Bundesverfassungsgericht: Erhöhung des Rundfunkbeitrags rechtens

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

STH

Benutzer
Wenn eine Bundesregierung über eine Behörde von jedem Bürger einen Pflicht-Obulus einkassieren lässt
und die ARD inhaltlich der Regierungslinie folgt, muss sie sich den Vorwurf des Staatsfunks gefallen lassen.

Das ist ja faktisch falsch. Der Beitragsservice ist ja keine Behörde, die von der Bundesregierung gesteuert wird. Rundfunk ist ja immer noch Ländersache.

Solche Postings sind übrigens für mich der Grund, warum ich keine Lust habe, mit solchen Usern über die Frage "Bedarf es eines öffentlichen Rundfunks, den jeder finanziert?" zu diskutieren. Das mag eine gute Diskussion sein, aber nicht wenn dann von der Seite sachlich inkorrekte "Behauptungen" kommen (die für die eigentliche Diskussion völlig überflüssig sind.)

Vielleicht doch nicht immer Reitschuster lesen...
 

freiwild

Benutzer
Weil jetzt wieder die ganzen Reformvorschläge hochkommen: die inhaltlichen und strukturellen Fragen müssen im Medienstaatsvertrag sowie in den Staatsverträgen und Gesetzen der einzelnen Rundfunkanstalten geklärt werden. Dort hat genau jener sachsen-anhaltinischer Landtag, der den Rundfunkbeitrag nicht anpassen wollte, aber genau den Status Quo durchgewunken und sogar noch sein Sachsen-Anhalt-Extra (Kulturportal, anyone?) gefordert.

Hier geht es um die Finanzierung.

Und wozu braucht dieser Beitragsservice mit Sitz in Köln bitte 1000 Angestellte???
949 Mitarbeiter, um etwa 40 Mio. Kundendatensätze zu verwalten, das entspricht einem Mitarbeiter pro 42.000 Haushalte oder 85.000 Menschen, oder ungefähr so vielen Mitarbeitern, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat. Warum nur wird diese Behörde von den Springermedien nie skandalisiert? Oder die neunstellige Filmförderung pro Jahr? Oder die - nur wegen Formfragen noch nicht umgesetzte - Förderung der Zeitungszustellung, ebenfalls neunstellig?

Könnte es - oh Schreck - sein, dass es Springer und ihren Mitläufern gar nicht um die Entlastung des armen Bürgers geht, sondern schlicht nur um die Schwächung eines Konkurrenten auf dem Nachrichtenmarkt?
 
Zuletzt bearbeitet:

Mannis Fan

Benutzer
Wenn Du Dich zum Studium anmeldest, entrichtest Du Studiengebühren, egal ob Du anwesend bist oder nicht. Wenn Du ein Telefon hast, dann entrichtest Du eine nutzungsunabhängige Nutzungsgebühr, unabhängig davon, ob Du das Drecksding nur ein einziges Mal abhebst oder nicht.
Wo ist im Vergleich dazu bei der Rundfunkgebühr der Punkt, an dem der Mensch eine freiwillige Entscheidung trifft: Das will ich?
Das gibt es bei der Rundfunkgebühr nicht, und deswegen hinken alle diese Vergleiche.
 

freiwild

Benutzer
Und bei den Steuern kann ich auch entscheiden, dass ich nur diejenigen zahlen muss, für die Leistungen finanziert werden, aus denen ich einen unmittelbaren Vorteil habe?
 

CosmicKaizer

Benutzer
Der Untertitel "unabhängig - überparteilich" war hier schon immer eine kühne Behauptung.
BILD.jpg

Und heute wirds mal wieder besonders offensichtlich: BILD2.JPG Für eine Schlagzeile verkaufen die ihre Oma.
 
Zuletzt bearbeitet:

Skywise

Benutzer
Ich lehne nur die aktuelle Struktur, insbesondere die ARD, ab und plädiere für einen Neustart bei Null.
Indem Du ein drastisches Senken der Beiträge forderst, machst Du sämtliche Strukturen des ÖR inklusive Errungenschaften, Vernetzungen und Ausstattung inklusive Rattenschwanz umgehend kaputt. Wenn Du die ganze Knäcke von Grund auf neu aufbauen und somit komplett neu finanzieren willst, dann will ich Dir den Spaß nicht nehmen, aber ich glaube nicht, daß das wirklich billiger wird als eine Reform.

