Ausbau DAB+-Bundesmux 2022


Nicoco

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s.matze

Gesperrter Benutzer
Ist damit Hennstedt Dithmarschen gemeint oder Hennstedt Kr. Steinburg? Oder möglicherweise gar Henstedt?

Der Sender Süderlügum in Spuckweite zur dänischen Grenze dient wohl nur (analog dem DAB-Sender in Flensburg auf Kanal 8b) der Versorgung der deutschsprachigen Minderheit in Nordschleswig (Tondern, Hoyer, Röm) mit den deutschen Programmen.

Wozu PAF einen eigenen Sender braucht, wo der 5C dort aus München, Augsburg und Gelbelsee von allen Seiten ins Altmühltal reinknallt, verstehe ich nicht. Da gibt es andernorts dringenderen Bedarf als im Musterland Bayern, wo DAB schon heute in jedem Keller empfangbar ist.
 
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JP

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Der Sender Süderlügum in Spuckweite zur dänischen Grenze dient wohl eher der Versorgung von SH zwischen den Sendern Flensburg und Sylt. Auch der Sender Flensburg versorgt Flensburg und nicht ausschließlich die deutsche Minderheit in Dänemark. Heute wieder Langeweile in den nordwestmecklenburgischen Pampa?
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Süderlügum hat 2400 Einwohner!

Als es im 5C nur den Sender Flensburg gab, konnte ich diesen in Sylt-Ost problemlos indoor empfangen mit einer Teleskopantenne und Venice 7-Modul. Im 2. Stock und am Fenster, aber mit durchgehend Audio!

Es muss und kann nicht jedes Kuhkaff mit 500 bis 2500 Einwohnern einen eigenen Sender bekommen. Die Leute in Süderlügum haben einen eigenen UKW-Füllsender direkt vor der Haustür. Wieviel Jahre und Jahrzehnte soll der elendige Simulcast denn noch weitergehen? Die steigenden Strompreise sind ja wohl mittlerweile auch beim DLF angekommen...

Ich erwarte und verlange, dass mit der Inbetriebnahme des Senders DAB-5C Süderlügum dann die 104,2 für das DLR von dort abgeschaltet wird! Denn das war einmal der Deal: DAB-Ausbau ja, dafür aber Rückbau der UKW-Infrastruktur.

Außerdem dürfte die Zahl der DLF-Hörer unter den Landwirten und Schafzüchtern Nordfrieslands nahe Null liegen!

Auch der Sender Flensburg versorgt Flensburg und nicht ausschließlich die deutsche Minderheit in Dänemark.
Das ist nachweislich falsch. 8B DK aus Flensburg arbeitet mit strengster Richtstrahlung nach Norden und versorgt ausschließlich Zielgebiet Dänemark (Graassenstein, Sonderburg). Nur dorthin geht die volle Leistung raus. In Flensburg selber (Stadtgebiet) kommen vom DAB-Sender Flensburg auf Kanal 8B mit den dänischen DR-Prorgrammen nur noch 0.063kW an, das sind etwa 60 Watt !
Die dänischsprachige Minderheit auf deutscher Seite ist ausdrücklich NICHT Ziel dieser Ausstrahlung! Ein Blick auf das Richtdiagramm hätte entsprechende Fehleinschätzungen entkräftet...
 
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Nicoco

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Themeneröffner
Süderlügum hat 2400 Einwohner!
... und diese 2400 Einwohner zahlen genau so 18,36€ mtl. wie die rund 3,6 Mio. Einwohner Berlins.
Der Deutschlandfunk hat einen Versorgungsauftrag für die ganze Bundesrepublik und ein Blick auf die Empfangsprognose offenbart eine sehr dünne Empfangslage. Daher ist der Standort sehr sinnvoll, anders als z.B. Steinkimmen der ein reiner Luxusstandort ist. Denn der Empfang ist dort schon heute sehr stark.

Ich erwarte und verlange, dass mit der Inbetriebnahme des Senders DAB-5C Süderlügum dann die 104,2 für das DLR von dort abgeschaltet wird! Denn das war einmal der Deal: DAB-Ausbau ja, dafür aber Rückbau der UKW-Infrastruktur.
Zu verlangen hast du erstmal gar nichts. Und wer sagt denn, dass es nicht so kommen wird?
Das DRadio hat eine sukzessive Abschaltung von Kleinsendern angekündigt und das wird sicherlich auch so kommen.
Der Standort Süderlügum ist dafür sicherlich ein sehr geeigneter Kandidat.
 

