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Berechtigung von staatlich geförderten NKLs, OKs und Bürger-Radios

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Benutzer
Im Zeichen von staatlichem Einsparungsdruck und der bei der ARD werfe ich mal den Hut in den Ring.

Haben solche Sender linear noch ihre Berechtigung, wo doch allenthalben alles ins Digitale abwandern soll? Eine lineare Abschaltung von NKLs, OKs und Bürger-Radios, die eh überschaubare Reichweiten haben, würde denen den Garaus machen. Wen würde es stören?
 
SO eine Frage kann nur aus einer Ecke kommen. Da reden wir über ganz andere Dimensionen wie bei der ARD.

Ich höre die eher selten, aber die Kosten sind Peanuts. Die laufenden Kosten werden meist durch Spenden und Mitgliedbeiträge erbracht. In Bawü gibt es nur einen Zuschuss zu den Sendekosten.

Es gibt in Bawü Sender die etwas schräg sind wie Wüste Welle oder Dreyeckland, andere die mir mehr zusagen wie FIPS. free.fm...

Aber von den Förderungen für die NKLs kann man beim SWR nicht mal den Pförtner bezahlen.

MICH stören die Sender nicht und deswegen gehe ich nun nicht her und sage das muss weg. Meinungsplurarität schadet nie.

Kleines Gegenbeispiel: Die Abschaltung von 94,5 in München hat genug Wellen geschlagen und JA es hat genug gestört. Sowas muss sich nicht nochmal wiederholen.

Um deine Frage zu beantworten:
Ja die Radios haben ihre Berechtigung und ich glaube es gibt in Deutschland wichtigere Probleme als die Kosten für die NKLs. Da verbraten Politiker an ganze anderer Stelle andere Kosten die auch fragwürdig sind.

Wenn du wegen der Quote kommst, müsste man auch die Kultur- und Newswellen abschalten (SWR2/Bayern2, SWRInfo/BR24 und am besten auch die DLF Spartenprogramme...).

NEIN auch diese Programme haben ihre Berechtigung weil Quote eben nicht alles ist.
 
Guter Diskussionebeitrag. Allein nur mal so: Ich stehe in keiner "Ecke". Mal sehen, was mit Kosten und gesellschaftlicher Berechtigung untermauert werden kann.
 
Da gibts wenig zu untermauern... diese Sender haben eine sehr kleine Hörergruppe verglichen mit SWR1/Bayern1 oder SWR3/Bayern3...
Aber nur so nebenbei: in Bayern gibt es einige Lokalesender mit < 10.000 Hörern und LORA was auch ein NKL ist kommt auf 2.000 Hörer lt. ma audio 2025.. So am Rand vorbei senden die also auch nicht:-)
 
Die NKLs sorgen zumindest hier in Hessen für sehr viel Bereicherung der Radioszene. Sie bekommen aber künftig weniger Geld und bei der Distribution könnte wieder ein Weg wegfallen. Es gab zuletzt eine Umfrage und da kam heraus, dass der überwältigende Anteil der Hörer noch über UKW hört. Auch wenn es ein Anachronismus wäre, halte ich es für nicht ausgeschlossen, dass DAB+ wieder wegfallen könnte.
 
Das Thema Bürgerbeteiligung oder Offene Kanäle ist doch eigentlich längst ein totes Pferd. Hier und da mag es zu leidlichen Erfolgen geführt haben, wenn auch in leicht abgewandelter Form, als ursprünglich angenommen - siehe Radio Ostfriesland.

Ansonsten handelt es sich oft um Kleinstsender, bei denen Enthusiasten ihre Lieblingsmusik laufen lassen, und nicht viel mehr. Richtiger Bürgerfunk, oder was man sich darunter vorstellt, also mit Beteiligung unterschiedlicher Gruppen, ist das nicht unbedingt.

Das ist schade, liegt aber auch mal wieder an der Halbherzigkeit der Politik, die ständig Angst vor einem angeblichen "Linksfunk" hat.
 
Die NKLs werden teilweise aus Steuergeldern finanziert, das ist richtig. Mir gehts konkret um die Offenen Kanäle. Ich würde mal beim Beispiel Berlin bleiben. Dort werden das TV- und Hörfunkprogramm Alex seit jeher direkt aus Gebührengeldern gespeist. Es finden sich auf die Schnelle allerdings keine Angaben, wieviel dafür aus dem Gebührentopf abgezweigt werden muss. Alleine die Sendekosten DAB+ belaufen sich auf knapp 40.000 € im Jahr netto (im 12D) ohne Zuführungskosten. Hinzu kommen die Kabeleinspeisungen/Streamingdienste etc., wo alleine bei den Ausspielkosten unterm Strich schon ein kleines Sümmchen zusammen kommen dürfte.
Natürlich kann man das am Ende auch alles als Peanuts abtun. Aber irgendwo macht auch Kleinvieh auf lange Sicht Mist, den man nicht verachten sollte.
 
Es wird der Tag kommen, an dem wir wieder echte Piratensender kriegen. Die staatliche subventionierten Offenen Kanäle sind domestiziert, es fehlt ihnen an Unbotmäßigkeit.
 
