzuspielen und dabei Nummer am Ende verändert. In der heruntergeladenen Playlist stehen ja sogar die Zeitstempel zu jedem Segment. Da jedes Segment ca. 4 Sekunden lang ist könnte man auch gezielt berechnen, welches Segment welchem Datum/Uhrzeit entspricht. Für sowas nutze ich dann gerne Excel. Hier war ich jetzt aber faul und hab nur im Blindflug einzelne Nummern geprüft.

Screenshot 2026-03-22 160723.jpg
 
Danke!

Und weil es in einem Nachbarthread vor paar Tagen darum ging, ob ARD-Streamadressen langzeitkonstant bleiben oder nicht: beim BR sind mit den 5 Stunden Rückspulzeit neue Streamadressen verbunden. Sogar neue Master-Manifest-Dateien. Die anderen Anstalten habe ich jetzt nicht geschaut.

Beispiel Bayern 2:

bislang galt


Das spielt auch noch - 2 Stunden Rückspulzeit. Das wird dann sicher bald abgeschaltet.


Neu ist


Das ist jetzt auch Qbit Q8V Codec System v3.46.1 statt 3.43.3.

Am für mich befremdlichen Verhalten der PCR / PTS-Timestamps (PTS identisch PCR, also null Pufferfüllstand in den Decodern, dazu viel zu lange repetition rate) hat sich nichts geändert. Es spielt natürlich weiterhin nicht mit meinem Hardware-Internetradio, das BBC und ABC problemlos in HLS spielt (die PCR / PTS so haben, wie man es von DVB gewohnt ist). Wobei, einen Unterschied gibt es schon: der alte Stream mit 2 Stunden Rückspulzeit pufferte auf meinem Gerät wenigstens und gab alle paar Sekunden einen kurzen Schnipsel Audio aus, natürlich 2 Stunden zurückliegend. Der neue Stream schafft nichtmal eine Verbindung.

Die ARD bleibt sich treu: der Zugang zu den von allen bezahlten Programmen soll möglichst gut verrammelt und nur über die App / die Sounds-Webseite nutzbar sein. Offenbar folgt die ARD hier der typisch deutschen Art einer "Digitalisierung": möglichst proprietär und nur über eigenes App-Gedöns nutzbar. Von Gemeinnützigkeit ist das meilenweit entfernt.


Nachtrag: SWR und SR sind nun auch von Ferncast-Encoder auf Qbit-Encoder gewechselt.


Und: bislang gab es von BR Klassik ein 256er Profil:


Das ist nun weg,


spielt nicht. In den Master-Manifest-Dateien ist das auch ersichtlich:

#EXTM3U
# Created with Qbit Q8V Codec System v3.43.3
#EXT-X-INDEPENDENT-SEGMENTS
#EXT-X-STREAM-INF:BANDWIDTH=96000,CODECS="mp4a.40.2"
master-96000.m3u8
#EXT-X-STREAM-INF:BANDWIDTH=192000,CODECS="mp4a.40.2"
master-192000.m3u8
#EXT-X-STREAM-INF:BANDWIDTH=256000,CODECS="mp4a.40.2"
master-256000.m3u8

vs.

#EXTM3U
# Created with Qbit Q8V Codec System v3.46.1
#EXT-X-INDEPENDENT-SEGMENTS
#EXT-X-STREAM-INF:BANDWIDTH=102545,AVERAGE-BANDWIDTH=101718,CODECS="mp4a.40.2"
96/seglist.m3u8
#EXT-X-STREAM-INF:BANDWIDTH=200189,AVERAGE-BANDWIDTH=199641,CODECS="mp4a.40.2"
192/seglist.m3u8

Man spart nun auch bei BR Klassik. Passt alles zum desaströsen "Rundfunk-kann-weg"-Konzept der ARD. Ob sie es schaffen werden, mit ihrem Konzept dem gesellschaftlichen Konzept "ARD kann weg" noch zuvorzukommen, wird offenbar ein spannendes Rennen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe jetzt noch weiter getestet mit den neuen Links vom SWR / SR. Beim SWR sind auch alle Streamadressen neu. Damit einher geht der Wechsel von Ferncast-Encoder auf QBit-Encoder.

Auf bestimmten alten URL kommt jetzt ein MP3(!)-Stream mit Ansage:

Anhang anzeigen vYxD0xBf.mp3

Andere alte HLS-URL laufen noch mit 2 Stunden Rückspulzeit.

