Ausbau DAB+-Bundesmux 2022


Der Radiotor

Benutzer
Dass der 6C vom NDR-Mast Harz-West vorerst nicht kommt, ist kein Vorwurf sondern eine nackte tatsache. Genauso wie der 12C Hamburg und der 10A Rostock, von denen man auch nie wieder etwas gehört hat.

Oh mein Gott, so viel Hirn vom Himmel kann es gar nicht regnen. Erstes ist im weiteren Ausbau des NDR geplant (wohl für 2023), zweites liegt derzeit wegen eines Rechtsstreits zwischen MB und Uplink auf Eis und drittes ist im Aufbau und geht wohl in Kürze auf Sendung. Ich kenne sogar den Betreiber persönlich.

Alles längst in den Foren zu lesen. aber man kann freilich nicht lesen, wenn man dauerhaft postet :)

Torfhaus war freilich nur eine beispielhafte Antwort auf die (tatsächlich ernstgemeinte) Frage, wieso Süderlügum mit 2400 Einwohnern einen Sender bekommt. Ich hätte auch z.B. Langenberg in NRW nehmen können. Oder Remda in Thüringen, wo sogar zwei Muxe senden. Obwohl sie gerade mal nur knapp über 800 Einwohner haben. Was für ein Skandal :)
 
Zuletzt bearbeitet:

s.matze

Gesperrter Benutzer
Ich hätte auch z.B. Langenberg in NRW nehmen können
Langenberg/Hordtberg sendet auf 5C/9B/11D stark gerichtet in das dicht besiedelte Ruhrgebiet, aber nicht z.B. nach Holland oder gar rundstrahlend. Von daher ein unpassender Vergleich.

Remda in Thüringen, wo sogar zwei Muxe senden
Ebenfalls stark gerichtet in dichter besiedeltes Gebiet. Genau wie am Kulpenberg oder in Netzschkau(Vogtl.).

so viel Hirn vom Himmel kann es gar nicht regnen
dass man aus "wohl für 2023" mal eben "bald" macht, stimmt!
 
Zuletzt bearbeitet:

Nicoco

Benutzer
Langenberg/Hordtberg sendet auf 5C/9B/11D stark gerichtet in das dicht besiedelte Ruhrgebiet, aber nicht z.B. nach Holland oder gar rundstrahlend.
Ich weiß nicht welchen Langenberg du meinst, aber der WDR-Sender auf dem Hordtberg in Velbert-Langenberg sendet quasi rund mit Einzügen von maximal 1,5 dB.
Eben deshalb konnte auch der 9D dort nicht aufgeschaltet werden, weil nach Holland stärkere Einzüge nötig gewesen wären, die nur mit eine separaten Antenne umsetzbar gewesen wären.
 
Zuletzt bearbeitet:
DAB schon heute in jedem Keller empfangbar ist.

Die offizielle Angabe von Media Broadcast ist, dass auch nach der Aufstockung der jetzigen 149 Sender auf 161 Standorte bis Ende 2022 noch 10 % der Wohnungen, entsprechend gut 4 Millionen Haushalten, in Deutschland mit dem 1. Bundesmux unversorgt sein werden. Von Kellern wollen wir mal lieber gar nicht reden. Die Versorgung der Fläche mit Außenantenne am Haus oder Auto wächst auf 97 % Deutschlands:
 

Anhänge

  • 1. Bundesmux Ende 2022.jpg
    1. Bundesmux Ende 2022.jpg
    206,7 KB · Aufrufe: 14
Zuletzt bearbeitet:

s.matze

Gesperrter Benutzer
Ich weiß nicht welchen Langenberg du meinst, aber der WDR-Sender auf dem Hordtberg in Velbert-Langenberg sendet quasi rund mit Einzügen von maximal 1,5 dB.
"Der" Langenberg (=Hordtberg) der kein Berg ist, wird in FMSCAN im Ort Langenberg selbst - bei 1 km Luftlinie mit nur noch 7,9 kW angegeben. In Essen 8,9 kW . In Hattingen 7,1 kW. In Sprockhövel 7, 9 KW. In Gevelsberg 7,4 kW . In Ennepetal 7,1 kW . In Duisburg wiederum 7,4 kW . Nach Oberhausen 7,1 kW usw. usf.

