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Bundesweiter Warntag am 08. Dezember 2022

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Die höchste Warnstufe des MoWaS sieht vor, dass das Programm unverzüglich unterbrochen wird und 1:1 der vorgegebene Warntext verkündet wird. Kein Programm hat sich an diese Vorgaben gehalten.

PTY-31 und TA hätten in der Masse der Empfänger wohl den größten Effekt gebracht.
 
In jedem Lehrbuch über Hörfunknachrichten oder Nachrichten im allgemeinen könntest Du nachlesen, daß nichts irgendwo günstiger und auffälliger plaziert werden kann als als erste Meldung in den Nachrichten.
Nichts ist so alt wie das Lehrbuch von gestern. Klar, die 1 muss stimmen. Ich lege aber auch einen hohen Wert auf den Ausstieg.
 
In jedem Lehrbuch über Hörfunknachrichten oder Nachrichten im allgemeinen könntest Du nachlesen, daß nichts irgendwo günstiger und auffälliger plaziert werden kann als als erste Meldung in den Nachrichten.
Sicher. Vielleicht lag es auch daran, dass man darauf gewartet hat. Und ich als Laie hätte es vor die Nachrichten gepackt, vielleicht sogar auch mit einem "Warnton" für die Aufmerksamkeit der schlimmen Büro-Dudelfunk-Nebenbeihörer, die sich nicht mit voller Aufmerksamkeit stündlich dem Radio widmen und gespannt lauschen, ob der Herr oder die Dame nun was anderes erzählt als eben gerade vor einer Stunde. 😜
 
nur in der Ferne läuteten Kirchenglocken.
Die auch einen Warn-Zweck erfüllen können und das früher auch taten.

Empfehlung an alle, unabhängig vom "Warntag", das ist ein Stück Radiogeschichte:


(leider in übel verzischter Qualität, ist im Original nicht so)

Für den Warntag: mal ab 13:53 hören.

Und auch zur Flut im Sommer 2021 half in mindestens einem Fall eine Glocke, Anwohner zu warnen: in Wuppertal-Beyenburg läutete Bruder Dirk die Sturmglocke - andere Alarmierung gab es nicht. Er kam damit sogar kurz ins Fernsehen, der Clip ist aber gerade nicht greifbar für mich.
 
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In jedem Lehrbuch über Hörfunknachrichten oder Nachrichten im allgemeinen könntest Du nachlesen, daß nichts irgendwo günstiger und auffälliger plaziert werden kann als als erste Meldung in den Nachrichten.
Zwischen Meldung und Warnung verstehe ich etwas anderes....
Nun wird im Ernstfall, den wir bitte nicht erleben wollen, der Alarm nicht um 11:00:00 Uhr, auch nicht um 10:59:10 ausgelöst werden, sondern zu irgend einer krummen Zeit. Da wollen wir jetzt nicht darüber reden, ob dann bei wirklichen Alarm bis zu einer "wirksamen" Ausstrahlung als Erstmeldung vor den Nachrichten gewartet werden soll.
 
Da wollen wir jetzt nicht darüber reden, ob dann bei wirklichen Alarm bis zu einer "wirksamen" Ausstrahlung als Erstmeldung vor den Nachrichten gewartet werden soll.
Ach komm, so ein Alarm kann doch warten, zumindest bei Naturkatastrophen. Egal ob Hagelzelle, Tornado oder Flutwelle, da kann man doch schon durch reines Ignorieren eine aufschiebende Wirkung erreichen. Machen wir in der Klima- und Verkehrspolitik doch auch. ;)
 
oder mal das Bett zehn Sekunden nackt laufen zu lassen, auch da entsteht höchste Aufmerksamkeit.
In diesem Zusammenhang musste ich gerade unweigerlich an den Juli vergangenen Jahres denken. Wegen der Opfer, die das Hochwasser im Ahrtal gefordert hatte, war für den 23.07.2021 eine offizielle Schweigeminute einberufen worden. Am Dornbusch lösten das hr1 und hrInfo recht gut, mit einleitenden Worten und im Anschluss einigen Sekunden absoluter Stille. Dass es keine ganze Minute war, geschenkt, sonst wäre am Ende vielleicht noch das Notband angelaufen, aber die Symbolwirkung war zweifelsohne da. Und was machte hr3? Man höre und staune.
Anhang anzeigen Innnehalten Hochwasseropfer hr3 23072021.mp3 Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich empfand das damals beinahe als eine Verhöhnung dessen, wofür diese Schweigeminute eigentlich gedacht war. Bei vielen, die das Radio einfach so im Hintergrund dudeln lassen, wird die erzeugte Aufmerksamkeit so gleich null betragen haben, anders als bei kompletter Stille, die fällt da schon deutlich eher auf.
 