Die NKLs werden teilweise aus Steuergeldern finanziert, das ist richtig. Mir gehts konkret um die Offenen Kanäle. Ich würde mal beim Beispiel Berlin bleiben. Dort werden das TV- und Hörfunkprogramm Alex seit jeher direkt aus Gebührengeldern gespeist. Es finden sich auf die Schnelle allerdings keine Angaben, wieviel dafür aus dem Gebührentopf abgezweigt werden muss. Alleine die Sendekosten DAB+ belaufen sich auf knapp 40.000 € im Jahr netto (im 12D) ohne Zuführungskosten. Hinzu kommen die Kabeleinspeisungen/Streamingdienste etc., wo alleine bei den Ausspielkosten unterm Strich schon ein kleines Sümmchen zusammen kommen dürfte.
Ok wir reden dann von mir aus über 40.000 Euro DAB + sageb wir nochmal 40.000 Euro + Buffer also 100.000 Euro...
Hmmm ja das ist ein bisschen Geld von meinen Rundfunkgebühren (ich mag jetzt nicht rumrechnen ob das 10 oder 20 cent sind...)

Aber es gibt ja andere Dinge die von meinen Gebühren bezahlt werden, die richitg Geld kosten...
- Abfindungen ex-RBB Intendatin Schlesinger
- Neubau WDR
...
und wieviele Beispiele willst du noch haben WO ein paar wenige Manager unser Geld verpulvern.l


Natürlich kann man das am Ende auch alles als Peanuts abtun. Aber irgendwo macht auch Kleinvieh auf lange Sicht Mist, den man nicht verachten sollt

Doch, das machen Leute, die keine Blick auf wesentliche Dinge im Leben haben. Du verzettelst dich in klein klein...

Ok jedes Bundesland investiert vielleicht 200.000 pro Jahr -> sind 3.2 Mio pro Jahr, runden wir das mal auf 10 Mio auf, das sind gemessen am Gebührentopf nicht mehr peanuts.. das ist einfach zu langweilig sich damit zu beschäftigen...

Konkret:
Die Höhe des Rundfunkbeitrags betrug in 2024 18,36 Euro pro Monat. Davon entfielen 12,78 Euro auf die ARD, 4,69 Euro auf das ZDF und 0,54 Euro auf das Deutschlandradio. 0,35 Euro erhielten die Landesmedienanstalten.

Also 2% gehen an die Landesmedienanstalten und ein Bruchteil davon an NKLs...

In der Summe werden so 8,7 Milliarden eingesammelt und du willst wegen 10 Milionen anfangen?

Ähnliche Minderheitsprogramme wie die Kultur- und Klassikwellen mit ähnlich wenig Hörern kostet viel mehr Geld alleine für die Sendermiete...

Also dann fang mal lieber an, da Einsparpotentiale zu sammeln...

Ja die Programme finde ich teils grauslig,teilweise gibt es auch richtig guten Programme...
Trotzdem finde es nicht schlecht, wenn es solche Programme gibt, auch wenn ich die kaum höre,

Lora München hat immerhin 2.000 Hörer und das Programm ist teilweise schwer verdaulich. Manch andere Lokalsender hat kaum mehr Hörer als die.

und hier der nächste mit sehr einseitigen Ansichten..

Das Thema Bürgerbeteiligung oder Offene Kanäle ist doch eigentlich längst ein totes Pferd. Hier und da mag es zu leidlichen Erfolgen geführt haben, wenn auch in leicht abgewandelter Form, als ursprünglich angenommen - siehe Radio Ostfriesland.
Also wenn die Bürger keine Lust haben ein Angebot anzunehmen ist dann der OK da schuld? Das Interesse sich zu engagieren egal wo.. Sportverein, Kultur, NKLs nimmt einfach ab... ah und deswegen ist es ein totes Pferd?

Oder sind Wahlen auch ein totes Pferd, weil teilweise auf lokaler oder regionaler Ebene nur noch < 50% ihr Stimmrecht wahrnehmen. Sollen wir die auch abschaffen?

Ansonsten handelt es sich oft um Kleinstsender, bei denen Enthusiasten ihre Lieblingsmusik laufen lassen, und nicht viel mehr. Richtiger Bürgerfunk, oder was man sich darunter vorstellt, also mit Beteiligung unterschiedlicher Gruppen, ist das nicht unbedingt.
Falsch, du hast keine Ahnung und betreibst populistische Argumentation... es gibt genug Möglichkeiten aber viele Bürger nutzen es nicht...
Dafür kannst du die Sender nicht verantwortlich machen und teilweise gibt es da recht professionelle Sender...
Ich werde mal als positives Beispiel Radio Fips aus Göppingen, Radio Freudenstadt oder free.fm Ulm an.. die haben - auch nicht immer - aber oft richtig gute Sendungen.

Ja es sind vielleicht 5-10 Millionen, aber an anderer Stelle könnte man viel mehr Steuergelder sparen und so manche guter Moderator hat die ersten Schritte bei einem NKL oder OK gemacht.
 
Also wenn die Bürger keine Lust haben ein Angebot anzunehmen ist dann der OK da schuld?
Das ist, mit Verlaub, eine seltsame Frage. Wenn der OK keine Akzeptanz findet, indem er entweder kaum gehört wird, oder sich zu wenige Bürger engagieren - dann ist das nicht "Schuld des OKs - dann ist es einfach so, dass ein Angebot nicht angenommen wird.

Im Übrigen kann man Wahlen nicht mit einer Einrichtung vergleichen, in der sich Bürger nach Lust und Laune engagieren, oder auch nicht.