Egal welchen Ort man auch raussucht, nie sehe ich die volle Leistung.

Rundstrahlung ist das nicht. Und das ist auch nicht "annähernd rund" mit "nur wenigen Einzügen". Das ist deutliche Richtstrahlung. Nur nach Wuppertal geht die volle Leistung raus. Oder sind die Daten alle falsch?
 
Zuletzt bearbeitet:

Nicoco

Benutzer
"Der" Langenberg (=Hordtberg) der kein Berg ist, wird in FMSCAN im Ort Langenberg selbst - bei 1 km Luftlinie mit nur noch 7,9 kW angegeben. In Essen 8,9 kW . In Hattingen 7,1 kW. In Sprockhövel 7, 9 KW. In Gevelsberg 7,4 kW . In Ennepetal 7,1 kW . In Duisburg wiederum 7,4 kW . Nach Oberhausen 7,1 kW usw. usf.
Richtig, aber 7,1 kW sind nur 1,5 dB weniger als die 10 kW maximale Leistung.
Bis 2 dB Einzüge redet man von Rundstrahlung, denn eine 100% rundstrahlende Antenne wirst du nicht finden, egal ob UKW, DAB+, DVB-T2, etc.

Rundstrahlung ist das nicht. Und das ist auch nicht "annähernd rund" mit "nur wenigen Einzügen". Das ist deutliche Richtstrahlung.
Nein, das ist keine deutliche Richtstrahlung.
Dir fehlt dafür offensichtlich das technische Verständnis.
Wenn du schon in der Lage bist FM Scan zu nutzen, hättest du auch einen Blick auf das Antennendiagramm werfen können und hättest dann gesehen, dass von 60-70, 150-160, 240-250 und 330-340 Grad die vollen 10 kW rausgehen.
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Also ein Sender der in alle Himmelsrichtungen mehr oder weniger Starke Einzüge verbaut hat außer in Richtung WUP sendet für mein Verständnis nicht rund oder annähernd rund, sondern gerichtet.

dass von 60-70, 150-160, 240-250 und 330-340 Grad die vollen 10 kW rausgehen.
was im Umkehrschluss heißt von 0 bis 60, von 71 bis 149, von 161 bis 239 und von 251 bis 329 sowie von 341 bis 359 überall mehr oder weniger starke Absenkung des Nutzsignals.
 
Zuletzt bearbeitet:

Nicoco

Benutzer
Also ein Sender der in alle Himmelsrichtungen mehr oder weniger Starke Einzüge verbaut.
Zeig mir mal bitte einen Grundnetzsender der rund sendet mit keinen Einzügen. Kleiner Tipp, du wirst keinen finden.

Wir reden hier von einer Absenkung von nur maximal 1.5 dB. Das ist schlicht zu vernachlässigen und in der Realität nicht spürbar. Punkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: JP

Matty

Benutzer
4 Millionen Haushalten, in Deutschland mit dem 1. Bundesmux unversorgt sein werden. Von Kellern wollen wir mal lieber gar nicht reden.

Isch habe garkeine Keller...
Vernünftig indoor mit Wurf/Stabantenne geht hier nur der NDR 9B Stade 8KW aus 11km Entfernung. Der würde wahrscheinlich auch im Keller gehen.
Die Bundesmuxe welche von Hamburg 45km mit 10KW ankommen gehen mit Wurf/Stabantenne nicht in jedem Raum (Erdgeschoss).
Ist halt so.
Und nein, will die auch nicht noch von Stade haben.
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Ja, man übertreibt es mit dem BM-Ausbau bis in jeden Keller. Die Privaten (Landesmuxxe und BM2) müssen sich dagen mit dem Katzentisch begnügen oder kommen gar nicht erst aus den Puschen (12C HH). Dabei enthält der 5C keinerlei für mich relevante Programme, die irgendeinen Mehrwert bieten würden. Schade.