Ich sehe, dass diese ARD in breiten Teilen der Bevölkerung (und zwar nicht nur bei den rechts weggedrifteten Schichten) keinen Rückhalt mehr genießt.
So what ...? Ich dachte, es geht nicht um Quote, sondern um Qualität?

Ein Vertrauen in und ein Verständnis für den ö.-r. Rundfunk ist aber enorm wichtig für die Akzeptanz!
Nur dann (u.a. auch wenn der vollständige Verzicht auf Werbung und Sponsoren kommt) ist die Gebühr auch wieder gerechtfertigt! Gutes Programm für gute Gebühren. Also ein Neuanfang von Punkt null an.
Du hattest weiter oben noch darüber gejammert, daß einige Leute am Existenzminimum rumkrebsen und mit 86 Cent mehr pro Monat überfordert seien, wenn ich Dich daran erinnern darf. Wenn die die 86 Cent für den aktuellen Rundfunk schon nicht mehr zahlen können, dann werden sie mit einem richtig kräftigen Rundfunkbeitrag ganz bestimmt auch nicht glücklicher werden.

Das hat in Griechenland und Israel auch geholfen. Ein Schuss vor den Bug, dass es kein "Weiter so!" geben wird.
Ich darf daran erinnern, daß die cleveren Leute aus Deutschland dafür gesorgt haben, daß Griechenland die in Deutschland bestellten U-Boote nicht stornieren durfte, im Gegenzug dafür gesorgt haben, daß unter anderem die Leute, die die Grenzen kontrollierten, wirtschaftlicher eingesetzt wurden. Daß Griechenland anno 2015/16 Europa nicht wirklich zur Seite stehen konnte und daß man stattdessen bei Herrn Erdogan vorstellig wurde, war mit ein deutsches Werk. Ich weiß nicht, ob ich das wirklich als "Hilfe" bezeichnen würde.

Keine Gebührenverbrennung mehr, keine übertriebenen Pensionen,
Du kriegst die nicht kurzfristig reduziert, es sei denn, Du sprichst mit bestimmten Leuten, die es wie Unfälle aussehen lassen können.

kein aufgeblähter Wasserkopf in der Verwaltung. Ein schlanker, smarter, moderner, zukunftsfähiger, unabhängiger Rundfunk ohne Parteifunktionäre in den Räten!
So was kann ich fordern, wenn ich weiß, wie die Arbeit verteilt ist, wie die Abläufe sind etc., aber als Außenstehender läßt sich so was leicht sagen. Ob es auch wirklich umzusetzen ist, ist eine andere Angelegenheit.

Wenn das, was man derzeit auf 64 Radiowellen und zwei Dutzend TV-Kanälen an Wiederholungen, Chartgedudel, politischer Propaganda und inhaltlichem Dummsprech (Genderirrsinn etc.) geboten bekommt, das "bestmögliche Angebot" ist, na dann Gut` Nacht!
Nun, es ist ein Angebot. Meinen Geschmack trifft es auch über weite Strecken nicht und Verbesserungsbedarf sehe ich auch, klar, ist auch nicht schwer. Ich erwarte aber keine Wunder über Nacht und ich bin auch gerne bereit, den Sendern durch einen höheren Rundfunkbeitrag Geld ins Patschehändchen zu drücken, um eine Reform zu finanzieren, weil ich glaube, daß das ein besserer Weg ist als sie auszuhungern. Ich bin also mal gespannt, was kommt.

Und wozu braucht dieser Beitragsservice mit Sitz in Köln bitte 1000 Angestellte???
46,1 Millionen Kunden ...? Beitragseinholung, Buchhaltung, Reklamationsbearbeitung, Rechtsabteilung, Sekretariate, Telefonzentrale, Hausmeisterdienste, Online-Auftritt, hausinterne EDV, Verteilung des Rundfunkbeitrags, Kommunikation mit einzelnen Sendern, Qualitätssicherung, Systementwicklung, ... macht man mit 10 Leuts?

Wo ist im Vergleich dazu bei der Rundfunkgebühr der Punkt, an dem der Mensch eine freiwillige Entscheidung trifft: Das will ich?
Das gibt es bei der Rundfunkgebühr nicht, und deswegen hinken alle diese Vergleiche.
Wie wär's mit Arbeitnehmerbeiträgen für Krankenkassen, Rente & Co. - werden einem auch aufgebürdet, ob man sie in Anspruch nehmen möchte oder nicht ...