Falsch, du hast keine Ahnung und betreibst populistische Argumentation... es gibt genug Möglichkeiten aber viele Bürger nutzen es nicht...
Dafür kannst du die Sender nicht verantwortlich machen und teilweise gibt es da recht professionelle Sender.
Das ist schon wieder so ein Satz, der lediglich jede Menge Empörung, aber nicht unbedingt Nachdenken über das ausdrückt, was ich geschrieben habe.
Es geht nicht um Populismus - ganz im Gegenteil.

Es gab mal den Offenen Kanal im Saarland, der eingestellt wurde, weil er in der Tat am Ende kaum noch Hörer hatte. Warum nicht? Weil dort "Spezialsendungen" liefen, die hier und da sehr gut gemacht wurden, aber nicht viele interessierten. Schaue ich mir die Programme diverser freier Radios an, was sehe ich? Beteiligung möglichst breiter Bevölkerungsschichten? Pustekuchen! Programme irgendwelcher Musikfans. Die können natürlich durchaus professional gemacht sein, aber sie senden an breiteren Bevölkerungsschichten vorbei.

Und jetzt mal ganz allgemein zu dem schon inhaltlich völlig verunglückten Satz, das wäre keine Schuld der "OKs". :wall:

Wenn man überhaupt von Schuld sprechen will, dann könnte man z.B. kritisieren, dass die Programmmacher zuweilen zu einseitig orientiert sind. Schön, wenn man einer bestimmten Musikrichtung endlich einen Raum geben will, aber man muss auch bereit sein, zu akzeptieren, dass man damit wenig Hörer anspricht. That's life!

Es ist überaus schade, dass sich Bürgerradios oder OKs nicht durchgesetzt haben, auch wenn einige seit Jahren irgendwo laufen, oft vor relativ kleiner Zuhörerschaft, Ausnahmen gibt es (Radio Ostfriesland oder der OK in SH)
Manchmal sind deren Programme allerdings viel zu spezialisiert: Wenn da ein junger Enthusiast seine Lieblingsmusik laufen lässt, ist das - zuallererst - schön für ihn, interessiert aber möglicherweise abseits einer mehr oder weniger kleinen/ großen Fangruppe niemanden.

Ein ganz anderes Thema ist allerdings, dass Bürgerradios, freie Radios oder Offene Kanäle in manchen Bundesländern politisch nie wirklich gewollt waren. Anderswo hatten sie ihre Chance und haben sie manchmal nicht genutzt.
 
Das ist, mit Verlaub, eine seltsame Frage. Wenn der OK keine Akzeptanz findet, indem er entweder kaum gehört wird, oder sich zu wenige Bürger engagieren - dann ist das nicht "Schuld des OKs - dann ist es einfach so, dass ein Angebot nicht angenommen wird.
es ging eher um die Kosten weniger um die Akzeptanz. Die ist eh schwer messbar, da diese Sender in den Umfragen kaum vorkommen. Ich war erstaunt: die BLM weisst für LORA München 2.000 Hörer aus. Das Programm spricht mich persönlich nicht an (gerade reden die über die Art Bier im Stehen zu trinken!).
Aber rein wegen der Kosten finde ich sollte man diese Kanäle nicht aufgeben.
Es gab mal den Offenen Kanal im Saarland, der eingestellt wurde, weil er in der Tat am Ende kaum noch Hörer hatte. Warum nicht? Weil dort "Spezialsendungen" liefen, die hier und da sehr gut gemacht wurden, aber nicht viele interessierten. Schaue ich mir die Programme diverser freier Radios an, was sehe ich? Beteiligung möglichst breiter Bevölkerungsschichten? Pustekuchen! Programme irgendwelcher Musikfans. Die können natürlich durchaus professional gemacht sein, aber sie senden an breiteren Bevölkerungsschichten vorbei.
Ah und wie kommst du darauf, wenn es keine Messungen gibt, weil die ja auch Geld kosten und ein OK/NKL dafür nix ausgeben will?



Und jetzt mal ganz allgemein zu dem schon inhaltlich völlig verunglückten Satz, das wäre keine Schuld der "OKs". :wall:

Wenn man überhaupt von Schuld sprechen will, dann könnte man z.B. kritisieren, dass die Programmmacher zuweilen zu einseitig orientiert sind. Schön, wenn man einer bestimmten Musikrichtung endlich einen Raum geben will, aber man muss auch bereit sein, zu akzeptieren, dass man damit wenig Hörer anspricht. That's life!
Falsch, es kommen eben zu wenig die mitmachen wollen. Ich kenne NKLs, die eine wilde Auswahl an Musiksendungen haben kreuz und quer. Die würden sonst so in der Kombination nie laufen.
Radio kostet Geld, dafür braucht man Einnahmen und das geht eher mit einem Mainstream Programm und schönen Verlosungen.


Es ist überaus schade, dass sich Bürgerradios oder OKs nicht durchgesetzt haben, auch wenn einige seit Jahren irgendwo laufen, oft vor relativ kleiner Zuhörerschaft, Ausnahmen gibt es (Radio Ostfriesland oder der OK in SH)
Ein OK wird sich niemals gegen einen Lokalsender duchsetzen - er sendet eben nebenher.