Je mehr man den 5C ausbaut, umso mehr wird der danebenliegende 5D in allen Orten, die keinen Standort für beide Muxxe haben, in seiner Reichweite beschnitten, weil der starke Ortssender 5C das Signal des 5D runterdrückt. :thumbsdown:
 
Zuletzt bearbeitet:

Matty

Benutzer
Je mehr man den 5C ausbaut, umso mehr wird der danebenliegende 5D in allen Orten, die keinen Standort für beide Muxxe haben, in seiner Reichweite beschnitten, weil der starke Ortssender 5C das Signal des 5D runterdrückt. :thumbsdown:

Nicht unbedingt.
9A und 9C NDR Lübeck und Kiel gehen hier trotz 9B NDR LG.
Zwar nicht mit Stabantenne aber immerhin mit Außenantenne.
Das Problem, wenn es denn eines ist, würde in Bremen und umzu ja noch deutlicher sein.
5C und 5D beide 10KW gegen 6A mit nur 2KW.
Scheint ja auch zu funktionieren.
 

Nicoco

Benutzer
Je mehr man den 5C ausbaut, umso mehr wird der danebenliegende 5D in allen Orten, die keinen Standort für beide Muxxe haben, in seiner Reichweite beschnitten, weil der starke Ortssender 5C das Signal des 5D runterdrückt. :thumbsdown:
Ich dachte, den 2. BuMux würde doch niemand vermissen, weil da nur Müll drinne ist.
Dann kann dir ein stärkerer Ausbau des 5C ja nur gelegen kommen ;)
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Dann kann dir ein stärkerer Ausbau des 5C ja nur gelegen kommen
Der Unterschied ist, dass für den Ausbau des 2BM = 5D die Privatwirtschaft aufkommt, während der Ausbau des 1BM = 5C aus Gebührengeldern passiert, daher war der Ausbau auch wochenlang eingefroren worden. Mit anderen Worten: Ich als Gebührenzahler muss für den 11 Jahre andauernden Simulcast DAB+UKW aufkommen. DAB wird immer weiter ausgebaut bis in jede nochsokleine fränkische Marktgemeinde, aber UKW wird nicht zurückgebaut. Das ist das Problem. Analog zum nie enden wollenden HD+SD-Simulcast im TV.

Es wäre besser gewesen, die Gebührenerhöhung wäre nie durchgegangen. Dann hätte man viel genauer planen müssen, wo baut man DAB überhaupt noch aus und welche UKW-Kleinsender schaltet man im Gegenzug dafür ab. Aber dank des Freibriefs aus KA, den Bürgern weiterhin ungeniert in die Taschen zu greifen, kann man ja weiterhin nach dem Gießkannenprinzip munter DAB und UKW noch weitere 20 Jahre vor sich hinsenden, parallel von Nord nach Süd quer durrch die Republik....

Es kann doch nicht sein, dass z.B. Neubrandenburg und Neustrelitz einen eigenen Sender brauchen für 5C! Diese Städte liegen 25 km auseinander.

DLF und DLF Kultur bieten keinen Mehrwert?
Diese Programme bekomme ich seit Jahrzehnten in ausgezeichneter Qualität über einen 100 kW-UKW-Grundnetzsender, ohne Rauschen, vor allem aber ohne Schmirgeln. Worin soll dabei also der Mehrwert bestehen in 72kbps AAC+ ?
 
Zuletzt bearbeitet:

kwegener

Benutzer
Diese Programme bekomme ich seit Jahrzehnten in ausgezeichneter Qualität über einen 100 kW-UKW-Grundnetzsender, ohne Rauschen, vor allem aber ohne Schmirgeln. Worin soll dabei also der Mehrwert bestehen in 72kbps AAC+ ?

Wenn man sich diese Aussage durchliest, gewinnt man den Eindruck, das Deutschlandradio benötige kein DAB+, da s.matze die Programme rausfrei über einen starken UKW-Grundnetzsender empfängt.