Die neuen SWR-Streams mit 5 Stunden Rückspulzeit sind etwas leiser als die älteren Streams. Ob das nur niedriger gepegelt ist oder ob da andere Dynamikbearbeitung drin steckt, habe ich nicht untersucht.


Bei der Analyse der Aufrufe des ARD-Sounds-Players fand ich beim SWR was interessantes: man kann bei den Qbit-encodierten HLS-Streams mit 5 Stunden Rückspulzeit einen Parameter ergänzen. Statt z.B. SWR Kultur aufzurufen mit

https://swr-radio.ard-mcdn.de/swr/radio/swrkultur/hls/192/seglist.m3u8

(was 5 Stunden Rückspulzeit ermöglicht)

geht auch der Aufruf

https://swr-radio.ard-mcdn.de/swr/radio/swrkultur/hls/192/seglist.m3u8?_HLS_skip=YES

Der liefert nur 8 Segmente zu je 4 Sekunden in der Segmentliste, der VLC spielt da so mittendrin. Also kein Rückspulen möglich.

Segmentliste von

https://swr-radio.ard-mcdn.de/swr/radio/swrkultur/hls/192/seglist.m3u8


#EXTM3U
# Created with Qbit Q8V Codec System v3.46.1
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#EXT-X-PROGRAM-DATE-TIME:2026-04-28T17:54:19.882+02:00
#EXTINF:3.98933,
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#EXT-X-PROGRAM-DATE-TIME:2026-04-28T17:54:31.850+02:00
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#EXT-X-PROGRAM-DATE-TIME:2026-04-28T17:55:11.743+02:00
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segment_445536023.ts
#EXT-X-PROGRAM-DATE-TIME:2026-04-28T17:55:15.733+02:00
#EXTINF:3.98933,
segment_445536024.ts

... und viel weiter, das sind aktuell bei mir 13733 Zeilen zu ca. 4500 Segmenten entsprechend 5 Stunden


Segmentliste von

https://swr-radio.ard-mcdn.de/swr/radio/swrkultur/hls/192/seglist.m3u8?_HLS_skip=YES

#EXTM3U
# Created with Qbit Q8V Codec System v3.46.1
#EXT-X-VERSION:10
#EXT-X-TARGETDURATION:4
#EXT-X-INDEPENDENT-SEGMENTS
#EXT-X-MEDIA-SEQUENCE:445536062
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#EXT-X-SKIP:SKIPPED-SEGMENTS=4567
#EXT-X-PROGRAM-DATE-TIME:2026-04-28T23:01:26.613+02:00
#EXTINF:3.98933,
segment_445540629.ts
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#EXT-X-PROGRAM-DATE-TIME:2026-04-28T23:01:38.581+02:00
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#EXT-X-PROGRAM-DATE-TIME:2026-04-28T23:01:50.549+02:00
#EXTINF:3.98933,
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#EXT-X-PROGRAM-DATE-TIME:2026-04-28T23:01:54.538+02:00
#EXTINF:3.98933,
segment_445540636.ts

Das ist in diesem Fall die gesamte Liste, also 8 Segmente entsprechend 32 Sekunden.


Das brachte mich auf eine Idee: was passiert denn, wenn ich das in mein Standalone-Internetradio reingebe? Im Falle der 2 bzw. 4 Stunden rückspulbaren Streams pufferte das Gerät ja nur permanent und gab alle paar Sekunden einen kurzen Häppchen Audio aus. Nach einiger Zeit hängte es sich komplett auf. Die neuen Qbit-Streams mit 5 Stunden Rückspulzeit findet es gar nicht, da kommt nie Ton.

Beschrieben hatte ich das in diesem Thread


Jetzt habe ich Bayern 2 und MDR Klassik mal mit dem zusätzlichen Parameter ?_HLS_skip=YES laufen lassen. Das spielt! Mein Internetradio kann das so wiedergeben, evtl. mit kleinen Aussetzern, möglicherweise aber sogar vollständig aussetzerfrei (müsste ich genauer untersuchen, höre derzeit seit 15 Minuten MDR Klassik, das ist definitiv aussetzerfrei bislang).

Was daran noch interessant ist: trotz der komischen PCR / PTS läuft das, wenn man die Segmentliste auf nur wenige Segmente begrenzt.

Wichtiger Nebeneffekt: die Streams spielen nun nicht nur überhaupt, sie spielen auch korrekte Zeit (bzw. nur paar Sekunden Time-Lag).