Manchmal sind deren Programme allerdings viel zu spezialisiert: Wenn da ein junger Enthusiast seine Lieblingsmusik laufen lässt, ist das - zuallererst - schön für ihn, interessiert aber möglicherweise abseits einer mehr oder weniger kleinen/ großen Fangruppe niemanden.
Bei vielen NKLs kannst du ein Sendekonzept einreichen und kannst dann "deine" Sendung machen. Es sind eben immer wenige, die davon Gebrauch machen.


Ein ganz anderes Thema ist allerdings, dass Bürgerradios, freie Radios oder Offene Kanäle in manchen Bundesländern politisch nie wirklich gewollt waren. Anderswo hatten sie ihre Chance und haben sie manchmal nicht genutzt.

Also in den Randregionen, in denen oft kein Lokalradio exisitiert, mutieren diese NKL zu recht gut gemachten quasi Lokalsendern. Bsp: Radio Fips Göppingen (Lokalsender ging in Antenne1 auf). Freie Welle Freudenstadt (hatte nie ein Lokalsender)...

Ich gebe dir recht, Lora München ist für mich keine Wahl oder die Wüste Welle Tübingen hat enorme Brüche im Programm.

Aber dort gibt es Lokalsender und mehr Auswahl, also hat jeder genug Programme bei denen er was finden wird. Ein OK/ NKL tut keinem kommerziellen Sender weh, nimm ihm keine Werbekunden weg und wird ihm nie gefährlich wegen der Hörerzahlen.

Die Ausgangsfrage war: die NKLs kosten Geld und bringen nichts. Ja da ist was dran, aber die Kosten bundesweit dürften bei 1 cent pro Rundfunkbeitrag liegen, das wären dann... ca 4,7 Mio wobei die Summe wahrscheinlich niedriger sein dürfte.

Die Förderung beschränkt sich meist auf die Kosten für Sender+ teilweise Zuführung und ein Zuschuss zu einer Stelle.

Die Löwenanteil müssen die NKLs selber aufbringen und GENAU deshalb bin ich gegen deren Abschaffung. Wenn es Gruppen gibt, die Zeit und Geld aufbringem dann tut uns der 1 cent oder vielleicht sind es 2 cent von den 18.36 nicht weh.
 
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Diese Apfelkuchen-Polemik ist ermüdend...

Die Ausgangsfrage war: die NKLs kosten Geld und bringen nichts. Ja da ist was dran, aber die Kosten bundesweit dürften bei 1 cent pro Rundfunkbeitrag liegen, das wären dann... ca 4,7 Mio wobei die Summe wahrscheinlich niedriger sein dürfte.
Da Rundfunk Ländersache ist und damit auch die Rundfunkgebühr ist eine bundesweite Hochrechnung schlicht unlauter.

ie Löwenanteil müssen die NKLs selber aufbringen und GENAU deshalb bin ich gegen deren Abschaffung.
Mir ging es nicht vordergründig um die NKLs, obwohl man da durchaus ebenfalls nachdenken könnte, denn ob aus Steuergeldern finanziert oder aus Gebührengeldern - für den Endverbraucher nimmt sich da nichts. Mir gings konkret um die OKs, welche fast alle ausschließlich aus Gebührengeldern gespeist werden, was letztlich Geld ist, das der ÖR-Anstalt am Ende fehlt. Wenn bei dir 10 Mio vernachlässigbare Peanuts sind, bitte, steht dir ja frei. Wenn ich allerdings 10 Mio mehr für die inhaltliche Programmgestaltung hätte, würde mir da schon einiges einfallen. Der Punkt ist unterm Strich nämlich leider der, dass du noch hundertmal auf den aus moralischen Gesichtspunkten natürlich kritisierbaren Schlesinger-Verträgen herumreiten kannst. Ändern können wirst du sie aber nicht, weil sie nun mal aus juristischer Sicht legitim sind. Folglich bringt der stete Verweis darauf niemanden weiter.
 
Da Rundfunk Ländersache ist und damit auch die Rundfunkgebühr ist eine bundesweite Hochrechnung schlicht unlauter.
Warum nicht ? Die Landesmedienanstalten bekommen 0,50 von uns und finanzieren damit die eigene Tätigkeit. Meistens werden die NKLs von den Landesmedienanstalten unterstützt. Das ist auch naheliegend, da dort die Aufsicht stattfindet. Also werden von diesen 0,50 cent pro Monat auch die NKLs unterstützt und der Betrag dürfte dann bei max 1-2 cent liegen.

Also wenn man die ganze NKLs einstampft bräuchten die Landesmedienanstalten weniger Geld. Man könnte dann in der Tat den Rundfunkbeitrag um diese Summe kürzen. Glaubst du ernsthaft die Landesmedienanstalten würden auf das Geld verzichten? Es würde dann an anderer Stelle versenkt.



Mir ging es nicht vordergründig um die NKLs, obwohl man da durchaus ebenfalls nachdenken könnte, denn ob aus Steuergeldern finanziert oder aus Gebührengeldern - für den Endverbraucher nimmt sich da nichts. Mir gings konkret um die OKs, welche fast alle ausschließlich aus Gebührengeldern gespeist werden, was letztlich Geld ist, das der ÖR-Anstalt am Ende fehlt.
Ich bin ein Freund des ÖR, finde den wichtig und richtig. Aber die ÖR sind nicht ansatzweise in der Lage sich seber freiwllig zu reformieren. Man bekommt brav jedes Jahr Geld und muss zwar Rechenschaft ablegen, aber so wirklich tut sich erst jetzt als vorallem der ARD die Daumenschrauben angezogen werden.


