Ausnahmemoderator Ben Streubel


Morningshow

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Schon seit Jahren fasziniert mich dieser Mann: So natürlich und witzig. Er schafft es, zwischen ihm und den Hörern und auch innerhalb der Hörerschaft eine große, angenehme Gemeinschaft zu etablieren. Warum sendet dieses "Juwel" nicht im Tagesprogramm? Vor geraumer Zeit habe ich mit dieser Frage einen SWR-Verantwortlichen konfrontiert. Seine irritierende Antwort war: Streubels Art, Radio zu machen, funktioniere nur nachts. Kann mir einer erklären, wie der Mann zu dieser Ansicht kommt?
 
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s.matze

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Höre ich auch sehr gerne, seine Popnächte sind herausragend und sehr unterhaltsam. Tolle Interaktion mit den Hörern, sympathische Ansprache auf absoluter Augenhöhe (ich stelle mir da immer einen Lastwagenfahrer vor, der mit seinen Kollegen funkt und sich prächtig unterhält), tolle Stimme, großes Musikwissen (immer mal wieder seltene "Rausschmeißer"*) und lustige Spiele zur Aufmunterung. Ja man bleibt gerne hängen. Dafür ertrage ich dann auch Mylie Cyrus. Die beiden Michaels finde ich aber auch gut, mit ihrem TV-Quiz und der Musikfabrik.

*die mir bei den Vertretungen noch nie aufgefallen sind.

🥰 Diese Popnächte sind - trotz der sehr chartlastigen, poppigen Musik - ein absoluter Höhepunkt innerhalb der ARD. Leider ist diese Form derModeration (wie ein guter Freund der Familie, der regelmäßig auf Besuch kommt) sehr, sehr selten geworden. Für Ben Streubel lohnt sich das Wachbleiben/Frühaufstehen.

Streubels Art, Radio zu machen, funktioniere nur nachts.
Ich würde mir wünschen, tagsüber bekäme auch nur EIN Sender der ARD so eine Moderation hin - nur ein einziger! Egal ob bei RBB888, NDR 2, WDR 2, HR3, Bayern 3... man sucht vergeblich! Wenn ich das mit der gruseligen Hitnacht vergleiche...
 
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CosmicKaizer

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Vor sehr langer Zeit habe ich -damals im Sendegebiet wohnend- Ben Streubel im Nachmittagsprogramm gehört. Wie kam es, dass er fast nur nachts zu hören ist? War er zu gut?
 

Flo2211

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Streubel hat in einem Interview mal gesagt, er finde es nachts zu moderieren deshalb interessant/besser, da da kaum einer mehr im Sender ist (max. ein, zwei Redakteure) und (scherzhaft?!) er machen könne, was er wolle. Und wenn mal was nicht passt (dem Chef usw.), kann eh keiner schnell eingreifen, wie es tagsüber vielleicht eher der Fall wäre.
So hat er seine Freiheiten....und das diese bei den Hörern gut ankommen, sieht/hört man ja an der Resonanz und Beteiligung der Hörerschaft.
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Meiner Meinung nach hat SWR3 eh die besten Moderatoren, die es unter den Popsendern so gibt
 
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Maschi

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Vor sehr langer Zeit habe ich -damals im Sendegebiet wohnend- Ben Streubel im Nachmittagsprogramm gehört. Wie kam es, dass er fast nur nachts zu hören ist? War er zu gut?
Aufgrund jener Freiheiten die es tagsüber nicht gibt wäre er am Nachmittag genauso verheizt wie einst Jürgen Törkott bei Bayern 3 in der Doppelmoderation.

Besondere Stücke gibt es freilich auch mal bei anderen, letzte Nacht bei Anno Wilhelm u.a. zwischen 1 und 2 Uhr gleich 2 instrumentale Stücke (keine bekannten), insofern muss man da die Musikredaktion einbeziehen für das Lob, aber bei den Wünschen die er reinnimmt, samt dem "Lenkradklopfer", da entscheidet er natürlich allein.
 

Morningshow

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Also wenn die "Freiheiten", die sich Ben nachts nimmt, für die ARD-Verantwortlichen und ihrer Vorstellung von einem Tagesprogramm zu revolutionär sind, dann hat der ARD-Hörfunk multiple Führungsprobleme. Dann sitzen in den Führungsetagen nur Weichlinge ohne Eier in der Hose. Ich habe keinen einzigen anstößigen Programmpunkt bei Ben gehört.