Mäuseturm

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Nicht ein Standort in Rheinland-Pfalz :confused:
Dabei gibt es hier noch einige weiße Flecken, so z.B. quasi das gesamte Moseltal, weite Teile des Hunsrücks und den Nahetals, selbst in der 50.000-Einwohner-Stadt Bad Kreuznach gibt es viele Aussetzer. Aber vielleicht kommt hier ja 2023 endlich eine Verbesserung.
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Da sehe ich aber in der Empfangsprognose noch andere, weitaus größere Lücken bei mehr Einwohnern...in RP z.B., was schon angesprochen wurde. Eifel, Hunsrück, teilweise auch im Westerwald, Taunus, an Mosel und Saar....


Wenn du danach gehen willst wo irgrendein Reißbrett-Programm, entwickelt von Informatikern, weiße Flecken aufzeigt (außerdem ist das nur ein Theorie-Tool, das die tatsächlichen Begebenheit gar nicht berücksichtigt und z.T. uralte Senderbelegungen abbildet, die gar nicht stimmen), müsstest du in jeden Ort ab 1000 EW einen DAB-Sender hinstellen. Auf UKW will man aber auch nicht verzichten. Wie soll das finanziell gehen?

Der Sender Süderlügum steht fast an der Grenze und versorgt überwiegend das Ausland, daher überflüssig!

Der Deutschlandfunk hat einen Versorgungsauftrag für die ganze Bundesrepublik
Dann hätten sie nicht die Lang- und Mittelwelle abschalten sollen. Die schlechte UKW-Versorgung war ihnen ja bewusst :wall:

Also diese "Empfangsprognose" als Richtwert zu nehmen, ist mehr als unprofessionell. Ich empfehle, mal in diese Gegend zu fahren und vor Ort selber den Empfang zu testen. Ist sinnvoller als nur vom Rechner aus die Begebenheite zu beurteilen ohne die tatsähliche Empfangslage zu kennen.

Diese "Empfangsprognose" behauptet z.B. immer noch (auch nach mehreren Monaten), in Kiel würde Antenne Holstein über DAB Kanal 5A senden. Und so ein Programm willst du als Maßstab für den kostenintensiven Ausbau des Sendernetzes hernehmen? Kann ich nicht ernst nehmen so ein Programm.
 
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Nicoco

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Themeneröffner
Nicht ein Standort in Rheinland-Pfalz :confused:
Dabei gibt es hier noch einige weiße Flecken, so z.B. quasi das gesamte Moseltal, weite Teile des Hunsrücks und den Nahetals, selbst in der 50.000-Einwohner-Stadt Bad Kreuznach gibt es viele Aussetzer. Aber vielleicht kommt hier ja 2023 endlich eine Verbesserung.
In RP gibt's tatsächlich noch viele Baustellen.
Bad Kreuznach, Haardtkopf, Saarburg, Bitburg und Prüm/Schnee-Eifel zusammen mit Eifel Bärbelkreuz in NRW sind alles Flächenstandorte die hoffentlich - zumindest teilweise - in 2023 berücksichtigt werden.

Also diese "Empfangsprognose" als Richtwert zu nehmen, ist mehr als unprofessionell. Ich empfehle, mal in diese Gegend zu fahren und vor Ort selber den Empfang zu testen. Ist sinnvoller als nur vom Rechner aus die Begebenheite zu beurteilen ohne die tatsähliche Empfangslage zu kennen.
Da redet aber der Richtige :wow:
 
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ndrgast

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Langsam beißt sich die Katze in den eigenen Schwanz:
Über UKW-Abschaltung diskutieren, DAB+-Ausbau ankündigen ... "Deutsche Gründlichkeit a la BER!"
Woran hapert es? - Haben wir ein: "Running System?" ... Und aktuell kommt da so ein Schwarzer Schwan wie Putin in die Ukraine geflogen ...
 
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s.matze

Gesperrter Benutzer
Wieso bekommen die bald einen DAB+-Sender vom NDR mit 10 kW hingestellt.
Hier werden Fakenews verbreitet! Diese Planungen sind b.a.w. vom Eis. Der DAB-Ausbauplan des NDR sieht für das ganze Jahr 2022 keinen solchen Sender (mehr) vor! Die Anfrage bei der Netzagentur erfolgte breits im Juli 2021. Seitdem hat man von diesem Standort nie wieder etwas gehört. Der wird so schnell nicht realisiert, schon gar nicht "bald". Also: Fakenews.

 
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s.matze

Gesperrter Benutzer
hoffentlich ab 2023
ist etwas vollkommen anderes als

bekommen die bald

Das meine ich eben damit, wenn Leute aus der Ferne eine Empfangssituation vom Computer aus beurteilen. Man sollte sich mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut machen und beim Ausbauplan des NDR nachlesen.