Das wäre für @Cha vielleicht interessant: auf seinem Dual MCR-200 (wie mein Gerät ebenfalls Skytune- und ESP32-basiert) spielten die 2-Stunden-Streams ja bereits., aber eben 2 Stunden hinterher. Mit der URL-Erweiterung ?_HLS_skip=YES dürften sie auch da vermutlich ohne diesen Zeitversatz spielen.

Zu den Hintergründen steht vielleicht hier bei einem Softwaranbieter von HLS-Streaming-Lösungen etwas generelles.

Nicht möglich ist die URL-Erweiterung derzeit beim WDR (Qbit, aber 2 Stunden Rückspulzeit) und rbb (Ferncast-Encoder).

Das ist wirklich Raketenwissenschaft, wenn man was anderes damit vorhat, als den embedded Player in ARD Sounds zu verwenden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lesen hier eigentlich auch die Programmierer dieser Deiner technischen Erkenntnisse mit? Sind sie sich über die Folgen ihrer Einstellungen bewusst? Und deren internen Auftraggebern höherer Instanz? Im zweiten Schritt die Fragen: Falls ja, ist das wirklich bewusst so gewollt, falls nein, enthalte ich mich eines Kommentars geflissentlich.
 
Ich habe am 8. Dezember vorigen Jahres eine detaillierte Analyse mit meinen offenen Fragen an 2 entscheidenden Stellen reingekippt und bislang nie eine Antwort erhalten. Und das trotz persönlicher Verbindungen.

Noch Fragen? ;)
 
Richtig. Die sind aber im Falle des BR mit Ausnahme von BR Klassik nur 128 kBit/s MP3. Also wertlos. Beim MDR ist sogar MDR Kultur alternativ nur als 128 MP3 vorliegend, den einst vorhandenen 256er LC-AAC-Stream in Icecast (also sehr kompatibel) hat man eingestellt. Auch Programme wie Bayern 2, WDR 5 und Bremen 2 hat man alternativ zu HLS nur als 128er MP3.

Selbst manche Premium-Geräte für etliche 1000 EUR (die jegliches Pay-Streaming lizensiert in höchster Aufläsung können und selbstredend HighRes-Formate in FLAC etc. untertsützen), können nach Entwickleraussage kein HLS. Entsprechend läuft darüber dann z.B. Bayern 2 oder MDR Kultur nur als 128 MP3.

Das ist so "Retro", so "frühe 2000er Jahre"). Und völlig unnötig, da man parallel wenigstens 128 LC-AAC via Icecast anbieten könnte, sofort deutlich bessere Qualität hätte und eben keine Erhöhung des Traffic, da jedes Endgerät immer nur einen Stream gleichzeitig nutzt. Ob das ein 128er MP3 oder ein 128er LC-AAC ist, ist dann wurscht. Das führt grob auf den gleichen Traffic.

Mir scheint, das solche "auftraggeberfreundlichen" (wir, wir müssen es ja auch zahlen), pragmatischen Lösungen in der ARD inzwischen ausdrücklich unerwünscht sind. Es geht um Buzzwords wie "ARD Sounds" oder im technischen Bereich halt "HLS", auch wenn man sich damit außerhalb seiner eigenen App nur Probleme schafft. Sind ja nach ARD-Denke keine Probleme, die die ARD selbst betrifft. Wenn was nicht geht, mögen die Beitragszahlenden doch bitteschön einfach ein anderes Endgerät kaufen oder die App nutzen. Doch das kommt alles wie ein Bumerang zur ARD zurück, spätestens dann, wenn sie die Schlager-, Klassik- und Kinderfunk-Interessierten aus dem einfach zu handhabenden terrestrischen Empfangsweg abschieben. Und wenn Wahlen sind hier und da...

Selbst auf Gebieten, auf denen die ARD ohne groß Budget in die Hand nehmen zu müssen, wesentlich zweckdienlichere Lösungen anbieten könnte, ist man dazu entweder vor lauter Modernitäts-Fetisch nicht in der Lage oder vor lauter Verachtung der die ARD Finanzierenden nicht willens.