Tip: Macht es wie der Spiegel: Gebt den publizistisch Tätigen jeweils 50,5% an den Anstalten und damit die Mehrheit an den "Unternehmen". Dann können Redakteure und Moderatoren in Eigenregie arbeiten und andere "Anteilseigner" - wenn nötig - in die Schranken weisen. Müsste man halt die Rechtsform der ARD ändern. So geht es nicht mehr weiter.
 
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Sieber

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Ben Streubel der neue Mattuscke und bessere Carlo von Thiedemann und Elmar Hörig und Herold. Aha. Huldigt ihm.
 

Sieber

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EMC

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Also wenn die "Freiheiten", die sich Ben nachts nimmt, für die ARD-Verantwortlichen und ihrer Vorstellung von einem Tagesprogramm zu revolutionär sind, dann hat der ARD-Hörfunk multiple Führungsprobleme.
Ich habe keinen einzigen anstößigen Programmpunkt bei Ben gehört.
Darum geht es wohl auch nicht, aber - jetzt leihe ich mir mal eine Formulierung bei einem ehemaligen Innenminister - "ein Teil dieser" nächtlichen Telefonate "würde die Bevölkerung verunsichern". ;)
Für Alle, die Ben Streubel noch nie gehört haben (aufgrund einer allgemeinen SWR3- oder ÖRA-Allergie oder wegen seltsamer Angewohnheiten wie "nachts schlafe ich immer"😴) und auch zur Huldigung des heute geburtstagsfeiernden Moderators habe ich mir erlaubt zwei seiner nächtlichen Interaktionen einmal exemplarisch ranzuhängen. Eine aus dem letzten Sommer, die sehr schön zeigt, daß er sich gerne auf Gespräche einläßt, bei denen auch er nicht ganz genau weiß, wo diese hinführen. (So habe ich ihn auch einmal bei einem nächtlichen Telefonat erlebt: er klopft kurz ab, ob und was es als thematischen Anknüpf-Punkt für ein Gespräch "auf der Antenne" gibt, das die hörenden Nachteulen irgendwie unterhalten könnte - und mehr nicht). Der zweite Anhang ist keine zwei Wochen alt.

Ich bin überzeugt, daß er nachts ein offeneres (und auch toleranteres) Publikum hat, daß es einfach eine spezielle Nacht-Atmosphäre gibt, die manches ermöglicht, was tagsüber einfach nicht funktionieren würde (wie seine Telefonate mit dem ziemlich durchgeknallten Bäcker an zwei Tagen der Woche um kurz nach drei Uhr oder Bsp. "Domian" - ob der tagsüber "funktioniert" hätte?), aber natürlich wäre auch tagsüber auch zwischen Werbung, journalistischen Beiträgen usw. gerne etwas mehr Experimentierfreude und Offenheit zum Nutzen der Hörenden angesagt.
Die
Michael Spleth und Michael Reufsteck, die für mich Ben Streubel an den anderen Tagen der Woche sinnvoll und am besten ergänzen (im Gegensatz zu allen Anderen), nehmen deren spezielle Spiele und persönliche Aktionen in deren Tagessendungen zum Teil ja mit (wie bspw. die wunderbare "Hitfabrik"). Ausführlich habe ich mich vor einem dreiviertel Jahr zu alledem geäußert (siehe ganz unten), interessanterweise - finde ich - ist alles noch aktuell (nur daß es Bennis "Saxophon lernen in zehn Jahren" mittlerweile nicht erst seit Monaten, sondern nun mehr einem vollen Jahr gibt - Nachhör-Link: siehe dort). Auch eine Aktion, die natürlich nicht in erster Hinsicht dem wirklichen Saxophon-Lernen dient, sondern vor allem wirklich gute nächtliche Unterhaltung bietet.
Das findet Udo auch:

Derjenige, mit dem er diesen Saxophon-Kurs bietet, ist übrigens der Saxophonist von Udo Lindenberg. Wenn man dann Ben Streubels Wikipedia-Seite entnimmt: "Streubel sitzt jährlich in der Jury des „Panikpreises“ der Udo-Lindenberg-Stiftung zur Förderung von Nachwuchsmusikern." und aus oben verlinkten Radioszene-Interview mit Udo Lindenberg entnimmt: "Udo Lindenberg: Ich bin ja bekanntlich eher die NACHTigall, als die frühe Lerche, daher höre ich viel Radio nachts. Logisch die „ARD-Popnacht“ mit Ben Streubel von SWR3, da liegt sofort eine prickelnde Stimmung in der Luft. Bei dieser Stimme kann man ja gar nicht mehr einschlafen. Cooler Sender…" Dann ist da wohl vermutlich eine Verbindung vorhanden.
Der Fleißigste in punkto Erfindungen von regelmäßig wiederkehrenden Rubriken ist und bleibt jedoch Ben Streubel. Er hat mittlerweile seit mehreren Monaten einmal wöchentlich in der Nacht von Montag auf Dienstag die Reihe "Saxophon lernen in 10 Jahren". Dort wird ein "saxophonhaltiges" Pop-Lied als "Lernstück" genommen, um es mit dem Saxophonisten Noah Fischer (der, wie gerne betont wird, u.a. für "Udo Lindenberg" arbeitet und Teil von "Yello" ist) dieses Stück auf Alt- oder Tenor-Saxophon über etwas Telefonähnlichem gespielt, verziert, ausgearbeitet. Nachzuhören hier: https://noahfischer.rocks/media-audio-ard-popnacht/ auf der Homepage des Herrn Fischer - https://noahfischer.rocks

Ohne Namen musiziert tief in der Nacht (umzu 3 Uhr?) auch öfters ein angeblicher Bäcker in einer angeblichen Bäckerei, der so oft neben der Spur ist, in dem was er erzählt, daß ich daran nur deswegen "glauben" kann, weil man sich so jemanden nicht ausdenken kann. Ein Hobby-Autor liest öfters willkürlich eine Seite aus dem SciFi-Buch vor, das er gerade schreibt. Und unabhängig von den Rubriken ist keiner der Moderatoren (und auch nicht die eine Moderatorin) so fleißig im Telefonieren mit Hörenden mit Ben Streubel.

Die Nacht-Mischung ist für mich perfekt, wenn nach drei oder vier Nächten Ben Streubel, dessen Stimme, weil leicht etwas schnarrend, irgendwann etwas anstrengend wirkt, dann Michael Reufsteck mit seiner freundlichen Art und seiner "Braunschen Röhre" und Michael Spleth mit seiner tollen Stimme und seinen netten Spielchen den Rest der Woche gestalten.
Mehr zu den anderen Protagonisten:
und

Also, auch von mir: alles Gute zum Geburtstag, lieber Ben Streubel, und hoffentlich noch viele "Erste-Wochen-Hälften"-Nächte mit Dir...
 

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  • 20200709-0252-SWR3-Luna-Telefonat.mp3
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LIVE

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Naja, ich finde Ben Streubel auch interessant. Anfangs war er Morgenmoderator: Von Antenne 1 kam er nach der Fusion SDR/SWF zum SWR. Damals gab es eigene Sendungen aus Stuttgart, so weit ich mich erinnere, hat er im Wechsel mit Matthias Holtmann die Stuttgarter Frühsendung gemacht. Was dann gegebenenfalls passiert ist - WÜRDE MICH AUCH INTERESSIEREN. Dass er nur nachts senden will - kann ich mir schwer vorstellen. Der hier auch angesprochene Michael Spleth macht ja teils auch nur Verkehr - da bin ich auch nicht sicher, dass der das gut findet: Aber klar, man kann ja mal zurücktreten und sich als Teamplayer zeigen. Zurück zu Streubel: Er tauchte (läääänger her) mal in einem Beitrag bei "Zapp" vom MDR auf - und das nicht als SWR3-Mann! Die Bauchbinde deklarierte ihn als Vertreter eines Unternehmens (tut mir leid, habe keine genaue Erinnerung): Hatte er sich selbständig gemacht???? Ist SWR 3 - warum auch immer nur noch eine Nebenbei-Aufgabe? Wie gesagt, interessanter Bursche, eher gut. Ausnahmemoderator, hm, käme mir jetzt nicht gleich über die Lippen ...
 
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