DAB+ wird aber sehr wohl für die beiden D-Radios benötigt, da es genug Stellen in Deutschland gibt, wo diese nicht gut auf UKW zu empfangen sind. Und da braucht man noch nicht einmal in die hinterste Provinz zu fahren, es gibt auch Ballungsgebiete, die über keinen guten Empfang verfügen. So zum Beispiel in NRW das dicht besiedelte Gebiete zwischen Wesel und Nordhelle, z.B. Düsseldorf, dort ist der DLF nicht “küchenbrüllwürfeltauglich”. Oder Frankfurt am Main. Obwohl es dort einen eigenen Stadtsender für DLF Kultur gibt. Der versorgt indoor aber mehr schlecht als recht. Trotzdem ist er im Auto in der Stadt gut empfangbar, und das ist auch mit ein Grund, weshalb ich weiterhin für einen Parallelbetrieb von DAB+ und UKW plädiere, da noch längst nicht alle Autos DAB+ haben, das Auto ein Ort ist, wo noch überwiegend Radio gehört wird, man bei UKW-Abschaltung Hörer:innen verlieren würde, aber umgekehrt man durch UKW auch Hörer:innen gewinnen könnte, die das Programm “Dlf Kult” in der Liste finden, vielleicht einschalten und bei Gefallen sich das Programm merken.
 

Nicoco

Benutzer
Diese Programme bekomme ich seit Jahrzehnten in ausgezeichneter Qualität über einen 100 kW-UKW-Grundnetzsender, ohne Rauschen, vor allem aber ohne Schmirgeln. Worin soll dabei also der Mehrwert bestehen in 72kbps AAC+ ?
Ich weiß ja nicht welchen Mux du empfängst, aber bei mir kommen Dlf und Dlf Nova mit 104 kbps und Dlf Kultur in 112 kbps an. Schmirgeln tut da gar nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:

TK1979

Benutzer
Zu dem DFMG Sender in Süderlügum. Also eine "überdimensionierte Funzel" ist das sicher nicht.

Dass die UKW Sender von Süderlügum nun sehr weit nach Dänemark senden, kann ich nicht wirklich behaupten. Auf Röm konnte ich bei meinen Besuchen dort, die Sender aus Westerland und Morsum recht gut empfangen. Süderlügum, wenn überhaupt ganz schwach.

Zum Zielgebiet des Sender Süderlügum: Ich war zuletzt im Oktober/November letztens Jahres rund um Niebüll, Leck und Bredstedt unterwegs und habe auch den Empfang des 1. Bundesmuxes in der Umgehung getestet/beobachtet. Speziell in Leck war der Empfang doch teils nur mit Aussetzern möglich. Also in der Gegend ist ein Sender definitiv gerechtfertigt

Zum Sender "Hennstedt/Itzehoe" sei gesagt: Speziell die B 430 sowie die B 77 werden im Empfang doch gestärkt. Der Sender in Hennstedt steht ja nun auch recht exponiert. Nicht weit entfernt vom Sender befindet sich auch der höchste Punkt im Kreis Steinburg, die "Itzespitze". Jedenfalls wird der ehemalige Grundnetzsender von RTL und SAT. 1 mal wieder für Rundfunk genutzt. Der Sender Hennstedt war hier im Raum Rendsburg auch der Sender für RTL und SAT 1, sowohl wenn man selber terrestrisch empfangen hat, als auch im analogen Kabel, wurde das Signal in die Rendsburger Kabelkopfstation eingespeist. Erinnere mich immer noch an das Ausfallbild: "Bild- und Tonausfall am Sender Hennstedt/Itzehoe", K 49 und/oder K 59;)
 

Sieber

Benutzer
So wie Omi, die anno 1995 ihren Südfunk immer noch auf Mittelwelle hörte, weil UKW ja so komisch klingt.
Zwar Tante, aber eine selbige von mir hat das in der Nähe von Stuttgart immer gemacht. 576 kHz. Bis zum Umzug zurück zu ihrer Tochter. Wie es jetzt bei ihr in NRW aussieht, weiß ich nicht. Geht auf die 90 zu.
 
Oben