Wenn bei dir 10 Mio vernachlässigbare Peanuts sind, bitte, steht dir ja frei.
Die 10 Mio sind bei 8,7 Mrd etwa mehr als 0,1% wobei die 10 Mio wohl zu hoch gegriffen sind. Das ist viel Geld aber im kompletten Kontext nicht wahrnehmbar.

Es gibt auch gute Beispiele (die meisten NKLs in BaWü, afk München/Nürnberg) die für das wenige Geld, was zur Verfügung steht gute Ergebnisse liefern!.

Wenn ich allerdings 10 Mio mehr für die inhaltliche Programmgestaltung hätte, würde mir da schon einiges einfallen.

Also wenn du 8,7 Mrd hast, dann wird man die 10 Mio mehr NICHT wahrnehmen. Was konkret würde die ARD mit 10 Mio besser machen?

Die ARD sendet auch oft an der Zielgruppe vorbei. So wird BR Puls beerdigt und man sendet munter Klassik weiter für sagenhafte 14.000 Zuhörer und einer guten UKW Kette (4* 100kw). Also dagegen sind dann - was mich auch etwas wundert - die 2.000 bei Lora doch erstaunlich viel (weniger Geld und UKW (teilzeit) + DAB).


Der Punkt ist unterm Strich nämlich leider der, dass du noch hundertmal auf den aus moralischen Gesichtspunkten natürlich kritisierbaren Schlesinger-Verträgen herumreiten kannst. Ändern können wirst du sie aber nicht, weil sie nun mal aus juristischer Sicht legitim sind. Folglich bringt der stete Verweis darauf niemanden weiter.
Doch die ARD geht mit den ihnen gegebenen Geldern nicht immer zweckdienlich um und man hat viel zu lange zu wenig kontrolliert. Ja der Vertrag war rechtlich nicht anfechtbar, aber moralisch sehr fraglich. Da wurden auch unsere Gelder verbraten.
Der Verweis ist wichtig um zu zeigen, wie sorgenlos die ARD mit Gebührengeldern umgeht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Ausgangsfrage war: die NKLs kosten Geld und bringen nichts.
Stimmt, wenn man nach rein kommerziellen Gesichtspunkten urteilt.

Stimmt nicht, wenn man "Bürgerradios" als sinnvolle Ergänzung des ÖRs sehen will. Denn natürlich kann der ÖR nicht auch noch aus der letzten Idylle berichten. Ein Bürgerradio, das für seine Gemeine/ Region etc. sendet, ist eine sehr sinnvolle Ergänzung. Solche Radios gibt es in den USA, dort sind sie allerdings privat, und heissen Community Radios.
Aber dort erfährt man, wenn der Zug heute früh Verspätung hat, dass am Abend im Kaff XY dies und jenes stattfindet, oder dass es Zeit ist, die Kinderchen für das nächste Schuljahr anzumelden.

Radio von Bürgern für Bürger.

Davon sind die Radios in DE, über die wir gerade sprechen, leider oft Lichtjahre entfernt. Die Idee, Bürger Radio machen zu lassen, ist gut. Die Umsetzung bedeutet aber leider zu oft, dass ein paar Enthusiasten da sitzen, und Radio nicht für die Umgebung, sondern nur für sich selbst betreiben, indem sie jede Menge "coole Musik" spielen.

Das ist, wie ich schon mal sagte, nicht immer so, aber leider zu oft.

Kommt das Radio auch beim Bürger an, funkt es nicht an ihm vorbei, ist auch die Finanzierung kein Problem.
 
Ganz einfach, weil nicht jedes Bundesland bzw. Länderverbund die gleiche Anzahl NKLs, OKs etc betreibt, womit die Zahl je nach Gebiet unterschiedlich ist. Mancher scheint zu vergessen das die Bayern ihre Rundfunkgebühr ausschließlich für den BR entrichten, die an der Küste für den NDR bzw RB usw. Es gibt nunmal keinen bundesweiten ÖR, sondern neun für ein begrenztes Gebiet zuständige ÖR-Anstalten plus ZDF und DLF.

Aber die ÖR sind nicht ansatzweise in der Lage sich seber freiwllig zu reformieren.
Sagen wir es mal so: Der Reformwillen an den Stellen, wo es nicht ausschließlich die Programminhalte betrifft, ist überschaubar. Da sind wir sogar einer Meinung.

Glaubst du ernsthaft die Landesmedienanstalten würden auf das Geld verzichten?
Da hat die KEF ja auch noch ein Wörtchen mitzureden. Und die ließ ja die Tage erst mit einer durchaus erstaunlichen Ansage bezüglich der zukünftigen Gebühren aufhorchen.

Die ARD sendet auch oft an der Zielgruppe vorbei. So wird BR Puls beerdigt und man sendet munter Klassik weiter für sagenhafte 14.000 Zuhörer und einer guten UKW Kette (4* 100kw).
Das mag oberflächlich betrachtet richtig sein, entspricht aber höchstwahrscheinlich nicht der tatsächlichen Realität. Bitte mal die Online- und Stream-Abrufe von Puls-Inhalten dazurechnen. Die sind vermutlich höher als die UKW-Puls-Hörerzahlen. UKW ist für die Zielgruppe unter 30 nämlich kein Thema mehr. Das scheint noch nicht überall angekommen zu sein. Das Klassik heiter weiter auf UKW sendet ist dem geschuldet, dass es zum einen zum Kulturauftrag der ÖR gehört und zum anderen von zumeist älterer Klientel konsumiert wird, die nicht immer digital fit ist.