Im Übrigen steht der NDR-Sender Torfhaus auf über 800 Metern Seehöhe und ist selber nochmal mehr als 200 Meter hoch. Das ist überhaupt nicht mit so einem Mobilfunkmast am Nordseewatt in Spuckweite zur dänischen Grenze vergleichbar der überwiegend die Gosch-Flotte und die dänischen Bauern beschallt. :wall:
 
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Nicoco

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Themeneröffner
Das ist überhaupt nicht mit so einem Mobilfunkmast am Nordseewatt in Spuckweite zur dänischen Grenze vergleichbar der überwiegend die Gosch-Flotte und die dänischen Bauern beschallt. :wall:
Anderen vorwerfen schlecht informiert zu sein, aber selber kein Deut besser sein. Wie ich das liebe...
Süderlügum ist schlicht kein Mobilfunkmast:
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Süderlügum ist schlicht kein Mobilfunkmast:
Was ändert das an der Tatsache, dass diese überdimensionierte Funzel erstens ein Luxusstandort ist, während andernorts in Deutschland noch nicht einmal Outdoor-Empfang gegeben ist (bayerischer Wald, Hunsrück, Nahetal...) und zweitens fast nur dänisches Terrirtorium versorgt, wo das DLR keinen Auftrag hat?

Wäre man nicht so stur, hätte man mit dem 5C auf Sylt auf den NDR-Turm gehen können statt den niedrigen Westerländer FMT, der kaum die Wanderdünen überragt. Dann bräuchte es den Sender Süderlügum für die Versorgung von Nordschleswig-Tondern gar nicht. Aber es muss ja jeder seine Befindlichkeiten durchsetzen, um bloß nicht vom Standort der Konkurrenz zu senden (siehe 9D vs. 11D in NRW).

Das sind alles Luxusstandorte für doppelt und dreifach mobil versorgte Regionen, die nicht zwingend erforderlich wären, gäbe es nicht Leute, die mit Wurfantenne ein DAB-Radio im Erdgeschoss betreiben.
Angesichts der steigenden Strompreise muss man eben Kompromisse machen.

Interessant auch in dem Zusammenhang, dass das DLR (die einzigen, die DAB wirklich je wollten) weiter ausbaut, aber bereits zu lesen war, dass die begonnene UKW-Abschaltung nicht weiter fortgeführt wird.
Wieviele Jahrzehnte soll der Simulcast noch so weitergehen?

Anderen vorwerfen schlecht informiert zu sein
Dass der 6C vom NDR-Mast Harz-West vorerst nicht kommt, ist kein Vorwurf sondern eine nackte tatsache. Genauso wie der 12C Hamburg und der 10A Rostock, von denen man auch nie wieder etwas gehört hat.
 
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ndrgast

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Hm, Erbsenzählerei:
IM PRINZIP ja: Das digitale DAB+ ist die Folgetechnologie als terrestrischer Verbreitungsweg zum analogen UKW, mit digitalen Umsetzern.
ABER: "Quo Vadis?" - UKW schätze ich als relativ zuverlässliche Radioversorgung. DAB+ sehe ich noch weiter im Experimentier-Modus. Zwischentechnologie?
 
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Nicoco

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Themeneröffner
fast nur dänisches Terrirtorium versorgt, wo das DLR keinen Auftrag hat?
Und wieder falsch, das Diagramm blendet sogar nach Dänemarks aus...

Wäre man nicht so stur, hätte man mit dem 5C auf Sylt auf den NDR-Turm gehen können statt den niedrigen Westerländer FMT, der kaum die Wanderdünen überragt. Dann bräuchte es den Sender Süderlügum für die Versorgung von Nordschleswig-Tondern gar nicht.
Falsch, auch der NDR wird Süderlügum brauchen. Es bestehen dort aktuell auch beim NDR Indoor-Lücken.

Dass der 6C vom NDR-Mast Harz-West vorerst nicht kommt, ist kein Vorwurf sondern eine nackte tatsache. Genauso wie der 12C Hamburg und der 10A Rostock, von denen man auch nie wieder etwas gehört hat.
Es hat auch niemand gesagt, dass Harz-West in 2022 kommt. Es wurde nur von "bald" gesprochen, was auch nicht falsch ist.
Du hast dir das nur wieder so zurecht gebogen wie es dir passt.
 

ndrgast

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Experimentier-Modus bis hin zum Regelbetrieb ...
Über DAB/DAB+ wurde in früheren Fäden heiß diskutiert. Fazit: Es wird noch dauern, bis digitaler Radioempfang wirklich "Standard!" wird und das analoge Radio-UKW-Netz abgeschaltet werden kann; zumindest hier in Old-Germany.
 
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