Gruß
Skywise
 

Adolar

Benutzer
ich bin auch gerne bereit, den Sendern durch einen höheren Rundfunkbeitrag Geld ins Patschehändchen zu drücken, um eine Reform zu finanzieren, weil ich glaube, daß das ein besserer Weg ist als sie auszuhungern. Ich bin also mal gespannt, was kommt.

Du weißt doch ganz genau, dass keines von beiden kommt. Von innen ist eine Reform, die Kosten spart, illusorisch und "aushungern" (ich würde es eher "abspecken" nennen) geht rechtlich nicht.

Der Druck für eine "Medien-Revolution" muss von ganz oben gewollt sein und per Verfassungsänderung durchgesetzt werden. Dass es möglich ist, riesige Sender "umzubauen", hat Herr Mühlfenzl bewiesen. Schön für die Betroffenen ist das natürlich nicht, aber die Welt hat sich trotzdem weitergedreht.
 

Morningshow

Gesperrter Benutzer
Die Verbindungen zwischen ARD, ZDF und den Politikern sind inherent mafiös. Es stirbt zwar niemand physisch, dennoch ist es ein Geben und Nehmen. Die Sender sind abhängig von den ihnen zugeschrieben Aufgaben durch die Politiker. Je größer der Auftrag ausfällt, desto mehr Geld können sich die Sender bei der KEF genehmigen lassen. Die Politiker wiederum erwarten, genügend Sendezeit für ihren Sermon zu bekommen, möglichst ohne kritische Nachfragen. Will und Merkel vor ein paar Wochen war ein abstoßendes Beispiel für Hofberichterstattung. Als "Aufsicht" ist es derweil gelungen, eine ARD-Programmdirektorin mit CDU-Parteibuch innerhalb der ARD zu installieren. Eleganter, als einen verhassten Chefredakteur (Casa Brender beim ZDF) zu meucheln. Investigativer Journalismus findet fast ausschließlich in der Todeszone statt, sogar an die einzige Bastion für regelmäßigen kritischen Journalismus, die bereits auf 30 Minuten geschrumpften Politmagazine, will man jetzt ran. Sie sollen Dokus weichen.

Der großflächige Umbau der Radioprogramme ist kein "Irrtum", den man zu korrigieren gedenkt. Die nach dem Umbau übrig gebliebenen öffentlich-rechtlichen Radioattrappen, die in Zahl die Mehrheit der öffentlich-rechtlichen Radioangebote ausmachen, werden bleiben. Im Zweifel versickert das Geld in podcasts und dergleichen. Jedenfalls gibt es bis heute keinen Verantwortlichen innerhalb der ARD, der eine Rücknahme des Kahlschlags des ARD-Hörfunks angekündigt hat.
 

Adolar

Benutzer
Die Verbindungen zwischen ARD, ZDF und den Politikern sind inherent mafiös.

Die Politiker wiederum erwarten, genügend Sendezeit für ihren Sermon zu bekommen, möglichst ohne kritische Nachfragen.

Letzteres ist doch auch nur so ein Stammtisch-Klischee, das von wirklichen Problemen ablenkt.
Relevanter sind doch vielmehr die endlosen Versorgungsmöglichkeiten, die sich in den ganzen Gremien, Unterfirmen, Produzenten, behördenähnlichen Strukturen usw. ergeben. = Es geht immer nur ums Geld und in diesem System steckt eben so unglaublich viel Kohle ohne jedes Geschäftsrisiko. Das ist wie der Lolli beim Kleinkind, den lässt sich keiner ohne Kampf bis aufs Blut wegnehmen, wenn er erst mal am Honigtopf sitzt.
 
  • Like
Reaktionen: STH

s.matze

Gesperrter Benutzer
Nutzungsunabhängiger Beitrag. Es wird Dir eine Möglichkeit zur Verfügung gestellt. Ob Du sie nutzt, bleibt Dir überlassen.
Wenn Du Dich zum Studium anmeldest, entrichtest Du Studiengebühren, egal ob Du anwesend bist oder nicht. Wenn Du ein Telefon hast, dann entrichtest Du eine nutzungsunabhängige Nutzungsgebühr, unabhängig davon, ob Du das Drecksding nur ein einziges Mal abhebst oder nicht. Und spätestens wenn Du Handy oder einen Rechner mit Internetzugang hast, bist Du auch undabhängig von Radios und TVs in der Lage, auf die Mediathek von ÖRs zuzugreifen.
Niemand in Deutschland muss studieren, einen Festnetzanschluss haben oder ein Smartphon besitzen. Also muss auch niemand zwangsweise Studiengebühren, Grundgebühren oder einen Handyvertrag bezahlen.