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Die höchste Warnstufe des MoWaS sieht vor, dass das Programm unverzüglich unterbrochen wird und 1:1 der vorgegebene Warntext verkündet wird. Kein Programm hat sich an diese Vorgaben gehalten.

PTY-31 und TA hätten in der Masse der Empfänger wohl den größten Effekt gebracht.
Das Programm muss genau dann unterbrochen werden, wenn die Mowas -Meldung den entsprechenden Sender erreicht. Da es da offensichtlich große Probleme gab, wenn nicht einmal alle Smartphone -Besitzer diese Warnung bekommen haben, würde ich mal bei den betreffenden Sendern nachfragen.
 
In jedem Lehrbuch über Hörfunknachrichten oder Nachrichten im allgemeinen könntest Du nachlesen, daß nichts irgendwo günstiger und auffälliger plaziert werden kann als als erste Meldung in den Nachrichten.
Das gilt da, wo die Nachrichten was taugen und eine Relevanz haben. Wenn, was leider in vielen privaten und zunehmend auch öffentlich-rechtlichen Programmen der Fall ist, die Nachrichten lediglich als lästiges und zusammengeschustertes Wortanteil-Element daherkommen und für die Hörer jegliche Bedeutung verloren haben, dann ist auch die Aufmachermeldung in diesen Nachrichten nichts mehr wert. Dann ist in der Tat der Break zwischen zwei Titeln - oder gar die Unterbrechung eines Titels das bessere Mittel, um Aufmerksamkeit zu erzielen.
 
Das gilt da, wo die Nachrichten was taugen und eine Relevanz haben. Wenn, was leider in vielen privaten und zunehmend auch öffentlich-rechtlichen Programmen der Fall ist, die Nachrichten lediglich als lästiges und zusammengeschustertes Wortanteil-Element daherkommen und für die Hörer jegliche Bedeutung verloren haben, dann ist auch die Aufmachermeldung in diesen Nachrichten nichts mehr wert. Dann ist in der Tat der Break zwischen zwei Titeln - oder gar die Unterbrechung eines Titels das bessere Mittel, um Aufmerksamkeit zu erzielen.
Zumal bei den zugelieferten Nachrichten von dpa und co. das wegen des zeitlichen Versatzes eh nicht zu realisieren ist. Je tiefer man im Thema Bevölkerungswarnung bohrt, desto mehr schauderts einen.
 
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Laut einhelliger Meldungen war der diesjährige "Warntag ein voller Erfolg". Ist doch schön, alle sind zufrieden und klopfen sich gegenseitig auf die Schultern.
 
Das mediale "Hurra" gestern Abend erinnerte mich auch irgendwie an Meldungen von der "Ernteschlacht" oder vom "40. Jahrestag". Kann freilich individuell gefärbt sein. Jemand, der ein Smartphone und ein Tastentelefon - beide mit händisch aktiviertem CB - stumm auf dem Tisch liegen hatte und selbst bei geöffnetem Fenster keine Sirene hören konnte (2020 beim ersten Warntag hörte ich immerhin ein einsames Sirenchen ausm Landkreis dank günstiger Windrichtung), könnte u.U. Probleme haben, in den Jubelgesang einzustimmen.
 
Laut einhelliger Meldungen war der diesjährige "Warntag ein voller Erfolg". Ist doch schön, alle sind zufrieden und klopfen sich gegenseitig auf die Schultern.
Ersetze "einhelliger Meldungen" durch "Meldungen der Behörde", genauer den BBK-Chef. Ansonsten finden sich etliche Stellen im Net (auch ÖRR), wo von Problemen (z.B.Telekom) die Rede ist. Hätte man die alten dreistelligen Alarmcodes für das CB genommen, hätte man mehr Handys erreicht. Im Ausland funktioniert das ja auch seit Jahren.

Und wenn ich lese, daß allein für den Weiterbetrieb der Corona-App im nächsten Jahr etliche Millionen Euro den Besitzer wechseln, klappt mir das IT-Messer in der Tasche auf. Leute, da laufen ein paar Server+Personal, der Rest ist ja "fertig" und (sowieso über-)bezahlt...
 
Hätte man die alten dreistelligen Alarmcodes für das CB genommen, hätte man mehr Handys erreicht. Im Ausland funktioniert das ja auch seit Jahren.
Aber wir sind halt nicht das Ausland, wir sind Deutschland. Wir erfinden sowas halt neu, mit Spezifikationen und Auflagen für Netzbetreiber, wir halten uns für größer und wichtiger als Apple, Samsung, Google etc...

Wir nehmen ja auch LC-AAC statt MPEG Layer II und schalten damit hunderttausende Empfangsgeräte aus der Ferne ab. ;)
 
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