Doch die ARD geht mit den ihnen gegebenen Geldern nicht immer zweckdienlich um und man hat viel zu lange zu wenig kontrolliert. Ja der Vertrag war rechtlich nicht anfechtbar, aber moralisch sehr fraglich. Da wurden auch unsere Gelder verbraten.
Gar keine Einwände. Aber wie bereits erwähnt, die immer wieder kehrende Erwähnung dieses Umstandes löst kein einziges der Probleme.
 
Was heißt "die OK bringen nichts"?
Was müssen, sollten sie denn "bringen"?

Sie geben etwas, und das ist viel wichtiger, als dass sie etwas bringen:
Sie geben eine Auswahl, eine Alternative, einen Experimentierraum, einen Nachwuchseinstieg, eine Plattform für Themen und Akteure, die sonst kein Gehör finden, in ihrer Summe eine Vielfalt, die diesen Namen mehr verdient als alle Sender zusammen, die die Behauptung von Vielfalt im Claim tragen.

Aber wir können gerne hier ein bisschen auf den Schwächsten und Kleinsten herumtrampeln. Das lenkt gut von den wahren Problemen der deutschen Radiolandschaft ab.
 
Ganz einfach, weil nicht jedes Bundesland bzw. Länderverbund die gleiche Anzahl NKLs, OKs etc betreibt, womit die Zahl je nach Gebiet unterschiedlich ist. Mancher scheint zu vergessen das die Bayern ihre Rundfunkgebühr ausschließlich für den BR entrichten, die an der Küste für den NDR bzw RB usw. Es gibt nunmal keinen bundesweiten ÖR, sondern neun für ein begrenztes Gebiet zuständige ÖR-Anstalten plus ZDF und DLF.

Das ändert NICHT an der Tatsache, daß jeder diese 0,50 cent an die Landesmedienanstalten bezahlt. Wenn es eben ein Bundesland ohne sowas gibt, verwendet die Landesmedienanstalt das Geld für andere Zwecke. Die OKs/NKLs werden aus diesem Topf bezahlt sofern es die gibt.
Meine Berechnung mit dem 1 oder 2 cent wäre die Obergrenze wenn flächendeckend es solche Instituationen gibt. Da dies ja nicht der Fall ist, wird der finanzielle Aufwand aus Gebührengeldern noch deutlich unter meinen Annahmen liegen.

Da hat die KEF ja auch noch ein Wörtchen mitzureden. Und die ließ ja die Tage erst mit einer durchaus erstaunlichen Ansage bezüglich der zukünftigen Gebühren aufhorchen.
Ja aber die hat ein Auge auf ARD/ZDF weniger auf diese 50 cent.


Das mag oberflächlich betrachtet richtig sein, entspricht aber höchstwahrscheinlich nicht der tatsächlichen Realität. Bitte mal die Online- und Stream-Abrufe von Puls-Inhalten dazurechnen. Die sind vermutlich höher als die UKW-Puls-Hörerzahlen.
Puls hat nie die Chance auf UKW bekommen, der BR ist eingeknickt vor der kleinen aber zahlungskräftigen Lobby. Da vernachlässigt die ARD an vielen Stellen den Programmauftrag.


Was heißt "die OK bringen nichts"?
Was müssen, sollten sie denn "bringen"?

das war provokativ von mir, ja die haben keine Einnahmen und bieten vielen eine Plattform. Ich fände es schade wenn man darauf verzichten würde.
Sie geben eine Auswahl, eine Alternative, einen Experimentierraum, einen Nachwuchseinstieg, eine Plattform für Themen und Akteure, die sonst kein Gehör finden, in ihrer Summe eine Vielfalt, die diesen Namen mehr verdient als alle Sender zusammen, die die Behauptung von Vielfalt im Claim tragen
Deswegen ja mal meine worst-case Berechnung weil die Ausgangfrage war ja "warum zahlen wir so was" ? Ja das tun wir mit max. 1 cent pro Monat aus den Rundfunkgebühren. Schon alleine aus dieser Summe kann man ableiten, es tut echt nicht weh. Wenn man den Rundfunkbeitrag um diesen einen cent kürzen wollte, gäbe es viele andere Ansatzpunkte bei ARD und ZDF.

Aber wir können gerne hier ein bisschen auf den Schwächsten und Kleinsten herumtrampeln. Das lenkt gut von den wahren Problemen der deutschen Radiolandschaft ab.

Stimmt, das nervt mich an dem Eingangspost: Es wird eine vermeintliche Geldverschwendung konstruiert, die keine ist und die Sender stören niemanden. Niemand muss die hören, deswegen muss ich auch nicht gegen alles sein.

Die NKLs/OK

- sind nicht kommerziell
- haben keine Einnahmen aus Werbung
- nehmen den kommerziellen Sendern nichts weg
- haben oft Funzelfrequenzen, die keiner will...

Ich habe bis jetzt kein Argument gegen diese Sender gehört. Ja ich höre die auch selten aber die haben ja trotzdem ihre Berechtigung.
 