Jeder ARD-Livestream (es sind um die 130 inkl. aller Regios) braucht 3 Icecast-Profile zusätzlich: 48 HE-AACv2, 96 LC-AAC und 144 bzw. 160 LC-AAC (Unterhaltungs- und Infowellen) oder 256 LC-AAC (Kulturwellen). Damit würde man z.B. im Falle einer Popwelle (die mit der massenhaften Hintergrund-Dudel-Nutzung) sogar Traffic sparen, wenn jemand den 96er nimmt, statt das seine App den HLS-Stream wegen genug Bandbreite automatisch auf 192 LC-AAC hochschaltet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Leider nein, Hauser!
Ich habe seit langem den Eindruck, dass man, wenn man sich überhaupt mit sowas beschäftigt, als geistesgestörter Freak betrachtet wird, der weit drin im heftigeren Teil des Spektrums der Autismus-Störungen steht.

Übrigens auch bei den anderen Positionen der "supply chain".

Meine Versuche, über einen menschlich und fachlich sehr guten persönlichen Kontakt in der Geräteindustrie einige für mich klärenden Aussagen zur Verbreitung von HLS im Endgerätemarkt und zum Handling von HLS bei Streamingportalen zu bekommen, sind direkt verweigert worden. Ein auf diesem Wege mit paar Verständnisfragen kontaktierter Portalbetreiber hat offen gesagt, dass er mir keine Informationen rausrücke. Er halte Kontakt zu den Medien über einen Tech-Journalisten, darüber laufe das. Aus diesem Kontakt entstehen dann halt solche Artikel:


Wenn man solche Presse will, statt lösungsorientiert mitzuarbeiten, nun denn.

Auch im Endgerätemarkt habe ich entweder Unfähigkeit zur hilfreichen Unterstützung (ein Importeur solcher Geräte, nachdem ich für ein bestimmtes in der EU in Umlauf gebrachtes Gerät eine paarundzwanzig Seiten lange Fehlerdoku vorlegte, da ist nicht nur Internetradio, sondern auch DAB+ und UKW "kaputt" und manches sind nur Softwarebugs) oder Nicht-Reaktion (zwei andere Importeure bzw. Hersteller von sowas, einer davon platziert sich auch im Oberklasse-Segment) erfahren. An Rückmeldungen, und seien sie auch hilfreich, besteht kein Interesse mehr.

Von einem Premium-Hersteller aus Deutschland (Geräte für mehrere kEUR Stückpreis) weiß ich, dass die Internetradio-Funktionalität für ihre Kunden keine wichtige Rolle spiele. Die Geräte laufen mit den HighRes-Streamingdiensten und lokalen Files aus dem NAS bis 32 Bit / 384 kHz (!) und DSD 512, Radio hört darüber offenbar niemand. Ihre älteren Geräte (diese Firma war schon sehr zeitig mit einer "audiophilen" Streaming-Architektur dabei) nutzten im Streaming Client eine Closed-Source-Lösung eines Drittherstellers. Da geht kein HLS und auch nichtmal https, sondern nur http - beides können sie nicht nachrüsten wegen Closed Source. Ihre neueren Geräte (so ab ca. 2015, wenn ich mich erinnere) basieren im Streaming Clinent auf Linux und sind selbstgeschrieben. Da wäre das möglich, es wird aber aufgrund der fehlenden Nachfrage aktuell keine Notwendigkeit dafür gesehen, man ist mit anderen Entwicklungen vollauf beschäftigt. Also läuft da eben Bayern 2 oder MDR Kultur in 128 kBit/s MP3 ausm Airable-Portal. DLF geht wohl in 192 LC-AAC (vermute ich zumindest, bislang wollte mir niemand entsprechende Funktionalität bestätigen). DRadio hat ja 192 LC-AAC in Icecast und spielt auch via http aus.

Es gab mal eine Zeit, da kauften Kultur- und Klassikliebhaber DSR-Tuner und genossen ein paar wenige ARD-Kulturprogramme in damals bestmöglicher Qualität. Offenbar hat man sich auch in diesem Umfeld längst von der ARD als ernstzunehmendem Anbiter abgewendet.

Im Forum des englischen Hochpreis-Herstellers Naim wurde aber schon diskutiert, wie man die BBC in Zeiten von HLS bestmöglich bekommen kann und soweit ich mich erinnere sind da auch entsprechende Anpassungen vorgenommen worden. Offenbar besteht an BBC Radio 3 in entsprechenden Kreisen noch Interesse. Läuft dann halt mit 320 kBit/s LC-AAC via HLS.
 
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Heute wurde im Deutschlandfunk zum Nachhören auf: "ARD Sounds" hingewiesen. ...
'Irgendwie' schräg. Das Um-Branding "ARD Audiothek" zu "ARD Sounds" bringt gefühlt keine Verbesserung.
 
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