Den Vertrag mit den ö.-r. Sendern kann man aber nicht kündigen, er wird einem aufgezwungen - ob man will oder nicht.

Wer einsam in einer Hütte im Wald lebt und sich von Beeren und Pilzen ernährt, muss auch Rundfunkbeitrag zahlen - aber keine Telefongebühr, Internetflatrate usw.

Und bei den Steuern kann ich auch entscheiden, dass ich nur diejenigen zahlen muss, für die Leistungen finanziert werden, aus denen ich einen unmittelbaren Vorteil habe?
Natürlich. Wenn du kein Auto hast - zahlst du keine KFZ-Steuer.
Wenn du zwar ein Auto hast, aber nicht tankst - zahlst du keine Dieselsteuer.
Wenn du nicht einkaufst, sondern dich autark versorgst - zahlst du keine Umsatzsteuer.

Rundfunkbeitrag musst du aber trotzdem zahlen. Selbst wenn du taub oder blind bist noch den ermäßigten Satz! Selbst mit 80 Prozent Behinderung, was schon skandalös ist und eine massive Diskriminierung darstellt (https://www.rundfunkbeitrag.de/buer...ionen/menschen_mit_behinderung/index_ger.html).

Arbeitnehmerbeiträgen für Krankenkassen,
Es gibt in Deutschland weder die Pflicht, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen, noch eine Pflicht, in die gesetzlichen KKK einzuzahlen. Es gibt die Möglichkeit, sich privat zu versichern - freiwillig zu versichern - oder überhaupt nicht zu versichern, wer finanziell dazu in der Lage ist, sämtliche Operationen bar zu bezahlen. Und glaub mir, solche Fälle gibt es.

Es gibt in Deutschland auch keine Pflicht, Beiträge für die Arbeitslosenversicherung oder die Rentenkasse zu entrichten.

Den Rundfunkbeitrag allerdings muss jeder berappen bis ins Grab.
Und wenn man vergisst, den Verstorbenen abzumelden, auch noch darüber hinaus.

Es ist eine Schande, dass man sich zwar um Steuerplfichten (auch in Mio.-Höhe) drücken kann, aber nicht um die Rundfunkgebühr - selbst dann nicht, wenn man nachweislich keine Geräte besitzt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Skywise

Benutzer
Wer einsam in einer Hütte im Wald lebt und sich von Beeren und Pilzen ernährt, muss auch Rundfunkbeitrag zahlen - aber keine Telefongebühr, Internetflatrate usw.
Wäre zu prüfen. Wenn das bedeutet, daß er keine Einnahmen hat, demzufolge Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld o. ä. in Anspruch nehmen könnte, dies aber nicht tut, so kann er sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen.

Rundfunkbeitrag musst du aber trotzdem zahlen. Selbst wenn du taub oder blind bist noch den ermäßigten Satz! Selbst mit 80 Prozent Behinderung, was schon skandalös ist und eine massive Diskriminierung darstellt (https://www.rundfunkbeitrag.de/buer...ionen/menschen_mit_behinderung/index_ger.html).
"Erhalten Menschen mit einer Behinderung bestimmte Sozialleistungen, können sie eine Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht beantragen."
Aus Deiner Quelle. Hier ist von einer Befreiung die Rede, nicht von einer Minderung des Satzes. Und meines Wissens stimmt das tatsächlich, zumindest in Verbindung mit Blindenhilfe.
https://www.rundfunkbeitrag.de/buer...g_oder_ermaessigung_beantragen/index_ger.html
Es gibt in Deutschland weder die Pflicht, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen, noch eine Pflicht, in die gesetzlichen KKK einzuzahlen. Es gibt die Möglichkeit, sich privat zu versichern - freiwillig zu versichern - oder überhaupt nicht zu versichern, wer finanziell dazu in der Lage ist, sämtliche Operationen bar zu bezahlen. Und glaub mir, solche Fälle gibt es.
Das ist mir bekannt. All diese Fälle sind aber trotzdem nicht zwangsläufig mit dem Rundfunkbeitrag gekoppelt, denn auch da gibt es Möglichkeiten zur Befreiung.