Die Offenen Kanäle und insbesondere ALEX dienen auch der Vermittlung von Medienkompetenz. Also auch das Erlernen des Handwerks für audiovisuelle Produkte. Heutzutage scheint das kaum eine Rolle mehr zu spielen, da der technische Fortschritt im Grunde jedem ermöglicht, selbst per Smartphone und mithilfe von Plattformen Inhalte zu publizieren. Aber das heißt ja nicht automatisch, dass das von hoher oder überhaupt von Qualität ist. Hierzu haben die Offenen Kanäle beigetragen. Und es gab die Technik für jedermann zu nutzen. Das war früher noch viel unerschwinglicher als heute. Also wurde über die OK ein Zugang dazu gewährt. Die Verbreitung in TV und Radio dient dann der Verbreitung und Zugänglichmachung der produzierten Inhalte gegenüber der (zahlenden) Öffentlichkeit. Also wenn man die OK zumacht, dann fallen auch Ausbildungsmöglichkeiten weg. Kann man sich überlegen.
 
das nervt mich an dem Eingangspost: Es wird eine vermeintliche Geldverschwendung konstruiert,
An welcher Stelle? Ich lese davon im Eingangsposting überhaupt nichts. Es ist nunmal ein Fakt: Heute kann jeder mit einfachsten Mitteln selbst Radio- oder Filmemacher spielen. Der eigentliche Grund für die Einrichtung der OKs ist schon seit Jahren nicht mehr gegeben. Aus diesem Grund ist eine Finanzierung aus Gebührengeldern zu hinterfragen, was zumindest ich hier auch irgendwo schrieb. Es geht auch gar nicht um die Abschaffung, sondern nur um die Finanzierung.
 
Ich habe bis jetzt kein Argument gegen diese Sender gehört
Das ist falsch und dient auch nicht der Diskussion. Es gibt gute Gründe, die für die Radios sprechen, wie auch solche, die deren Existenz in Frage stellen.

Ich halte Bürgerradios - oder wie auch immer sie gerade heissen mögen - für eine sehr sinnvolle Einrichtung. Wenn sie gut gemacht sind, eben Bürger für Bürger senden. Wenn, wie es im Englischen heisst, eine Community Radio macht.

Aber nicht, wenn sie am Ende nur dazu dienen, dass ein paar Freaks endlich ihre Lieblingsmusik über den Äther schicken. Dagegen ist zwar im Prinzip nichts einzuwenden - aber dann sollen sich diese Leutchen als Privat- oder auch Internetradio organisieren..
 
An welcher Stelle? Ich lese davon im Eingangsposting überhaupt nichts.

Da steht es zwar indirekt, aber es geht um das liebe Geld, um das staaliche also unser Steuergeld:-)

Im Zeichen von staatlichem Einsparungsdruck und der bei der ARD werfe ich mal den Hut in den Ring.

(...)
, würde denen den Garaus machen. Wen würde es stören?

Den Geraus macht man, indem man den Geldhahn zudreht.

Es ist nunmal ein Fakt: Heute kann jeder mit einfachsten Mitteln selbst Radio- oder Filmemacher spielen. Der eigentliche Grund für die Einrichtung der OKs ist schon seit Jahren nicht mehr gegeben.
Naja, ich höre die Sender kaum, weil der Inhalt manchmal ja interessant ist, aber die technische Umsetzung grausam. Aber auf UKW/DAB hat man eben mehr potentielle Hörer als bei einem von den vielen Streams im Netz. Ja man kann die Frage stellen: warum gibt es die noch, was bringen die, wer hört zu.. usw..

Aus diesem Grund ist eine Finanzierung aus Gebührengeldern zu hinterfragen, was zumindest ich hier auch irgendwo schrieb. Es geht auch gar nicht um die Abschaffung, sondern nur um die Finanzierung.

Es ist ja legitim diese Frage zu stellen, dann sollte man aber hinterher nachdem wir hier rausgefunden haben, wie wenig Steuergeld da verbraten wird das dann kleinzureden.

Es geht gar nicht um den Inhalt, der wahrscheinlich eine kleine Gruppe interessiert, sondern wer es bezahlt und warum das aus Steuergeldern passieren soll. Ja dann kann man aber auch fragen, warum auch Privatsender mit langweiligen Dudelwellen Gelder aus dem Steuersack bekommen sollen?
Dann kann man auch argumentieren, warum verwendet man Steuergelder für Privatsender, NKLs etc...

Im Prinzip müsste man dann konsequent sagen: es gibt kein Geld für Privatsender und NKLs. Wenn die das selber finanzieren können, dann können die senden, sonst eben nicht.


Das ist falsch und dient auch nicht der Diskussion. Es gibt gute Gründe, die für die Radios sprechen, wie auch solche, die deren Existenz in Frage stellen.
Naja ich warte immer noch auf überzeugende Argumente dafür diese Sender abzuschaffen.

Ich halte Bürgerradios - oder wie auch immer sie gerade heissen mögen - für eine sehr sinnvolle Einrichtung. Wenn sie gut gemacht sind, eben Bürger für Bürger senden. Wenn, wie es im Englischen heisst, eine Community Radio macht.
Das liegt immer an den Gegebenheiten vor Ort. Wenn es engagierte Menschen gibt, erreichen manche dieser NKLs das Niveau von Lokalsendern, wie man es früher kannte. Dann gibt es auch Sender ohne einheitliches Schema mit starken Brüchen, die total vorbeisenden.

Ich gebe zu ich raffe mich auch zu keinem dieser Sender auf, also kann ich mich auch schlecht beschweren über den Inhalt. Ich hätte die Möglichkeit und nutze diese nicht.

Aber nicht, wenn sie am Ende nur dazu dienen, dass ein paar Freaks endlich ihre Lieblingsmusik über den Äther schicken. Dagegen ist zwar im Prinzip nichts einzuwenden - aber dann sollen sich diese Leutchen als Privat- oder auch Internetradio organisieren..

Das ist nun wirklich das schlechteste Argument. Die Horden von Beratern haben die deutsche Radioszene in vielen Stellen derart durchformattiert, da hat man auch den Eindruck, es wird gespielt was ein paar wenige Berater wollen.

Was stört DICH wenn auf xx,x UKW ein NKL/OK vor sich hindudelt und dir das Programm nicht gefällt. Kann ja sein du schaltest einen kommerziellen Sender ein.. oh der hat auch gerade nicht deinen Geschmack...

Die Sender stören nicht, sie kostet Geld und dieses Argument lasse ich gelten. Alle anderen Argumente hier sind ohne Substanz.

So zum Geld kann man in der Tat sagen, warum müssen wir das bezahlen. Wenn der Betrag gewichtig wäre, würde ich sagen "ok da muss man mal tiefer reinschauen". Ich glaube du hast KEINE Ahnung, was ein Betrieb kostet mit all den kleinen Beträgen die sich summieren. Den überwiegenden Löwenanteil müssen die Sendern selber aufbringen. Die Freaks organisieren also das Geld für den Spass. Jeder hat eben so sein Hobby.

So wir zahlen über den Rundfunkbeitrag also quasi als Zwangssteuer eben einen TEIL dazu. Das sind im Monat 1-2 cent. Ok wenn du nun sagst, das tut mir weh ist das ein valider Punkt - aber ein sehr schwacher.
 
Die Horden von Beratern haben die deutsche Radioszene in vielen Stellen derart durchformattiert, da hat man auch den Eindruck, es wird gespielt was ein paar wenige Berater wollen.
Die "Berater-Legende" muss ich jetzt wirklich nicht mehr aufwärmen.

Und um's Geld geht es überhaupt nicht. Wenn Bürgerradios - der Begriff, den ich bevorzuge - von den Bürgern, ihrer Gemeinde, Region etc. akzeptiert werden, erst recht nicht. Denn sie schließen eine wichtige Lücke. Der ÖR kann nicht aus dem letzten Winkel der Republik senden.

Aber wenn dieses Bürgerradio nur daraus besteht, dass ein paar Musikfreaks ihre Lieblingsmusik dudeln lassen, ist das eigentliche Ziel, so viele Menschen wie möglich am Radiomachen und -hören zu beteiligen, völlig verfehlt.

Der Rest ist Spekulation. Es spricht nichts dagegen, wenn diese Musikfans sich irgendwo eine Lizenz für was auch immer besorgen.. Oder wenn sie, wenn doch im Bürgerradio, nach Mitternacht irgendwelche angeblichen "Spezialsendungen" veranstalten.

Erreicht man aber mit seinem einseitigen Programm nur ein paar Musikfreaks, kann man schwerlich von Bürgerradios sprechen, die ALLE, von der Hausfrau bis zum Senior, als potentielle Hörer ansprechen. Es gibt auch positive Beispiele, ich wiederhole mich (Radio Ostfriesland, der OK Schleswig-Holstein). Und leider auch oft genug das Gegenteil.
 
Ich würde es mal mit gemeinnützigen Vereinen vergleichen: Niemand erwartet, dass solche Vereine möglichst viele erreichen/beteiligen, sondern sie widmen sich jeweils einer speziellen Aufgabe, manchmal mit absolutem Minderheitencharakter, egal, ob das im sozialen, Kulturellen oder sportlichen Bereich ist. Das sind oft Nischen, aber genau deshalb braucht es jemanden, der sie füllt. Das ist auch der Grund, warum die öffentliche Hand für derartige Vereine finanzielle Hilfen und Förderprogramme bereitstellt.
 
@Mannis Fan: Haben solch NKLs Nischencharakter, stellt sich natürlich früher oder später die Frage nach der Berechtigung - wenn sie öffentliche Förderung erhalten. Denn diese Förderung geschieht ja aus unser aller Steuermitteln, und daraus ergibt sich natürlich die Frage nach Sinn oder Zweckmäßigkeit.

Ich kann mich noch an die Situation im benachbarten Saarland erinnern. Der Anspruch war, breiten Teilen der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, selbst auch Radio zu machen - und nicht mittels OK irgendwelche Nischen zu füllen.

Irgendwann wurde der OK dann u.a. mit folgender Begründung eingestellt:
a. Es würde kaum jemand zuhören, auch das mit der breiten Beteiligung habe sich nicht bewahrheitet.
b. Die Programme wären schlecht gemacht (was auf einige zweifellos zutraf, auf andere überhaupt nicht)

Es war aber auch sicher so, dass der OK politisch nicht gewollt war.

Da, wo es noch einen NKL/OK oder ein Bürgerradio gibt, ist man sich der Schwierigkeiten oft - leider nicht immer - durchaus bewusst: Man versucht dort, unterschiedliche Schichten anzusprechen. Das äussert sich dann so, dass außer den typischen Sendungen der Musikfreaks auch Seniorenradio, Programme für Kinder, Vereinsfunk oder Literaturlesungen stattfinden.
 
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