Den Rundfunkbeitrag allerdings muss jeder berappen bis ins Grab.
Ich finde es interessant, wie Du mit Extremfällen ankommst, um gegen den Rundfunkbeitrag zu wettern, gleichzeitig aber von den Extremfällen in die andere Richtung nichts wissen möchtest. Nein, den muß nicht jeder bis ins Grab berappen. Von Sonderfürsorgebrechtigten bis Taubblinde, von Empfängern von Grundsicherung im Alter bis Empfänger von Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz, von Empfängern von Pflegezulage bei Kriegsschadenrente bis Sozialhilfeempfängern, die HIlfe zum Lebensunterhalt beziehen, von Volljährigen, die in einer stationären Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe leben bis hin zu Empfängern von Landespflegegeld, ... die Liste derjenigen, die sich BEFREIEN lassen können, ist tatsächlich sehr lang und die Liste derjenigen, die einen erminderten Satz beantragen können, ist sogar noch länger.

Gruß
Skywise
 

black2white

Benutzer
Natürlich. Wenn du kein Auto hast - zahlst du keine KFZ-Steuer.
Wenn du zwar ein Auto hast, aber nicht tankst - zahlst du keine Dieselsteuer.
Wenn du nicht einkaufst, sondern dich autark versorgst - zahlst du keine Umsatzsteuer.

Aber du zahlst Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge! Und darum geht es doch, die Rundfunkgebühr ist ein solidarischer Beitrag an die Gesellschaft.

Allerdings finde ich den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im zunehmenden Maße wettbewerbsverzehrend, aber das wird sich hoffentlich mit dem neuen Staatsvertrag ändern.
 

Morningshow

Gesperrter Benutzer
Allerdings finde ich den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im zunehmenden Maße wettbewerbsverzehrend.

Richtig. ARD und ZDF dringen mit ihren Gebührenmilliarden in den kommerziellen Markt ein und zerstören ihn in Teilen. Ein Beispiel: Fußball-Bundesligaspiele, -EM oder -WM sind für RTL oder SAT 1 am Markt nicht refinanzierbar, weil die Beamtensender einfach utopisch hohe Preise zahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mannis Fan

Benutzer
Und bei den Steuern kann ich auch entscheiden, dass ich nur diejenigen zahlen muss, für die Leistungen finanziert werden, aus denen ich einen unmittelbaren Vorteil habe?
Warum ist der Beitrag dann keine Steuer. Dann wäre es klar und eindeutig. Nur kneift hier der Staat.
Für eine Schlagzeile verkaufen die ihre Oma.
Das ist nichts Neues - aber das exkulpiert noch lange nicht den Casus als solchen.
Ich dachte, es geht nicht um Quote, sondern um Qualität?
Hier ist auch nicht der mangelnde Rückhalt entlang der Quote gemeint, sondern der mangelnde Rückhalt infolge nicht gelieferter Qualität. Insofern ist das kein Widerspruch.
Ich darf daran erinnern, daß die cleveren Leute aus Deutschland dafür gesorgt haben, daß Griechenland die in Deutschland bestellten U-Boote nicht stornieren durfte, im Gegenzug dafür gesorgt haben, daß unter anderem die Leute, die die Grenzen kontrollierten, wirtschaftlicher eingesetzt wurden.
Was soll der Quatsch? Hat das irgendetwas mit der Rudfunk-Diskussion hier zu tun?
Wie wär's mit Arbeitnehmerbeiträgen für Krankenkassen, Rente & Co. - werden einem auch aufgebürdet, ob man sie in Anspruch nehmen möchte oder nicht ...
Sorry, aber weißt Du jemanden, der seine Rente nicht in Anspruch nehmen möchte, oder seine Krankenversicherung, wenn er sie braucht? Blamier dich bitte nicht mit hanebüchenen Vergleichen, ich muss sonst mein Bild von Dir korrigieren.
 

da_hooliii

Benutzer
1. Was ist heute noch der Grundversorgunsgauftrag des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks?

Zu 1.: Es findet noch immer die Berufung auf die Nachkriegssituation statt, als Deutschland zum demokratischen Umerziehungslager erklärt wurde und einer Nachhilfetante namens ÖR bedurfte.
Dieser Grundversorgunsauftrag sollte wirklich mal dringend überdacht werden. Man kann sich doch nicht ständig auf etwas berufen was kurz nach dem 2. Weltkrieg stattfand als wirklich viele keine Möglichkeit hatten sich umfassend zu informieren und das Radio und Fernseher die Hauptquelle für Unterhaltung waren. Schade, dass dieses Urteil gestern negativ ausgefallen ist. Ich habe mal auf eine Reform gehofft aber stattdessen wird nun einfach munter weiter noch mehr Geld ausgegeben für viel zu viele Sender und viel zu hohe Gehälter. Die öffentlich Rechtlichen werden mit der Zeit immer weniger Leute erreichen weil sie einfach zu weit weg von der Lebenswirklichkeit der Menschen sind. Mehr auf Bildungs-und Informationsauftrag setzen und stattdessen weniger Sender und sinnloses Unterhaltungssendungen, die Streamingdienste und auch YouTubekanäle (und das auch noch günstiger) um Welten besser machen.
 

Dr. Fu Man Chu

Benutzer
Immer wieder interessant, was so einige rauchen. Aber, wenn's der Wahrheitsfindung dient. Selbst die Prantlhausener Nachrichten sind reserviert:

Zu viel Larifari, zu wenig Information

Videokolumne von Heribert Prantl
Das Urteil zum Rundfunkbeitrag ist eine Mahnung aus Karlsruhe, dass die Öffentlich-rechtlichen ihren Auftrag erfüllen sollen. Und zwar nicht als Abklatsch der Privatsender, sondern als kreatives Forum."

Ganz viel könnte, ja mit 4 Mrd. könnte man in der Tat ganz viel. Aber man versenkt das Geld lieber im Apparat, Traumprojekten oder x-fach Strukturen. Dafür vernachlässigt man die Pflichtleistungen und wird regelmäßig von viel kleineren Sendern vorgeführt.

Das funktioniert, weil ja das Geld unabhängig von Leistung frei Haus kommt und mir nur irgendeinen Bedarf anmelden muss. Der ist natürlich für höher als man ihn tatsächlich benötigt. Das streicht dann die KEF zusammen. Die KEF beweist damit seinen Existenzberechtigung, die Öffi-Intendanten können auf hohen Niveau jammern. Tatsächlich ist es egal, ob man nun 15, 17,50 oder 20 Euro im Monat zahlen muss.

Wirklich weh tut nur ganz wenigen Menschen. Gut, dann gibt es natürlich die irren Gebührenverweigerer. Die steckt man halt in Erzwingungshaft und zuckt mit den Schultern. Das kratzt in den Anstalten, die sonst für jede Weltrettung zu haben sind, keinen Menschen und jeder versteckt sich hinter Paragraphen. Die Juristerei kann schon furchtbar sein. Bekanntlich kommt erst das Fressen und dann die Moral.

Irgendwann wird dieses System kollabieren, weil die Widersprüche zu groß und zu offensichtlich geworden sind. Deshalb, ich finde es toll zu lesen, mit welcher Inbrunst hier ein so wirtschaftliches, redaktionell und inhaltliches ineffizientes disfunktionales System verteidigt wird. Wer Dosennahrung mag, soll sie futtern. Nur, warum soll ich kulininarisches Tieffliegertum bezahlen?
 

Skywise

Benutzer
Was soll der Quatsch? Hat das irgendetwas mit der Rudfunk-Diskussion hier zu tun?
Wenn jemand sagt "Das hat in Griechenland und Israel auch geholfen. Ein Schuss vor den Bug, dass es kein "Weiter so!" geben wird", dann muß man auch mal hinterfragen, was genau "hilft", wenn man jemanden quasi ohne Not handlungsunfähig macht.

Sorry, aber weißt Du jemanden, der seine Rente nicht in Anspruch nehmen möchte, oder seine Krankenversicherung, wenn er sie braucht?
Ich kenne tatsächlich einige Leute, die regelmäßig über Krankenkassen oder Rentenkasse schimpfen, den jeweiligen Institutionen Totalversagen bis Verantwortungslosigkeit vorwerfen und leider mitunter ungefragt solche Sachen sagen "Wenn ich das Geld in die Hand bekäme, würde ich damit [wasauchimmer machen], um abgesichert zu sein". *schulterzuck*

Gruß
Skywise
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben